Traurige Hege

Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.

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Re: Traurige Hege

Beitragvon Royal Coachman » 18.03.2017, 11:07

Hallo!

Stress durch Vögel könnte sein, im oberen Teil ist die Schadstoffbelastung durch Gülle minimal, da der Bach durch ein Naturschutzgebiet fließt, in dem nicht gedüngt werden darf.

Leider werden die kranken Fische von den Kormoranen und Reihern bevorzugt bejagt, wie man an dem Loch am Rücken sehen kann.

Fische mit diesen Verletzungen bzw. Krankheitsschäden haben leider keine Überlebenschance, wie ich in den letzten Jahren feststellen konnte, deswegen fange ich sie rechtzeitig heraus, solange sie noch aktiv sind.

Bei mir am Bach sind neben dem üblichen Kormoran, Gänsesäger und Reiher auch Katzen besonders aktiv, da kann man schon mal eine Katze beobachten, die ihrem Nachwuchs das Fischen beibringt. Selbstverständlich mit gültiger Lizenz!

Im übrigen hat der Winter heuer zu einem Verlust von 50% des Fischbestandes durch Fressfeinde geführt.

Dort wo die K., G. und Reiher nicht hinkommen, drängen sich die Jungfische, dass es eine wahre Freude ist, nur leider ist das nur ein Abschnitt von ca 60m doch davon lebt der Bach und besiedelt sich von hier aus immer wieder neu.

tight lines
RC
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Re: Traurige Hege

Beitragvon Heinz » 18.03.2017, 11:24

Hallo,

es ist ein Jammer, wenn man so was sehen muss. Man bemüht sich, einen naturnahen Bestand mit ordentlicher Alterspyramide und dem Gewässer entsprechend aufzubauen, und dann wird wieder so viel zunichte gemacht. Und sind es mal nicht irgendwelche Tiere, die die Ursache sind, dann kommt womöglich wieder mal ein Hochwasser. Da nutzen die besten Entnahme/Nichtentnahmeregeln nichts - die Tiere und die Natur halten sich danach nicht.
Und irgendwann kommt womöglich dann die Resignation und man fragt sich, ob man sich das weiter antun soll und ob man mit diversen rigiden Entnahmeregeln nicht am falschen Dampfer ist. weil man gegen Windmühlen kämpft. Und in dieser Lage sind leider gar nicht so wenige Bewirtschafter - die tierischen Akteure wechseln gelegentlich - manchmal sind die Fischotter auch ein Problem. Die Hochwassergefahr ist leider fast überall anzutreffen, soweit es sich um Fliessgewässer handelt. Sie hat infolge der Wetterextreme zugenommen. Trotzdem sollte man nicht aufgebeben, die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt.

Grüsse
Heinz
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