Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

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Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Johannes » 28.07.2011, 15:26

Moin,

im Focus 29/2011 ist ein kritischer dreiseitiger Artikel über Forellenpuffs und ihre Nutzer.
Auch rechtliche Problematiken und die Verquickung von Industrie&Angeljournalismus werden thematisiert.
Scheinbar kommt auch ein Kollege aus dem Flifi-Forum zu Wort, wenn mich nicht alles täuscht... ;-)

Artikel ist bisher leider nicht online verfügbar.

Gruß

J.
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon chris meyer » 28.07.2011, 16:57

hallo,
ich habe den artikel gelesen. passt ganz gut zu den diskusionen die hier gerade im forum über catch and release u.s.w. geführt werden.
diese fischerei ist sicherlich nicht ruf-förderlich für unser hobby. allerdings wird in den dort erwähnten seen nicht mit der fliege gefischt.
die grundproblematik bleibt aber bestehen.

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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Achim Stahl » 28.07.2011, 17:33

Moin,

der "Kollege aus dem Forum" wurde vom Verfasser allerdings erst im nachhinein darüber informiert, dass er - ziemlich aus dem Zusammenhang - aus einem Posting in einem anderen Forum zitiert wurde. :?

Bei aller eigenen Kritik an den Forellenpuffs und ihren Besuchern ist meine persönliche Einstellung doch nicht ganz so radikal. Ich denke auch daran, welchen Schaden diese Jungs an einem natürlicheren Fischbestand anrichten würden, gäbe es diese Puffs nicht.

Mal sehen, wann die Forellenpufffraktion des Anglerforums, aus dem ich zitiert wurde den Focus-Artikel entdeckt ... :roll:


Viele Grüße!


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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon pehers » 29.07.2011, 12:55

Servus!

Leider habe ich den Artikel nicht gelesen - und wie bereits angekündigt - er ist auch noch nicht online verfügbar. Aber wir haben ja schon einmal ausführlich über diese Thema diskutiert.

Ich habe schon immer noch die Hoffnung, dass sich auch in Östrreich und Deutschland eine gepflegte und gute Fischerei an solchen Teichen und größeren Gewässern durchsetzen kann.

Ich selbst habe die Fischerei an einer solchen Anlage in England als durchaus anspruchsvoll und spannend erlebt. Es werden gute und teilweise kapitale Fische gefangen, die dort, wo ich fischen war, auch hervorragende Qualität aufwiesen und nicht das billigste vom Billigsten wie ich es leider an österreichischen Anlagen feststellen musste. Ebensolche Beispiele wie in England sind aus Frankreich oder auch Dänemark immer wieder in den Fachmagazinen vorgestellt worden. Leider hat sich dieser Trend - soweit mir bekannt - weder in Österreich noch in Deutschland durchgesetzt.

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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Bernd Ziesche » 29.07.2011, 16:34

Hallo Hans,
wie steht es denn mit der Entnahme an jenen englischen Teichen?
LG
Bernd
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon MalteH » 30.07.2011, 12:36

Achim Stahl hat geschrieben:der "Kollege aus dem Forum" wurde vom Verfasser allerdings erst im nachhinein darüber informiert, dass er - ziemlich aus dem Zusammenhang - aus einem Posting in einem anderen Forum zitiert wurde. :?


Ich habe es heute nicht mehr geschafft, vorbei zu kommen. Ich schau Dienstag mal vorbei, um mir das Belegexemplar durchzulesen =D>

Mal sehen, wann die Forellenpufffraktion des Anglerforums, aus dem ich zitiert wurde den Focus-Artikel entdeckt ... :roll:


:twisted:

Gruß
Malte
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Heinz » 30.07.2011, 18:01

Hallo,

ich schliesse mich da der Meinung von Hans an. Ich bin nicht dafür, alles undifferenziert verurteilen und über einen Kamm scheren. Es kommt immer auf die Form der Befischung solcher Teiche und Seen, deren Natürlichkeit und auf die sonstigen Bestimmungen und Umstände an. An einer Anlage, wie es in Grossbritannien einige gibt, würde ich durchaus gerne fischen - auch ohne Entnahme oder nur mit sehr gebremster Entnahme, die eher Hegebestimmungen entspricht.

