Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon fliegenfeger » 06.07.2018, 09:48

Hallo an die Rutenbauer,

wer hat mal eine Fliegenrute komplett mit Einlagenringen (Sic, Torzite) aufgebaut? Wenn ja, welche Erfahrungen habt ihr damit gemacht?
Meine Überlegung ist durch geringere Reibung die Schußfähigkeit der Schnur zu verbessern.
Es geht hier um eine Rute für größere Distanzen.

Viele Grüße
Armin
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon Philzlaus » 06.07.2018, 13:14

Deine Frage musst du bitte genauer stellen. Nur Leitring oder alle Ringe?

Nur Leitring: Der Preisunterschied sind vielleicht 1-2 Euro zu einem Standard Fuji mit SIC Einlage. EGAL einfach verbauen
Alle Ringe: Viel zu schwer und IMHO hinderlich für eine wirklich enge Schlaufe. So wurden Ruten vor 20-30 Jahren verbaut. Sicherlich ist die Reibung geringer aber das geht zu lasten der agilität des Blanks.
gruss
Philipp
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon Cowie » 06.07.2018, 15:07

Hallo Philipp,

noch präziser geht es wohl nicht, oder?

fliegenfeger hat geschrieben:...wer hat mal eine Fliegenrute komplett mit Einlagenringen (Sic, Torzite) aufgebaut?
Viele Grüße
Armin


Im übrigen bin ich trotzdem mit Deinen Ausführungen ganz bei Dir... =D>
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Wolfgang
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon dr-d » 06.07.2018, 15:55

hallo,


paul arden " hypt " torzite - muss wohl was dran sein(i.o.genannten kontext)>>>>>>>>>>>kompletter satz ca. 200€...


werde zum herbst ggf. mal was drüber berichten können.


schönes we.


thomas
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon fliegenfeger » 07.07.2018, 10:19

Hallo,
erst mal danke für die Antworten.
Thomas weißt du ob der gute Paul mit so einer Rute wirft oder gibt es sonst einen im Competition Casting der so eine Rute benutzt?
Gibt es irgendwo Gewichtsangaben von den Torzite Ringen, damit ich mir ein Bild machen kann, was das im Vergleich zu den normalen Fliegenrutenringen
ausmacht.
Für enge Schlaufen ist eher die Wurftechnik verantwortlich, aber darüber können wir ein neues Thema eröffnen :mrgreen: .
VG
Armin
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon stillwater » 07.07.2018, 14:10

hallo Armin,

Philipp hat recht, Einstegringe sind mal vor gut 20 Jahren verbaut worden, hatte diverse RST M1 in Gebrauch wo diese werksmäßig angebracht waren. Meine ersten SAGE RPL III Blanks habe ich dann auch mit Fuji Sic und auch Seymo Ringen (u.a. weil ich das komplette Ring-Set sehr günstig erstanden habe) verbauen lassen, einen Nachteil kann ich bis heute nicht feststellen und alle RPLs werden noch fleißig gefischt (sind meine "Bootsruten" für den heimischen Stausee da zwei bzw. dreigeteilt!) und den Nachteil mit der "engen Schlaufe" kann ich auch nicht bestätigen. Bei konventionellen Schlangenringe hatte ich dagegen schon mal Qualitätsprobleme, so mit einer original M3 von RST.

viele Grüße

Uli
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon dr-d » 07.07.2018, 14:17

hallo armin,


ich denke, er machts - sonst steht er vor seiner community im kurzen "hemd">>> zudem machts wohl sinn,

da viele mit #9 und mehr unterwegs sind in dieser szene (s.div . tw. hitzige sl - threats...).

torzite sind leichter,etc. aber ca.3x teurer - muss jeder selber entscheiden.


schönes we


thomas
dr-d
 

Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon Philzlaus » 09.07.2018, 07:42

@Wolfgang... Gut da hätte ich mal genauer lesen sollen. Aber mir kam der Gedanke gar nicht alle Ringe mit Einlage zu verbauen. Vielleicht aus Sicht der Castingszene macht das Sinn aber bei mir steht das echte Fischen im Fokus daher war mein Gedanke eher in diese Richtung.

