Stellungnahme der BR zur Entschließung des Bundesrates zur K

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Stellungnahme der BR zur Entschließung des Bundesrates zur K

Beitragvon Michael. » 10.03.2004, 11:57

Stellungnahme der Bundesregierung zur Entschließung des Bundesrates zur Kormoranproblematik.
War zu erwarten, ist aber trotzdem unglaublich... Lest selbst:
Anglertreff Thüringen / Paragrafenecke / Stellungnahme der Bundesregierung zur Entschließung des Bundesrates zur Kormoranproblematik

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Beitragvon JensR » 10.03.2004, 12:44

Wenn ich sowas lese könnt ich :freak: :buah2: :kotzen: :buah:


Mehr fällt mir dazu beim besten Willen nicht mehr ein. :( :niederges


Gruß, Jens
JensR
 

Beitragvon Andreas aus B » 10.03.2004, 15:51

Mal eine etwas provokante Frage: Was ist an der Stellungnahme denn so unglaublich?

Die Stellungnahme ist schlüssig und umfassend. Dass das Ergebnis aus Sicht der hier vertretenen nicht das wünschenswerte ist, ist klar. Dennoch ist die Stellungnahme aus meiner Sicht gut:
Zunächst sollte mal betont werden, dass es um Maßnahmen auf europäischer Ebene geht, zu denen sich die Regierung hier äußert.
Dies ist demnach nicht gleichbedeutend mit den Maßnahmen, die im Bund, bzw. in den Ländern eingeleitet werden könnten sollten.

Und selbst wenn es durch den Kormoran zu Schäden in massiver Höhe kommt: Er ist nach wie vor eben auch ein Lebewesen, das wie sich aus der Stellungnahme ergibt, selbst schon vor dem Aussterben stand, und deshalb nicht ohne Einschränkungen verfolgbar.

Alles in allem will ich damit eigentlich nur sagen, dass man es nicht jedem Recht machen kann. Das gitl für Stellungnahmen der Bundesregierung genauso wie mit .... naja.... Forumsregeln zum Beispiel. Auch diesbezüglich gab es ja bereits heftige Diskussionen.
So lange, bis eben jemand, sei es nun die Bundesregierung oder die Forumsmoderatoren eine Entscheidung treffen und damit den Zorn all derer auf sich ziehen, denen die Entscheidung nicht gefällt.

In diesem Sinne.

Andreas
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Beitragvon Noellgen, H » 10.03.2004, 16:27

HDallo Jens,
hattest Du denn vom "Dosenstümper" was anderes erwartet.
Andreas immerhin gefällt`s, auch noch anderen, irgendwo müssen
die 12% in Hamburg ja herkommen.
Tight lines,
Heiner
Noellgen, H
 

Beitragvon Andreas aus B » 10.03.2004, 16:34

@ Noellgen, H: Hä?? Bitte nochmal...
Andreas aus B
 

Beitragvon Noellgen, H » 10.03.2004, 18:48

Hallo moskito,
wenn ich erkläre, wer mit "Dosenstümper" gemeint ist, löscht Michael
den Thread. Vielleicht verfolgst Du in den nächsten Tagen mal die
Medien auf den Seiten, die sich mit Satire befassen. Vielleicht hilft es
Dir weiter, wenn Du nachschaust, welche Partei bei der Hamburgwahl
etwa 12 % der Stimmen erreicht hat.(oder waren`s gar 14%)
Tight lines,
Heiner
Noellgen, H
 

Was ist an der Stellungnahme dran?

Beitragvon Dirk Janßen » 10.03.2004, 19:17

Ich habe erst die Beiträge meiner Vorposter gelesen, war dementsprechend geladen vor dem Lesen der Stellungnahme und habe diese dann gelesen.

Ich finde die Stellungnahme überraschend gelungen und überraschend moderat für Bundesminister Trittin. Es ist mE eine realistische Darstellung der Problematik, die vogelschützerischen und! die fischereilichen Probleme werden fair dargestellt.

Ich hatte schlimmeres erwartet.