Den gegenständlichen Artikel kenne ich nicht, doch dürfte der Verdacht nicht ganz abwegig sein, dass auch da extreme Erscheinungen herangezogen werden,
um die Anglerei insgesamt in Verruf zu bringen und zu beschädigen. Da kann man nämlich gegenüber Nichtanglern noch 100mal argumentieren, dass das
nicht der üblichen Anglerei entspricht - irgendwas bleibt immer hängen, auch wenn man sich distanziert. Eigentlich eine ekelhafte, der Politik entlehnte
Verhaltensweise.

Grüsse
Heinz
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon pehers » 30.07.2011, 18:20

Servus Bernd!

Falls Du darauf hinaus willst: Jedenfalls herrscht dort (an den Gewässern, die ich kenne) ausdrückliche Entnahmepflicht der gefangenen Fische, weil ansonsten die Verluste an verangelten Fischen zu hoch wären! C&R in jeder Form ist verboten und man wird der Anlage verwiesen, wenn einem der Fisch zufällig aus der Hand gleitet und man wird dabei gesehen...

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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon henkiboy » 30.07.2011, 22:36

Charmanten Abend zusammen,
also für mein Verständnis steht "Put&Take" vom Wortsinn her eindeutig für "reingeben und entnehmen". An den Teichen wo ich selten (meist in der Schonzeit) mal bin, wird auch so gut wie alles abgeschlagen und entnommen.
Leider jedoch häufig aus dem Grund möglichst jeden bezahlten Euro in Form von Fischgewicht aufzuwiegen. Entnahme heißt hier nicht zwangsläufig auch faire und waidgerechte Behandlung des Fanges.
Wenn ich so manchmal sehe wer da fischt und wie er es tut, dann kräuseln sich mir die Zehennägel und ich kann durchaus verstehen das ein sehr schlechter Eindruck nach außen getragen wird.
Oftmals bilden bei uns in der Gegend inzwischen Menschen mit Migrationshintergrund aus Osteuropa, die keinen gültigen Fischereischein haben, das Groß der zum Teil doch recht fragwürdigen Klientel. Aber natürlich auch Einheimische, die unorganisiert (Angelverein bzw. Mitglied im VDSF) sind und ebenfalls aus verschiedensten Gründen keine Prüfung abgelegt haben, sind leider häufig an solchen Angelparks zu finden. Ich kann jetzt nicht mit Bestimmtheit sagen, ob ausländische Mitbürger mit Wohnsitz im Inland generell keinen Bundesfischereischein (mit Prüfung) brauchen. Ausländische Touristen bekommen den Schein jedenfalls ohne Prüfung auf den Ämtern.
Nebenbei besteht die zweite Hauptbeschäftigung (neben der Angelfischerei) leider sehr häufig aus exessziver Sauferei. Wehe da überwirft dann mal aus Versehen jemand die Schnur des angeseuselten Nachbarn. Das das Ganze nicht in einer Prügelei ausartet, grenzt manchmal an ein Wunder. Wer Nachhilfe im Pöbeln und Beschimpfen braucht......nur zu.....da wird dir geholfen.
Die guten Hotspots sind an solchen Teichen regelrecht "umkämpfte" Gebiete, die schon mitten in der Nacht geentert werden, damit man auch ja am nächsten Abend mit voller Kühltasche nach Hause fährt.
Seitens der Betreiber ist da auch nicht immer alles im Lot. So gibt es durchaus auch Anlagen an denen man "Hausverbot" bekommt, wenn man bestimmte Fische (große Welse, Karpfen und Störe) nicht nach dem "Fangfoto" wieder releast. Zudem scheinen die "Forellenpuffs" auch ein ziemlich rechtsfreier Raum zu sein, da diese meist auf Privatgrundstücken liegen. Ich bin dort jedenfalls noch nie nach meinem Jahresfischereischein gefragt bzw. behördlich kontrolliert worden und manche Bestimmungen (z.B. Setzkescherverbot) scheinen dort ebenfalls (teilweise) nicht zu gelten.
Wie kann da ein guter Eindruck in der Gesellschaft entstehen? :roll:

Welches Modell mir diesbezüglich am besten gefallen hat war eine Anlage in Slowenien. Dort hat man die gefangenen und entnommenen Fische am Ende mit einem bestimmten Kilopreis bezahlt. Hatte man Pech oder leidet an Unvermögen, so bezahlt man gegebenenfalls nichts. Ist der persönliche Bedarf gedeckt, so hört man einfach auf zu fischen.

