CTS vs. die anderen ;)

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Philzlaus » 25.07.2017, 08:42

Hallo Patrik

Ich gebe dir noch einen Rat.. Vergiss das Forum.. Hier wird niemand so schnell einen nichtaufgebauten Blank rumliegen haben. Was für Gewichte willst du? Mit oder ohne Ringe. Mit mehr oder mit weniger dickern Ringlackierungen? Mit oder ohne Korkgriff? Das alles hat Einfluss auf das Gewicht und dann bist du dir am Ende wieder nicht sicher. Auch bei den Durchmessern gibt es Unterschiede. Nochdazu hast du nirgendwo eine Angabe gemacht wo genau gemessen werden soll? Nicht jeder Blank ist haar genau gleich dick wie ein gleich ge-labelter Blank. Ebay war ernst gemeint.

Nochwas.. Jeder hier weiss das die Schnurklasse selber keine Auskunft gibt über das Drillverhalten. Danke für die Belehrung aber das hat auch hier niemand behauptet. Darum war auch mein Rat die Rute ordentlich zu belasten um so ihre Charakterstik zu verstehen. Das gibt dir zumindest ein Anhaltspunkt ob die Rute deine Erwartungen erfüllt oder nicht -> ebay!! So machen es auch die Bambusrutenbauer.. Da gibts schliesslich auch nicht Grashalme von der Stange.

btw.. CTS.. Warum rufst du nicht einfach an??? Manchmal sind Firmen einfach nur gerade zu beschäftigt Mails zu lesen.
gruss
Philipp
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon dr-d » 25.07.2017, 14:26

danke philipp,


ausser dem telefon gibt es noch im cts - custom - bereich m.e. wohl genug lösungen für die angesprochenen probleme.

zudem gibt es auch noch den gt-club hawai und die entsprechende serie als extrem - referenz. :twisted:

wenn man nett fragt und verhandelt, könnte ich mir vorstellen, daß s.pratt sowas für 9f #12 fertigt.

schöne Woche

thomas
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon fly fish one » 25.07.2017, 17:55

Liebe Kollegen,

wenn auch null Praxiserfahrung, bin ich da ganz bei Phillip, weil es absolut logisch und stringent ist! Ich muss nicht gleich 50 Kg dranhängen und das Ding zerknacken, sondern es langsam steigern. Der Winkel der absoluten Auslenkung und die Form der sich ergebenden Kurve sollte einiges erklären. Wenn ich diese Parameter einem erfahrenen Spezialisten präsentiere oder mehre Blanks selber vergleichen kann, sollte ein valide Aussage möglich sein.

@Thomas aka dr-d: Gt-club Hawaii - Sachen gibts!!

Frank

Tante Edit: Das Wurfgewicht, nur um mal die Dimensionen zu beleuchten und ein Gefühl zu bekommen, ist eine statische Angabe. Um dieses Gewicht zu bewegen, muss mindest eine Beschleunigung aufgebracht werden, die einen winzigen Tacken über der Erdbeschleunigung mit 1 G liegt. Das entspricht dann als Gewicht formuliert, ungefähr dem 10fachen des statischen Wurfgewichtes. Von diesem Gewicht aus würde ich mit dem 3- bis 4fachen mal starten. Das sollte die Rute immer locker aushalten. Also sagen wir #8 Wurfgewicht 30 Gramm mal 10 sind 3 Tafeln Schokolade mit zusammen 300 Gramm. Das kann sie ganz sicher. Dann 4fach sind 1,2 Kilo! :shock: Das wird schon sehr interessant! :mrgreen: :mrgreen: Ich muss aber ganz ehrlich zugeben, auch wenn rein logisch sowas passen müsste, hätte ich Angst! Die absoluten Zahlen verdeutlichen sehr schön was unsere Schätzchen aushalten müssen. Ich glaube nicht, dass ein Fisch jemals soviel Kraft aufbringt, wie seinem Gewicht entspricht. Aus diesem Grund heben wir mit unseren Fliegenruten die Fische, ganz allgemein formuliert, nicht aus dem Wasser.
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon sepp73 » 30.08.2017, 14:56

Servus, jetzt muss ich meinen Senf auch noch mal zu dem Thema geben.
Sollte ich eines schönen Tages ausreichend Kohlen auf meinem Konto entdecken um ne Reise zum GT-Fischen antreten zu können, würde ich dies nicht mit einer Rute machen, der ich solche Belastung nicht zutraue oder über deren Tauglichkeit für mein Vorhaben ich im Zweifel bin. Dass beim GT-Fischen mal die eine oder andere Rute ihren Geist aufgibt, dass Rollenbremsen verrauchen und Schnüre reissen ist vollkommen klar, die Viecher gehen nach dem Biss schnurstracks ins nächstbeste Riff und wenn sie da erst rein kommen sind sie i.d.R. verloren. Man muss also dagegen halten was das Gerät und der Fischer selbst hergeben. Im Falle eines Falls würde ich also nur die jenige Rute mitnehmen, die sich zigtausendfach auf diese Fische bewährt hat und bei der ich im schlimmsten Fall möglichst wenig Schaden habe.
Soll jetzt keine Werbung sein aber wenn ich eine solche, doch nicht ganz billige Reise machen würde, nehm ich eine Sage Salt in Klasse 12 mit, der traue ich den Kampf mit diesen Fischen ohne wenn und aber zu. Der Blank ist nicht billig aber immer noch günstiger als wenn man 3 andere Blanks kauft, denen man die Belastung nur bedingt vertraut. Dazu ist die Sage-Garantie über jeden Zweifel erhaben und wenn ich nach dem Urlaub nicht mehr 4 sondern 5, 6 oder mehr Teile im Koffer habe, fahr ich damit zu Rudi Heger und krieg ne neue Rute... Nix für ungut, aber auf diese Weise spart man Nerven und letztlich auch Geld
Gruss, Sepp
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Re: CTS vs. die anderen ;)

Beitragvon Philzlaus » 30.08.2017, 16:49

Für die grossen GTs ist eine 12er Salt auch eher am Ende der Nahrungskette. 50% Chance dass sie bricht pro Reise. Zumindest ist das meine Statistik mit dem Stöckchen.
gruss
Philipp
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