Trotzdem hier ein paar Gedanken
1) Mehr Gewicht am Blank höhere Trägheitsmoment beim Stop. Die Rute swingt weiter und öffnet die Schlaufe
2) Kleinere und damit leichtere Einlagenringe würden sich anbeiten aber hat die Schnur dann noch soviel Spielraum?
3) Bei grösseren Ringen hat die Schnur mehr Platz aber die Ringe bringen mehr Gewicht an den Blank.

Titanringe?, Torzite? Eigenbau?

lg
gruss
Philipp
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon Trockenfliege » 09.07.2018, 11:00

Ich besitze einige Ruten mit Einlageringen, von Fuji Hard über Seymo bis Fuji SIC.

Ich habe die jahrzehnte lang gefischt, zB. eine Sage RPL 7er - ohne irgendwelche erkennbaren Einbußen. OK, natürlich habe ich keinen Vergleich mit eben diesem blank mit normalen Ringen.

Aber kommen wir mal zum Gewicht der Ringe: Ich baue seit 38 Jahren Ruten und wiege meine Ringe auch seit ca. 10 Jahren.
Dabei gab es so manche AHA Erkenntnisse!

Ist zB. ein leichter Einstegring mit Einlage wirklich soviel oder überhaupt schwerer als ein Hartchrom Schlangenring?

Für den Schlangenring brauche ich 2 Wicklungen mit 2 x Lack - ist der trotzdem noch leichter als ein Einsteg mit Einlage?

Wieviel wiegt eine Wicklung mit Lack? Wieviel schwerer ist die beliebte fette und über die Ringwicklung deutlich hinausgehende Lackierung gegenüber einer dünnen ohne großen Überstand?

Überhaupt diese Einlagen: die leichtesten Einlagen sind die Hardloy, leichter als SIC sind sie und deutlich bruchfester!

Um das Gewicht von einem Fuji Hardloy Ring zu erreichen, muss ich schon zu einem Titan SIC greifen.

So wiegt zB. ein 6er Hardloy, Innendurchmesser 4,2mm, ca. 0,19 gramm.

Titanschlangenringe wiegen bei vergleichbarer Größe gegenüber einem dünndrahtigen Hartchrom bei Ringen für den Spitzenbereich nur ca. 0,01gr weniger.

Dickdrahtige/Standart Schlangenringe sind sauschwere Teile, sie wiegen ca. 70-80% mehr als die dünndrahtigen.

Ein Hartchrom Fliegenspitzenring wiegt je nach Ausführung auch mal mehr als ein Spitzenring mit Einlage! Die Gewichte der Hartchrom liegen bei ca. 0,4-0,5gr.

Ringgewichte findet ihr im Rutenbauforum: https://docs.google.com/spreadsheets/d/ ... edit#gid=0


Ich würde auf eine weiche 2er Rute keine Ringe mit Einlage verbauen, da wäre das Verhältniss Eigenmasse blank, Steifigkeit ect. zu Ringgewicht nicht gut.
Aber ich würde auch keine Standart Hartchromschlangenringe, sondern dünndrahtige Einbeiner draufbauen und auch schön dünn lackieren!

Es gibt in diesem Context einiges zu beachten, aber vor allem sollte man seine eigenen Erfahrungen gemacht haben, bevor man seine Vermutungen anstellt.

So kann ich auch mit einer weicheren ( theoretisch weiter schwingend) enge Werfen, die Schlaufengröße hängt nicht nur von der Rute ab.
Aber ich gebe zu, mit einer schnellen, spitzenbetonten Rute kann ich noch engere Schlaufen werfen - nur wofür?
Je enger die Schlaufe desto eher auch die Gefahr, dass das sich Vorfach und Fliege in der Schnur verfangen.


Zu einigen Behauptungen: Alle Ringe mit Einlage seien viel zu schwer - falsch - siehe oben

Preisunterschied Standart Sic zu Torzite seien 1-2 Euro: Ein 12er Sic kostet ca. 6,- , der entsprechende Torzite über 20,-!

Zum Aspekt der Ringinnengröße( man verbaut bei Ringen mit Einlage eher etwas kleinere Ringe):
Wer hat den schon mal mit kleineren Ringen experimentiert?
Haben die tatsächlich einen Nachteil beim Werfen oder Schiessenlassen?
Ich hatte mal eine originale Klasse 10 Hardy in der Hand, die mit winzig kleinen Seymos aufgebaut war, viel kleiner als ich sie je auf einer 5er oder 6er verbaut habe - völliger Schrott??
Ich konnte das nicht feststellen, aber ich habe auch noch nie dieselbe Rute mit beiden Ringkonzepten aufgebaut.

