MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon fjorden » 16.08.2016, 18:39

Hallo Siegfried,
ich finde deine Beiträge und Überheblichkeit über von anderen gemachten Erfahrungen und Beobachtungen (Harald) zu urteilen unerträglich. M.E. hast du mit deinem Beitrag den Bogen weit überspannt.
Gruß
Fjorden
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon greypanther » 16.08.2016, 21:52

@fjorden
vielleicht solltest Du Dich einmal über den fachlichen Hintergrund von Siegfried informieren, bevor Du eine solche Kritik äußerst. Sorry Siegfried! Ich weiß, Du brauchst bei Gott keinen Anwalt, Deine Position zu vertreten. Aber, manchmal kann ich halt nicht mehr an mich halten.

@Harald aus Lev
Du scheinst ja, Deinen Äußerungen zufolge, auf einer "Insel der Glückseligen" zu leben. In ganz Deutschland werden durch den Kormoran (ich traue mich ganz politisch unkorrekt den vollständigen Namen auszusprechen) flächendeckend Fischbestände vernichtet, nur bei Dir nicht. Sehr merkwürdig!

@Royal Coachman
Lieber Gebhard, wie gut kann ich Deine Enttäuschung nachvollziehen. Ich habe eine ähnliche, vielleicht noch größere, Katastrophe erleben müssen. Einem glücklichen Umstand zufolge kam es, dass Freunde von mir einen absolut naturbelassenen Mittelgebirgsbach in Oberhessen pachten konnten. Es war ein kleines Juwel. Viele Jahre war (abgesehen von Schwarzanglern) dort nicht gefischt worden. Wir erarbeiteten ein Besatzkonzept für Bachforellen und Äschen und setzten dies schrittweise über Jahrzehnte um.
Nach vielen Jahren mühsamer Arbeit präsentierte sich der Bach in Topform. Unglaubliche Mengen an Bachforellen aller Größen und kapitale Äschen tummelten sich in den Gumpen und Rieselstrecken. Die Fischerei dort war einfach nur ein Traum, bis, ja bis zu jenem Wintertag vor etwa zehn Jahren. Weit über hundert Kormorane fielen ein und innerhalb einer Woche war das Ergebnis Jahrzehnte langer Hegearbeit zu Guano geworden. Hilflos mussten wir zusehen, wie unser "Lebenswerk" von Vögeln, die in unseren Breiten nichts zu suchen haben, vernichtet wurde. Du kannst Dir das Ausmaß unseres Frusts vielleicht vorstellen.
Wir haben uns aber nicht unterkriegen lassen, die Ärmel hoch gekrempelt und neu angefangen. Heute ist der Bach wieder ein gutes Revier, nicht zuletzt weil, gegen erbitterten Widerstand sogenannter Vogelschützer, ein vernünftiges Management dieser Predatoren stattgefunden hat.
Also, lass den Kopf nicht hängen. Pack es an und es wird wieder.
Gruß
Klaus


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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 17.08.2016, 00:38

Hallo Freunde!

Nachdem der erste Schock vorbei ist, konnte ich feststellen, dass in einigen geschützten Bereichen noch eine Alterspyramide vorhanden ist.

Bitte hört mit den gegenseitigen Animositäten, wir sitzen doch alle in einem Boot und jeder versucht doch in seiner Region etwas zu erreichen, wobei es immer unterschiedlich schwierig sein wird.

Den folgenden Satz sollte ich eigentlich den Vogelschützern zukommen lassen:
vor 3 Jahren verschwand der letzte Eisvogel bei mir am Bach, heuer konnte ich wieder einen beobachten anscheinend war der Besatzversuch mit Ellritzen doch erfolgreich. (Als Kommentar zu: werden Sie Eisvogelpate von den Vogelschützern)

Selbstverständlich mache ich weiter
tight lines
RC

PS: der obere Teil ist jetzt (ungewollt) eine "Trophy-Strecke" mit Bachforellen von 1-3 kg ca 20 Stück auf 100m Bachlauf und das ohne Besatz :mrgreen:
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon fjorden » 17.08.2016, 01:45

Hallo,
der fachliche Hintergrund ist aber gut versteckt. Beiträge, in diesem Ton sind absolut nicht o.k.
Gruß
Fjorden
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Olaf Kurth » 17.08.2016, 08:53

Liebe Mitstreiter,

wir möchten ebenfalls darum bitten, auf persönliche Spitzen zu verzichten. Danke.

