MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 10.09.2017, 23:12

Royal Coachman hat geschrieben: Außerdem gehört das alles nicht zum Thread!

Lieber Gebhard,
Du selbst hast doch … -> „triploid“ usw. …. Aber was solls!
Das Du nur das Beiwort „funktionierend“ vergessen hast (Du hast es ja bereits geändert), erscheint allerdings widersprüchlich, da Du ja (etwas weiter oben) selbst geschrieben hast ->
Royal Coachman hat geschrieben: Leider ein triploider Fisch, also keinerlei Laich- oder Milchansätze.“

Aber wie schon gesagt, was solls!!
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 10.09.2017, 23:35

pehers hat geschrieben: Gute Frage: Wie viel % der Besatzfische können ein Jahr nach dem Besatz in einem Fließgewässer noch nachgewiesen werden? Egal ob tri- oder diploid...

Maximal 3%! Wenn ich von fangfähigem Besatz ausgehe, dann bedeutet das, dass von 100kg Besatz, 3kg über bleiben. Das bedeutet bei einem Stückgewicht von 0,5 kg (bei Attraktivitätsbesatz wird das im Schnitt hinkommen) also 6 Fische.


pehers hat geschrieben: Wir haben diese Frage untersucht, weil eine Behörde in Oö. eingewendet hat, dass andere limitierende Faktoren die Fischbestände dezimieren, als Prädatoren. Unter anderem eben der innerartliche Fraßdruck durch Besatzfische. Das spielt aber keine Rolle!


pehers hat geschrieben:... ..., aber es ist meines Erachtens ganz klar davon auszugehen, dass die Besatzfische generell ein Problem haben, sich auf Naturnahrung umzustellen, da ein guter Teil der beprobten Fische nicht einmal Anflug- oder sonstige Insektennahrung in den Mägen hatte.


Hallo!

Eine allgemeine Gültigkeit haben die oben genannten Erkenntnisse u. Untersuchungen nicht ….. Dazu muss gesagt werden, fangfähiger Forellenbesatz tut sich nun mal schwer in Fließgewässern oder Fließgewässerstrecken die vom Charakter her einem typischen Hochgebirgsbach oder aufgeräumten und nicht mehr ursprünglich wirkenden Mittelgebirgsbach ähnlich sind. (Kein durch Windbruch aufstauend wirkendes Totholz, dadurch häufig unnatürlich hohe Fließgeschwindigkeiten, oft aufgeweitetes-, flaches bis sehr flaches Bachbett usw.) Fangfähiger Forellenbesatz mag schnelles flaches Wasser ebenso wenig wie die größeren und großen Forellen aus Naturverlaichung! Dies hat unter anderen mit dem geringen Nahrungsangebot im schnellen Wasser zu tun, aber auch mit einem höheren energieverbrauch der Fische beim Schwimmen und einem sehr kleinen Zeitfenster die vorbeitreibende Nahrung aufzunehmen…. (Umso tiefer der Gumpen im Bach, umso größer ist die Forelle darin.)

In den Bächen und Flüssen mit verstärkter Wassertrübung ->
Verstärkte Wassertrübung im Bach.JPG
Verstärkte Wassertrübung im Bach.JPG (130.75 KiB) 3215-mal betrachtet

haben es die Forellen und vor allem der Forellenbesatz besonders schwer ausreichend Futter zu finden, überhaupt mit den Augen wahrzunehmen. Die Forellen magern oft ab, obwohl geeignete Fischnährtiere nicht selten in Überfluss vorhanden sind.

Leider ist es ja schon fast völlig in Vergessenheit geraten, dass das ursprüngliche (!) Gesicht der Mittelgebirgsbäche von Totholz und quer im Bach liegenden (aufstauend wirkenden) Bäumen geprägt ist. Leitbild für kleine Mittelgebirgsbäche ->
Windbruch kleiner Mittelgebirgsbach.JPG
Windbruch kleiner Mittelgebirgsbach.JPG (131.63 KiB) 3215-mal betrachtet

Leitbild für kleine Mittelgebirgsbäche mit mäanderndem Charakter in Richtung eines Flachlandbaches ->
Mittelgebirgsbach mit mäanderndem Charakter.JPG
Mittelgebirgsbach mit mäanderndem Charakter.JPG (234.8 KiB) 3215-mal betrachtet

Auch fast schon völlig in Vergessenheit geraten ist, dass das Gesicht der Äschenregionen in den Mittelgebirgen ursprünglich ebenfalls von Totholz und kleineren Aufstauungen geprägt waren ¬¬->
Äschenregion.JPG
Äschenregion.JPG (136.2 KiB) 3215-mal betrachtet


