Kormoran bei der Beutejagd beobachtet - Wahnsinn !!

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Kormoran bei der Beutejagd beobachtet - Wahnsinn !!

Beitragvon Ralf-Bamberg » 04.04.2004, 13:09

Servus Leute,

im Urlaub auf Mallorca stehe ich ganz entspannt am Meer und plötzlich ruft meine Freundin: "Schau mal da jagt ein großer Fisch durch das Wasser!"
Ich war ganz baff. Plötzlich taucht der "Fisch" direkt vor uns auf und es kommt ein Kormoran zum Vorschein. Ich konnte meinen Augen nicht trauen.
Der Vogel ist in einer Tiefe von 3-4 m mit einer enormen Geschwindigkeit an einer Felskante auf Beutesuche gewesen. Er jagte einen kleinen Fisch auf einen Felsvorsprung und verspeiste diesen dann.

Die Geschwindigkeit, Genauigkeit und die Suche des schwarzen Vogels war
beeindruckend und echt erschreckend. Das noch im Meer !!!
Ich möchte gar nicht an unsere Flüsse und Bäche denken. Oh Gott.....

Prost Mahlzeit !! Danke liebe Vogelschützer, die so etwas noch nie gesehen haben !!

Beste Grüße,

Ralf aus Bamberg :mad:
Ralf-Bamberg
 

Beitragvon Peter S., Köln » 05.04.2004, 10:01

Hallo Rolf und alle anderen,
eine beeindruckende Schilderung eines beeindruckenden Fischjägers!
Dabei hat der Komoran das getan, was du einige Zeit später wahrscheinlich auch getan hast: Eine Mahlzeit zu sich genommen. Das und nichts anders ist es, was er tut. Er folgt einfach seinem Selbsterhaltungstrieb, neben dem Fortpflanzungstrieb der Trieb schlechthin jeder Kreatur.
Wir Menschen sehen es größtenteils und zu Recht als legitim an, im Namen des Selbsterhaltungstriebs zu töten um zu leben, genau wie der Komoran.
Der fischt nur aus diesem Grund, er will keine Trophäen, keine Fotos, kein Wettfischen, keine Pokale, keine Hitlisten, selbst der Ausgleich vom Alltagsstress liegt ihm nicht am Herzen, nein, er will überleben. Ein fürwahr bessers Argument Fische zu fangen, als all die anderen, die wir Angler ins Feld führen können.
Wenn das zweifelsfrei vorhandene Komoranproblem seine Ursachen in menschlichem Handeln hat - was ich nicht weiß-, dann müssen diese beseitigt werden und nicht das Symptom, in dem der Massenabschuss von den Vögeln durchgesetzt wird. Wollen wir wirklich solche Regularien anwenden? Dabei fällt mir ein: Hätte der Komoran ein gewinnbringendes Teil an sich, so wie etwa die Büffelhaut, gäbe es das Problem schon lange nicht mehr.
Ist der starke Anstieg der Population natürlichen Ursprungs -was ich auch nicht weiß-, so habe ich als Mensch -etwas pathetisch formuliert-, das in Demut zu ertragen. Die Natur wird schon irgendwann für einen Ausgleich sorgen. Allerdings nicht saisonal von April bis September, sondern in Zeiträumen, die vielleicht unsere Lebensspanne überschreiten. Jedenfalls hat noch kein "Problem" irgendeiner Überpopulation auf Dauer Bestand gehabt. Nur da wo der Mensch reguliernd eingriff, heißt es heute: "Es gab einmal...."
Wir Angler sollen aufstehen und aufschreien gegen jeden Eingriff an unseren Gewässern, dem Profitstreben zugrunde liegt. Weg mit Verbau und überflüssiger Nutzung der Wasserkraft !!! Her mit Fischtreppen und Renaturisierung!!! Dem sollte unser Einfluss und Streben gelten, aber nicht der Vernichtung der einer Mitkreatur!!!
In einem andern thread berichtet Gerry,von der Vergiftung der Hechte als Störenfriede in put and take-Gewässern. Das ist pervers hoch drei, aber das ist es auch beim Störenfried Komoran.
Ich selbst zahle viele Euros um an schönen Gewässern fischen zu können und bin auch Betroffener der Komoranplage, aber die bedrohen nur meine Fangbilanz, nicht mein Leben und nicht meine Existenz. Da ich also noch nichtmal Notwehr in Anspruch nehmen kann, lasse ich auch ihnen Leben und Existenz.
Rolf, diese Antwort ist nicht nur auf deinen Beitrag gemünzt. Verzeih bitte, dass ich deine Bericht über eine wunderschöne Naturbeobachtung dazu benutzt habe, mich so ausführlich zu ergießen. Aber das musste, in Anbetracht des schon o.g. Beitrags von Gerry u.a., woraus hervorgeht, zu was für Abartigkeiten der menschliche Wille zu Regulierung der Natur führen kann, einfach mal raus.
Peter S., Köln
 

