Wasserkraft-Großprojekt: Patagoniens Flüsse in Gefahr

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Wasserkraft-Großprojekt: Patagoniens Flüsse in Gefahr

Beitragvon Johannes » 12.05.2011, 09:24

freestyle flyfishing is natural punkrock.
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Beitragvon Siegfried. » 12.05.2011, 18:38

Ist es nicht erstaunlich, wie sich immer wieder die gleichen Koalitionen, um nicht zu sagen Verbrechersyndikate und ihre unbedarften Helfershelfer zusammen finden. Egal aus welcher Ecke der Welt sie kommen? Dass es diesmal Spanier sind wundert nicht, wenn man weiß, dass selbst nach Einschätzung der Regierung die spanischen Wasservorräte zu 98 % genutzt sind und das hübsche Selbstbedienungsprojekt der Ebro-Überleitung an den renitenten Eurokraten zu scheitern droht, weil die einfach die Kohle nicht rausrücken wollen, die Spanien bisher so ungeniert verpulvern konnte.

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Beitragvon Magallan » 13.05.2011, 07:42

Hallo

Ich möchte einige Zeilen meiner Meinung zu diesem Projekt schreiben, zu Chile und der Landschaft die ohne Zweifel ein Anderes Gesicht bekommt und Argentinien das aufgrund des Damm Projektes mittelbar betroffen sein könnte, und damit das Land in dem ich Zuhause bin.

Chiles Energie Recourcen sind begrenzt und die Energienachfrage steigt. der Kohle Abbau um die wenigen Kohlegefeuerten Kraftwerke am laufen zu halten, Chiles Natur Gas Förderung ist nicht ausreichend um den Energie bedarf des Landes zu decken, erinnernd an Argentiniens Energiekrise in 2004 und den cut down Argentinischer Gas Importe bis zu 50% führten zu einschneidenten Energie Engpässen in Chile. Ein weiterer Grund für Chile sich von Kolumbianischen Australischen und Indonesischen Gasimporten abhängig zu machen.

Erwähnen möchte ich die dreiwöchige totale Blockade aller Grenzübergänge zu Argentinien im Januar dieses Jahres in der Region Magallanes im tiefen Süden Chiles. Ausgelöst durch die enorm erhöhten Preis des Importierten Naturgases aus Argentinien. Zum besseren Verständniss, ungleich zu Argentinien in dem der Gaspreis für die Privat Haushalte subventioniert ist exestiert diese Art der subv. in Chile nicht. So, was gibt es da noch, Windkraft, Windparks exestieren im norden Chiles, eine weitere 9.9 MW Anlage ist seit 2008 in Planung allerdings nicht mehr im Auftrag der Spanischen Enholt. Auch in chiles Süden ex. Windparks die kleine Komunen versorgen. Windkraft Anlagen taugen in diesem Fall nicht um die Erzeugte Elek. ökonomisch dort hin zu liefern wo sie gebraucht wird.

Wie wäre es damit, Biogas: feste Zahlen zu bekommen solte schwer sein, aber es sind geschätzte 150 – 180 MW die ins Energienetz eingespeist werden. Die solar panels findet ihr in den Nördliche Regionen Chiles für die kleinen Haushalte. Was bleibt wäre die Geothermal Energie,vergleichbar mit Island. Allerdings liegen die Erschliessungskosten in einem finanziellen Bereich der jegliche Investoren abschreckt. Was bleibt um die Energie nachfrage Chiles zu sichern, auszubauen ? Es bleibt eine Recource :Wasser, millionen von Kubikmetern die bisher zum grössten Teil Energietechnisch ungenutzt in den Pacific fliessen, die Planung der 4 Staustufen im Pascua und Baker Fluss sind beschlossene Sache.

