Kormoran: Sie kommen

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon Gammarus roeseli » 24.10.2012, 20:36

Olaf Kurth hat geschrieben: Wir sind viel öfter mit den anderen Naturschützern auf einer Linie und unterstützen uns ...


Danke Olaf!!

@ Alle,
"Wer will, findet Wege. Wer nicht will, findet Gründe."

LG Christian
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon Jaegher » 26.10.2012, 08:52

Liebe Leute
da ich in einem Hochhaus am Zusammenfluss der Limmat und der Sihl in Zürich arbeite, bietet sich mir ein unangenehmens Schauspiel.
Im 14. Stock kreist ein Geschwader (bei 23 habe ich aufgehört zu zählen) jeweils keine 20 Meter von meiner Nase entfernt regelmässig an mir vorbei.
Sowohl die Limmat (Flusskraftwerk, kanalartig) wie auch die Sihl bieten hier keinerlei Unterschlupf für Fische. Ein einseitiger Kampf wenn das Geschwader in den Fluss sticht....
Gruss
Andreas
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon laverda » 04.11.2012, 15:51

Hi Andreas,
wenn die Viecher im 14. Stock rumfliegen, mach doch einfach Türen und Fenster zu und dann :huhn :smt040

Okidoki, OT ich weiß

Gruß vom platten Niederrhein
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon März Braune » 04.11.2012, 23:28

Ja, ja die kleinen Dinger, auch Präpositionen gennant, bewirken unbedacht gewählt, nette Überraschungen.
Gruß Klaus

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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon Jaegher » 05.11.2012, 11:54

Prädatoren-Präpositionen ist doch einerlei...
PS: die Vögel sind wieder verschwunden, wohin wohl?

Gruss
Andreas
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon henkiboy » 07.11.2012, 18:20

Hallo Andreas,
............na zu Tisch........Happi Happi machen! :doubt:

Gruss
Detlef
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon Jaegher » 07.11.2012, 21:59

Hallo Detlef,

Ich mag doch keine Präpositionen..
Gruss
Andreas
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon salat » 09.11.2012, 00:53

Liebe Fliegenfischergemeinde

Dem Thema "Kormoran", nicht zuletzt in Zusammenhängen mit "vulnerabler Äschenbestand" u.Ä. scheinen wir machtlos und hilflos gegenüberzustehen.
Dies führt zu Emotionen welche nicht immer rational zu verkraften sind.
Daraus entstehen immer wieder kontroverse Diskussionen.
Eine typische Ausprägung ist der Sarkasmus, scheinbar das letzte Mittel mit dieser Art von derbem Humor sich das Leid wenigstens "aufzuheitern" ... was aber schnell an anderer Stelle womöglich in den "falschen Hals" zu geraten droht.
Soweit zum Muster und zu meiner Motivation hier etwas über meine Erfahrung mit "unliebsamen Vögeln" zum Besten zu geben.

Allem voran muss ich deutlich unterstreichen, dass ich hier keinen Ärger machen will, und dass es nicht darum geht Tieren einen Schaden beizufügen !

Meine Großmutter sagte mal zu mir: "Du kannst nicht verhindern dass die Krähen über deinem Kopf kreisen, aber du musst dir nicht gefallen lassen, dass sie ihr Nest auf deinem Kopf bauen!"

Meine Schilderung handelt auch von eben diesen Krähen und von der Erfahrung die ich mit ihnen gemacht habe.
Rings um das Haus leben und nisten viele verschiedene Vogelarten, u.a. auch Elstern, mit welchen wir eine unterhaltsame Nachbarschaft pflegen.
Also kam eine Rotte Krähen täglich im Morgengrauen und führte regelrechte Raubzüge aus (auf die bestehenden Nester), wie bekannt mit lautstarkem Genkrähe und entsprechende Gegenreaktionen von den ansässigen Vögeln.