Gruß
Dirk
Fliegenfischen ist der Weg und das Ziel.
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Re: Was ist an der Stellungnahme dran?

Beitragvon Jürgen Gaul » 10.03.2004, 19:50

Original geschrieben von Dirk/WHV
Ich finde die Stellungnahme überraschend gelungen und überraschend moderat für Bundesminister Trittin.


So sehe ich das auch Dirk. Lediglich die Behauptung, der K sei ein heimischer Vogel, halte ich für - will mal sagen - etwas gewagt.

TL
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Beitragvon T.Hein » 10.03.2004, 20:10

Hallo !

Ich denke auch ,daß diese Stellungsnahme im Ergebnis ganz gut gelungen ist.Letztendlich scheinen ja unterschiedlichste Interessen in Einklang gebracht zu sein. Der Kormoran ist letztlich nicht überall wo er vorkommt ein Schädling.Und wo er nachweislich zu grossen Schäden führt darf Ihm schliesslich auch nachgestellt werden.
Wir dürfen solche Dinge nicht nur aus unserem Anglerblickwinkel sehen,sondern müssen immer bedenken ,daß zig andere Interessengruppen Ihren Senf dazugeben,die eine weitaus grössere Lobby haben und deshalb halte ich diese Stellungsnahme für akzeptabel.
Als Kind wurde mir übrigens in der AG Biologie der Kormoran als besonders schützenswertes Mitglied der Vogelwelt dargestellt und wir waren damals froh,wenn sich 1-2 Päärchen am Krakower Obersee zum Brüten einstellten.
Mich hat der Vogel damals sehr fasziniert und ich glaube es kann keiner wollen ,daß er ausstirbt.

Gruss Thomas
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Beitragvon Noellgen, H » 10.03.2004, 20:39

Hallo Leute,
Der Herr Minister bringt mit vielen lateinischen Worten folgendes
zu Ausdruck: Der Kormoran, der in seinem wissenschaftlichen Namen den
Zusatz "siniensis" also chinesisch, führt, ist ein heimischer Vogel.
Beim Fasan, der aus der selben Gegend kommt, sieht er das allerdings
anders.
Er sagt, eine jagdliche Regulierung bringt sowieso nichts, und sollte
sie doch was bringen, dann führt das zur Ausrottung, und das wollen
wir doch nicht.
Das selbe sagt er wenn es um den Fuchs und alle anderen Beutegreifer
geht, genau das Gegenteil sagt er allerdings, wenn es um Reh- und
Rotwild geht. Hier muß der deutsche Wald mit Blei gedüngt werden, Schon-
zeiten werden verkürzt oder gänzlich abgeschafft.
Dies ist natürlich typisch deutsch, einen vernünftigen Mittelweg gibt es
nicht, nur Vollschonung oder Ausrottung.
Und weil das so ist, stehen wir da, wo wir eben stehen.
Tight lines,
Heiner
Noellgen, H
 

Beitragvon miso » 11.03.2004, 11:23

Das Problem ist doch, dass es als Futterneid ausgelegt werden kann, wenn ein Angler seine Meinung über den Kormoran äußert.
Warum wird eine Regenbogenforelle als heimisch betrachtet und ein Kormoran nicht? Wäre der Kormoran ein schmackhafter Leckerbissen, wäre er für niemanden ein Problem und wir würden mit den Jägern streiten.

Ich meine man sollte abwägen, wie groß der Schaden wirklich ist, wenn viele unter der Wasseroberfläche lebende Arten gefährdet werden. Der Nabu denkt auch über einen Dezimierung einiger Rabenvögel nach. Wie äußert sich unser Minister für Umwelt und Reaktorschutz (soll das heißen, das Kernreaktoren vor dem Aussterben geschützt werden müssen?)

Das eine Art die Lebensgrundlage vieler anderen Arten gefährdet kann nur durch den Mensch verhindert werden, der ja auch dafür gesorgt hat, dass das natürliche Gleichgewicht nicht mehr stimmt.