Seit Jahren schon exestieren Umweltgruppen und die Lobbyarbeit läuft auf Hochtouren. Warum ? weil letztendlich das konkretisiert wurde was in den Weltweiten Industrie Nationen eher Historie ist. Ist es möglich das soziale Spannungen und clashs wie ich sie im Januar erfuhr,verhindert werden durch preiswertere Alternativen, wie den Strom aus Wasserkraft ?

Vielleicht ist es ja eine utopische Annahme meinerseits und auch naiv. Ich kenne die Region des Rio Baker meine letzte Reise führte 2006 mit dem Wagen immer entlang dieses Flusses bis letztendlich nach Villa O’ Higgins von dort aus gibt es kein weiterkommen mit dem Wagen. Es ist ist sozusagen das Ende der Welt mit nahezu unberührter Natur, abgesehen von der deforestation...

Ja, nach dem dieses Projekt abgeschlossen ist werden grosse Teile dieser Region einer gewaltigen Seenlandschaft ählich sein, die Regionale Turismus branche wird sich umorientieren. Ja, es wird schmerzen einen Teil dieser Landschaft verschwinden zu sehen. Aber welches Recht besitzen wir Chile vorzuschreiben wie es seine Recourcen zu nutzen hat und welche Investoren es hinzuzieht ? Mit welchem Recht unterbinden oder verzögern wir Chiles Unabhängigkeit im Bezug auf Energie Importe ?, und deren noch immer angespanntes Politischen Verhältnisses zu Argentinen ? Ich bin der Meinung das es kein begründetes Nein zum Bau dieses Projektes gibt, schon gar nicht von ausserhalb Chiles ! Ja die Natur geht mir über alles, aber ich bin auch Realist genug um zu wissen wann Prioritäten gesetzt werden sollten. Nein, ich bin nicht zugehörig irgendeiner Lobby ausser das ich Populistisches Gerede aus Europa und und noch dazu entfernt einer gewissen Realität nicht für angebracht halte !



Gruss Heiko
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Beitragvon Hardy » 13.05.2011, 11:23

Magallan hat geschrieben:...Ich bin der Meinung das es kein begründetes Nein zum Bau dieses Projektes gibt, schon gar nicht von ausserhalb Chiles ! Ja die Natur geht mir über alles, aber ich bin auch Realist genug um zu wissen wann Prioritäten gesetzt werden sollten. Nein, ich bin nicht zugehörig irgendeiner Lobby ausser das ich Populistisches Gerede aus Europa und und noch dazu entfernt einer gewissen Realität nicht für angebracht halte !

Gruss Heiko


moin moin,

ich habe mich noch nicht intensiv mit dem Artikel auseinandergesetzt, werde also dazu keine Stellung nehmen.

Die Einstellung, die im Zitat wiedergegeben wird, kann ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen.
Ich bin weit davon entfernt, irgend jemandem Vorschriften machen zu wollen, wie sein Staatsgebilde geformt und entwickelt wird.
Trotzdem maße ich mir an, bei Vorhaben, die überregionale, vielleicht sogar globale Auswirkungen haben können, meine schwache Stimme zu erheben.

Es hat jetzt nichts mit den Flüssen Patagonies zu tun, aber ich vergleiche es trotzdem. Wenn auf der Welt Urwälder brandgerodet werden, egal in welchem Land, dann beteilige ich mich mit meinen Mitteln am Protest dagegen. Eben weil es Auswirkungen auf mein persönliches Umfeld hat, bzw. haben kann.
Siegfried hat es sehr schön auf den Punkt gebracht.
Siegfried Darschnik hat geschrieben:Warum sollte man jemals was von anderen lernen. Selbst Fehler machen, macht die Fetten noch fetter.


Ich wehre mich ja auch gegen unsinnige Kleinkraftwerke in unseren Bächen und Flüssen und würde ausländische Unterstützung sicher nicht als Einmischung zurückweisen.

JmtP.

