Forelle vs Döbel oder besser umgekehrt!!!

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Forelle vs Döbel oder besser umgekehrt!!!

Beitragvon Floit » 15.04.2011, 12:22

Hallo!!Mit Spannung und Erwartung habe ich das Problem Döbel vs Forelle gelesen,bin aber trotzalledem nicht schlau draus geworden!!!
In meinem Fischwasser wurde seit 25 jahren kein Forellenbesatz mehr gemacht,was dazu geführt hat dass die Döbel durch ständiges Rücksetzten extrem Überhand gewonnen haben!!Was würdet ihr mir für die weitere Bewirtschaftung raten??Nur große Döbel abfischen,Forellen besetzen?was meint ihr??
MG Floit
P.S Kurzbeschreibung des Reviers:
Wasserqualität herrvoragend und Forellentauglich(kommen aber nur mehr vereinzelt vor)
Teilweise sehr starke Strömung dann wieder fast stehende Abschnitte
Tiefe von 0,5-2m,Baumvegetation am Ufer als Unterstand
Gebiet wird der Barbenregion zugeschrieben
Es ist kein Fisch ohne Gräten und kein Mensch ohne Mängel
MFG Floit
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Beitragvon Maggov » 15.04.2011, 13:18

Hi Floit,

ich würde Döbel radikal entnehmen und Forellen schonen. Das sind aus meiner Sicht Deine Einflussmöglichkeiten als Fischer.

Gibt das Wasser einen Forellenbestand her so wird dieser besser aufkommen da weniger Nahrungskonkurrenz und Laichräuber herrschen. Falls nicht hilft Dein Besatz wahrscheinlich auch nicht.

Auch Döbel bieten eine gute Fischerei und schmecken (Fleischwolf und halbwegs gute Wasserqualität vorrausgesetzt) durchaus passabel bis sehr gut.

LG

Markus
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Beitragvon Bernhard » 15.04.2011, 13:23

Hallo Floit!

Eine Ferndiagnose ist da eher schwierig.

Wenn Dein Gewässer wirklich der Barbenregion zugerechnet wird, dann ist es nicht verwunderlich, wenn sich der Döbel hier zugungsten der Forelle behauptet.
Ich kenne etliche Beispiele, wo Bewirtschafter aus einem Cyprinidengewässer ein "Mischwasser" zaubern wollen, indem sie fleißig mit - oftmals fangfähigen - Salmoniden besetzen. Meist mit dem Hintergedanken, dadurch höhere Lizenzpreise verlangen zu können. Floit, das bezieht sich jetzt selbstverständlich nicht auf Dich!

Wie warm wird denn das Wasser im Sommer? Gibt es kühlere Seitenbäche oder die Möglichkeit, in den Oberlauf auszuweichen?
Welche Fischarten kommen sonst noch in diesem Bach vor?
Interessant wäre auch, ob die Forellen - Bach- oder Regenbogen? - früher in diesem Gewässer natürlicherweise abgelaicht haben und ob Jungfische aufgekommen sind.

Auf Verdacht hin Forellen zu besetzen, halte ich aus ökologischer und ökonomischer Sicht für wenig zielführend.

Bernhard
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Beitragvon Kurt Mack » 15.04.2011, 13:28

Hallo!

Mit Kirschen an der Pose kann man den Döbelbestand sehr gut verringern. Wo man mit Kunstköder oder Streamer 2-3 Döbel erwischt, sind es mit Kirschen meist 20 bis 30.
Kirschen sind für Döbel, wie Gummibärchen für Kinder.
Zur Verwendung: Meine Kinder bevorzugen Fischfrikadellen/klöse in Frischhaltefolie einfrieren und je nach Bedarf einzeln entnehmen und ab in die Pfanne.
Oder die Klöse in einer hellen Garnelen-Dill-Sauce.

Oh jetzt knurrt mein Magen.

Tschüß, Kurt
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Beitragvon Floit » 15.04.2011, 14:08

Hallo!da ich keine Karten ausgebe fällt die Lizenzpreisvermutung flach!folgende Fischarten kommen bzw kamen vor:Bachforelle ,Hecht.Regenbogenforelle,Schleien,Karpfen,Rotfeder und Rotauge! Und Döbel in rauhen Mengen!das Wasser wird in Hitzeperioden an stillen stellen max.22 grad!Rückzugsmòglichkeiten in kältere Abschnitte gibt es genug... Mg floit
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Beitragvon Bernhard » 15.04.2011, 15:01

Floit,
ich wollte Dir nix unterstellen. Aber die von mir allgemein formulierte Bewirtschaftungspraxis kommt leider Gottes öfters vor.

Hecht, Schleie, Karpfen, Rotfeder und Rotauge - kann mir schwer vorstellen, dass hier natürlicherweise noch größere Forellenbestände existieren. Eher noch lokal durch Abdrift von weiter oben oder bei Bacheinmündungen.