Das Angebot und die arten Zusammensetzung von Fischnährtieren ist in einem urtümlich (urwaldähnlich) wirkenden Mittelgebirgsbach (Zeigerwert der Fischnährtiere von 1,5 bis 3,2 ist alles dabei) deutlich größer als in einem aufgeräumt und ausgeräumten Bachlauf …. (Und die Fische sind auch sehr schwierig zu fangen für uns und auch für die Fischotter…)

Wirklich gut kommt der Forellenbesatz zurecht, in den langsam fließenden Bächen und Flüssen die vom Charakter her den typischen(mäandernden) Flachlandbächen und Flüssen ähnlich sind.
Ich fische unter anderen an so einem kleinen, mäandernden und langsam fließenden Fluss mit typischem Charakter eines Flachlandflusses….
Im Frühjahr gibt es massenhaft Köcherfliegenlarven am Flussgrund zu bestaunen. Diese werden auch durch den Mageninhalt der Fische (Forellenbesatz) wiedergespiegelt….
Anfang Mai gefangen ….
Mageninhalt RBF Köcherfliegenlarven.JPG
Mageninhalt RBF Köcherfliegenlarven.JPG (143.61 KiB) 3215-mal betrachtet
Ich sehe Larven der Lepidostoma hirtum (Saprobiewert; Zeigerwert=: 1,8) und Anabolia nervosa (s:2,0), einen Flohkrebs …

Dann kommt die Maifliege Ephemera sp. (s:2,0) ……
Maifliege Ephemera sp..JPG
Maifliege Ephemera sp..JPG (128.37 KiB) 3215-mal betrachtet

Mageninhalt Forelle mit Maifliege.JPG
Mageninhalt Forelle mit Maifliege.JPG (187.47 KiB) 3215-mal betrachtet

(Der Fluss hat in diesem Bereich überwiegend nur eine Fließgeschwindigkeit von nur 1-5 cm/s……)
Die Forellen wirken bei uns nach der Maifliegenzeit so richtig Übergewichtig …. Und so Schmeken sie dann auch …. (Halt nicht so gut wie eine magere Forelle schmeckt.)
Nach der Maifliege findet man Schnecken, Regenwürmer, Flohkrebse in den Mägen der Fische aus Forellenbesatz. Einige der Forellen spezialisieren sich sogar auf Flohkrebse wie die Mageninhalte eindrucksvoll gezeigt haben. Ich habe im Frühjahr einer großen Bachforelle zuschauen können, wie sie eine Wasserpflanze -> Wasserstern angestupst hat, so dass die anhaftenden (vermutlich) Flohkrebse geflüchtet sind und anschließend als Forellenfutter geendet haben.
Andere Forellen nehmen alles was zu bekommen ist... Einige der Forellen aus dem Frühjahrsbesatz beginnen sich mit Elritzen (die sich dann zur Laichzeit zu größeren Schwärme zusammenfinden) dem Magen vollzuschlagen.
Elritze +Forelle ....JPG
Elritze +Forelle ....JPG (120.86 KiB) 3215-mal betrachtet

Neben Elritzen findet man häufig Mühlkoppen und auch mal einen Dreistacheligen Stichling in den Mägen.
Mageni. 3 Fische +Maifliege.JPG
Mageni. 3 Fische +Maifliege.JPG (136.02 KiB) 3215-mal betrachtet

Jetzt im September findet man in den Mägen der RBF Anflugnahrung wie große Köcherfliegen aber auch Steinfliegen -> Fam. Perlodidae (s:1,5) usw.
Wenn die Fische aus Forellenbesatz bei uns nicht entnommen werden, überstehen sie nicht selten mehrere Jahre im Fluss und wachsen zu wahrhaften Riesenfischen heran …… :smt003

Fazit: Zu oft und viel zu schnell werden hier die „Erkenntnisse und dergleichen“ in Stein gemeißelt …..

Aber wie schon gesagt, was solls!!

LG Christian
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon pehers » 15.09.2017, 10:37

Servus!

Und was soll ich jetzt aus Deinem Posting ableiten? Im Gegensatz zu einer Studie, sind Deine Fotos tatsächlich Momentaufnahmen. Niemand hat bestritten, dass der eine oder andere Fisch, sich adaptieren kann, aber Problem ist es keines!!!

ME sind 90% Deiner Postings Themenverfehlungen!

L.G.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Gammarus roeseli » 15.09.2017, 16:44

Jawoll, lieber Hans … :smt003

Gruß Christian
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon fly fish one » 15.09.2017, 17:27

Ich lese Euch beide gerne! Hört auf zu streiten. Nicht das noch einer deshalb aufhört hier!

Und einen habe ich noch und einen habe ich noch: Die fantastischen Mageninhaltsbilder zeige ich gleich beim Abendessen rum! :mrgreen:

Euer Frank - alle 10 Daumen für Euch hoch!
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 04.08.2018, 21:07

Hallo Freunde!

ENDLICH!!

