Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Gammarus roeseli » 21.02.2018, 22:04

Hallo und ein kurzer Denkanstoß = Zwischenfrage…

pehers hat geschrieben: Natürlich kann es in einem Nationalpark weiterhin private Fischerei geben.

:-k
Ist Privat im Fall der Fischerei nicht immer eine Art der Ausgrenzung (!) :-k ähnlich einer Enteignung (!!) :roll: an der Allgemeinheit? :shock: Ich bin immer auf Seiten der Allgemeinheit -> der Vereine!! :daumen

pehers hat geschrieben: Es ist aber in Österreich leider so, dass die Fischerei bei Gründung eines Nationalparks endet... offenbar dürfte es bei Euch nicht anders sein.

:-k
Könnte ich mir in diesem Fall (Donau usw.) einfach überhaupt nicht vorstellen …. :-k

Gruß Christian
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Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 21.02.2018, 22:25

Servus!

Vereine sind auch privat! Privat ist hier als Pendant zu staatlich gemeint! Nationalparks unterstehen völlig dem politischen Einfluss und sind eben zumindest staatsnahe Organisationen!

LG
Hans
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Gammarus roeseli » 22.02.2018, 00:28

pehers hat geschrieben: Nationalparks unterstehen völlig dem politischen Einfluss und sind eben zumindest staatsnahe Organisationen!


:-k
Somit aber auch bei denen die es in der Hand haben (federführende Leitung durch Fachleute), alles richtig machen zu können für den Fisch, deren Erhaltung und für uns Menschen...

LG Christian
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Hickey » 22.02.2018, 11:51

Headi hat geschrieben:Hallo Michael,

Hickey hat geschrieben:In den USA ist es selbstverständlich, dass man in NPs fischen kann - warum geht das nicht auch hier?

Warst du schon einmal in einem? Da geht es nicht darum, Natur zu schützen, sondern ein "Disney-Land" für "Naturfreunde" breit zu stellen. Fischen dort ist ein Witz. Es gibt keine Fische mehr, weil alle Meter mit der Rute gewedelt wird. Das gilt für alle Abschnitte, die für den durchschnittlichen fischenden Ami in Reichweite sind. x Millionen Besucher im Jahr tun ihr übriges, auch ohne Rute. Richtige Natur findest du dort nur, wenn du ein paar Stunden in die Pampa läufst. Dazu gibt es dann auch Guides, die dich begleiten (gegen gutes Geld ;)). Der Witz ist letztlich, dass in Nationalparks jeder die Natur nutzen kann und soll (Fischereilizenzen sind zwar nötig, aber weitgehend unregelmentiert und günstig). Das kann in den USA noch einigermaßen funtionieren, in Europa wäre das ein Alptraum.
Leider gibt es da keine gute Lösung. Nationalparks sollen allen dienen, aber nicht übernutzt werden. Damit kann es keine private Fischerei geben (wiederspricht dem allgemeinen Nutzungsanspruch), aber auch keine freizügige Nutzung (die würde hier direkt in Übernutzung enden).
Möglich wären maximal verloste Kontingente an Lizenzen, aber ganz ehrlich: für die paar km² Wasser wäre mir das zu blöd...
Gruß


Sorry, aber das halte ich ein Stück weit für überheblichen Blödsinn. Ich war bereits in unzähligen US-amerikanischen und kanadischen Nationalparks, State Parks und Provincial Parks - zugegebenermaßen aber nicht als Fliegenfischer. Dass es dort "keine Fische mehr" gibt, halte ich für ähnlichen Unfug wie das hierzulande von Jägern oft kolportierte "es gibt keine Rehe mehr". Ich habe beispielsweise an einem regional äußerst bekannten / beliebten Fluss in Neuengland gefischt, der in dem Sommer, in dem ich da war, als Tailwater so ziemlich das einzige befischbare Gewässer weit und breit war. Und der war voller Fische mit durchaus akzeptabler Altersstruktur. Die Fische hatten auch gesunde Flossen und ließen sich alles andere als leicht fangen, obwohl 1-2x pro Jahr vom Staat besetzt wurde. Das hat jetzt nicht direkt was mit Nationalparks zu tun, aber durchaus mit der Fischereikultur der Amis, die meiner Meinung nach sicher nicht perfekt, aber keineswegs so schlimm ist, wie du sie beschreibst.

