CTS vs. die anderen ;)

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Helmholtz » 29.06.2017, 23:37

Hey Sepp,

Ja wir hattens mal davon ;)
Wäre super du könntest messen. Danke!

Patricl
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Helmholtz » 03.07.2017, 20:40

Guten Abend Sepp,

sonst mach ich mal den Anfang.
Ich würde erwarten dass die Anbauteile einer 12er Rute ca. 85-90g wiegen, je nach Griff und RH natürlich.
Mein CTS Blank um dens geht hat 74.3g.
Also müsste Deine fertige Rute etwa 160g wiegen, plus minus.

Bei einem Abstand von 320mm vom Blankende habe ich einen Durchmesser von 10.3mm, oben unter dem Top 1.9mm.

Nun bin ich auf Deine Werte gespannt ;)

Grüsse,

Patrick
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Michael » 04.07.2017, 23:14

Hallo in die Runde!

Habe zwei Revo Salt in 11 Fuß einmal klasse 14 und einmal custombuild (Huchen). Bin auch begeistert, wo bekommt man sonst einen maßgeschneiderten Blank. Daumen hoch meinerseits.

Beste Grüße
Michael
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Obi » 05.07.2017, 09:06

Hallo zusammen!

Ich lese diesen Faden hier mit großem Interesse! Das Thema Rutenbau ist für mich neu, und ich bin gegenwärtig auf der Suche nach einem geeigneten Blank für eine Zweihand-Rute zum Lachsfischen. Den möchte ich mir von einem mir bekannten Rutenbauer aufbauen lassen. Bis ich so ein Projekt selbst in Angriff nehmen kann, wird's wohl noch ein bisschen dauern......

CTS-Blanks sind offensichtlich eine interessante Option. Ich hab schon versucht, mich im Netz schlauer zu machen. Auf der HP des Herstellers war ich schon, und eine Mail hab ich auch schon nach NZ geschrieben. Nicht besonders erfolgreich - die Kollegen dort waren in meinem Fall nicht sehr kommunikativ. Lag wahrscheinlich an meiner unbedarften Frage nach einer Blank-Empfehlung, wer weiß? Man hat mich auch an besagten Kollegen mit der 069-er Vorwahl verweisen, und von dort kam auch keine Rückmeldung.

Frage an die Experten-Runde: Habt Ihr mal einen Tipp für mich, wo ich mich ein bisschen schlauer über diese Blanks machen kann? Ein paar objektive Informationen wären sehr hilfreich.

Außerdem noch eine Frage zur Bestellung: Bestellt Ihr direkt beim Hersteller in NZ? Wie sieht es dann da mit den Versandkosten, Lieferfrist und Zoll aus?

Vielen Dank und Gruß,

der Obi
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon dreampike » 05.07.2017, 09:56

Die beste Bezugsquelle in D ist nach meiner Erfahrung Karl Bartsch Rutenbau. guidesnblanks in England ist auch gut (beim Betrachten der Webseite unbedingt englisch als Sprache einstellen, auf deutsch stimmen die Angaben hinten und vorne nicht).
Da brauchst Du Dir keine Gedanken über Zoll und MWSt. usw. machen.
Wolfgang aus Ismaning
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon dr-d » 05.07.2017, 10:09

hallo obi,


va.affinity dh oder evtl. sk oder neu auch s-quarz?


tsd in schweden hat v.a. mit dh erfahrung! frag mal nach - die verkaufen wohl auch.


viel erfolg.


thomas


p.s.:die entsprechenden kaliber nehmen es beim grain window locker mit den berühmten namen auf...
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Obi » 05.07.2017, 11:25

Hallo Wolfgang, hallo Thomas,

vielen lieben Dank für Eure Antworten!

Ich habe tatsächlich an einen Affinity DQ oder SK DH gedacht. Der S-Quarz ist nach meinem Verständnis ein Glasfaser-Blank, und den gibt's nicht in der passenden Länge (max 12 ft). Das wird meine erste Zweihand werden, und ich mich stelle mir eine 13 ft, 8-9 wt vor. Vielleicht auch 14 ft Länge.

Über den DQ und den SK weiß ich bislang nur, was CTS auf seiner Webseite darüber schreibt. Wobei mir die Unterschiede noch nicht 100% klar sind, obwohl ich mit Englisch eigentlich ganz gut klar komme.

Ich gucke gleich mal bei tsd und guidesnblanks vorbei........... :wink: Danke nochmal für den Tipp.

Beste Grüße,

der Obi
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon dr-d » 05.07.2017, 14:12

hallo obi,


dq ist eher für sk ausgelegt - also zumeist das "gebot der stunde".


viel spass


thomas
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Helmholtz » 15.07.2017, 19:37

Hallo zusammen,

Sepp hat mir netterweise seine CTS Aff. X vermessen, und zwar immer den Durchmesser am obersten Ende des jeweiligen Teils (Also am männlichen Teil des Überschubes, oder direkt unter dem Spitzenring).
Ich denke er hat nichts dagegen wenn ich das hier veröffentliche.

Daneben rot markiert mein fragwürdiger Blank Plus noch ein paar andere Kandidaten als Vergleichswerte.

Frage: Ist meiner nun "gleich" genug, als dass ich den als 12er X annehmen kann?
Oder was kann ich noch vergleichen?

Danke,

Patrick
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Philzlaus » 18.07.2017, 15:39

Viel wichtiger als der Blankdurchmesser.. Wie fühlt sich das Teil an? Ist sie steif wie einer 12er? Falls ja = 12WT, Falls nein = keine 12WT.
gruss
Philipp
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Helmholtz » 19.07.2017, 07:34

Hallo Philipp,

Das kannst du so beurteilen? Chapeau! Ich nicht...

