VHS-Forellenseuche

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VHS-Forellenseuche

Beitragvon Peter S. » 30.01.2018, 20:36

Weil so mancher Fischzüchter den Hals nicht voll genug kriegen kann,
werden Fische verkauft, die er eigentlich nicht hat. Ohne Wissen des
Käufers werden die fehlenden Mengen dann im Ausland (Polen, Slowenien etc.)
zugekauft. Gängige Praxis bei Bachforellen, Regenbogenforellen, Saiblingen
und insbesondere Äschen. Und weil man es nicht überall so ganz genau mit
der Hygiene nimmt, wie bei uns, passiert das, was passieren muss!
Die Forellenseuche "Virale Hämorrhagische Septikämie" greift seit 2017 massiv
und vermehrt um sich. Betroffen sind insbesondere NRW, Bayern und Hessen.
Alleine im Januar 2018 sind schon 11 weitere betroffene Betriebe hinzugekommen.
Gelangen solche Fische in offene Gewässer.... nicht auszudenken. Also
müssen Vereinsvorstände und Gewässerwarte dieses Jahr ganz, ganz, ganz
genau schauen, wo sie ihren Besatz einkaufen. Betriebe, die betroffen sind,
brauchen ca. 3 Monate, bis sie wieder produzieren dürfen. In dieser Zeit
können sie eigentlich keinerlei Besatzfisch liefern.
Auf der verlinkten Seite kann man sehen wo betroffene Betriebe sind und
mit etwas Geschick auch ermitteln, welcher Betrieb gemeint ist.

https://tsis.fli.de/Reports/Info_SO.asp ... a19c0bc001

Gruß Peter S.
Zuletzt geändert von Peter S. am 31.01.2018, 23:54, insgesamt 3-mal geändert.
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon fly fish one » 30.01.2018, 20:59

Vielen Dank! Ich bin ganz erschüttert, weil ich sehe wie viele Betriebe direkt aus der Münchner Ecke und Umland betroffen sind!
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon H.Treiber » 30.01.2018, 21:39

auch von mir vielen Dank.
Da haben wir, so wie es auf der Liste aussieht, in Franken nochmal Glück gehabt.
Man kann beim Besatz ja nicht vorsichtig genug sein. Wir kennen unseren Fischlieferant gut und ich hoffe das wir da keine Probleme bekommen.
Gruß H.T.
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Cowie » 30.01.2018, 21:46

Danke Peter,

NRW und der Bergisch-/Oberbergische Kreis, sowie das Sauerland scheinen ja auch betroffen zu sein... :cry:

Habe gerade mal den Vorsitzenden unserer FG gewarnt...!
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Olaf Kurth » 31.01.2018, 11:50

Peter S. hat geschrieben: Also
müssen Vereinsvorstände und Gewässerwarte dieses Jahr ganz, ganz, ganz
genau schauen, wo sie ihren Besatz einkaufen. Betriebe, die betroffen sind,
brauchen ca. 3 Monate, bis sie wieder produzieren dürfen. In dieser Zeit
können sie eigentlich keinerlei Besatzfisch liefern.



Ein äußerst wichtiger Punkt, lieber Peter,

in unserer Nachbarschaft sind neben den gewerblichen Teich- und Zuchtanlagen auch private Teichbesitzer von der Forellenseuche betroffen, weil sie befallene Fische bekamen. Soweit ich informiert bin, kann der Verkauf von lebenden Tieren aus verseuchten Anlagen in NRW bis zu zwei Jahren behördlicherseits unterbunden werden.

Liebe Grüße,

Olaf
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon dr-d » 31.01.2018, 12:19

hallo ,


übrigens:"das fahrlässige verbreiten einer tierseuche kann eine Straftat darstellen". :oops:


also komplettdesinfektion nach aufenthalt in den von peter genannten regionen.


trotzdem schöne woche.

thomas
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon pehers » 31.01.2018, 22:45

Servus!

Wieder ein Grund mehr, auf Besatz zu verzichten!

Auch wenn es mich nicht unmittelbar betrifft: Danke für die Warnung! Ich hoffe, dass diese Betriebe auch nach der Zwangspause wegen der Seuche gemieden werden.

LG
Hans
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Peter S. » 31.01.2018, 23:52

Hallo Hans,
leider ist in NRW der Besatz vorgeschrieben. Da kommen die Pächter der
Fischereirechte nicht herum. Aber man kann sich die Zuchtbetriebe aussuchen
und auch vorher anschauen. Und wenn man nicht den "Billigsten" nimmt, kann
das schon helfen.

Gruß
Peter S.
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Beppo » 01.02.2018, 09:05

Hallo Peter S.,
dass würde mich jetzt interessieren, in welchem Gesetzestext steht dieser Zwang ?
Könntest Du da ein paar Angaben machen.
Vielen Dank im Voraus
Gruß Beppo
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon LenSch » 01.02.2018, 11:06

Beppo hat geschrieben:Hallo Peter S.,
dass würde mich jetzt interessieren, in welchem Gesetzestext steht dieser Zwang ?
Könntest Du da ein paar Angaben machen.
Vielen Dank im Voraus
Gruß Beppo



Hallo Beppo.
Bei mir ist es im Pachtvertrag vorgeschrieben, das ich der Gewässergröße angemessenen Besatz leisten muss.

Grüße
Gruß,
Lennart
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Peter S. » 01.02.2018, 15:45

Hallo,
so ist es bei mir auch, steht/stand im Pachtvertrag und ist Auflage
der unteren Fischereibehörde zur Genehmigung der Verpachtung.

Gruß
Peter S.
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Kudu » 01.02.2018, 18:38

Wie macht sich das VHS bemerkbar?

Wir haben auch einen gesperrten Betrieb oberhalb vom Fluss, aber tote Fische habe ich noch keine gesehen.

Geht es schleichend, oder ist der Virus in Flüssen schneller weg?

Sonst wäre ja Flussabwärts alles verseucht, oder.

Andreas
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Peter S. » 01.02.2018, 19:25

Hallo Andreas,
vielleicht hilft dir das weiter

https://lfv-westfalen.de/images/pdf/mer ... 517493121&

Ansonsten auf der Seite vom LFV-Westfalen. Du liegst mit der Lenne leider
mitten im Gebiet, ähnlich wie ich mit Lahn und Eder.

Gruß
Peter S.
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Kudu » 01.02.2018, 22:40

Danke Peter für die Info!
Ja wir liegen hier mittendrin und ich frage mich, ob die Lenne betroffen sein wird.

Andreas
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Re: VHS-Forellenseuche

Beitragvon Maqua » 02.02.2018, 13:51

Unter anderem steht da geschrieben: "...weiterhin können Wasservögel die Krankheit verbreiten..."

Bei uns an der Rur ist nahezu jeder zweite grössere Fisch vom Kormoran "markiert".
Da diese Vögel jahreszeitlich grosse Wanderungen unternehmen, denke ich das hier eine grosse Gefahr der Übertragung besteht.
Gruss Manni
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