Und "Disneyland für Naturliebhaber" ist auch Mist. Nationalparke haben, wie du ja eigentlich auch selber sagst, per Definitionem das Ziel, der Bevölkerung ein Naturerleben zu ermöglichen. Verlasse die Hauptdurchgangsstraßen oder die Lodges, und du stehst mitten in der Wildnis - sogar in einem auch für meine Begriffe etwas zu stark entwickelten Nationalpark wie Banff.

Für den vorliegenden, deutschen Fall sagst du ja ganz richtig, dass es durchaus Modelle gäbe: Ein limitiertes, ggf. teures Kartenkontingent, ein mittels Verlosung verteiltes Kontingent usw. usf. Auch heute schon kann nicht jeder angeln, wo er mag. Und wenn ein Flussabschnitt heute X Angler aushält, hält er die auch nach Einführung des Nationalparks noch aus - die Zahl der Begehungen müsste also nicht signifikant sinken.
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Hawk » 22.02.2018, 12:02

Headi hat geschrieben:Der Witz ist letztlich, dass in Nationalparks jeder die Natur nutzen kann und soll (Fischereilizenzen sind zwar nötig, aber weitgehend unregelmentiert und günstig). Das kann in den USA noch einigermaßen funtionieren, in Europa wäre das ein Alptraum.


Zählst du Norwegen zu Europa?
Dort klappt das mit dem Nutzen und erhalten der Natur in den Nationalparks scheinbar recht gut.
Konnte mich über die fischereilichen Möglichkeiten in der Hardangervidda jedenfalls nicht beklagen und das obwohl die Fischerei dort sehr unrestriktiv ist.
Gruß
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Postman76 » 22.02.2018, 15:48

Hallo Leute,

ich glaube da driften wir jetzt ein bisschen ab. Ich war schon in Norwegen und USA auch in Nationalparks. Ihr könnt doch nicht ernsthaft diese riesigen, teilweise menschenleeren Regionen mit einem möglichen Nationalpark an den Isarauen vergleichen oder als Maßstab heranziehen. Die Frage der (naturnahen) Nutzung würde sich gar nicht stellen, da das jetzige Maß wohl kaum einzuschränken wäre. Die Ecke liegt in einer stark besiedelten Region, führt mitten durch Freising. Ein bisschen überspitzt: Wo sollen denn die ganzen Hundis ihre Häufchen machen. :D
Um hier die Nutzung zu berschränken braucht's einen Zaun aussenrum. Im Sommer ist das für den Norden Münchens und die gesamte Region Naherholungsgebiet, von dem Müll der auf allen Kiesbänken verteilt liegt mal ganz abgesehen.

Leider ist es nunmal so, dass die Skandinavier (zuweilen auch die Amis) wohl deutlich behutsamer mit ihrer Natur umgehen als wir Mitteleuropäer. Liegt zu einem großen Teil aber auch an der Enge (Bevölkerungsdichte) die hier bei uns im Vergleich zu USA oder Norwegen vorherrscht.
Wenn man z.B. in Schweden in ein Naturschutzgebiet geht, findet man dort meist mehrere, wunderschön gemachte Grillplätze und daneben eine Mülltonne. Da sieht es aus wie frisch gemacht, keine Kippe am Boden keine Plastikflasche im Busch einfach tiptop. Der Großteil der Menschen achtet hier einfach nicht auf die Natur. Schau im Sommer mal auf eine Kiesbank an der Isar....schade drum! Schützenswerter Lebensraum? Ja, genau!

Gruß Peter
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Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 23.02.2018, 15:51

Gammarus roeseli hat geschrieben:
pehers hat geschrieben: Nationalparks unterstehen völlig dem politischen Einfluss und sind eben zumindest staatsnahe Organisationen!


:-k
Somit aber auch bei denen die es in der Hand haben (federführende Leitung durch Fachleute), alles richtig machen zu können für den Fisch, deren Erhaltung und für uns Menschen...

LG Christian


Servus Christian!

Das sehen wir ja an dem hier diskutierten Beispiel und allen mir bekannten Nationalparks in Österreich und Deutschland, wie toll das hinhaut! Nirgends darf man mehr fischen... zur Qualität der Entscheidungen der Politik hinsichtlich Isar und Donau haben Leute gepostet, die sich besser auskennen als ich...