Groetjes
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Beitragvon Magallan » 13.05.2011, 15:24

Guten Morgen Hardy



Es hat jetzt nichts mit den Flüssen Patagonies zu tun, aber ich vergleiche es trotzdem. Wenn auf der Welt Urwälder brandgerodet werden, egal in welchem Land, dann beteilige ich mich mit meinen Mitteln am Protest dagegen. Eben weil es Auswirkungen auf mein persönliches Umfeld hat, bzw. haben kann.


Die Brandrodung wird mit Sicherheit keine Auswirkung auf Dein Unmittelbares Umfeld haben, eventuell schon eher die Abholzung, das wolltest Du sicher schreiben ;-).


Ich wehre mich ja auch gegen unsinnige Kleinkraftwerke in unseren Bächen und Flüssen und würde ausländische Unterstützung sicher nicht als Einmischung zurückweisen.



Das sollst Du auch weil es Dich wahrscheinlich umittelbar betrifft !


Gruss Heiko
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Beitragvon Hardy » 13.05.2011, 16:42

Magallan hat geschrieben:
Die Brandrodung wird mit Sicherheit keine Auswirkung auf Dein Unmittelbares Umfeld haben, eventuell schon eher die Abholzung, das wolltest Du sicher schreiben ;-).


Woher soll ich wissen was ich denke, bevor ich es gesagt habe?

Nene, das war schon so gemeint, wie ich es schrieb.
Wenn ich seriösen Klimaforschern glauben darf, hat das durch Brandrodung emittierte CO² direkte Auswirkungen auf das Klima.
So sollen diese Emissionen mit dafür ursächlich sein, dass es in meinen Breitengraden häufigere Starkregen gibt. Das hat schon teilweise großen Einfluß auf mein unmittelbares Umfeld.

Aber wir schweifen vom Thema ab, ich denke, du hast schon erkannt, worum es mir ging.

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Beitragvon Magallan » 13.05.2011, 16:53

Hardy

Zweifelsohne :wink:

Es ist ein komplexes Regionales Thema ...

gruss Heiko
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Beitragvon Magallan » 21.05.2011, 02:15

Hallo

Hier ein up date zum Hidro Aysen Projekt :

http://www.zeit.de/wirtschaft/2011-05/c ... hidroaysen


Gruss Heiko
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Beitragvon Siegfried. » 24.05.2011, 12:37

Hallo Heiko,
ich bin nicht deiner Meinung, dass es überhaupt noch regionale Projekte gibt, geschweige denn, dass uns das nichts angeht. Schon dass wir sozusagen ohne Zeitverzug miteinander kommunizieren zeigt ja, dass die Welt ganz real ein Dorf ist. Von den Atlantiklachsen im chilenischen Pazifik, die auf Kosten der Menschen und Natur mit norwegischem Kapital und Gewinn in Asien, USA und Europa für < 5 € das Kilo verscherbelt werden, will ich gar nicht reden. Schlage deshalb vor sich auch mal bei der betroffenen Bevölkerung unter dem link unten zu informieren, wie die das sieht.

http://salsa.democracyinaction.org/o/24 ... m_KEY=9480

Die Gleichsetzung von Wasserkraft und Strom ist ein Kurzschluss!

Gruß Siegfried
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Beitragvon Magallan » 24.05.2011, 12:55

Siegfried,

Die Gleichsetzung von Wasserkraft und Strom ist ein Kurzschluss!



Diese Aussage ist betreffend eines Wasserkraftprojektes dieser Grössenordnung sicherlich ein wenig am Thema vorbei wenn nicht sogar unnötiges Gerede.

Schlage deshalb vor sich auch mal bei der betroffenen Bevölkerung unter dem link unten zu informieren, wie die das sieht.



Das schrieb ich bereits, es ist ein nationales Anliegen ! Und nicht mehr als Recht.


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Beitragvon Siegfried. » 26.05.2011, 07:31

Hallo Heiko,
="Magallan"
Die Gleichsetzung von Wasserkraft und Strom ist ein Kurzschluss!