Meine Lebensgefährtin und ich hatten oft bis spät in die Nacht zu arbeiten und wurden täglich nach (zu)kurzer Nachtruhe geweckt. Auf Dauer wurde unser Nervenkostüm unbestreitbar in Mitleidenschaft gezogen, wie man sich wohl denken kann.
Ich hatte genug Gelegenheit das Geschehen zu beobachten; ich war ja eh gerade wach ;-]

Ich beschloss mir (uns, ich tendierte mit der Zeit stark dazu mit meinen gefiederten Nachbarn zu sympathisieren) dies nicht mehr gefallen zu lassen und meine "Revieransprüche" den Krähen bekannt zu geben !

Als Mittel zum Zweck wählte ich folgendes:
Steinschleuder/Zwille/Katapult oder wie man das nennen möchte, diese gabelförmigen Wurfgeräte mit Kautschukbändern.
Ich bog mir eines aus 4mm Draht nach dem asiatischen Muster "Dankung" ...
Als Munition kamen selbstgedrehte Kugeln aus getrocknetem Künstlerton zum Einsatz.
Hiermit "ballerte" ich den Krähen "eins vor den Bug" , oder eben vor die Füsse wo immer sie sich gerade hinzusetzen wagten.

Wohlgemerkt: kein Vogel wurde hierbei getroffen oder verletzt !! und ich rufe hier auch nicht dazu auf, solches zu tun.

Ich kann aber auch nicht abstreiten, dass es mir eine gewisse Erleichterung meines morgendlichen Ärgers verschaffte wenn ich ziemlich nahe neben den Vogel traf :lol:
Die Tonkugeln zerplatzen beim Auftreffen und hinterlassen auf Dächern, Kaminen und Bäumen einen weissen Staubfleck welcher vom nächsten Regen weg gewaschen wird. Das Gute ist dass sie aber keine Schäden anrichten!

Mit einer gewissen Nachhaltigkeit, welche mir in diesem Fall nicht schwer fiel - ich war eh wach - kommunizierte ich jeden Morgen der Bande dass sie in meiner Reichweite nicht erwünscht sind.
Dies wurde verstanden und Ruhe kehrte ein.
Das hielt auch weiter an. Tage, Wochen und Monate vergingen ohne dass es eine Krähe gewagt hätte noch in "meinem Revier" zu landen.
Ich sah wie Krähen nunmehr in einem Bogen, links oder rechts rund um mein abgestecktes (oder eher "geschossenes") Revier flogen.

Ich war zufrieden. Und wie gesagt ist die ganze Sache gewalt- und schadenfrei, mit blossem "Säbelrasseln" bewerkstelligt worden!

Vielleicht wäre das ja eine Möglichkeit auch anderen schwarzen Vögeln zu symbolisieren dass man als Mensch sie z.b. in diesem gewissen Gewässer(abschnitt) nicht zu dulden bereit ist.
Es bedarf nicht immer Helikopter der Regierung um etwas zu unternehmen.
Nein, es ist müßig, unrealistisch und unnötig, Lösungen für alles immer an höchste Stelle zu delegieren.
Was es aber bedürfte ist Nachhaltigkeit, wie jeder der etwa mit Kommunikation mit Haustieren Erfahrungen hat bestätigen wird.

Gewiss ist das keine Lösung der ganzen Problematik, ist schon klar.
Aber es ist ein Aspekt wie man wenigstens steuernd und lenkend in bestimmten Situationen, welche einem speziell am Herz liegen mögen, zur Verhinderung von Schlimmem als Mensch etwas tun könnte.
Fliegenfischer die "Ihr" Gewässer lieben, auch sonst hegerisch bemüht sind, Zeit finden sich regelmässig vor Ort am Gewässer aufzuhalten, müssen dem Treiben nicht machtlos zusehen !
Wirkung kann so erzielt werden, viel direkter als mit der Kamera herumzuschleichen und Statistiken in Datenbanken zu erfassen ...
(was auch seinen Sinn hat, aber in anderem Zusammenhang als ich hier anpeile)

