Schwarzfischen bald legal?

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

Moderatoren: Maggov, webwood, Forstie, Matthias M., Michael., Olaf Kurth

Beitragvon Peter Olbrich » 02.02.2004, 22:19

übrigens wird in HH die Erlaubnis für Ausländer von der Fischereibehörde ohne Problem erteilt.

Peter
Benutzeravatar
Peter Olbrich
 
Beiträge: 207
Registriert: 28.09.2006, 17:25
Wohnort: Hamburg
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 0 mal

Beitragvon Büffel » 02.02.2004, 22:43

Hallo Peter,
Glebs 1. Posting sagt eigentlich noch garnichts aus. Die FDP fordert die strikten Beschränkungen zu lockern und das trifft auch für Ausländer zu.
Wenn Beschränkungen gelockert werden, ist man dann automatisch Schwarzfischer?
Zuletzt geändert von Büffel am 03.02.2004, 10:15, insgesamt 1-mal geändert.
Büffel
 

Beitragvon Gleb » 05.02.2004, 19:28

Hallo,
ich meine auch, dass es mal an der Reihe wäre, die Fischereigesetze zu lockern, und unter bestimmten Voraussetztungen Fischereikarten an Besucher dieses Landes zu verteilen.

So wäre es in meinen Augen wichtig, dass die Anwerber der Karte, eine positive Einstellung zum Fisch, als Kreatur nachweisen!
(z.B. durch einen kurzen, (psychologischen) Test, in ihrer Sprache)

So wäre es auch wichtig, dass die Reisenden über die naturschützenden Massnahmen des Landes informiert werden!
....
Dies sind nur zwei von vielen Vorschlägen, die einen Erwerb der Gastkarte leichter machen sollen.

:Prost:
Gleb
Gleb
 

Schwarzangler und auslander

Beitragvon Marcel Karssies » 13.02.2004, 13:43

Also ich komme aus NL und habe so einen fünfjahres fischereischein.

In Deutschland wird es uns als ausländer ofters schwierig gemacht um einen angelschein zu bekommen. Bei mir uber der grenze in Gronau Westf. geben sie mir nur einen Jahresschein. Ob ich schon zwanzig jahre mitglied im Angelverein bin macht dort keinen eindruck. Wer einen funfjahresschein will muss eben die fischereiprufung machen. Das ist aber nicht uberall so. Selbst in NRW gibt es orte wo mann einen funfjahres kriegt.

Viele fliegenfischer die mitglied sind von unseren angelverein (ca. 9000 mitglieder) haben einen fischereischein. Meiner kommt uberigens aus Rheinland-Pfalz wo mann gastangler gerne weiterhilft. In den Niederlanden bekommt jeder besuchender angler ohne probleme
einen angelschein. Unser verein (weil in grenznahe) hatt auch viele Deutsche
mitglieder, die konnen ohne probleme mitglied warden. Umgekehrt geht das schon ganz anders. Es gibt vereine uber der grenze die keine Auslander aufnehmen weil sie entweder nicht in einer bestimmten stadt wohnen oder keine Fischereiprufung gemacht haben.

Bei uns sind die Grünen nicht in der mehrheit und wir haben andere gesetzte wie in Deutschland. In den Niederlanden war die fischerei sowohl durch berufsfischer wie privatpersonen schon immer wichtig und weitverbreitet.
Die ganze regelgebung rund ums fischen und die fischereirechte sind nicht vergleichbar mit denen in Deutschland. Bei uns gibt es eben angelvereine, in Deutschland siehe ich ofters das angelvereine unter den nenner "naturschutzverein" durchs leben gehen.
Naturlich werden bei uns auch fische zum verzehr mitgenommen. Bei unseren Deutschen "gaste" kriegen wir aber immer den eindruck das sie alles abknuppeln was ihnen vor die fusse kommt. Das kombiniert mit den besuchen von Russen, Deutsch-Russen, oder wo sie auch alle heissen verursachen das "schief ansehen" wenn wieder ein fahrzeug mit kennzeichen D am gewässer steht. Naturlich sind wir keine engel und sind nicht alle Deutschen angler so, der eindruck ueberherrscht aber.

Und jetzt zum catch-und-release streitpunkt. Da wirdt bei uns naturlich ganz anders uber gedacht wie in Deutschland. Es werden eben oft fische zuruckgesetzt. Ich will hier jetzt nicht den heiligen krieg anfangen wer hier recht oder unrecht hatt. Ich kann durchaus verstehen das es an bestimmte gewasser eine entnahmeplicht gilt. Solche bestimmungen wie die fischerei einstellen wenn mann eine bestimmte anzahl von fischen gefangen hatt siehe ich aber eher problematisch. Wenn wir also auf einer Angelreise ein ganzes end richtung BRD fahren und unser gutes geld an unterkunfte, angelscheinen usw ausgeben dan wollen wir nicht an ein gewasser stehen wo wir nach einer halben stunde wieder die sachen einpacken konnen.
Wurden solche bestimmungen hart durchgefurt dann kan man in Deutschland sicher ein par leute mehr freizeit bekommen als ihnen lieb ist.