Ich wollte außerdem nur zum Ausdruck bringen, dass ein Nationalpark meines Erachtens nicht zwingend die davor Fischereiberechtigten - welcher Art auch immer - ausschließen müsste. Wenn der Park einfach verträgliche Bestimmungen und Regeln (hinsichtlich Besatz und/oder Entnahme) vorschreibt, dann kann man Vereine oder andere einfach weiter machen lassen.

LG
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Headi » 23.02.2018, 17:53

Hallo Zusammen,

entschuldigt meinen überspitzen Beitrag. Ganz falsch liege ich aber wahrscheinlich nicht. Lest einmal hier: http://blog.synnatschke.de/usa/usa-nati ... ordniveau/
Da schaudert es micht. Alleine die Schadstoffe der Besucher-Autos... Im Yellowstone etwa gibt es einen Rundkurs, der jährlich von Millionen (!) PKW befahren wird. Stau an schönen Tagen ist normal. Ad Absurdum!


Gruß
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Gammarus roeseli » 24.02.2018, 23:23

pehers hat geschrieben: Das sehen wir ja an dem hier diskutierten Beispiel und allen mir bekannten Nationalparks in Österreich und Deutschland, wie toll das hinhaut! Nirgends darf man mehr fischen...


:-k

Servus Hans,

ich meine im Nationalpark Berchtesgaden (Königssee und Hintersee) wird gefischt, im Nationalpark Unteres Odertal wird gefischt, im Nationalpark Wattenmeer wird gefischt, im Nationalpark Vorpommerische Boddenlandschaft wird gefischt ….

LG Christian
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Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 26.02.2018, 08:54

Servus!

Perfekt! Dann ist ja wieder mal alles in Ordnung! Viel Spaß beim Fliegenfischen auf Äsche, Forelle und Huchen in den genannten Parks!

Habe ja immer eingeräumt, dass ich mich bei deutschen Parks nicht auskenne...

LG
Hans

PS.: NP Gesäuse, Kalkalpen, Thayatal, ... viel Spaß beim Lizenzen suchen...
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 26.02.2018, 16:45

Verordnung über den Nationalpark Bayerischer Wald

§ 13 Walderhaltung und -pflege, Wildbestandsregulierung, Fischerei und sonstige Nutzungen
(1) 1Die Walderhaltungs- und Waldpflegemaßnahmen richten sich ausschließlich nach dem Zweck des Nationalparks (§ 3). 2Soweit erforderlich, ist auf geeigneten Standorten außerhalb der Naturzone die Entwicklung naturferner Fichtenreinbestände zu naturnahen Beständen im Bergmischwaldbereich des durch Verordnung vom 22. Juli 1997 (GVBl S. 366) zum Nationalpark erklärten Gebiets (Nationalpark-Erweiterungsgebiet) durch Pflanzmaßnahmen zu unterstützen. 3Für das Gebiet des Nationalparks entfallen die Bewirtschaftungsvorschriften des Waldgesetzes für Bayern (BayWaldG), soweit sie dem Nationalparkzweck entgegenstehen. 4Innerhalb eines mindestens 500 m breiten Randbereichs trifft die Nationalparkverwaltung die zum Schutz des angrenzenden Waldes erforderlichen ordnungsgemäßen und wirksamen Waldschutzmaßnahmen einschließlich der Maßnahmen der Borkenkäferbekämpfung. 5Einzelmaßnahmen nach den Sätzen 1 und 2 sowie die genaue Abgrenzung des Randbereichs nach Satz 4 unter Berücksichtigung der möglichen Gefährdung werden im Nationalparkplan (§ 7) festgelegt.
(2) 1Die Nationalparkverwaltung reguliert den Schalenwildbestand gemäß der Zielsetzung des Nationalparks. 2Falls erforderlich, kann auch der Bestand an anderen jagdbaren Tieren reguliert werden. 3Dabei sind der Zweck des Nationalparks, die Vorgaben des Nationalparkplans und die Ergebnisse wildbiologischer Untersuchungen zu beachten.
(3) Es gelten die einschlägigen Vorschriften des Bundesjagdgesetzes, des Bayerischen Jagdgesetzes (BayJG) und die zum Vollzug dieser Gesetze erlassenen Ausführungsvorschriften mit der Maßgabe, daß die Vorschriften des Art. 31 Abs. 2 Satz1 BayJG bei Maßnahmen der Wildbestandsregulierung nicht anzuwenden sind.
(4) 1Die Nationalparkverwaltung überwacht die Entwicklung des Fischbestands im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen. 2Fischfang ist nur insoweit zulässig, als er wissenschaftlichen Zwecken dient.
(5) Bei zulässigen baulichen Maßnahmen ist eine landschaftsgebundene und örtlich gewachsene Bauweise einzuhalten.
(6) Sonstige bisher zugelassene Nutzungen (§ 11 Abs. 3), die mit dem Zweck des Nationalparks (§ 3) nicht vereinbar sind, sollen im Rahmen der rechtlichen Möglichkeiten ehestmöglich abgebaut werden, soweit nicht überwiegende Gründe des allgemeinen Wohls die weitere Zulassung erfordern.