Ich denke soviel Recht sollten wir uns als Lebewesen Mensch noch zustehen dürfen.
Es liegt mir fern zu gesetzeswidrigen Handlungen aufzurufen.
Aber wir müssen "uns nicht gefallen lassen dass die Krähen Nester auf unseren Köpfen bauen"
Viele Kormorane ... aber sind wir Menschen etwa in der Unterzahl ?
Unser "Revier", einschliesslich dasjenige der uns am Herzen liegenden Kreaturen werden wir doch wohl noch abstecken dürfen?
Ich schlage vor, für jeden der die Zeit aufbringen kann, zur Abwechslung statt die Fische zu ärgern mal etwas für deren Überleben beizutragen ...
Ich glaube Fliegenfischer sind sich dahingehend einig: Zeit am Wasser zu verbringen ist wirklich immer schön
(egal zu welchem Zweck, sage ich)
Es mag nicht Jedermann betreffen oder jedem möglich sein, aber wenn der Eine oder Andere ... oder abwechslungweise ... dann ist das schon viel viel mehr als wenn wir alle nur die Faust in der Tasche machen (zu) müssen (glauben)

"isch abe fertig!"

mit autonomen Grüssen
Cedi


PS: Zu geeignetem Sportgerät gebe ich gerne Auskunft :wink:
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon henkiboy » 11.11.2012, 10:42

Hallo Cedi,
ohne dir auf die Füsse treten zu wollen, aber der Vergleich mit "deinen" Krähen hinkt doch sehr. Allein schon aufgrund der biologischen Differenzen.
Während wir bei den Krähenvögeln einen ausgeprägten Oppurtunismus vorfinden, auch bezüglich des Nahrungserwerbs, kann der Kormoran sich nicht auf andere Gegebenheiten umstellen. Er braucht das Wasser und vor allem Fisch zum überleben.
Vertreibst Du ihn an Ort A, so wird er sehr schnell Ort B finden, wo er sein Heil sucht. Die Vergrämung würde also an deinem Revier Erleichterung schaffen, aber an dem deines Nachbarn die Situation verschärfen.
Ich denke nicht das dieses eine befriedigende Lösung ist.
Kormorane nennen sich auch Krähenscharben.......warum? Sie sind ebenso wie die Krähenvögel ziemlich intelligent. Krähen sind gerne an Landstrassen als Aasfresser unterwegs. Warum sieht man aber fast keine totgefahrenen Krähen? Das obliegt sicherlich der Raffiniertheit dieser Gesellen. Ähnliches würde ich dem Kormoran attestieren.
Zum Beispiel findet man Kormorankolonien meist - meinetwegen auch sehr - oft an Örtlichkeiten, die entweder kaum zugänglich sind, oder wo ihnen keine Gefahr droht. Intelligenterweise trifft so eine Konstellation oftmals auf Naturschutzgebiete zu.
Ich möchte mal sehen was passiert, wenn Du mit einer Boílieflitsche im Naturschutzgebiet rumballerst. Ich glaube dann wärst Du direkt Freiwild für jeden Vogelschützer und weitaus ungeliebter, als wenn Du in einem Forum einen frustrieten und sarkastischen Post niederschreibst. Was Du auf deinem eigenen Grund und Boden machst ist deine eigene Sache, aber wenn Du auf öffentlichem Gelände Selbstjustiz in Form einer "Steinschleudervergrämung" betreibst - na ich weiß nicht, sehr fragwürdig! :smt017
Und da haben wir schon wieder das Dilemma!!! Jeder möchte, aber keinem fällt ein probates und redliches Mittel ein!
Ich kann nur immer wieder bekräftigen: Wir müssen uns dafür stark machen das der Kormoranbestand kontrolliert und gemanaget wird.......und zwar von einer Instanz, die dazu aufgrund ihres Wissens und ihrer Möglichkeiten dazu in der Lage ist. Der Kormoran gehört, als wohl inzwischen nicht mehr bedrohte Art, für mich ganz banal in das Jagdrecht aufgenommen!
Desweiteren haben wir selber (und damit meine ich Angler und Fischerei- bzw. Wasserrechteinhaber) eigene Hausaufgaben zu machen. Liefern wir dem Wasservogel die Forellenautobahnen frei Haus, so müssen wir uns nicht wundern, wenn er diese leer frisst.
An dieser Stelle sollten wir vielleicht doch mal über adäquate Maßnahmen nachdenken, um den Vögeln das Leben schwer und den Fischen das Leben einfacher zu machen: Totholzeintrag, Renaturierungen, nicht jeden störenden Ast wegschneiden (nur weil er beim Werfen hindert), den Ertrag der Gewässer steigern, Gewässer nicht mit einem Rechen entkrauten usw. ..... all das dürfte bei NABU, BUND etc. eher wohlwollender zur Kenntniss genommen werden, wie jede eigenmächtige Vergrämungsaktion egal welcher Art. Lange Rede....kurzer Sinn.....laßt uns hart für den Fisch arbeiten und machen wir uns friedlich für ein überregionales Bestandsmanagement bezüglich des K-Problems stark!!! Wir dürfen zum Beispiel nicht aufhören das Bewußtsein der Öffentlichkeit für die missliche Lage bestimmter Fischarten zu schärfen und gleichzeitig müssen wir unsere geleisteten Arbeiten und Bemühungen bezüglich Hege und Pflege derselben dokumentieren und vor allem auch propagieren - und das erreichen wir wohl nicht mit Fangbildern kapitaler Fische in der Tagespresse!!