Die ausprache das alles was im Ausland passiert nicht das richtige sein sollte kan mann leicht umdrehen. Alles was in Deutschland passiert braucht auch nicht richtig zu sein. Das die fischereiprufung plicht in Deutschland ist braucht nicht zu heissen das sie anders wo eingefuhrt werden soll. Das jeder angler bestimmte sachen uber das angeln wissen sollte ist mir klar und finde ich auch eine gute sache. Um mit staatlich aufgezwungene prufungen anzufangen finde ich uberhaupt nichts. Bei uns folgen jungangler eben freiwillig anglerkurse um sich die kentnisse rundum die fischerei eigen zu machen. Es geht eben auch anders.

Ich finde es schade das in das heutige Europa nich mehr zusammengearbeitet wird und das es soviele verscheidene reglungen um die fischerei gibt. Also mehr zusammenarbeit unter den Anglern ist schon gefordert meine ich. Wer aber mit noch mehr prufungen anfangen will oder Auslandische angler das angeln schwierig machen oder selbst verbieten will ist bei mir auf den falschen dampfer. Wenn jemand also denkt das Auslander nicht in Deutschland fischen sollen und das irgendwie gesetzlich durchdrucken will, dan kann ich versicheren das ich alles tun werde um dafur zu sorgen das auch keiner aus der BRD bei uns noch einen schein bekommen wirdt. Soweit wirdt es hoffe ich nicht kommen.
Zuletzt geändert von Marcel Karssies am 13.02.2004, 14:38, insgesamt 1-mal geändert.
Marcel Karssies
 

Beitragvon Thomas aus Hamm » 13.02.2004, 14:22

Hallo Marcel,

es ist beschämend wie sich die Vereine, Verbände etc. gegenüber
Gastanglern in Deutschland verhalten, schlicht weg gesagt zum kotzen.

Es herrscht immer die Kochtopfmentalität "Die könnten uns ja was wegfangen"

Man müßte mal ein Video über das Verhalten von deutschen Anglern auf
einem holländischen Makrelenkutter filmen.

Alle haben das Wort Gier in den Augen stehen, unter 200 Makrelen wars
ein schlechter Tag, Anreise erfolgt mit blauen 200 ltr. Fässern usw. usw.

Das gleiche spielt sich in Dänemark, Norwegen und Schweden ab.

Noch ein nettes Beispiel:

Die Gemeinde Grundlsee in Österreich erlaubt es Kindern bis 14 Jahren
kostenlos zu fischen und zahlt für jeden gefangenen Barsch 1 Cent.
Hintergrund ist den Wildsaiblingsbestand zu schützen.

Vor 2 Jahren beobachtete ich einen Deutschen der mit 2 Senken und
kleingehackten Mistwürmen an der Uferpromenade Barsche senkte.

Auto -Kennzeichen: Oberhausen (was nichts heißen soll)

Ich hab ihn angesprochen was er mit den ganzen Barschen macht,
die alle um 5 cm lang waren und lebendig in einen 20ltr. -Eimer (Ohne Wasser) geschmissen wurden.
Geld verdienen - war die kanppe Antwort, habe gestern 20 € verdient.

Tja, so siehts aus.

Auf die Deutsch-Russen möchte ich nicht näher eingehen, sonst wird mein
Beitrag gelöscht.

Grüße aus Hamm
Thomas
I love Babs
Benutzeravatar
Thomas aus Hamm
 
Beiträge: 1255
Registriert: 28.09.2006, 11:03
Wohnort: Hamm/NRW
"Danke" gegeben: 65 mal
"Danke" bekommen: 17 mal

Beitragvon Michael Pohl » 14.02.2004, 00:30

Tach zusammen,

@Marcel: Selbstverständlich ist nicht alles richtig, was in Deutschland praktiziert
wird, hat auch niemand behauptet. Auch hat niemand behauptet Ausländer
sollen keine Möglichkeit haben in Deutschland zu fischen. Genauso wenig
hat jemand behauptet, dass die Fischereiprüfung in anderen Ländern
eingeführt werden sollte. Du hast doch auch mit mehr oder weniger kleinem
Aufwand einen Fünf-Jahres-Fischereischein erhalten. Und wenn ich zu einer
Gemeinde gehe und "nur" einen Einjahresschein sofort ausgestellt bekomme,
sehe ich hier auch kein Problem.
Ich muss doch auch zusätzlich zu dem Erlaubnisschein für z.B. das Oostvoornse
Meer noch die Grote Vergunning besorgen und auch diese gilt doch nur ein Jahr.
Falls ich zusätzlich noch, in welcher Form auch immer, nachweisen müsste
wie ich mich gegenüber der Natur und dem Fisch zu verhalten habe, hätte ich
hierfür nur allzu grosses Verständnis und würde es ohne grosses Murren machen.