Vermessen habe ich die 12er Revo Salt sowie den unbekannten Blank:

- 9ft 12WT Revo Salt -> 44.9g @ 3.75°, ergibt eine Klasse 12.2
- 9ft 12WT ?? -> 37.9g @ 3.75°, ergibt eine Klasse 11.6

Einer 12er Schnur wird er also werfen.
Die Frage ist eher, ib das Backbone reicht um auch einenen 12er Fisch zu drillen?
Wie und ob ich das messen kann (Backbone), haben wir ja schonmal diskutiert...

Grüsse, Patrick
Helmholtz
 
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Trockenfliege » 19.07.2017, 10:31

Hallo Philipp,
die Frage von Patrick ist nicht, ob die Rute eine 12er Schnur werfen kann, sondern ob sie zusätzlich die Reserven hat für den Kampf mit den GTs.

Man kann davon ausgehen, dass Patrick nicht mit einem 16lbs - Class-Tippet fischt, sondern mit einem Vorfach mit maximaler Stärke, also am Besten etwas leichter als die Seele seiner Fliegenschnur.
Und da kommen wir zu den Unterschieden von Fliegenrutenblanks - den reinen Wurfblanks, die nicht viel mehr Druck vertragen als sie bei max. Belastung beim Werfen erfahren und den Kampfblanks, die bei entsprechendem Einsatz deutlich stärker belastet werden können, als sie jemals durchs Werfen belastet werden können.

Dazu bedarf es nicht nur einfach spröde Steifigkeit im unteren Bereich, sondern aus mitarbeitende Wandstärke.

Meine alte 12er Sage RPLX, 3-teilig, hat im Handteil, also die unteren 95cm, eine Wandstärke von 3mm!! Trotzdem ist das Handteil nicht total hart sondern durchaus flexibel.
Diese Wandstärke gibt mir aber eine hohe Bruchfestigkeit.
Man hätte das Handteil durchaus mit hochmodulierterem Material bei geringerer Wandstärke deutlich steifer bauen können - dann habe ich aber nicht diese Drillreserven.

Bei meiner Rute gibt das Handteil bei größerer Kraft immer noch etwas nach ohne zu brechen, bei sehr hartem, spröden Material habe ich zwar die gleich hohe oder höhere Steifigkeit, aber der Punkt der Überlastung kommt dann eher plötzlich und ohne Vorwarnung.

Meine Kampf 10er fürs Uferangeln in Australien habe ich aus einem Spezialblank aufgebaut, der ein Fliegenruten - Spitzenteil mit einem eher Spinnrutenhandteil kombiniert.
Auch hier bekomme ich die Drillreserven über eine ordentliche Wandstärke im Handteil.
Zum Werfen der üblichen Fliegen reicht eine 10er Schnur völlig aus, zum Drillen ordentlicher Salzwasserfische brauche ich aber zusätzliche Reserven.
Und die bekommt man am ehesten über die Marerialmenge - Wandstärke und nicht allein über die Steifigkeit des Materials.

LGruß
Reinhard
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Philzlaus » 19.07.2017, 15:37

Ich würde mich gerade bei so einem Unterfangen rein nur danach richten ob der Blank die notwendige charakteristik hat und nicht ober #12 draufsteht noch ob der Blankdurchmesser stimmt. Die Klasse ist rein nur Indikation. Und ob bei jemand anderen das Handteil 0,5mm dicker ist gibt keine Aussage ob nicht doch mein Blank anderst gewickelt wurde und vielleicht doch mehr Rückgrad hat. Gerade bei CTS gibt je ja endlos viele Variationen.

Also ich würde hergeben und die Überschübe des Blanks probewickeln (zb Kevlarfaden) und mal einen Freund bitten ob er Fisch spielt. Einfach am Spitz zieht. Wenn ich das Gefühlt hab dass der Blank meine gewünschte Charakteristik hat, BINGO.!!!
Die Überschübe wickel ich immer als erstes ab damit ich mir keine Haarrisse einfache beim Aufbau einer Rute. Das geht nämlich ganz schnell und dann posten die Leute dass ihnen die Überschübe reissen später wenn sie gewickelt sind.

btw.. auf GT fischt man nicht Vorfächer die gerade unterhalb der Fliegenschnur sind sondern welche die zwei bis dreimal höher sind. Sprich +100lbs eher in Richtung 130-150lbs. Wer ernsthaft auf GT fischt macht sich keine Sorgen ob die Schnur reisst sondern nur ob der Fisch das Vorfach durchscheuern kann an jeglichen Hindernissen. Eine gute gemeinte Empfehlung ist, pro Fischtag mind. eine Fliegenschnur!

lg
Philipp
gruss
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon flatfischer » 19.07.2017, 15:59

Michael hat geschrieben:Habe zwei Revo Salt in 11 Fuß einmal klasse 14 und einmal custombuild (Huchen).


Hallo Michael,
mal interessehalber gefragt: Was für einen Einsatzbereich hat denn die 11-Fuß-Rute in Klasse 14? Ich kenne Klasse 14 nur aus dem Bluewater-Bereich, wo aber die Ruten deutlich kürzer sind (meist 8,5 Fuß). Bei 11 Fuß und Klasse 14 wirken ja im Drill gewaltige Hebelkräfte.

Gruß Helge
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon fly fish one » 19.07.2017, 16:57

Großartige Diskussion, sehr interessant und lehrreich für mich. Muss mich explizit bei Euch Allen bedanken. Nebenbei sehe ich Euch in meinem Kopfkino dauernd mit diesen Fischen kämpfen - was man ja wohl wahrlich so sagen kann.

Frank - alle 10 Daumen für Euch hoch
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
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