Durch den niedrigen Wasserstand konnte ich zweifelsfrei an zwei Stellen Elritzenbrut nachweisen.

Es haben sich die Mühen der letzten 5 Jahre also doch gelohnt.

An der Stelle, die in meinem Thread hier in Bildern gezeigt wurde, waren es mehrere 1000(!) Brütlinge.

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Harald aus LEV » 05.08.2018, 14:31

Hallo Gebhard,
da haben sich die Mühen tatsächlich gelohnt. Glückwunsch! Und die Trockenheit hat wenigstens einen positiven Effekt.

Gruß
Harald
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 09.03.2019, 01:21

HALBZEIT


Nach 5 ½ Jahren ist eine Halbzeitbilanz angebracht.

Es wurde ein Bach übernommen, der, bis zu meiner Übernahme, jedes Jahr mit zweisömmrigen Bachforellen besetzt wurde. Es wurde kein Besatz mehr eingebracht und die Entnahmen auf sofortige Verwertung bzw. auf artfremde Fische wie Saiblinge oder RB, die von Oberliegern besetzt oder aus Fischteichen entkommen waren, beschränkt.

Zwei Probleme wurden identifiziert:

1. Starkes Reiheraufkommen durch Wintergäste sowie Kormoran- und Sägereinflug, da der Hungerbach einen kleinen See durchfließt und diesen immer offen hält: Vogelparadies!

2. Eine stabile Hechtpopulation im oberen Teil, gespeist vom See mit einem Laichgebiet im Bach: 4 Hechte 95, 92, 86, 82, dazu diverse in kleineren Größen immer nach der Laichzeit, insgesamt 25 Hechte in 5 Saisonen.

Am Ende dieses Winters war ein deutlicher Rückgang bei den Reihern zu beobachten, ein überaus aggressives Verhalten eines Silberreiherpaares hat zur Vertreibung des ansässigen Graureiherpaares geführt. Der Verdacht auf Dauergäste drängt sich auf.

Änderung im Verhalten der Bachforellen:

Da der Bach durch ein Kleinkraftwerk zerschnitten ist (kein Auf- oder Abstieg) lässt sich im oberen Bereich (Hechtpopulation) keine vernünftige Alterspyramide nachweisen, aber die Fische erreichen durch das Entenfüttern der Anwohner respektable Größen (größte Forelle 2,80 kg bei 64 cm, über 40 cm normal).
Hier wurde erfolgreich eine Elritzenpopulation angesiedelt, die hilft aber selbstverständlich auch den Junghechten.

Im unteren Bereich hat sich eine perfekte Alterspyramide binnen 5 ½ Jahren herausgebildet.
Die obere Größe liegt bei 50cm.

Der Bach hat eine Biberpopulation zu verkraften, es sind aber europäische, die bauen keine Dämme und in ihren Grabungen finden die Fische Schutz vor den Fressfeinden im Winter.
Im Sommer wächst der Bach von unten her zu!

Die Fische sind mittlerweile kaum mehr zu beobachten, sie flüchten schon bei Annäherung. Auch sind die Aktivitäten über den Winter extrem eingeschränkt, erst jetzt erscheinen sie an den gewohnten Standplätzen.

Füttern:
Oberhalb und knapp unterhalb des Kraftwerkes wird mehr oder weniger regelmäßig besonders im Winter gefüttert um den Fraßdruck auf die Einsömmrigen (zweiter Flaschenhals) zu mindern. Dies hat sich aus meiner Sicht sehr bewährt. Weiter unterhalb ist Füttern sinnlos, es wird mittlerweile nichts mehr angenommen!

Gesonderte Maßnahmen wie Laichgrundauflockerung und Einbringung von kleineren Steinbarrieren zur Erhöhung der Fließgeschwindigkeit wurden durchgeführt und haben sicher zum Erfolg beigetragen.

Interessantes: In diesem Bach gibt es mittlerweile 3-4 verschieden Arten von Bachforellen, die sich durch ihre Zeichnung grundsätzlich unterscheiden und auch zu verschiedenen Zeiten laichen.

1. Bachforelle mit wenigen schwarzumrandeten roten Punkten und gelbem Bauch
2. Bachforelle mit vielen unregelmäßigen roten und schwarzen Punkten
3. Bachforelle mit wenigen roten Punkten aber grasgrünem Rücken, diese Forelle kommt auch in einem naturbelassenen Bach in der Nähe vor!
4. Bachforelle sehr ähnlich einer Seeforelle, kaum rote Punkte

Als erstes laichen Nr. 1 und 2 Mitte Oktober bis Mitte November dann
Nr. 2 und 3 Mitte November bis Weihnachten und ab Mitte Dezember laicht auch Nr. 4 z.T. heuer bis Ende Januar!