Unsere Aufgabe ist es die Öffentlichkeit zu sensibilisieren und eine Lobby zu schaffen. Das geht nur, wenn wir Vorarbeit leisten und aktiven Naturschutz betreiben und das nicht nur nach Außen hin. Da werden ein paar (Alibi)Nasen eingestzt und schon ist man der Meinung, man hat dem Naturschutz Genüge getan. Auf der anderen Seite werden Zentnerweise fangreife Forellen ausgestzt, damit diese anschließend mit der Angel "überlistet" werden können. Solange dies bei der Mehrzahl der Angelvereine Alltag ist, solange dürfen wir uns über diese Stellungnahme nicht aufregen.

So schlecht find ich sie auch nicht!

Thight lines,
Michael
miso
 

Beitragvon Andreas aus B » 11.03.2004, 20:51

nochmal @ Noellgen: mach dir mal um meine Kenntnisse der Tagespresse keine Sorgen. Ich weiss, um wen es ging. Dennoch gilt nach wie vor, dass ich dein Posting in Bezug auf meine Person nicht verstehe.

Andreas

P.S.: Es freut mich zu sehen, dass auch andere User die Stellungnahme so verstehen wie ich es tue.
Andreas aus B
 

Beitragvon DirkR » 12.03.2004, 12:43

Ich fand den Bericht der Bundesregierung eigentlich auch schlüssig und meine das die ganze Problematik ordentlich dargestellt wird.

Wie das ganze konkret gehandhabt wird liegt nun an den Bundesländern, Verbänden und Vereinen selbst, je nachdem wie wichtig es erscheint und wie sich die entsprechenden Verantwortlichen darum bemühen.
Bei uns in Sachsen tut sich auf alle Fälle was, mal sehen ob es was bringt.

„Wie bereits mehrfach berichtet, hat das Präsidium zur Kormoranproblematik umfangreiche Anstrengungen unternommen, um zur Genehmigung von Vergrämungsmaßnahmen zu gelangen. Mit dem Staatsministerium für Umwelt und Landwirtschaft und dem Regierungspräsidium fanden im Herbst Beratungen statt. Im Ergebnis dessen wurde erreicht, dass zum Schutz der Äschenbestände Vergrämungsmaßnahmen, einschließlich des Abschusses von Komoranen, an ausgewählten Fliessgewässern genehmigt werden können. Dazu wurden bereits zwei entsprechende Anträge gestellt und in kürzester Zeit durch das Referat Naturschutz beim RP Chemnitz genehmigt. Die Organisation der Umsetzung liegt nun beim Anglerverband und seinen Vereinen selbst.“

Meine persönliche Meinung: Man sollte das Ganze nicht übertreiben, die Natur reguliert sich, auch ohne den Menschen, selbst. Die Komorane fressen ja nicht um uns Angler zu ärgern oder Fischarten auszurotten, sondern um zu überleben. Deshalb finde ich Bestandskontrolle und Regulierung bei den Komoranen in Maßen ok. Doch die Entscheidung wo welche Tierart auftreten darf obliegt mit Sicherheit nicht dem Mensch. Vielmehr sollte man sich um vom Menschen geschaffene Probleme wie Gewässerverbauung und Verschmutzung kümmern. Aber gejagt werden wiedermal nur die, die sichtbar erfolgreicher fangen als wir Angler/Fischer.
DirkR
 

Beitragvon uwe v. immentun » 12.03.2004, 14:19

Ich finde die Stellungnahme auch ganz ok. Das Bundesministerium stellt den Bundesrahmen und daß, was die Länder daraus machen ja gar nicht in Frage. Es wird lediglich festgestellt, daß aus Sicht des Bundesministeriums, kein Handlungsbedarf auf europäischer Ebene besteht. Ist doch in Ordnung. Jetzt sind die Länder und die tätigen Lobbyisten gefragt, wie man am besten verfahren kann.

Liebe Grüße

Uwe
uwe v. immentun
 

Stellungnahme der Bundesregierung

Beitragvon ebi » 13.03.2004, 13:44

Da hilft nur noch eins: Putschen!!!!
TL ebi
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