Beitragvon sedge111 » 05.04.2004, 10:34

Hallo Peter,

Deinen Ausführungen ist nichts hinzuzufügen!

Hut ab!!! :daumen:

Gerade wir Fliegenfischer sollten mit gutem Beispiel vorangehen und die Natur als in sich geschlossenes System akkzeptieren, die es uns nur erlaubt unserer Passion nachzugehen!

Grüße!


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Beitragvon Andreas aus B » 05.04.2004, 11:00

Applaus! Applaus für Peter!

Ein sehr guter Beitrag.

Andreas
Andreas aus B
 

Beitragvon Werner » 05.04.2004, 12:32

Hallo Peter,
dein beeindruckendes Plädoyer mag vielfach das tun, was es soll - beeindrucken- wie man an einigen Reaktionen sehen kann. Ich nehme dir auch ohne weiteres ab, dass du diese Position ernsthaft vertrittst und respektiere deine Meinung. Inhaltlich teilen kann ich sie jedoch auf keinen Fall. Weil :
1. es zu nichts führt, wenn wir mit moralisierenden Positionen das objektiv
vorhandene Problem angehen. Natürlich ist der Kormoran nicht "böse" und
tut nur das, wozu seine genetische Disposition ihn treibt. Aber es geht auch
nicht um gut und böse, sondern darum in einer Kulturlandschaft Natur und
Kultur unter einen Hut zu bringen.

2. Daraus folgt, dass wir Menschen in die Natur eingreifen müssen, auch
dann wenn wir die angerichteten Schäden selber verursacht haben, und
zwar gerade dann. Die Überpopulation des Kormoran ist schließlich die
Folge eines unreflektierten Totalschutzes und der industrieell
verursachten "Fischvernichtung" in seinen angestammten Lebensräumen.

3. man innerhalb einer Kulturlandschaft nicht tun kann, als befänden wir uns
in Alaska, wo die Dinge sich noch selbst ins Lot bringen- langfristig
gesehen. Das Kormoranproblem löst sich selbstverständlich, wenn keine
Fische mehr das sind. Aber das tut ( survival of the fitest ) das
Kaninchenproblem in Australien auch, wenn der Kontinent kahlgefressen
ist und das Waschbärenproblem im Sauerland und, und und.........

4. man die Folgen deiner Argumentationsweise bei den Naturschützern
studieren kann. Denn die wollen immer dann, wenn es um ihre Ziele geht,
die Natur sich selbst überlassen ( siehe Kormoranproblem ), denken aber
plötzlich ganz anders, wenn es um die Erhaltung von Heideflächen geht,
die -sich selbst überlassen- ganz schnell wieder zu Wald würden. Da
wandern die "Natur-sich-selbst- Überlasser" dann zu Dutzenden durch die
Landschaft und reißen junge Birken aus.

