MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon CPE » 16.12.2016, 12:56

Hier endlich einmal etwas erhellendes zum Thema Kormoran-Management (Gerhard P. - Der Kormoran):

https://youtu.be/Exg9OTUckjc

TL, Norbert
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Willi Barthel » 16.12.2016, 20:21

Guten Abend Norbert,
der Polt ist große Klasse nicht nur in diesem Beitrag.
Ebenfalls "erhellend" war für meine Suche nach Fakten zum Thema Herkunft des P. carbo sinensis, die Arbeit des Anglerverband Niedersachsen.
In einem sog. Faktencheck wurde, sehr sachlich, der aktuelle Stand der Erkenntnisse zum Thema Kormoran aufgearbeitet.
Zu finden unter
http://www.av-nds.de/aktuelles/587-korm ... alsch.html

TL

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 16.07.2017, 20:56

Hallo Freunde!

Heute abends anlässlich meines üblichen Kontrollganges, hatte ich ein tolles Erfolgserlebnis.

An einem Baum, der mit seinen Ästen die Wasseroberfläche berührt und dadurch einen natürlichen Schutz bietet, standen im freien Wasser davor zwei einsömmrige Bachforellen, also im heurigen Februar/März geschlüpft.

Eine erschreckte Stockente zwängte sich unter den Ästen durch und plötzlich standen ca 20 Jungforellen vor dem Baum.
Sehr interessant: die Forellchen bildeten ein Gittermuster wie beim Vogelflug, jede hatte ca 20 cm im Quadrat Abstand zu ihrem jeweiligen Nachbarn.
Eine ganz andere Formation, als man sie von den Forellen aus dem Rundstrombecken gewohnt ist.
Da es in Bälde 5 Jahre sind, dass ich mich hauptverantwortlich um dieses Gewässer kümmere, bin ich schon etwas stolz, denn das ist eine Menge die ich niemals erwartet habe und es ist nur ein (!) Laichplatz von vielen.

Dass es die Jungforellen bei mir nicht einfach haben zeigt dieser Fisch:

Bild

2,850 kg , 62 cm !

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PS: und das ist beileibe nicht der einzige in dieser Größenordnung.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 30.08.2017, 15:55

Hallo Freunde!

Heute einmal der umgekehrte Fall.
Während des letztjährigen Hochwassers entkamen aus einer 8 km oberhalb gelegenen Fischzucht auch einige Regenbogen.

Einer dieser Fische hatte sein Domizil im Kraftwerkskanal gefunden, er war vor einem Jahr ca 33 cm lang, ein Portionsfisch also und sehr leicht wieder zu erkennen, da er keine Brustflossen mehr besaß.

In den letzten Wochen beobachtete ich eine zunehmende Agressivität gegenüber Jungfischen und habe heute beschlossen ihn raus zu fangen.

Der Längen und Gewichtszuwachs binnen eines Jahres ist verblüffend, der Fisch hatte heute 48 cm und 1,4 kg!
Der Fisch hatte sich anscheinend zunutze gemacht, dass hier Enten gefüttert werden und damit "Gewicht gemacht".
Leider ein triploider Fisch, also keinerlei Laich- oder Milchansätze.

Wenn ich mir vorstelle, dass solche Fische durchaus als Besatz eingebracht werden, ist dadurch eine Schädigung der autochtonen Bestände sicher nicht aus zu schließen.

Bild


Bild


Bild

Ich habe grundsätzlich nichts gegen Regenbogen, wenn sie in einem Bach laichen, aber gegen Zuchtmonster bin ich allergisch.

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 03.09.2017, 14:22

Royal Coachman hat geschrieben: Leider ein triploider Fisch, also keinerlei Laich- oder Milchansätze.
Bild


Hallo,

bei Bachforellen aus Fischbesatz ( +30 cm, manchmal sind sogar noch Jugendflecken im Schwanzbereich erkennbar), die wiederum von der silbrigen Färbung und Zeichnung (kreuzförmige und schwarze Flecken, keine bis wenige rote Tupfen) abgeleitet eher den (wanderfreudigen) Seeforellen oder den Meerforellen ähnlich sind, beobachte ich seit Jahren, dass der Laichansatz bei den Rognern Anfang Mai sehr klein und die Eier in den Gonaden winzig sind. Interessanterweise wuchsen die Gonaden der Rogner (die ich im Jahresverlauf gefangen habe) nicht wirklich weiter, waren Ende September beinahe immer noch so klein und die Eier in den Gonaden schauten auch immer noch so winzig aus…

Nun stellt sich (für mich) die Frage, sind diese Bachforellen triploid?? :-k

Die Frage kommt daher, da ich davon ausgehe, dass die Fischzucht (nur) so ca. 2 bis 2,5 Jahre benötigt um eine Portionsforelle (Bachforelle) zu erzeugen. Des Weiteren stellt sich zusätzlich die Frage, werden die frohwüchsigen unter den Bachforellen (Bachforellenstämme?) und auch die beiden Wanderformen die ja in der Fischzucht scheinbar auch Verwendung finden, nicht erst viel später Laichreif? Im 4. oder 5. Jahr? :-k
Späte Laichreife oder doch triploid? :-k