in diesem Sinne
Gruss
Detlef
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon salat » 11.11.2012, 13:16

Detlef,
die Punkte welche Du aufzählst sehe ich auch.
Wie ich aber sagte, je nach Situation sollte man das eben unbedingt sehen.
Deine Umgebung wird sich wohl deutlich von den Gegebenheiten unterscheiden welche ich hier bei mir vorfinde.

Wie Du es treffend gesagt hast, würde es wenig Sinn machen die Vögel einfach "zum Nachbarn" zu treiben ... !

In der Gegend hier gibt es Bäche, Flüsse, Seen ...
Wenn ich mir die Situation mit den Äschen anschaue, so kommen diese nur in einer Hand voll ganz bestimmter Abschnitte des Flusses vor, und nur dort ! Eine durchaus überschaubare Situation ... ein paar hundert Meter, ein paar bestimmte Kurven ...
Dort kümmert sich kaum jemand um die Existenz der Fische, um die Vögel oder um meine Präsenz.
Lärm mache ich auch keinen und ich trage auch keine sperrigen Gegenstände mit mir für diese "Mission".
Auch ist mir kein Gesetzt bekannt dass ich dabei brechen täte, da wird in der Stadt bei so manchen anderen Vorgängen auch nur weg geschaut, sei es Sachbeschädigung, nächtliche Ruhestörung u.s.w.
Zivilcourage ist heute so schwach ausgebildet, das sie wohl das Letzte das ich zu fürchten brauche ... erst recht wenn keinerlei Aufmerksamkeit von mir erweckt wird.

Der grössere Teil sind z.B. Stauwurzeln, wo es schwierig wäre Renaturierungsmassnahmen umzusetzen.
Die Lebensgewohnheiten dieser Fischart sind auch anders als z.B. bei den Bachforellen, u.s.w.

Hier sehe ich durchaus einen Sinn, die Vögel davon abzuhalten es überhaupt in Betracht zu ziehen da fressen zu gehen.
Denn sie finden anderswo auch Fische um sich den Bauch zu füllen.
Wenn sie z.B. im See die reichlich vorhandenen Rotaugen fressen dann wird sich das weniger/anders auswirken als wenn sie ausgerechnet auf die paar noch vorhandenen Äschen losgehen.

