MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon stillwater » 18.08.2016, 23:07

Da muss ich Siegfried mal wieder Schützenhilfe leisten – er hat zu 100% recht und trifft es auf dem Punkt! Und auch Hendrik liegt vollkommen richtig.

Siegfried halte bitte die Fahne weiter hoch!

beste Grüße

Uli
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon orkdaling » 23.09.2016, 21:40

Moin moin,
da wir hier auch mal zum Wolf abschweiften stelle ich das hier rein
http://dpaq.de/1EENn
also keine Panik bei der diesjæhrigen Pilzsaison.
Gruss Hendrik
oder hier http://www.wolfsregion-lausitz.de/index ... it-woelfen
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 25.11.2016, 17:45

Facit nach 3 Jahren!

Hallo Freunde!

Nach drei Jahren ist es Zeit eine Zwischenbilanz zu ziehen und einige bemerkenswerte Veränderungen dar zu stellen.

1. eine massive Veränderung des Laichtermines:
noch vor drei Jahren begann das Laichgeschäft MItte September und war Ende Oktober so gut wie abgeschlossen.
heuer hat dies erst Anfang November begonnen und ist noch in vollem Gange. Meine Erkenntnis: dadurch kommen die Jungfische erst Ende März aus den Laichbetten
heraus (111 Tagesgrade dividiert durch die durchschnittliche Wassertemperatur ca 2-3 Grad), zu diesem Zeitpunkt ist das Zooplankton schon voll entwickelt durch die Tageslänge (Licht) und durch die Temperatur, also ein volles Futterangebot vorhanden.

2. die Zufütterung konnte beinahe eingestellt werden, da diese Forellen Kunstfutter (Pellets) überhaupt nicht annehmen, etwas eingeweichtes Altbrot, doch auch dies nur sehr bedingt und abhängig von der gerade herrschenden Aktivität.

3. die Reiherbelastung hat in den letzten Jahren konstant abgenommen, ein Reiherpaar ist zwar konstant vor Ort, aber es fehlen seit voriges Jahr die Wintergäste, die im ersten Jahr noch mit 17 (!) Stück vertreten waren. Sie sind zwar auf den Wiesen zu sehen, aber in den Bach gehen sie nicht. Außerdem vertreiben die beiden Altreiher die anderen. Auch die beiden Altreiher stehen nur noch selten im Bach, sondern sind massiv auf Mäuse- und Froschfang auf den Wiesen.

4. Fische sind nur noch schwer aus zu machen, intensives Fluchtverhalten, ein optisch leerer Bach.

So wünsche ich mir das!

Einziger Wermutstropfen der Kormoraneinfall im Sommer, doch anlässlich der Laichzeit konnte ich zweisömmerige Bachforellen feststellen und durch Umsetzen aus dem Unterlauf den Schaden in Grenzen halten.

tight lines
RC

PS: die Fischzuchten liefern um Weihnachten herum Laich im Augenpunktstadium, das ist zu früh, aber auch klar, sie müssen in der Hauptsaison Oktober/November/Dezember Fische in Portiongröße liefern, das geht binnen eines Jahres nur mit frühem Laichtermin und Hybriden.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon CPE » 25.11.2016, 18:08

Lieber Gebhard, es tut gut, dass du weitermachst UND darüber hier berichtest.

Danke, Norbert


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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Harald aus LEV » 26.11.2016, 19:31

Hallo Gebhard,

schön wieder von Dir zu lesen. Und vor allem, dass Dein Projekt weiter geht.

Gruß
Harald
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon AlexWo » 26.11.2016, 19:41

Hallo Gebhard,

warum heisst dieser Thread "Mein letztes Thema zum Abschied", in Deinem ersten Post steht, dass Du das Forum verlassen wirst. Das war immerhin im Jahre des Herren 2014!!
Was hat Dich bewogen hier zu bleiben?


LG und Schöne Adventszeit

Alex
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 26.11.2016, 20:14

Hallo Alex!

Nach mehreren Gesprächen mit verschiedenen Mods, habe ich mich vor zwei Jahren entschlossen, hier doch weiter zu machen.
Allerdings werde ich zu einigen Themen sicherlich keine Stellung mehr beziehen.

tight lines
RC
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon webwood » 26.11.2016, 22:27

Danke,

mein Freund Gebhard.