Ich würde mir jedenfalls strengere Kontrollen der Angelparkbetreiber bezüglich der abgelegten Sportfischerprüfung und eine strengere Überwachung der Umgangsformen Mensch/Fisch bzw. Mensch/Mensch wünschen.

liebe Grüße
Detlef

P.S.: Nicht das mir das mit den "Menschen mit Migrationshintergrund" noch als ausländerfeindlich ausgelegt wird (bin ich nämlich nicht)! Das diese Mitbürger einen Großteil der Kundschaft an den Teichen hier in der Gegend ausmachen ist einfach nun mal ein Fakt und das sie in der Regel leider über keinen Fischereischein (absolvierter Sportfischerlehrgang mit bestandener Prüfung) verfügen (also unausgebildet sind) ebenso.
Es gibt Tage, da beissen die Fische wie bekloppt und es gibt Tage da gehen Bekloppte fischen und beissen sich durch. An letzteren weiß der Angler im vorraus das er nur Spot und Hohn fängt!
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Bernd Ziesche » 30.07.2011, 23:32

Hallo Hans,
Dank Dir der Antwort. Wollte auf nichts hinaus. Das war rein interessenshalber. Habe mit Gleichgesinnten von der Insel die eine oder andere Erfahrung in Sachen Extremismus in Sachen C&R erlebt. Deswegen interessierte es mich, wie das an den Teichen aussieht.
Gruß
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon flo staeuble » 31.07.2011, 07:39

henkiboy hat geschrieben:Oftmals bilden bei uns in der Gegend inzwischen Menschen mit Migrationshintergrund aus Osteuropa, die keinen gültigen Fischereischein haben, das Groß der zum Teil doch recht fragwürdigen Klientel..


servus henki,
soso, das groß ist also aus osteuropa.
blöde frage von mir: ich dachte, ohne fischereischein darf man in D nicht angeln? punkt und aus? in meinem vorbereitungslehrgang zur fischerprüfung waren zumindest viele russen und polen - und das sicher nicht aus freude am kurs - wie ich übrigens auch.
gelten die gesetze an den von dir so detailliert geschilderten anlagen nicht? übrigens: ich persönlich würde das von dir beschriebene fischereiliche horrorszenario gar nicht erst aufsuchen. besoffene typen, die sich pöbelnd und gröhlend gegenseitig die stoppeligen fressen polieren, wenn die schnüre überkreuz gehen, empfinde ich als beängstigend. und dann noch unwaidgerecht entnehmen! ts ts ts.
flo
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon AlexX!! » 31.07.2011, 14:06

hi

/OT on

Ich hab mal meinen Chinesischen Arbeitskollen aufs Amt gechickt, hätte
er "irgendwie" nachweisen können, das er in seiner Heimat in irgendeiner
Form angeltechnisch "organisiert" war, hätte er sofort einen gültigen JFS bekommen.

/OT off

Grüße und schönen Sonntag
"the Passion for Angling is not only how to catch, but how to enjoy"
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Frank. » 31.07.2011, 14:25

Liebe Freunde,

nur mal allgemein - ausdrücklich ohne Bezug auf die vorangehenden Beiträge:

In unserem Verein - zum Beispiel - gehören einige Menschen mit Migrationshintergrund zu den aktivsten und vertrauenswürdigsten Mitgliedern überhaupt, und hier bei uns im Forum gibt es durchaus nicht wenige Freunde, für die das ebenfalls gilt.

Ich weiß durchaus um die Probleme, die sich an vielen Gewässern stellen: Aber vor allen negativen Pauschalisierungen im Bezug auf ethnische Gruppen sei ausdrücklich gewarnt!

Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon Heinz » 31.07.2011, 14:32

Hallo Frank,

danke für deine Anmerkung, ich glaube es war bei diesem Diskussionsverlauf die richtige Zeit, dies kundzutun.

Grüsse
Heinz
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Re: Kritischer Focus-Artikel zu Put&Take-Forellenteichen

Beitragvon flo staeuble » 31.07.2011, 14:40

Frank. hat geschrieben:Liebe Freunde,

nur mal allgemein - ausdrücklich ohne Bezug auf die vorangehenden Beiträge:

In unserem Verein - zum Beispiel - gehören einige Menschen mit Migrationshintergrund zu den aktivsten und vertrauenswürdigsten Mitgliedern überhaupt, und hier bei uns im Forum gibt es durchaus nicht wenige Freunde, für die das ebenfalls gilt.

Ich weiß durchaus um die Probleme, die sich an vielen Gewässern stellen: Aber vor allen negativen Pauschalisierungen im Bezug auf ethnische Gruppen sei ausdrücklich gewarnt!

Euer Frank


merci, frank. GENAU das wollte ich auch sagen.
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