In einem anderen kleinen Flüsschen war Anfang Mai (wenn der Löwenzahn noch so schön blüht) der Laichansatz bei den Bachforellen aus der Zucht (die Fische waren etwas größer als 30 cm und haben auch wie richtige Bachforellen ausgeschaut) etwas größer und auch die Eier in den Gonaden waren schon besser entwickelt. (Im Vergleich zu den Fischen die nach Seeforelle ausgeschaut haben…) Im weiteren Jahresverlauf haben sich die Gonaden dieser Bachforellen bis zur Reife entwickelt…

Betreffend kleine Gonaden, habe ich bei den Regenbogenforellen die gleiche Beobachtung gemacht (die Fische waren zwischen 45 bis fast 50cm -> rotfleischige Lachsforellen). Anfang Mai war bei den Rognern etwas Laichansatz erkennbar… Bei den RBF die ich im weiteren Jahresverlauf bis Ende September gefangen habe, hat sich der Laichansatz nicht sonderlich weiterentwickelt…

Triploide RBF?? :-k

Die zu den Lachsen zählende Regenbogenforelle soll die Portionsgröße sogar schon nach 1 bis 1,5 Jahren erreichen…. Bis eine RBF zur Lachsforelle herangewachsen ist, soll es 2-3 Jahre dauern …

Werden die großwüchsigen und schnellwachsenden Regenbogenforellen welche in der Fischzucht Verwendung finden (ich denke an die ins Meer abwandernde Stahlkopfforelle und die großwüchsigen Formen der Rotbandforellen des Binnenlandes) nicht auch erst viel später Laichreif? Nach dem 4.- 5. Jahr oder sogar noch später? :-k

Grüße Christian
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 03.09.2017, 22:19

Hallo !

Die schnellwüchsigen RB stammen einerseits aus Monosexkulturen und andererseits aus triploiden Fischen.
Triploidie wird durch Wärme- und Druckschockbehandlung des Laichs erzeugt.
Triploide Fische bilden keine funktionierenden Geschlechtsorgane aus und somit fällt die Fortpflanzungspause aus und alle Energie geht in das Wachstum.

Triploide Fische aus dem Monosexprogrammen (weiblich) erreichen binnen 2-3 Jahren bis zu 8 kg !

Erhöhter Sauerstoffbedarf und massiver Futterbedarf müssen befriedigt werden.
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Zuletzt geändert von Royal Coachman am 04.09.2017, 21:54, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon fly fish one » 03.09.2017, 23:05

Ich "kriech" in dreierlei Hinsicht hier in diesem Faden immer einen Herzkasper:

1) Wenn der Faden hochpoppt und ich denke: "Nein, jetzt schmeißt der Gebhard doch noch hin!
2) Wegen der herrlichsten BF in Deinem wunderbaren Bach, den Du mit so viel Liebe und Mühe aufgebaut hast!
3) Die ganzen Zuchtmonster! Erinnert mich irgendwie an Hulk aus den Marvel Comics - die ist doch bestimmt irgendwo grün!

Macht weiter so Ihr Lieben, sehr schöner Faden!!

Frank
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Svartdyrk » 04.09.2017, 17:41

Mein Frank hat geschrieben:Wenn der Faden hochpoppt und ich denke: "Nein, jetzt schmeißt der Gebhard doch noch hin!


Mein Frank,...der liebe Gebhard hat mit seiner Ankündigung damals, bei seinem angeblich letzten Thema natürlich etwas geflunkert, mit seinem dahinscheiden was die Beiträge im Forum betrifft. Es wurden Blumen niedergelegt, Dankesreden vorgetragen, viele waren enttäuscht, in Trauer, einige haben sogar geweint. Keiner wusste damals, wie es wirklich weitergehen sollte.
War aber alles nur Spaß...quasi ein Resonanz Test ob noch wer anwesend ist. Hat aber dann gar nicht lange gedauert, war der liebe Gebhard wieder online, in der Biete/Suche Abteilung und auch sonst noch wo hier im Forum in unseren Sonnensystem und hat wieder fröhlicher den je in die Tasten gehauen.. Nein er hatte (wie viele nach dem tragischen Abschied vermuteten) den Planeten nicht verlassen und postet nun weiter, fröhlich und munter seine Beiträge als wäre nix gewesen. Jaja so isser eben...unser Gebhard, so kennen wir ihn.
Also,....Mein Frank, alles halb so wild...locker bleiben!! :wink:

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 04.09.2017, 20:16

Royal Coachman hat geschrieben:Triploide Fische bilden keine Geschlechtsorgane aus und ... ... ...