Von allen Arten erscheinen ab Mitte April Jungfische, die letzten erst im Juni/Juli!

2017 wurden beim Oberlieger fangfähige Saiblinge besetzt, einige kamen herunter, im Kanal vor dem Kraftwerk habe ich sie nach mehreren Wochen heraus gefangen, stark abgemagert, sie sind neben den gut im Futter stehenden Bachforellen buchstäblich verhungert!

FACIT: es ist gelungen trotz starkem Reiherbestand und Kormoraneinflug vor 3 Jahren ohne Besatz eine stabile Bachforellenpopulation binnen 6 Jahren auf zu bauen.
Die Notwendigkeit von Besatz liegt vielleicht doch an der Ungeduld unsererseits, der Natur ihren Lauf zu lassen und nur helfend bzw. unterstützend ein zu greifen.

Wichtig: Hot Spots an denen nicht gefischt werden darf, sondern ausschließlich gefüttert, denn von diesen Orten werden Verluste ausgeglichen.

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PS: alle diese Erkenntnisse meinerseits haben keinerlei wissenschaftliche Grundlage, sondern sind Ergebnis von beinahe täglichen Gängen am Wasser.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon HansAnona » 09.03.2019, 10:03

Hallo Gebhard,

Freut mich, dass du nun trotz der bisherigen Rückschläge, Irrungen und Wirrungen mit deinem schönen Bach glücklich bist.

Ich wünsche dir viele weitere erfolgreiche Jahre.

Grüße, Alf
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Phoresis » 09.03.2019, 21:01

Hallo Gebhard,
danke für das großartige Update! Gerade den Punkt mit den offensichtlich verschiedenen Stämmen finde ich absolut faszinierend. Unterschiedliche "Zeichnungsgruppen" bei Forellen sind mir auch an meinem Vereinsgewässer aufgefallen und ich habe mir schon fast gedacht, dass es sich dabei eigentlich nur um unterschiedliche Stämme handeln kann. Mit deiner Beobachtung bezüglich der unterschiedlichen Laichzeiten lieferst du auch gleich die sehr wahrscheinliche Erklärung dazu, warum man nicht nur einen Mischlingsstamm im Fluss hat.
Mit freundlichen Grüßen
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 09.03.2019, 23:53

Hallo!

Es könnte noch einen Grund geben, warum die Stämme sich nicht dauerhaft vermischen.

Wenn man an den Elsässersaibling denkt.
Der ist nicht stabil!
Nachkommen von zwei Elsässersaiblingen sind ein Teil Bachsaiblinge, der andere Teil Seesaiblinge.
Wenn sich nun zwei Mischlinge kreuzen, sollten wieder beide Arten hervorgehen.

Bei mir im Bach tritt dieser Effekt anscheinend auf, denn diese verschiedenen Formen konnte ich erst seit 3 Jahren feststellen.

Ist aber nur eine Theorie eines Laien.

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Zuletzt geändert von Royal Coachman am 10.03.2019, 02:19, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Da Beppe » 10.03.2019, 01:10

Danke für Deine sehr interessanten Beobachtungen!
. . . so vui schee, unser boarisch Hoamadl . . .
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Royal Coachman » 10.03.2019, 02:21

Sorry für den Schreibfehler, der Elsässer ist natürlich NICHT stabil, sondern kreuzt sich wieder auseinander, hab's schon korrigiert!

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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon pehers » 15.03.2019, 16:21

Servus!

Vielen Dank für das Update!

Eine Frage dazu: hast du auch eine Vermutung, welcher Stamm am erfolgreichsten ist? Gibt es Verschiebungen in der Population hin zum Stamm, den du aus einem umbesetzen Revier kennst? Also sieht man, welcher Phänotyp am besten hin passt?

Oder kommen gar je nach den Zeiten von den Abflussereignissen im jeweiligen Jahr einmal die einen und einmal die anderen besser „davon“?

Wie gesagt: sehr interessant! Danke!

LG
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Re: MEIN LETZTES THEMA zum Abschied

Beitragvon Faber » 18.03.2019, 11:12

Lieber Gebhard bzw. RC,

Ich habe mir diesen Thread schon sehr oft durchgelesen, da Kollegen und ich seit letztem Jahr auch ein Angebot für ein eigenes Wasser haben.

Dieses wollen wir ähnlich wie du so natürlich wie möglich halten.

Bei uns gibt es mehrere Kilometer hoch und runter keine Stellen wo mit Brot gefüttert wird, daher haben wir diese Möglichkeit mal ausgeschlossen. Trotzdem wollten wir auch grad im Winter versuchen die Fische vom Kannibalismus abzuhalten.

Nun die Frage an dich:

Das Fleisch im Netz produziert doch im Winter keine Maden oder?
Zu welcher Jahreszeit hast du so gefüttert?



Mit freundlichen Grüßen

Faber

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