Bernhard
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Beitragvon Rattensack » 16.04.2011, 10:41

Bernhard hat geschrieben:Hecht, Schleie, Karpfen, Rotfeder und Rotauge - kann mir schwer vorstellen, dass hier natürlicherweise noch größere Forellenbestände existieren.
Bernhard


Richtig!

Da wird auch durch radikale Döbel-Entnahme und/oder massives Besetzen von Forellen nichts anders. Eher umgekehrt - die vorhandenen Forellen kommen mit dem Gewässer noch am ehesten zurecht, viel besser als Besatzfische, die meistens über Generationen in kaltem Quellwasser gezogen wurden.

Also freu dich an der Artenvielfalt und mach dich nicht unglücklich indem du etwas nachtrauerst was dem Gewässer nicht (oder nicht mehr) entspricht.

Clemens
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Beitragvon Gammarus roeseli » 16.04.2011, 12:42

Hallo!

@ Floit

Bachforelle ,Hecht.Regenbogenforelle,Schleien,Karpfen,Rotfeder und Rotauge

Schleien, Karpfen, Rotfeder und Rotauge. Hört sich für mich nach einem durch Stauhaltung/en geplagten Wasser an. Richtig?
Sind die Nebenbäche aufgestaut zu Karpfenweiher? (Schleien, Karpfen, Rotfeder, Rotauge)

Teilweise sehr starke Strömung dann wieder fast stehende Abschnitte
Tiefe von 0,5-2m


Wie breit ist der Bach/Fluss?
Wie lang ist die durch Stauhaltung unbeeinträchtigte und wie lang die durch Stauhaltung beeinträchtigte Wasserstrecke? (Rückstaubereiche zwischen den Stauhaltungen.)

das Wasser wird in Hitzeperioden an stillen stellen max.22 grad!


In Hitzeperioden erreichen einige Forellen/ Äschenwasser in meiner Region auch öfter mal Temperaturspitzen von 22 °C und mehr. (Für einige Stunden in der Nachmittagszeit.)

Wie Naturnah ist das Wasser?
Ist die Wasserstrecke strukturreich oder eher strukturarm? Bachforellen sind auf Struktur angewiesen, um so Strukturreich ein Wasser ist, um so mehr kg/ha Wasserfläche kann an Bachforellen erzielt werden. (Strukturen wie z.B Raubaum/Sturzbaum, Wurzelstöcke, Störsteine, ...)
Gibt es in der Wasserstrecke für Bachforellen ausreichend Kieslaichplätze, Jungfischhabitate, Hochwassereinstände?

Was ist mit Hochwasserschäden? Können die bei Hochwasser verdrifteten Bachforellen überhaupt zurückwandern? (Funktionsfähige Fischaufstiegshilfen?)

Grüße
Christian
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Beitragvon Floit » 16.04.2011, 12:51

hallo!es wäre alles da was Forellen brauchen,nur wurde 25 Jahre nicht besetzt ,die Forellen aber entnommen,die Döbel nicht!Daher nun die extreme Überpopulation!!!Mg Floit
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Beitragvon Rattensack » 16.04.2011, 14:41

Floit hat geschrieben:hallo!es wäre alles da was Forellen brauchen,nur wurde 25 Jahre nicht besetzt ,die Forellen aber entnommen,die Döbel nicht!Daher nun die extreme Überpopulation!!!Mg Floit


Du glaubst es also noch immer nicht ...

Es kann nicht "alles da sein was Forellen brauchen" wenn andererseits Karpfen, Schleie, Rotauge, Hecht .. gedeihen.

Was du "extreme Überpopulation" nennst könnte eher so was wie ein "natürliches Gleichgewicht" sein. Oder wie viele Forellen wurden bisher pro Jahr entnommen?

Clemens
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Beitragvon Floit » 16.04.2011, 14:45

Hallo!Da geb ich dir recht!Vielleicht sollte ich versuchen die Forelle zusätzlich wieder anzusiedeln ,teilweise wurden vom Vorbesitzer 40 bis 50kg entnommen,besetzt aber nie!vor dem verkauf des Revieres wurde auch noch elektrisch abgefischt und die Forellen entnommen mg floit
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Beitragvon Rattensack » 16.04.2011, 14:54

P.S. In 25 Jahren kann sich auch sonst einiges ändern - zu ungunsten der Forellen.
z.B. Wassertemperatur, geringerer Abfluss im Sommer (Rückgang der Grundwasserstände), vermehrter Feinsedimenteintrag durch Änderung der Landnutzung, ...

C.
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Beitragvon Floit » 16.04.2011, 14:57

Da geb ich dir Recht!Wird wohl nur der Versuch übrigbleiben!übrigens:Das Revier ist in oö mg floit
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