Für mich ist es kein Problem, ab Klasse 4 Einlageringe zu verbauen, wenn die Optik nicht wäre - mir gefallen Schlangenringe besser.

Bei Ruten, die häufiger Drills ins backing erleben, vor allem mit den moderneren dünnen geflochtenen Schnüren, machen Einlageringe auf alle Fälle Sinn.

Gruß
Reinhard
Zuletzt geändert von Trockenfliege am 10.07.2018, 09:55, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon fly fish one » 09.07.2018, 13:15

Liebe Kollegen,

meine Meinung als Newcomer: Solange die Ringewichtsunterschiede zu vernachlässigen sind, immer Ringe mit Einlage! Nach meiner Erfahrung mit der Sage 2H, wirft und fliegt das wie Raketen. Ich äußere das angemessen vorsichtig, weil ich ja noch ein hoffnungsvoller Anfänger bin. Ich habe in meinem kürzlichen Norwegenurlaub interessante Gespräche geführt, mit sehr erfahrenen Kollegen, die dazu eine andere Position einnehmen. Danach hat die Ringgröße und Art keinen großen Einfluß auf die Weite. Große Ringe eher schon, wegen Gewicht und weniger "Leinenberuhigung".

Ich kann das wirklich nicht beweisen und natürlich ist man auf dem Auge blind was gerade eine Rute so aufgebaut hat. Aber die Leichtigkeit im Vergleich mit einer herkömmlich beringten Winston war wirklich frapierend. Natürlich spielen Wurfgewicht und Blankeigenschaften eine grosse Rolle und ich kann daher nur grob bewerten.

Frank
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon fliegenfeger » 09.07.2018, 23:44

Vielen Dank für für die Antworten,

es scheint ja doch, dass der ein oder andere sich auch schon mit dem Thema befasst hat.
Mein konkreter Plan ist der Aufbau einer 9´6´´#7 Meerforellenrute. Dabei spielen sowohl Wurfweite als auch Verschleiß bei der Wahl der Ringe eine wichtige Rolle. Besonders beim Punkt Verschleiß habe ich mit den so hochgelobten Titanflexringen schlechte Erfahrungen gemacht. Da waren selbst nach kurzzeitigem Gebrauch schon einige Ringe (nicht nur Spitze) eingelaufen.
Wenn ich dann lese, dass auch das Gewicht der Einlagenringe kaum Unterschiede zu normalen Ringen aufweist, dann werde ich mal einen anderen Weg gehen. Die Optik ist mir dabei fast egal, insbesondere wenn ich bei der Funktion Vorteile habe.
Eigentlich müsste man zwei identische Blanks mal klassisch und mal mit Einlage aufbauen, um einen direkten Vergleich zu haben. Wird vermutlich noch niemand gemacht haben oder doch? :mrgreen:
Jetzt muss ich mir nur noch überlegen, ob Fuji Sic oder doch die wesentlich teueren Torzite, die beim Innendurchmesser und Gewicht? einen Vorteil haben.
Wenn das Werk vollbracht ist werde ich mal Rückmeldung geben.
Vielleicht kommt ja noch der ein oder andere Beitrag.

Viele Grüße
Armin
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon Trockenfliege » 10.07.2018, 09:48

Von der Härte der Einlage her reicht jeder handelsübliche Ring besserer Qualität.
Es muss nicht unbedingt Fuji sein, es gibt zB. auch gute Ringe von Seaguide.
Wenn sie vor allem fürs Meer gedacht ist, wäre ein korosionsbeständiger Titanrahmen eine gute Wahl.
Und bei der Größe kannst du im Spitzenbereich ruhig relativ kleine Ringe nehmen - bei meiner 7er Sage habe ich Ringe mit 4mm Innendurchmesser verbaut.