Im See, oder Teich, im Naturschutzgebiet wäre es zweifellos überhaupt nicht sinnvoll, am Sonntag vor allen Spaziergängern aus reinem Unmut über die Existenz der Schwarzen Vögel, diese mit der Flitsche zu beballern ...
Das habe ich eben nicht gemeint.
Sichtbare, grössere Ansammlungen der Kormorane sind im Rahmen der Kontrolle ja eher sogar wünschenswert !

Wie Du es ganz richtig herausstreichst, ist das Ganze wirklich differenziert zu betrachten.
Wie ich (wohl ungenügend) zu betonen versuchte, ist es keine "ultimative" Lösung (!) sondern nur eine (teil)Massnahme, und bringt nicht mehr als eben das was man damit erreichen kann. Das kann in gewissen Umständen aber schon Viel sein.
(i.e. der Hund muss nicht ausgerechnet meinen Fernsehsessel in Anspruch nehmen)
Gerade dort wo Massnahmen im grossen Rahmen eben gerade wenig bis gar keinen Einfluss zu habe vermögen.

Natürlich steht es jedem Sportsfreund frei eine Jägerprüfung abzulegen, um, wo der Kormoran als jagdbar gilt, entsprechen einen Schritt weiter zu gehen ... das geht aber weiter als Manchem möglich, machbar, gewünscht oder vereinbar, obwohl es bestimmt nicht ineffizient wäre/ist, nur zu. (und wäre wohl auch "guter Sport" wie die Briten zu sagen pflegen)

Die anderen von Dir erwähnten Massnahmen sind auf jeden Fall sinnvoll, haben ihre Berechtigung, tun Not, wobei diese aber nicht, oder nur zum Teil die von mir angesprochene Situation abzudecken vermögen, geschweige denn vom Einzelnen wirksam umgesetzt werden können. Auch ist mein Vorschlag in keiner Weise als Ersatz für andere sinnvolle und angebrachte Massnahmen gemeint.

Detlef, ich danke Dir für deine Einwände. Ich hoffe dass sie zu einer differenzierten Sichtweise der Problematik, sowie zur Beleuchtung von situationsbezogenem Sinn oder Unsinn der von mir vorgeschlagenen Vorgehensweise beitragen helfen.
Das sollte man in jedem Fall gesamtheitlich und weise abwägen, es geht nicht darum seiner blossen Wut Erleichterung zu verschaffen ...

Das Kormoran-Management ist ein anderes, eigenes Thema, darum geht es mir hier nicht, sondern um die Aspekte wo dieses eben gar keine direkte Wirkung zu zeigen vermag.
Denn auch wenn nur fünf Kormorane vorhanden wären ist dadurch nicht gewährleistet dass sie nicht gerade dort fressen wo ich sie nicht haben will ! > Dazu sollte die "erzieherische Massnahme" dienen welche ich hier gemeint habe.
Die Vögel sind intelligent genug um darauf anzusprechen.

Also ich danke Dir für deine Einwände noch einmal.

Liebe Grüsse
Cedi
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon laverda » 11.11.2012, 20:07

Hi Henkiboy,
tatsächlich lassen sich bei Vorliegen geeigneter Randbedingungen Kormorane u.a. mit der von Salat beschriebenen Methode recht wirkungsvoll von Gewässern fernhalten. Die schwarzen Gesellen mögen es nämlich überhaupt nicht, wenn sie am späten Abend nach Einbruch der Dunkelheit auf ihren Ruhebäumen aus dem Schlaf gerissen werden und Hals über Kopf das Weite suchen müssen. In Folge wiederholter auf den einzelnen Vogel gezielter Ruhestörungen meiden sie weitgehend auch tagsüber dieses Gebiet. Diese Methode hat sich in der Praxis über den gesamten letzten Winter durchaus nachhaltig bemerkbar gemacht. Waren es ehemals 10-20 Dauergäste die allabendlich geruhsam und vollgefressen in den attraktivsten Baumlagen am Ufer des Altarms ihren wohlverdienten Verdauungsschlaf hielten, gab es letzten Winter nur noch vereinzelte Exemplare, die sporadisch auftauchten, um spätestens nach 2 Nächten gestresst wieder abschzuwirren. Vergrämungsaktionen während des Tages blieben in ihren Ergebnissen weit hinter denen des gezielten "Schlafentzuges" zurück.