Dein Thomas
Angler sterben nie, die riechen nur so.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon tea stick » 27.11.2016, 18:47

Royal Coachman hat geschrieben:Nach mehreren Gesprächen mit verschiedenen Mods, habe ich mich vor zwei Jahren entschlossen, hier doch weiter zu machen.
Allerdings werde ich zu einigen Themen sicherlich keine Stellung mehr beziehen.

Großherzige Geste, lieber Gebhard! Ich freue mich!
Und mit Deiner Einschränkung müssen wir leben; wir respektieren sie. In einem solchen Forum kann man sich die User-Zusammensetzung nicht aussuchen. Das ist wie im richtigen Leben! Oder wie schon sogar in der Schule, wo man sich die Zusammensetzung der Klasse nicht aussuchen kann...
Grüße

vom Freimut
TL!
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 28.11.2016, 00:09

Royal Coachman hat geschrieben: 1. eine massive Veränderung des Laichtermines:
noch vor drei Jahren begann das Laichgeschäft MItte September und war Ende Oktober so gut wie abgeschlossen.
heuer hat dies erst Anfang November begonnen und ist noch in vollem Gange. Meine Erkenntnis: dadurch kommen die Jungfische erst Ende März aus den Laichbetten
heraus (111 Tagesgrade dividiert durch die durchschnittliche Wassertemperatur ca 2-3 Grad),

Hallo in die Runde,
bei uns in den Juraflüssen (die BF schlagen derzeit Laichgruben) laichen die BF von Jahr zu Jahr auch immer später. Ich orientiere mich seit Jahren an der Wassertemperatur, erst wenn das Wasser auf ca. 8°C abgekühlt ist, mache ich mich auf und besichtige die Laichareale. Wenn man sich die Daten über die Wassertemperatur „Gewässerkundlicher Dienst Bayern“ und dann den „Gesamtzeitraum“ anschaut, erkennt man einen Trend nach oben. Das Flusswasser braucht derzeit länger um abzukühlen und wird im Durchschnitt auch nicht mehr so kalt in den Wintermonaten. Die Winter bleiben wärmer.
Royal Coachman hat geschrieben: Meine Erkenntnis: dadurch kommen die Jungfische erst Ende März aus den Laichbetten
heraus (111 Tagesgrade dividiert durch die durchschnittliche Wassertemperatur ca 2-3 Grad), zu diesem Zeitpunkt ist das Zooplankton schon voll entwickelt durch die Tageslänge (Licht) und durch die Temperatur, also ein volles Futterangebot vorhanden.

Das ZOOPLANKTON ist für unsere Bachforellen völlig unbedeutend, weil (!) Zooplankton eigentlich in unseren Forellenbächen so gut wie nicht vorkommt! (Zooplankton könnte im Bereich von Seeausläufen oder unterhalb größerer Staustufen einen gewissen Nahrungsanteil darstellen. Mir ist nur ein einziger Forellenbach bekannt, in dem Zooplankton in Form von Wasserflöhen bzw. Hüpferlingen vorkommt und dieses Vorkommen beschränkt sich auf einen aufgestauten (Mühle) Bachoberlauf mit Karstquelle.
Das MAKROZOOBENTHOS (Fischnährtiere) stellt die Nahrungsgrundlage für unsere Salmoniden im Bach und Fluss dar.
Wir versuchen unsere Forelleneier (BF- Eier in fünfstelliger Anzahl, RBF- Eier in vierstelliger Anzahl) möglichst in einem sehr frühen Augenpunktstadium in die Gewässer einzubringen. Der Schlupftermin bzw. das bedeutend wichtigere Zeitfenster indem die Fischbrut beginnt frei zu schwimmen und zu fressen, fällt dann ziemlich zeitnah in den Zeitraum in dem die Forellenbrut aus Naturverlaichung beginnen würde frei zu schwimmen und zu fressen. Der Aufwand für Kontrollen und dem auslesen abgestorbener und verpilzter Eier ist dann natürlich etwas intensiver. Die erste Kontrolle findet nach 3-5 Tagen statt, anschließend in einem Intervall von ca. 10 Tage … (Die Sohle bzw. das Lückensystem ist aufgrund von Stoßbelastungen, Bodenerosion und Stauhaltungen mittlerweile in einem dermaßen schlechten Zustand, dass von einer natürlichen Reproduktion in den Gewässern, wo wir Forelleneier einbringen nicht mehr ausgegangen werden kann.)
Das Nahrungsangebot steigt zu Beginn der Vegetationsperiode der Wasserpflanzen (abhängig von Sonnenlicht) sprunghaft an und möglichst erst zu diesem Zeitpunkt (Ende März bis Mitte April) soll die Forellenbrut den Dottersack vollständig aufgebraucht haben und mit dem freien schwimmen und fressen beginnen.