Gruß
Reinhard
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon fliegenfeger » 10.07.2018, 14:45

Hallo Reinhard,
danke für deine Tipps. Ich werde mir auch mal die Seaguide Ringe ansehen. Bei den Preisen gibt es doch erhebliche Unterschiede, aber ich will auch nicht am falschen Ende sparen.
Bei normalen Einstegringen hab ich immer etwas größere verbaut, und bin der subjektiven Meinung, dass die Schnur damit besser schießt. Deshalb will ich auch bei den Einlageringen einen möglich großen Innendurchmesser verbauen.
Vor dem Kauf werde ich meine Auswahl mitteilen. Das wird ne Rute designet by FlyFI-Forum. :mrgreen:

Viele Grüße
Armin
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon fly fish one » 10.07.2018, 15:08

Lieber Armin,

zu den Ringgrößen stehe ich wie Du und sparen würde ich an den Ringen auch nicht. Die Ringe von Fuji sind sicher über jeden Zweifel erhaben, sehen richtig stylisch aus (wenn auch etwas ungewohnt für Fliegenfischers Auge), kosten in der Titanversion richtig viel, aber sowas sollte für die Ewigkeit ohne Gammel und Einlaufen halten. Ich finde den Preis dann relativ, wenn das Auge auch nach Jahren noch wohlgefällig auf den Ringen ruht.

Frank
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Re: Fliegenrute mit Einlagenringen- Vorteile-Nachteile

Beitragvon Philzlaus » 11.07.2018, 08:24

Ich zweifle gerade ob wir uns hier in die richtige Richtung begeben. Das Gewicht spielt eine riesen Rolle, allerdings nur bei den obersten Ringen. 5gr mehr am Leitring merkst du nicht. 0,5gr am Spitzenring dafür doppelt und dreifach. Logisch oder? Recoil Titanringe statt normaler Seymo Schlangenringe merkt man deutlich und hier ist geringerer Gewichtsvorteil im Vergleich zu Einlagenringen. Damit machst du einen 8er Blank zu einem 9er bei einem gefühlten Gewicht einer 7er (Swing Weight). Was du gerade vor hast ist genau das Gegenteil. Du willst einen 7er Blank zu einer 6er machen beim Gewicht einer 8er. Für mich in erster Linie fragwürdig. Viel interessanter ist der Blank den du verbauen willst.

Eine Circa zb. mit Einlagenringen wird zum unkontrollierbaren Kuhschweif, mit leichten Einstegringen aber zu einer präzisen Waffe.
Eine Method mit Titanringen ein leichter Besenstiel der keinen Spaß macht aber mit schwereren Schlangenringen halbwegs gut fischbar.

Viel wichtiger als die Ringe ist der Blank und das was man daraus machen möchte. Ich habe viele Ruten gebaut und nur wenige würde ich jetzt, Jahre später nochmal so aufbauen. Ich musste jedem Hype hinterherlaufen der mir von der Werbung suggeriert wurde. Schnelle Blanks, dann noch schnellere Blanks. Ich war/bin ja ein moderner Fischer also muss auch eine moderner Blank her. Klarerweise dann auch mit modernen Ringen -> Recoil. Schlussendlich habe ich für mich eingesehen, dass es das nicht sein muss und ein moderater Blank mit einem cleveren Beringungschema, dafür aber mit normalen Ringen, sich einfach besser werfen lässt. Und ich habe jetzt mehr Spaß an meinen Ruten. Viele davon werde ich noch in Jahren fischen wo ich früher schnell das Interesse an eine Rute verloren habe.

Zu deinem Vorhaben mit der 7er Meforute: Einlagenringe werden deine Rute schwer machen. Die Schnur wird besser flutschen können aber nach 4 Stunden wird sich das Gewicht bemerkbar machen und die Rute wird dich ausbremsen womit du wieder an Wurfweite verlieren wirst. Der Schuss wird nach hinten losgehen. Außer deine Wurftechnik ist so effizient, dass du mit Technik das Handicap der Rute ausgleichen kannst. Das musst du beurteilen.
1) Leichtere Ringe dafür einer mehr hilft Reibung im Schnurzug zu reduzieren.
2) stärkere Ringe als dünnere bringen zwar mehr Gewicht ins Spiel dafür aber reduzieren sie die Reibung massiv.
3) Die mittleren Ringe inklusive Leitring sind am wenigsten Wichtig, mehr oder weniger Gewicht merkst du hier nicht
4) Der Spitzenring mit den 2-3 nächsten Ringen ist hier am wichtigsten
gruss
Philipp
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