5. deine Argumentationsweise- konsequent weitergedacht- bei PETA endet.
Auch diese setzen nicht auf den Verstand, sondern auf den "Bauch" und
überzeugen damit die "Gutmenschen" , die ausschließlich auf ihre Gefühle
hören und sich nachher mit den dadurch verursachten Problemen
herumschlagen. Das kann man z.B. an einem durch Volksabstimmung
herbeigeführten Jagdverbot in einem teil der Schweiz studieren.

6. die Welt und die Zusammenhänge in der Problematik Kultur- versus- Natur
viel zu kompliziert sind, als dass man ihnen mit einem Rückzug auf eine
ethische vertretbare "Wohlfühlposition" gerecht werden könnte.

Nicht für ungut. Ich respektiere deine Position, halte sie aber aus den erwähnten Gründen für viel zu kurz gedacht, trotz des Beifalls, der dir ob deiner ehrenwerten Einstellung sicher ist von denen, die - so sehe ich es- ebenfalls zu kurz und vor allem mit dem Bauch denken.

Gruß Werner
Werner
 

@Werner

Beitragvon Daniel/Bonn » 05.04.2004, 12:46

AHHHHHH!Endlich jemand, der mal etwas Vernunft in diesen thread bringt. Ich muss gestehen, mir lagen dieselben Punkte auf der Zunge, bzw. in den Fingern, aber für so eine ausführlich Antwort war ich etwas faul. Vor allem die Punkte 3 und 4 sind einfach nicht wegzudiskutieren.
Niemand unterstellt dem Kormoran Böswilligkeit, aber der DURCH DEN MENSCHEN angerichtete Schaden = Abdrängen des Kormorans in nicht natürliche Gebiete muss auch DURCH DEN MENSCHEN wieder eingerichtet werden, s. Punkt 3.
Und wer fragt nach den in manchen Flüssen schon ausgelöschten Äschenstämmen? Diese Populationen wollten sicher auch "ihren natürlichen Verlauf" nehmen, aber dann drängte der Mensch einen schwarzen Vogel in ihr Wohnzimmer.....
daniel
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Beitragvon Andreas aus B » 05.04.2004, 13:16

Ich muss nochmal für Peter in die Bresche (Schreibweise?) springen:

Peter S.: "Wenn das zweifelsfrei vorhandene Komoranproblem seine Ursachen in menschlichem Handeln hat - was ich nicht weiß-, dann müssen diese beseitigt werden und nicht das Symptom"

@Werner und Daniel: genau das wollt Ihr, genau das hat Peter geschrieben, genau das, denke ich, sehen wir alle so.

Ich denke, es geht im Ergebnis nur um die Art und Weise, wie der Kormoran betrachtet bzw. dargestellt wird.
Er ist jedenfalls kein statanistischer Abkömmling, der nur darauf aus ist, uns die Fische wegzufressen. Und ich denke, es ist legitim, sich gegen diese Darstellung des Kormorans zu wenden bzw. diese zu kommentieren.