Es kommt vor, dass die Forelleneier oder ein Teil davon bei Hochwasser Ereignissen mit Sand/ Feinsediment bedeckt werden…. Ich habe beobachtet und das fand ich wirklich sehr interessant (!), ein deutlich verfrühter Schlupf wird durch Verminderung der Sauerstoffversorgung ausgelöst (bedecken der Forelleneier mit Sand/ Feinsediment).
Die Dotterblasenwassersucht ist ein Anzeichen für eine gestörte Sauerstoffversorgung während der Erbrütungsphase
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IMG_3336.JPG (375.57 KiB) 1732-mal betrachtet


Ich habe mich sehr intensiv mit dem Thema „Erstes natürliches Futter“ für die Forellenbrut beschäftigt und im zeitigen Frühjahr (Februar bis Mitte April) die Steine im Wasser untersucht, den Sand, das Feindetritus, den Kies, das Totholz/ Blätter und die Wasserpflanzen abgesucht und abgekeschert. Ich habe Weidegänger (z.B. Eintagsfliegenlarven, Köcherfliegenlarven, Schnecken usw.), Zerkleinerer (Flohkrebse, Wasseraseln) Sedimentfresser/ Filtrierer (Maifliegenlarve, viele Mückenlarven vor allem Kriebelmückenlarven) und Räuber (Steinfliegenlarven, Egel) gekeschert und ermittelt.
Die höchste Anzahl an Individuen findet man an Wasserpflanzen, gefolgt von großen Steinen dann im Kies, im Schlamm und im Sand ist die Anzahl an Individuen sehr gering.
In fressbarer Größe und in einem ausreichenden Nahrungsaufkommen für die Forellenbrütlinge konnte ich nur Zuckmückenlarven und vor allem die Larve der Kriebelmücke ermitteln.
Große Vorkommen der Kriebelmückenlarven befanden sich an Steinen und Wasserpflanzen …
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IMG_7375.JPG (251.02 KiB) 1732-mal betrachtet

Bei Fütterungsversuchen im Aquarium hat sich herausgestellt, dass Zuckmückenlarven und Kriebelmückenlarven sehr gern von der Forellenbrut gefressen wird und scheinbar auch hohe energetische Werte besitzen.

Gruß Christian

PS: Äscheneier (in fünfstelliger Anzahl) und Hucheneier (in fünfstelliger Anzahl) versuchen wir in einem möglichst SPÄTEN Augenpunktstadium in die Gewässer einzubringen. Am besten erst dann, wenn die ersten Fische mit dem Schlupf beginnen. (Man kann auch Dottersackbrut in Schutzkörben ausbringen.) Dazu muss gesagt werden, die wenigen Züchter in meiner Region die sich mit der Zucht von Äsche und Huchen befassen, befinden sich in einem Gebiet was den Beinamen „Bayrisch Sibirien“ trägt. Entsprechend eiskalt ist das Wasser beim Züchter noch, wenn das Flusswasser bei uns schon deutlich erwärmt ist. Wärme beschleunigt alle Prozesse im Wasser so dass Keime, Bakterien und Pilze sich in einer rasanten Geschwindigkeit auf den Fischeiern ausbreiten können/ zum Absterben bringen können….
Gammarus roeseli
 
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon fly fish one » 29.11.2016, 17:51

Lieber Christian,

großartiger Beitrag und astreine Bilder!