Marcel schrieb: "Es gibt vereine uber der grenze die keine Auslander
aufnehmen weil sie entweder nicht in einer bestimmten stadt wohnen oder
keine Fischereiprufung gemacht haben."


Falls es tatsächlich daran liegt, dass es sich um "Ausländer" handelt, bitte
ich Dich diese Vereine öffentlich zu nennen um gemeinsam dagegen vorzugehen.
Falls sich die Regelung aber auf "Deutsche" Fischer genauso bezieht, relativiert
sich die ganze Sache und hat nichts mit dem Thema zutun.
Bin gespannt um welche Vereine es sich handelt, müsste ich ja eigentlich
kennen, da Enschede und Gronau gleich um die Ecke liegen...

Marcel schrieb: "Das jeder angler bestimmte sachen uber das
angeln wissen sollte ist mir klar und finde ich eine gute Sache."


Nichts anderes, als diese Aussage ist mir bei dem ganzen Thread wichtig.
Mach doch bitte einen Vorschlag, wie man dies umsetzen kann, ohne eine
Prüfung oder einen Lehrgang zu machen. Aussichtslos..."es geht eben nicht
anders", wenn tatsächlich jeder angler bestimmte Sachen über das angeln
wissen sollte.

Ich spucke übrigens genauso Galle wenn ein deutscher Fischer mit dem Fisch
und der gesamten Fischerei umgeht, als wäre doch alles scheissegal, nach
mir die Sintflut und überhaupt geht das doch niemandem was an...
Mir ist auch klar, dass ein Fischereischein kein Garant für sachgemässen
Umgang mit dem Fisch ist, aber wenigstens "musste" er sich bei der Prüfung
mit dem Thema beschäftigen.

@Thomas: Ich weiss nicht was Du zum Kotzen findest ?!
Viele meiner besten Fischerfreunde wie z.B. Otto aus Amsterdam, Franz aus
Österreich oder Wlodek aus Polen bestätigen immer wieder, dass es
Pupseinfach ist einen deutschen Fischereischein zu bekommen.
Die "grosse, bürokratische Hürde", von der hier auch schon gesprochen wurde,
ist einzig und allein zur Gemeinde zu gehen und sich den Fischereischein
ausstellen zu lassen.
Nichts anderes müssen wir auch in besagten Ländern machen...ob es nun
das Postamt, die Tankstelle oder der Angelladen ist.
Benutzeravatar
Michael Pohl
 
Beiträge: 446
Registriert: 28.09.2006, 21:11
Wohnort: Bocholt
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 0 mal

Beitragvon Michael Pohl » 18.02.2004, 15:43

Tach Marcel,

sehr freundlich von Dir auch nach 5 Tagen weder eine Antwort zu geben, noch
einen Verein nennen zu können.

Anscheinend handelt es sich hierbei doch nur darum, eine Behauptung zu
äussern, wenn es aber konkreter werden soll, einfach nicht mehr darauf
einzugehen und sich zurückzuziehen...echt super...

In einem Punkt muss ich Dir aber uneingeschränkt Recht geben.
In einem Land, in dem die eigenen Landsleute einen Lehrgang belegen
müssen, der mit einer schriftlichen Prüfung endet, sollten ausländische Fischer
selbstverständlich immer auch einen Fünf-Jahres-Fischereischein bei
der örtlichen Gemeinde oder Stadt erhalten. (natürlich ohne Lehrgang und ohne Prüfung !)
Da wollte Dir doch glatt die Stadt Gronau nur einen Einjahres-Fischereischein
ausstellen (auch hier natürlich ohne Lehrgang und ohne Prüfung !).
Ich halte dieses Verhalten der Stadt Gronau auch für höchst verwerflich...

Unverschämterweise muss man diesen Fischereischein auch noch selbst abholen...schlimmes Deutschland.
Zuletzt geändert von Michael Pohl am 18.02.2004, 20:08, insgesamt 1-mal geändert.
Benutzeravatar
Michael Pohl
 
Beiträge: 446
Registriert: 28.09.2006, 21:11
Wohnort: Bocholt
"Danke" gegeben: 0 mal
"Danke" bekommen: 0 mal

Vorherige

Zurück zu Natur & Umwelt

Wer ist online?

Mitglieder in diesem Forum: 0 Mitglieder und 3 Gäste