Andreas
Andreas aus B
 

Beitragvon Peter S., Köln » 05.04.2004, 13:34

Hallo Werner,
mir war schon klar das ich ein absolut kontoverse Thema angeschoben habe und wie bei "Catch and release" wird es total gegensätzliche Standpunkte geben. Ein Hin- und Herargumentieren bringt da garnichts. Daher nur einge grundsätzliche Gedanken zu deiner Antwort.
Da ich kein Sektierer bin, weiß ich, dass es die alleinseligmachenden Ansichten und Vorstellungen nicht gibt. Ergo bin ich meilenweit von Peta entfernt, aber von klein an dem Tierschutz und der Tierliebe verbunden.
Trotzdem bejahe ich Jagd und Fischerei und weiß auch, dass in beiden Kategorien regulative Eingriffe wie Abschussquote oder Raubfischabangeln üblich und auch notwendig sind. Das ist - zumindestens bei der Jagd- der Preis für unsere Zivilisation.
Allein das ist nur notwendig um Fehlregulationen der Vergangenheit auszugleichen, z.B. Totalabschuss von "Raubzeug"jeglicher Art vom Bären bis zum Wiesel.
Die Karnickel haben nicht den Indischen- und die Waschbären nicht den Atlantischen Ozean durchschwommen, nein, sie wurden aus Profitstreben verfrachtet und gerieten außer Kontrolle. Daher "muss" hier leider eingegriffen werden.
Der Komoran beherrscht Luft und Wasser, niemand hat ihn verfrachtet (Oder?), er ist einfach gekommen.
Ich will niemanden mit meinem Beitrag missionieren, noch nicht mal überzeugen, maximal zum Nachdenken anregen und er spiegelt nur meine eigene Einstellung wieder.
Gefreut hat mich allerdings die Aussage von dir, dass ich mit dem Bauch denke. Davon habe ich nämlich unendlich viel.
Danke für die faire Antwort!
Peter S., Köln
 

Beitragvon Peter S., Köln » 05.04.2004, 13:44

Hallo Andreas,
es ist genau meine Betrachtungsweise, die du widergibst.
Peter S., Köln
 

Beitragvon Daniel/Bonn » 05.04.2004, 14:00

Der Komoran beherrscht Luft und Wasser, niemand hat ihn verfrachtet (Oder?), er ist einfach gekommen.

Zwei Dinge: WARUM ist er gekommen? "einfach so"? das kann diese rapide Entwicklung wohl kaum erklären.
und: Das mit dem Verfrachten ist auch noch nicht geklärt....
d.
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Beitragvon Peter S., Köln » 05.04.2004, 14:22

Hallo Daniel,
daher das (Oder?), ich weiß es nicht und es gibt -wie bei allem Grundsätzlichem- wohl keine einheitliche Expertenauffassung.
Bei Verfrachten käme ja nur Liebhaberei oder dieses Fischen mit dem Würgering in Frage. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass aus diesen Gründen irgenwann einmal nennenswerte Mengen von Komoranen herangeschafft wurden.
Peter S., Köln
 

Beitragvon Manfred P. » 05.04.2004, 15:10

...eher wird der Kormoran an seinen bisherigen Jagdgründen zu wenig finden und daher bei uns "einfallen". Das jedoch ist wieder eine "Reaktion" auf die Zivilisation.
mfg Manfred
Manfred P.
 

Beitragvon Werner » 05.04.2004, 15:41

Hallo Peter,
ich kann die Quintessenz deiner Aussagen nicht mehr nachvollziehen.
Berichtige mich, wenn ich etwas Falsches wiedergebe :

Du sagts doch im Prinzip : Die Kaninchen in Australien und der Waschbär im Sauerland sind den Menschen dahin gebracht worden, wo sie sind, also dürfen sie auch von den Menschen dort wieder entfernt werden.

Der Kormoran ist alleine dahin geflogen, wo er ist, also müssen wir ihn in Ruhe lassen.

Wenn du meinen Beitrag oben liest, siehst du, wie und wodurch der Kormoran an unsere Gewässer "gebracht" wurde.
Weiterhin stellst du die Forderung auf, der Natur nicht ins Handwerk zu pfuschen, damit solche Probleme in Zukunft vermieden würden.

Glaubst du im Ernst, dass 6 Milliarden Menschen auf der Erde hier leben können, ohne der Natur ins Handwerk zu pfuschen ?

Ich vermisse bei deiner Argumentation Konsequenz, ich finde eine Mischung aus ethisch motivierten "Gutmenschenargumenten" und vernunftorientierten "Pragmatikerargumenten". Bei dieser Mischung kommt -fürchte ich- eine kaum essbare "Suppe" heraus, bei der es völliger Beliebigkeit unterliegt, ob die eine Tierart bleiben darf und die andere "reguliert" werden muss.