Liebe Grüße,

Olaf
Und Gott sprach zu den Steinen im Fluss: "Wollt ihr Mitglieder der UNERSCHROCKENEN werden?" Und die Steine antworteten: "Nein Herr, dafür sind wir nicht hart genug."
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Harald aus LEV » 17.08.2016, 10:35

Hallo Gebhard,
schön, dass noch in einem Teil des Gewässers eine gute Alterspyramide erhalten blieb.
Auch schätze ich, dass die Behörden in dem Gebiet in dem Du lebst, einem entsprechenden Kormoranmanagement geneigter gegenüberstehen, als in unserem Bundesland. Deshalb fände ich es schade, wenn Du nicht weitermachen würdest.

Gruß
Harald
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon HansAnona » 17.08.2016, 10:48

Hallo Gebhard,

ich werde im Herbst wieder einige Tage rund um Murnau beim Fischen sein, und werde dich dann gerne bei einem Glas Pfälzer Wein aus meinem Bestand ein wenig trösten.

Darauf freue ich mich schon!

Grüße, Alf

P.S.

Loisach-Äsche 2015:

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Siegfried. » 17.08.2016, 15:58

Lieber Klaus,
danke für den Beistand, ist zwar nicht nötig, wird aber gern entgegen genommen :) Ich musste das von dir geschilderte Geschehen, außer natürlich hunderte Male insgesamt in NRW, bisher schon 3 Mal in meinem Leben ganz persönlich an von mir betreuten, teilweise von 150jähriger völliger Verödung aufgebauten Gewässern miterleben und nichts und niemand wird mich davon abhalten, Ursache, Wirkung und Verursacher für diese sogenannte Katastrophe, die gar keine ist sondern ein Verbrechen an der Natur, zu bennenen, sowie jeden der das negiert, relativiert oder beschönigt als das was er ist nämlich Mitläufer und Mittäter.

@Fjorden: Zum fachlichen Hintergrund: Lesen können zum Auffinden wäre gut und in Anlehnung an Dieter Nuhr und die Toleranz des Islams kann ich dich nur fragen warum ihr NABU-BUND oder Sonstwas -Mitglieder immer dann fairen Umgang Miteinander, Sachlichkeit etc. etc. einfordert wenn es mal Gegenrede gegen eure Positionen gibt, euch im umgekehrten Fall aber gerne die Freiheit herausnehmt in jeder Form und mit jedem Mittel auf die Angler (uns sonstige Gegener) drauf zu hauen, zu verleumden, zu verdächtigen und am Ende zu verbieten? Kann es sein dass ihr glaubt im Namen einer höheren Macht unterwegs und daher sakrosankt zu sein?

Glück Auf
Siegfried
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Hickey » 17.08.2016, 16:56

greypanther hat geschrieben:@fjorden
[...] Hilflos mussten wir zusehen, wie unser "Lebenswerk" von Vögeln, die in unseren Breiten nichts zu suchen haben, vernichtet wurde. [...]


Nicht falsch verstehen: Als jemand, der sein Herz an die Äsche verloren hat, hasse ich den Kormoran auch wie die Pest. Gut ist es aber, wenn man solche subjektiven Gefühle auch objektivieren und mit belegbaren Fakten untermauern kann. Damit argumentiert es sich mit der "Gegenseite" (nicht-nutzende Naturschützer) deutlich souveräner. Deshalb meine Nachfrage: Gibt es belastbare Beweise dafür, das der Kormoran in unseren Breiten nichts zu suchen hat? Zumindest wikipedia behauptet das Gegenteil... Nicht zuletzt weil (gerade das deutschsprachige) wikipedia leider sehr häufig stark in die linksgrüne Ecke ausschlägt, würden mich - nachdem du das hier ja relativ deutlich kolportierst - stichhaltige Belege für das Nichts-zu-suchen-Haben interessieren. :)
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon orkdaling » 17.08.2016, 17:19

@ Hinckey
vielleicht sowas?
Egal wo, Sachsen, Thueringen, Bayern aber auch hier in Nordeuropa ist der Kormoran zum Problem der Teichwirtschaft geworden.
Besonders in DK kommt in manchen Fluessen kaum noch ein Smolt ins Meer.
Das Netz, die Zeitungen sind voll von Berichten.
Gruss Hendrik
http://r.search.yahoo.com/_ylt=A9mSs2bw ... P9A2_D_hQ-
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Hickey » 17.08.2016, 18:13

Hallo Hendrik,

Das ist leider ganz und gar nicht, was ich suche (obwohl es eine schöne Broschüre ist). So findet sich dort nämlich z.B. auf Seite 9 eine Karte des Verbreitungsgebiets des Kormorans und das Statement: "Die Familie der Kormorane ist weltweit verbreitet, mit mehreren Dutzend Arten. Biologen reden bei einer solchen Struktur einer Tierart auch gerne von einer „Superspezies“; sie bringen dadurch die große Flexibilität und Anpassungsleistung an verschiedene Lebensräume zum Ausdruck.[...] Da ist zunächst ihr ungewöhnlich großes Verbreitungsareal, es umfasst ganz Eurasien sowie Afrika nördlich und südlich der Sahara und es erstreckt sich bis in das östliche Nordamerika."

