Doch sind Fische auch in der Lage, aus diesen Signalen die komplexe Wahrnehmung eines bewusst empfundenen Schmerzes zusammenzusetzen? Eine ganze Reihe von Verhaltenstests deutet zumindest darauf hin:
* Regenbogenforellen, denen rund ums Maul Bienengift oder Essigsäurelösung injiziert wurde, ventilierten fast dreieinhalb Stunden lang heftig mit den Kiemendeckeln, stellten das Fressen ein, wiegten sich am Boden des Aquariums oder rieben ihre Lippen an den Glaswänden - sie zeigten mithin weit mehr als nur Sekundenreflexe.
* Mit schädlichen Chemikalien gepeinigte Forellen nahmen einen knallbunten Lego-Turm im Aquarium kaum zur Kenntnis, während sie sonst auf unbekannte Gegenstände mit Scheu reagieren - die Qual unterdrückt offenbar ihre normalen Verhaltensroutinen.
* Versuchstiere, denen gleichzeitig mit den Chemikalien Schmerzmittel verabreicht wurden, legten dagegen die übliche Vorsicht vor fremdartigen Objekten an den Tag - die Wirkung des Morphins bändigt also den Schmerz.
Ein 20-köpfiges Expertengremium wertete kürzlich im Auftrag der Brüsseler EU-Kommission alle bekannten Experimente aus. Sein Fazit: Zwar stammen alle Erkenntnisse über die Leidensfähigkeit der Fische bisher von nur wenigen Arten wie Forellen, Karpfen, Zebra- oder Goldfischen; Verallgemeinerungen seien deshalb vorerst unzulässig. Dennoch nehmen die Sachverständigen die Einblicke in den Emotionshaushalt der Wasserbewohner ernst: "Es gibt Hinweise darauf, dass die neuronalen Bausteine für Empfindungsvermögen bei einigen Fischarten existieren."
Hallo zusammen,
sorry aber neben der Tatsache dass man das einfach nicht mit einem Haken vergleichen kann muss man diese "Experten" meiner Meinung nach psychologisch untersuchen und der Tierquälerei anzeigen. Das hat für mich nichts mit wissenschaftlichem Vorgehen zu Tun.
Ich denke wir alle wissen dass Fische während dem Drill Stress erleiden und wenn man sie an den falschen Stellen hakt diese auch Schmerzen erleiden. Deshalb versucht jeder verantwortungsvolle Fischer den Drill zu kurz wie möglich und das Gerät zu waidgerecht wie möglcih zu wählen. Des weiteren haben wir Fischer den Vorteil einen Fisch der nicht entnommen werde sollte (geschonte Art, Schonzeit, unter dem Schonmaß) wieder zurück zu setzen und eine faire Überlebenschance zu bieten. Das wäre bei anderen Fangmethoden (z.B. Netz) nicht gegeben.
Was jedoch klar hervorgeht dass man sich schon überlegen sollte wie man fischt und dass Fische mit der Angel zu zählen vielleicht nicht unbedingt etwas mit Naturschutz und Respekt ggü. dem Fisch zu Tun hat.
Zu den Bemerkungen von ven möchte ich anfügen dass der Artikel klar nicht auf Fischer abzielt sondern Massenhalter und ich der Meinung bin dass der Verfasser dieses Beitrages wohl noch nie an einem Schlachthof war oder Viehtransporte gesehen hat. Sonst würde er sein Schnitzel mit ganz anderen Augen betrachten...
LG
Markus