Lieber Gebhard,

da schreibt aber der Martin Hochleithner in seinem Buch „Lachsfische“ (Biologie und Aquakultur) etwas anderes (auf der Seite 214) ….. Zitat: „Es ist auch möglich, rein weibliche triploide Bestände zu erzeugen. Diese bleiben auch zur Laichzeit äußerlich silbrig, das Fleisch rötlich gefärbt und die GONADEN ZEITLEBENS KLEIN, im Gegensatz zu männlichen, deren GONADEN NORMALE GRÖSSE ERREICHEN.“ Zitat Ende

Und daher -> :-k ... :-k ... :-k

Grüße Christian

PS: @ Olaf :roll:
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 04.09.2017, 21:57

Hallo!
Ich hab nur ein Beiwort vergessen nämlich funktionierend! Aber wenn Du den Satz "triploide Fische aus weiblichen Monosexprogrammen" anders verstehen willst, bitte.

tl
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 04.09.2017, 22:25

Royal Coachman hat geschrieben: Aber wenn Du den Satz "triploide Fische aus weiblichen Monosexprogrammen" anders verstehen willst, bitte.


Lieber Gebhard, :smt017
"triploid" ist dann doch etwas völlig anderes als "Diploide Gynogenese" … … …-> … monosex Bestände …. ….
Gruß Christian
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 04.09.2017, 22:36

Hallo!

Es ist möglich rein weibliche triploide Bestände zu erzeugen.

Du liest anscheinend nicht einmal was Du selber schreibst!

Außerdem gehört das alles nicht zum Thread!

tl
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon pehers » 05.09.2017, 10:20

Servus!

Ich kann zur Frage, ob die Besatzfische die Brut dezimieren, sagen, dass wir das in einer umfassenden Studie an unserem Steyr Revier geprüft haben. Es wurden bei einer repräsentativen Menge an Besatzregenbogen Magenanalysen durchgeführt und es kam zu dem Ergebnis, dass KEINE der Besatzforellen Brütlinge im Magen hatte.

Warum dies so ist, kann man natürlich nur vermuten, aber es ist meines Erachtens ganz klar davon auszugehen, dass die Besatzfische generell ein Problem haben, sich auf Naturnahrung umzustellen, da ein guter Teil der beprobten Fische nicht einmal Anflug- oder sonstige Insektennahrung in den Mägen hatte. Ich glaube einfach - blöd gesprochen - dass ein Besatzfisch einfach zu dumm ist, um die Brut der eigenen Art zu fangen/fressen.

Auch die Standplätze und das Verhalten der Besatzfische sprechen meines Erachtens schon massiv gegen derartige piscivore Lebensweisen, da sich die Besatzfische in den tiefen Ruhebereichen sammeln, aber eher im Freiwasser beiben, weil das mE dem Fischteich eher entspricht, und nicht wie ein Wildfisch, einen zwar ruhigen, aber an der Strömungskante gelegenen, versteckten Standplatz bevorzugen, den sie dann am Abend oder in der Früh zur Jagd verlassen. Einen Jungfisch der eigenen Art werden sie an diesen Plätzen nie antreffen und insbesondere Jungäschen stehen auf überspülten Kiesbänken und nicht im tiefen Freiwasser.

Das sind aber nur laienhafte Vermutungen meinerseits.

L.G.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon CPE » 05.09.2017, 10:32

Hallo Hans,

Dass in den Mägen der Besatzfische keine angestammten Fische zu finden waren, beantwortet die Frage nur teilweise, weil Besatzfische doch zwangsläufig um ähnliche Nahrungsquellen konkurrieren, wenn sie denn überleben wollen. Und wenn es Triploide oder Diploide sind, haben sie sogar den gewünscht höheren Stoffumsatz - sonst würden sie ja nicht so schnell wachsen können...

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon pehers » 05.09.2017, 11:32

Servus Norbert!

Gute Frage: Wie viel % der Besatzfische können ein Jahr nach dem Besatz in einem Fließgewässer noch nachgewiesen werden? Egal ob tri- oder diploid...

Maximal 3%! Wenn ich von fangfähigem Besatz ausgehe, dann bedeutet das, dass von 100kg Besatz, 3kg über bleiben. Das bedeutet bei einem Stückgewicht von 0,5 kg (bei Attraktivitätsbesatz wird das im Schnitt hinkommen) also 6 Fische.

Der Stoffwechselumsatz ist auch nur dann relevant, wenn die Fische tatsächlich auf natürliche Nahrung umsteigen.

Bitte nicht falsch verstehen: Ich will keinen Besatz, welcher Art auch immer verteidigen (bin strikter Gegner von JEDEM Besatz in natürlichen Gewässern), aber die hier aufgeworfenen Fragen halte ich von der Relevanz her für überschaubar... Vor allem, da Konkurrenz meines Erachtens derzeit in den meisten unserer Gewässer sicher nicht der limitierende Faktor für die Bestände ist, sondern ohnehin Ressourcen für weit mehr Fische vorhanden wären, als die derzeitigen Bestände nützen können. Wir haben diese Frage untersucht, weil eine Behörde in Oö. eingewendet hat, dass andere limitierende Faktoren die Fischbestände dezimieren, als Prädatoren. Unter anderem eben der innerartliche Fraßdruck durch Besatzfische. Das spielt aber keine Rolle!

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