Diese Aussage ist betreffend eines Wasserkraftprojektes dieser Grössenordnung sicherlich ein wenig am Thema vorbei wenn nicht sogar unnötiges Gerede.[quote]

Lies den Satz noch mal und mit Fritz Ekenga (bei uns ein bekannter Alltagsphilosoph) "jetzt denk mal ne viertel Stunde drüber nach, ...viertel Stunde, das schaffst du schon" und zieh mit in Betracht, dass das Wasser unter anderem Gebirge ab- und alles uns bekannte Leben in sich trägt, dann sollte dir verständlich werden, dass ich den Satz a) genau so meine und b) für den zentralen Punkt halte. Die Reduzierung des Lebenselementes Wasser auf seine pyhsikalische Lageenergie ist in bleibt kurzsichtig und kurzschlüssig.

Zur Größenordnung: Ja genau, von wegen regionales Projekt. Als ob es das in unseren Zeiten überhaupt noch gäbe, geschweige denn bei der hier in Rede stehenden Größe und Verflechtung. Nicht nur deshalb hat es mit den Bedürfnissen der Bevölkerung ebenso viel zu tun, wie der Lachs mit deren Proteinversorgung, nämlich überhaupt nichts. Viel mehr aber mit dem spanischen Kapital, das dahinter steckt und nach noch mehr Geld sucht und zwar mit Zins und Zinsesezins, den es mangels Verfügungsmasse (alles Wasser und alle Lageenergie verbraucht) im eigenen Land nicht mehr finden kann und das nebenbei bemerkt auch mit Zuschüssen von der EU aus unseren Steuergeldern angehäuft wurde.

Niemand ist eine Insel (vergessen von wem geklaut)

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Beitragvon Magallan » 26.05.2011, 16:50

Siegfried

Ich bleibe bei meinem Standpunkt und ich wiederhole, Chilenische Proteste sind angebracht. Europa, lieber Siegfried ist sehr weit weg ! Und die Meinung, Protest etwaiger EU Mitglieder hat in Chile kein Gewicht und wird nicht ankommen.

Du scheinst eine angagierte und wohlinformierte Person in Sachen EU Steuergelder zu sein, was spricht dagegen in deinem Politisch Sozialen Umfeld Engagement zu zeigen und Dinge zu ändern ?, und das hoffentlich mit Erfolg !

Ein jeder sollte Chile mit seinen 17,5 Mil. Eiwohnern, die nicht in einer Demarchie, leben die Wahl der Energieversorgung und deren Investoren überlassen.

Wenn auch Realist und pragmatisch zugleich, ich würde mich über ein Chilenisches Contra zu diesem Projekt nicht unerheblich freuen, selbsverständlich nur aus regional egoistischen Gründen...

Das Energieversorgungsprojekt ist eines von vielen durchaus interessanten geopolitischen Themen die hier zu diskutieren, nicht die richtige Plattform ist.
Ich tausche mich gerne weiter mit Dir aus Siegfried allerdings nicht in diesem Forum !

Gruss aus Argentinien Heiko
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Beitragvon Gammarus roeseli » 27.05.2011, 20:28

Weit, weit weg is lange, lange her!

Es geht nicht um Energieversorgung, nicht um Umweltverträglichkeit, und nicht um Sicherheit, es geht wie immer nur ums Scheine machen!

Ist doch immer das gleiche Spiel. Der Betreiber hat den Nutzen und der Verbraucher trägt das Risiko und wird bei entstandenen Schäden selbstverständlich auf irgendeine Art und Weise in die Pflicht genommen bzw. wird uns allen tief in die Tasche gegriffen! Das ist halt nun mal so seit dem es die Globalisierung gibt ... :roll:

Erinnern wir uns nur an Fukushima oder Ölpest im Golf von Mexiko 2010. (Deepwater Horizon)

Bin auch dagegen!
Grüße
Christian
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