Aber für die neuen Parks lassen sie sich sicher was anderes einfallen ...

L.G.
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 26.02.2018, 16:50

Verordnung Berchtesgaden:

§ 10
Land- und Forstwirtschaft, Wildbestandsregulierung und Fischerei
(1) 1Die rechtstitelmäßige Ausübung der Forstrechte, insbesondere der Lichtweide- und Waldweiderechte, bleibt unberührt. 2Die Waldweiderechte sind ehestmöglich zu bereinigen. 3Eine Verpachtung von Flächen zur Weidenutzung bedarf der Zustimmung der unteren Naturschutzbehörde.
(2) Im Rahmen der pfleglichen Nutzung der Alm-Lichtweideflächen ist die Verwendung von Mineraldünger und Herbiziden zulässig, soweit dadurch keine Auswirkungen auf Lebensgemeinschaften außerhalb dieser Flächen zu erwarten sind.
(3) 1Waldpflegemaßnahmen müssen sich ausschließlich nach den Zielen des § 6 richten. 2Einzelmaßnahmen sind in den Nationalparkplan (§ 13) aufzunehmen.
(4) 1Die Nationalparkverwaltung reguliert den Wildbestand auf Grund wildbiologischer Untersuchungen gemäß dem Zweck des Nationalparks (§ 6) und nach Maßgabe des Landschaftsrahmenplans (§ 2) und des Nationalparkplans (§ 13). 2Für Maßnahmen der Wildbestandsregulierung sind die Vorschriften des Bundesjagdgesetzes, des Bayerischen Jagdgesetzes und der zum Vollzug dieser Gesetze erlassenen Rechtsverordnungen anzuwenden.
(5) 1Die Nationalparkverwaltung überwacht und reguliert den Fischbestand auf Grund biologischer Untersuchungen gemäß dem Zweck des Nationalparks (§ 6) und nach Maßgabe des Landschaftsrahmenplans (§ 2) und des Nationalparkplans (§ 13). 2Die Ausübung der Berufsfischerei im Königssee ist im bisherigen Umfang zulässig, soweit sie dem Landschaftsrahmenplan (§ 2) und dem Nationalparkplan (§ 13) entspricht.
(6) Alle Maßnahmen nach den Absätzen 1 bis 5 sind landschaftspfleglich durchzuführen.
(7) Bei zulässigen baulichen Maßnahmen ist eine landschaftsgebundene und örtlich gewachsene Bauweise einzuhalten.

Davon haben wir sehr viel, dass der Berufsfischer am Königsee Saiblinge mim Netz fangen darf ...

L.G.
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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 26.02.2018, 16:54

Servus!

Aber sicher machen sie das bei den neuen Parks anders bzw. fischt Christian ja ohnehin nur aus wissenschaftlichen Gründen...

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Re: Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon Gammarus roeseli » 26.02.2018, 23:39

pehers hat geschrieben: bzw. fischt Christian ja ohnehin nur aus wissenschaftlichen Gründen...


Lieber Hans,
Deine Unterstellung wirkt auf mich sehr aufgepumpt (ähnlich einem Kugelfisch) …. Ich möchte Dich darum bitten, derartige Unterstellungen in Zukunft zu unterlassen…. -> Vielen Danke!

pehers hat geschrieben: Verordnung über den Nationalpark Bayerischer Wald
(4) 1Die Nationalparkverwaltung überwacht die Entwicklung des Fischbestands im Rahmen wissenschaftlicher Untersuchungen. 2Fischfang ist nur insoweit zulässig, als er wissenschaftlichen Zwecken dient.