Natürlich wird dadurch der Bestand nicht dezimiert aber auch als z.B. Hühnerhalter werde ich mich darum bemühen Raubwild von meinem Tierbestand fern zu halten und nicht tatenlos mein Federvieh massakrieren lassen während ich darauf warte, bis nach etlichen Dekaden bürokratischen Gezerres der Behörden und Verbände eine globale Strategie zur Dezimierung des ausufernden Raubwildbestandes verabschiedet wird. Übrigens die Mausefalle im Keller dezimiert auch deren Bestand nur marginal oder gerade mal "punktuell", trotzdem dulde ich die Nager nicht in meinen 4 Wänden.

Global denken und lokal handeln, sagt man doch so schön.

Gruß vom platten Niederrhein
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon CPE » 15.11.2012, 23:42

Liebe Leute,

http://www.spiegel.de/reise/aktuell/vog ... 67471.html

"Viele Angelbilder, gigantische Fische, Männer mit Fischen"...

Gruß, Norbert
CPE
 

Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon henkiboy » 17.11.2012, 00:00

Hallo Norbert,
Ein Schnappschuss aus der Vogelperspektive gefällig? In Kanada wurde ein Kormoran entdeckt, dem eine Kamera am Hals hing.

als ich diesen Aufmacher gelesen habe, dachte ich für einen kurzen Augenblick das wir nun Bilder zu sehen bekommen, die ein Vogel gemacht hat!? :lol:
Aber recht schnell trat dann die Ernüchterung ein. Drängt sich mir jedoch die Frage auf:
"Viele Angelbilder, gigantische Fische, Männer mit Fischen"
- Aber wos sind sie denn? Die Angelbilder, die gigantischen Fische und last but not least........die Männer? :mrgreen:
Doch mal im Ernst: Das ist schon ein gewaltiger Zufall, wenn sich ein Kormoran in der Handschlaufe einer abgesoffenen Kamera verfängt und dann auch noch unfähig dazu ist diese wieder loszuwerden. Das zeigt aber andererseits wieder, wie wichtig es ist Müll und vor allem Vorfachreste ordnungsgemäß zu entsorgen!

Gruss
Detlef
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon Frank. » 17.11.2012, 11:12

henkiboy hat geschrieben:wir nun Bilder zu sehen bekommen, die ein Vogel gemacht hat!?



Mal ganz davon abgesehen, dass ich die Geschichte auch nicht so recht glauben kann: Die Bilder kann man tatsächlich sehen, auf der Facebook-Seite der angeblichen Finderin Karen Gwillim, mit dem originalen Text "I found a camera attached to a cormorant (bird). The camera is rather broken but the SD card still worked. It may have been lost as long ago as October of 2011 around Last Mountain Lake. Does anyone recognize these people?"
Das Album mit den Bildern (die Fische sind freilich eher weniger spektakulär. Jedenfalls wurde das Albun vielfach auf anderen Seiten geteilt, so dass die Geschichte sich in rasendem Tempo verbreitet hat.

Euer Frank
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Re: Kormoran: Sie kommen

Beitragvon henkiboy » 17.11.2012, 20:23

Hallo Frank,
na so schlecht sind die Fische ja nun nicht - die Männer......wohl eher nicht mein Geschmack. :lol:
Nun gut.....die Kette der Zufälle wäre, wie ich schon anmerkte recht groß! Aber wie schon erwähnt: Jungs (und Mädels), nehmt um Gottes Willen euren Müll mit nach Hause oder zumindest bis zur nächsten Tonne - wir brauchen keine Schwäne mit Vorfachmaterial an den Beinen und wir brauchen auch keine Fledermäuse, die am Monofil tot in den Bäumen hängen!!! :wink:

Gruss
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