Dein Frank
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Willi Barthel » 06.12.2016, 22:58

Vielen Dank für die tollen und konstruktiven Beiträge in diesem Thread, die zeigen was so alles möglich ist , wenn man Polemik, Ironie , Fanatismus und persönliche Kabeleien beiseite läßt.
Besonders der Beitrag von Christian verdient besonderes Lob, ob der Aussagekraft und den detailierten Informationen.
Als Bewirtschafter eines Salmonidengewässers und Leiter eines Wiederansiedlungsprojektes für die Äsche stecke ich derzeit in der Kormoran-Diskussion und habe versucht, den von Klaus am 17.8.16 genannten Artikel, aus der Vogelwelt unter
http://www.vogelwelt.com/cms/red/downlo ... n-engl.pdf
herunterzuladen.
Offensichtlich funktioniert dieser Link nicht mehr , oder ich hab was verpasst oder bin zu schusselig…..alles ist da möglich!
Leider hatte ich mir damals nur den Link gespeichert aber nicht den Text heruntergeladen.
Verfügt jemand über den vollständigen Text und kann mir diesen zur Verfügung stellen ? Für eine schnelle Antwort und Hilfe wäre ich sehr dankbar.


Gruß Willi
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon CPE » 06.12.2016, 23:19

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Willi Barthel » 07.12.2016, 16:39

Vielen Dank Norbert für die schnelle Reaktion.
Nein das war nicht der von mir gesuchte Bericht.
Jener Artikel unter dem von mir angegebenen Link, war in englischer Sprache verfasst, mit deutschen Übersetzungen.
Ausschlaggebend für mich war darin, dass versucht wurde die Historie der Kormorane in Europa zu beleuchten, aber es gab keine klare Aussage bezüglich der Herkunft des P.Carbo sinensis. Speziell zu der Kernfrage, ob P.Carbo sinensis ursprünglich aus Asien importiert wurde zum Gefallen und als Spielzeug der Adligen in England, oder ob dieser Vogel in Europa/Deutschland vorher als Binnenbrüter und Zugvogel heimisch war, wurde nicht abschließend geantwortet.
Das hat auch schon Klaus in seinem Post vom 18.6. so angemerkt.
Der von dir jetzt genannte Artikel, des gleichen Autors, beschäftigt sich exakt mit dieser Frage und versucht wissenschaftlich zu belegen, dass es keine haltbaren Nachweise für den Import des Vogels aus Asien gibt. Im Gegenteil, hier wird versucht zu erklären dass der Beiname „sinensis“ also „ China“, keine Aussage zur Herkunft sein muss. Tatsache ist, und das weiß auch dieser Autor, dass in den allermeisten Fällen genau das Sinn und Zweck des Verfahrens einer solchen Namensgebung war und ist.
Weiterhin wird versucht nachzuweisen, dass es bereits in früherer Zeit Belege gibt, dass in Europa mit abgerichteten Kormoranen gefischt wurde.
Wobei man aus meiner Sicht bedenken muss, wenn dies denn zutrifft, dass es sich bei diesen Vögeln auch um die gezähmte Art P.carbo carbo ( Felsenbrüter) aus dem Norden Europas gehandelt haben kann.
Ich hatte gehofft den von mir gesuchten Artikel, dieses Autors, für meine Argumentation zur Beantragung einer Bejagung der Kormorane nutzen zu können. Nun bin ich mir nicht mehr sicher, ob das zielführend, sondern eher verwirrend sein kann. Zumal das nicht den Ausschlag geben wird.
Dazu kommt , dass ich weiß, dass unser Antrag positiv beschieden werden wird, mit dem Ziel die bisher guten Resultate unseres Wiederansiedlungsprojektes der Äschen zu schützen.
Auch bei den Fischereibehörden will man die bisher entstandenen Mühen und Kosten nicht den Bach runtergehen lassen.
Nochmals Danke für die Hilfe, ich werde auch so weiterkommen.
Gruß
Willi
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Willi Barthel » 12.12.2016, 15:49

Für alle Interessierten zum Thema : über welche Art Kormoran sprechen wir ?
Für den Anglerverband Niedersachsen haben die Autoren: Dr.Matthias Emmrich, Ralf Gerken, Florian Möllers&Thomas Klefoth einen aktuellen Faktencheck Kormoran (12-2016) veröffentlicht in dem Sie auch die Frage der Herkunft des bei uns vorkommenden Kormorans abschließend beantworten.

http://www.av-nds.de/images/nachgehakt/ ... al_web.pdf

Aus meiner Sicht eine sehr gute Arbeit die zu diesem Thema alle Fragen ausreichend beantwortet.

Gruß
Willi
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