Ehrlich gesagt finde ich es großartig, dass wenigstens im Nationalpark Bayerischer Wald ein paar der kleinen Bäche aus der Nutzung genommen werden konnten. (Echte Schon- und Erhaltungsstrecken für unser Autochthonen Fische…. -> In meinen Augen….)

pehers hat geschrieben: Verordnung Berchtesgaden:
2Die Ausübung der Berufsfischerei im Königssee ist im bisherigen Umfang zulässig, soweit sie dem Landschaftsrahmenplan (§ 2) und dem Nationalparkplan (§ 13) entspricht.

Ich hoffe, diese Verordnung kann dazu beitragen, die letzten Seeforellen der Donau- Linie (Salmo truta labrax) im Königssee (wenn noch vorhanden) dauerhaft zu erhalten…

:-k
In einem meiner Vereine wurden die kleinen Nebenbäche seit nun schon mindestens über 30 Jahren aus der Nutzung genommen…. Und niemand stört sich daran! :D

Mein Leitbild wäre eine "Union der Fischrechte" (!!) an den entsprechenden Fließgewässern (Bach oder Fluss) mit dem Ziel, -> alle die Zugang haben an den entsprechenden Fließgewässern können unter bestimmten Regeln, Begrenzungen usw. (um einer Übernutzung des Fischbestandes entgegenwirken zu können) den gesamten Bach- oder Flusslauf nachhaltig fischereilich nutzen. Würde in meinem Fall bedeuten, wir hätten dank einer Union der Fischrechte ein 67 km langes Fischwasser (-> Salmonidenwasser) und ich hätte sogar noch zusätzlich Zugang zu einem weiteres ca. 54 km langem Fischwasser mit Salmonidenbestand (-> gesamten Flusslänge) ... Wir könnten einzelne Strecken vom Fischwasser aus der Nutzung nehmen (ohne das auch nur ein Fischer Einbußen hätte) und zur Schonstrecke/n (Laichstrecken mit ausreichend großen Laichfischbestand) ausweisen … :-k Es wäre sicher auch ein leichtes, Laichfischfang zu betreiben und Bruthäuser zu unterhalten…. :D

Aber zurück zum Thema:
http://www.np3.bayern.de/donauauen_fragen.htm
Zitat:
„Ist die Donau Bestandteil der Gebietskulisse? Wenn ja, welche Auswirkungen hat dies auf die aktuelle Nutzung (z.B. Fischerei, Freizeitsport)?“

Zitat:
"In der Arbeitsgrundlage für eine Gebietskulisse von der Lech-Mündung bis Ingolstadt ist die Donau mit ihren technischen Verbauungen wie Stauhaltungen nicht beinhaltet. … … … Bestehende Fischereirechte bleiben selbstverständlich auch innerhalb eines Nationalparks erhalten. Landschaftlichen und sonstigen regionalen Besonderheiten (z.B. Nutzungsrechte, Holzrechte, Fischereirechte) können im Rahmen der Ausgestaltung der Verordnung Rechnung getragen werden. Bei der Fischerei sind z.B. Zonierungskonzepte für die fischereiliche Nutzung denkbar. Auch bei der Abgrenzung des Gebiets können diesen Interessen Rechnung getragen werden. Die staugeregelte Donau wird nicht in einen Nationalpark einbezogen.
Es soll durch einen Nationalpark keine Verlierer geben.“
Zitat Ende

Hört sich doch soweit alles vernünftig an! Oder etwa nicht?

LG Christian
Zuletzt geändert von Gammarus roeseli am 27.02.2018, 00:30, insgesamt 1-mal geändert.
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Isarauen & Donauauen als Nationalpark???

Beitragvon pehers » 27.02.2018, 00:29

Lieber Christian!

Wieder einmal hast du mich völlig widerlegt! Offenbar kennst du dich auch in Politik, Recht und Soziologie besser aus als ich!

Ich aufgeblasener Kugelfisch werde nicht mehr posten, wenn du dich beteiligst. Wird nur schwer, weil du offenbar immer postest...

Ich kann dir nur sagen, dass ich Sätze, wie von Dir zitiert kenne, und dann wurden die Berechtigten Fischer von 6km auf 600m eingeschränkt ... geile Zonierung!

Aber Raften geht überall!

Aber du wirst wie immer recht haben, dass alles in diesem Fall gut wird, während es in anderen *menschliches Verdauungsprodukt* bleibt - wie immer du es eben sagst!

LG
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