Ergo: Der Kormoran IST hier heimisch, und die Aussage von greypanther, die ich gerne als wahr gesehen und belegt gehabt hätte, ist schlichtweg falsch. :(

Das wiederum bedeutet, dass man eben NICHT argumentieren kann, dass der Kormoran "in unseren Breiten nichts zu suchen hat" - im Gegenteil. Wie auch beim Wolf, Bär und Luchs muss man, wenn man als Naturschützer oder einfach in sachlichen Debatten ernst genommen werden will, die Rückkehr einst ausgerotteter Tierarten grundsätzlich begrüßen. Das heißt aber freilich nun nicht, dass man kritiklos Beifall jubeln und über Kollateralschäden jubeln muss, wie es z.B. manche Wolfsfreunde tun. Es heißt nur, dass man sich argumentativ anders aufstellen muss. Ich bevorzuge ganz einfach die Argumentationslinie, dass wir in einem extrem dicht besiedelten Land leben, das nahezu komplett aus Kulturlandschaft (im Gegensatz zur ursprünglichen Naturlandschaft) besteht. Und in einer solchen Kulturlandschaft MUSS ein angepasstes Wildtiermanagement betrieben werden, wenn man will, dass z.B. Wälder sich natürlich verjüngen (-> Rehe), größere Schäden an Nutztierherden oder gar Menschen vermieden werden (-> Wölfe, Bären), landwirtschaftliche Schäden vermieden werden (-> Wildschweine, Biber etc.) oder eben Schäden an der Teichwirtschaft bzw. bei lokal bedrohten Fischarten vermieden werden (-> Kormoran). Jeder, der nicht die rosa Brille des ungebildeten, größere Zusammenhänge nicht verstehenden Stadt-Naturschützers aufhat, muss diese einfache Schlussfolgerung verstehen.
Hickey
 
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon CPE » 17.08.2016, 18:15

Hickey hat geschrieben:würden mich - nachdem du das hier ja relativ deutlich kolportierst - stichhaltige Belege für das Nichts-zu-suchen-Haben interessieren.


Hallo Hickey,

Als wirkungsvoll erwiesen hat sich hier die einschlägige Eingabe von z.B. "kormoran äsche -site:nabu.de -site:lbv.de", weil letztere Sites ziemlich tendenziöse Vogelschutz-Lobbyisten sind. Let me also google that for you: Oh. Gar nicht so weit weg. http://www.fliegenfischer-forum.de/ffotos2/bestanda.pdf

Übrigens: Mitten in einer seit Jahrtausenden von unseren Vorfahren und uns geschaffenen Kulturlandschaft namens Deutschland weitgehend auf natürliche Regelkreise (Ex-Vogelschutzbund NABU, LBV) zu setzen ist, ach, mag ich gar nicht sagen, wie hinterhältig einfältig das ist.

Norbert
CPE
 

Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Mr. Wet Fly » 17.08.2016, 18:59

Eine Anmerkung zum Kormoran, Phalacrocorax carbo sinensis


Ich weise ausdrücklich darauf hin, das ich damit keine neue Diskussionsrunde eröffnen möchte, sondern lediglich eine Information weitergeben möchte, die zum besseren Verständnis der Kormoranproblematik dienen soll.

In Europa gibt es zwei Unterarten des Kormorans.
Die Küstenrasse Phalacrocorax carbo carbo die an steilen Felswänden an der Eismeerküste und in Schottland brütet.
Diese Unterart besiedelt nicht das Festland und brütet nicht auf Bäumen.

Die Binnen- oder Festlandrasse Phalacrocorax carbo sinensis brütet normalerweise in Bäumen und an den Küsten von Süd- und Mitteleuropa.
Seit der Unterschutzstellung durch die EU hat diese Unterart so zugenommen das sie vielerorts zur Plage wurde.

Mittlerweile hat Phalacrocorax carbo sinensis auch die Ostsee erobert.
Am Finnischen Meerbusen bis zum Bottnischen Meerbusen ist sie anzutreffen.
Wo die beiden Unterarten gemeinsam vorkommen haben sie sich auch schon untereinander vermischt.

Man könnte von einen großen Umweltproblem mit großen Schäden für die Fischerei und allen auf den Inseln brütenden Vögeln sprechen.

Übrigens sinensis bedeutet aus China und genau daher kommt auch diese Unterart.