Wenn das hier überhaupt eine sinnvolle Diskussion werden sollte, ist es meines Erachtens nach erforderlich, dass du entweder die Ethik aus dem Spiel lässt oder dich ihr ganz verschreibst, womit du dann auch die Jagd und die Fischerei abschaffen musst.

Kurz : Mit deiner Mischung aus erlaubter und nicht erlaubter Regulation nach m.E. völlig willkürlichen Kriterien komme ich nicht zurecht.

Gruß Werner
Werner
 

Beitragvon Peter S., Köln » 05.04.2004, 16:59

Hallo Werner,
im Laufe meines Lebens habe privat und beruflich festgestellt, dass der Alles oder nichts - Standpunkt nie zu praktikablen Lösungen führt. Nichts ist nur gut oder nur schlecht, nichts nur richtig oder nur falsch.
Die Kaninchen in Australien waren (oder sind?) ein existentielles Problem für die Bewohner. Die Waschbären im Sauerland sind für den Einzelnen ein absolutes Problem im Wohnbereich. Beides wäre vordergründig mit Wegziehen zu lösen. Das ist aber einfach unmöglich, ohne auf Gründe im einzelnen einzugehen. Hier muss also nach den entsprechenden gesetzlichen Kriterien Abhilfe in Form von Dezimierung getroffen werden, wobei das wohl garnicht so einfach ist und auch an Grenzen stößt.
Niemand der klar bei Verstand ist wird etwas gegen die Vernichtung von Ratten oder ähnlichen Schädlingen haben. Soll heißen, da wo Schaden an Existenz oder Leben besteht, da greift selbstverständlich die Notwehr und man darf zu entsprechenden Massnahmen greifen.
Beim Komoran sind, w.o. schon erwähnt, weder Leben noch Existenz gefährdet sondern nur die Fangergebnisse. (Für Zuchtbetriebe gibt es doch wohl schon Abschussgenehmigungen.) Und ob der Komoran oder wir die Fische jagen, ist denen letztlich vollkommen egal.
Ich vermisse bei deiner Argumentation Konsequenz, ich finde eine Mischung aus ethisch motivierten "Gutmenschenargumenten" und vernunftorientierten "Pragmatikerargumenten". Bei dieser Mischung kommt -fürchte ich- eine kaum essbare "Suppe" heraus, bei der es völliger Beliebigkeit unterliegt, ob die eine Tierart bleiben darf und die andere "reguliert" werden muss.

Nein, nur mit den rechten Zutaten von beiden Standpunkten kommt eine geniesbare Suppe raus. Sonst ist sie zu laff oder zu scharf!
Wenn das hier überhaupt eine sinnvolle Diskussion werden sollte, ist es meines Erachtens nach erforderlich, dass du entweder die Ethik aus dem Spiel lässt oder dich ihr ganz verschreibst, womit du dann auch die Jagd und die Fischerei abschaffen musst.

Ich werde weder das eine noch das andere tun um die Diskussion a la "Heißer Stuhl" anzufachen und weiterhin mit Vergnügen nach meinen Vorstellungen fischen.
Kurz : Mit deiner Mischung aus erlaubter und nicht erlaubter Regulation nach m.E. völlig willkürlichen Kriterien komme ich nicht zurecht

Dein Problem!
Peter S., Köln
 

Beitragvon Werner » 05.04.2004, 19:19

Hallo Peter,
jetzt sehe ich etwas klarer.

"Beim Komoran sind, w.o. schon erwähnt, weder Leben noch Existenz gefährdet sondern nur die Fangergebnisse. "

Durch die Totalvernichtung des Äschenbestandes in meinem Hausgewässer sind weder mein Leben noch meine materielle Existenz gefährdet. Also habe ich das hinzunehmen. (Sicher auch "mein Problem")

Ich wünsche dir viel Glück mit diesem Standpunkt, möchte mich aus verständlichen Gründen aber nicht weiter damit befassen.

Gruß Werner

Gruß Werner
Werner
 

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