Diese Unterart wird in China zum Fischfang eingesetzt.

Die Vögel sind abgerichtet, damit sie die Fische nicht verschlucken wird teilweise um ihren Hals ein Ring angebracht.

Durch die Holländer im 18. Jahrhundert wurde diese Art nach Europa importiert, da die Holländer so begeistert waren von dieser Fischereimethode.

In Europa wurde dann die Kormoranfischerei mit angeleinten Vögeln vom Booten aus als Sport betrieben.
Überwiegend wurde diese Sportart von Aristokraten in Holland, Italien und England ausgeübt.
Ende 1800 war die Sportart nicht mehr so populär, die Vögel waren aber noch da.
Sie sind entweder entflohen oder wurden freigelassen.

Die geschützte Kormoranart Phalacrocorax carbo sinensis ist also ein vorsätzlich importierter Vogel aus China der in Europa nicht heimisch ist.

Fanatismus mit totalen Irrtum im Namen des Naturschutzes.

Man könnte natürlich auch andere unwillkommene Tiere wie Waschbär, Nerz, Marderhund etc. unter Naturschutz stellen.

Hatte vor einigen Tagen eine sehr lebhafte Diskussion über den Kormoran mit einen "sogenannten Naturschützer", bei dem der Naturschutz an der Wasseroberfläche aufhört, geführt.

Er wußte nicht mal das es zwei Unterarten vom Kormoran gibt.

Daraufhin nochmal angesprochen war bei ihm "Schweigen im Walde".


Gruß Bernd
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Hickey » 17.08.2016, 19:05

Auch du, Norbert, antwortest wieder zielsicher an meiner Stoßrichtung vorbei. Natürlich danke ich auch dir für das Verlinken dieses interessanten Dokuments, und natürlich trägst du Eulen nach Athen, wenn du mir Argumente dafür lieferst, dass der Kormoran den Bestand der Äsche gefährdet. Davon bin ich selber vollkommen überzeugt. Was das aber damit zu tun hat, dem Kormoran sein natürliches Verbreitungsgebiet in Mitteleuropa abzusprechen, verstehe ich immer noch nicht ganz.

Oder nochmal ganz deutlich:
- JA, ich stehe hinter der These, dass er Kormoran unsere Fischbestände, insbesondere auch den Äschenbestand, massiv negativ beeinträchtigt
- JA, auch mir wäre der Kormoranbestand von 1970 lieber, als der von heute
- JA, auch ich bin FÜR eine strenge Bejagung des Kormorans (würde mich da auch jederzeit selber dafür hergeben, PN genügt ;))
- NEIN, ich glaube immer noch nicht, dass es richtig ist, zu behaupten, der Kormoran sei hier in Mitteleuropa naturgemäß nicht heimisch
und deshalb:
- JA, ich glaube auch, dass man einen gewissen, gemanagten(!) Bestand an Kormoranen zulassen MUSS, wenn man als Naturfreund ernst genommen werden will - auch wenn man als Fischer lieber einen Bestand von 0 hätte


EDIT: In der Zwischenzeit kam der Beitrag von Bernd. Nach so einer Information habe ich gesucht! Wenn es jetzt noch belastbare Quellen dafür gäbe (ich bitte um Zitat oder Link), dass die Binnenart des Kormorans aus China importiert wurde, mithin also in Binneneuropa NICHT heimisch ist, habt ihr mich voll und ganz im Totalabschuss-Boot! ;)
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Harald aus LEV » 17.08.2016, 19:48

Ich möchte nochmals darauf hinweisen, dass ich auch kein Freund des Kormorans und für ein biologisch ausgewogenes Management bin.
Deshalb ist mir Hickey`s Vorgehensweise absolut sympathisch. Wenn überhaupt, kann man nur auf diesem Weg Erfolge erzielen und wird ernst genommen.
Was jedoch in meinen Augen gar nicht geht, ist die polemische, oberlehrerhafte und zum Teil beleidigende und unterstellende Art von Siegfried. ](*,) (s. u.a. sein heutiges Posting von 15:58 Uhr).

Allerdings finde ich es schade, dass Gebhard's Thread in eine erneute Kormorandiskussion ausartet.
Ich denke Gebhard wird sich nicht entmutigen lassen und weiter machen. So kenne ich ihn jedenfalls.
Deshalb lasst bitte die Kormorandiskussion hier und startet gfs. einen neuen Thread dazu.
Dann kann Gebhard hier die weitere Entwicklung posten und wir alle können besser nachvollziehen, wie sich die Angelegenheit entwickelt.

Gruß
Harald
Zuletzt geändert von Harald aus LEV am 17.08.2016, 19:50, insgesamt 2-mal geändert.
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