Hobelform

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Re: Hobelform

Beitragvon idefix » 09.11.2016, 15:10

sorry,
ich weiss wird langsam etwas verwirrend für neu einsteiger . :oops:

bei den vermessenen formen hat es sich um 1600mm formen gehandelt

ist die häufigste länge die in gebrauch ist.

ok
endangabe zur kronenbergform wie bereits genannt wurde.
ist eine form von einen profi und wird sehr geschätzt in der rutenbau gemeinde ,
da passt alles und man muss sich sonst eigendlich keine gedanken mehr machen !

für alle anderen die nach penrose massen gearbeitet haben - keine sorge, passt auch !

länge 1600mm
13 stationen
abstand der stationen 127mm
Butt 4mm - 2mm
Tipp 2mm - 0,5mm


lg
markus
Zuletzt geändert von idefix am 09.11.2016, 15:13, insgesamt 2-mal geändert.
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Re: Hobelform

Beitragvon luedeolli » 09.11.2016, 16:10

Besten Dank!
Also ist die Steigung beim Butt bei ca. 0.007"/5"? Richtig gedeutet?

Danke
Beste Wünsche,
Olli
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Re: Hobelform

Beitragvon idefix » 09.11.2016, 16:54

hallo olli,
die steigung der nut läuft linear

welcher wert sich da alle 127mm ergibt müsste man sich ausrechnen,
kann ich dir so jetzt nicht beantworten :oops:

lg
markus
:-D
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Re: Hobelform

Beitragvon Ralf Grewe » 09.11.2016, 17:45

Hallo zusammen,

ich habe jetzt über die Jahre von grazilen Leonhard Tapern bis zu Zweihand einiges auf meiner Form gebaut und bin wegen der Abmessungen bisher nicht an Grenzen gestoßen!
Ich denke von 0,5 bis 4 mm macht man nichts falsch.

Herzlicher Gruß

Ralf
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Re: Hobelform

Beitragvon AlexX!! » 09.11.2016, 21:43

Leute..

ich bin ja auch seit Jahren begeisterter Mitleser was diese Thematik
angeht.. aber hier wird man schon wieder ganz schön "wuschig"
und kommt auf kostspielige Ideen :)

kenn jemand die Jeff Hall Formen?
sehr innovativ, leider gibt es die Hompage vom Link im Video nicht mehr
https://www.youtube.com/watch?v=-lCdEhCT1HQ

Gruß
Alex

PS im Video sieht man auch die Nuttiefen dieser Hobelform :)
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Es macht die Angler doof, und süchtig ... sie wollen immer mehr"
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Re: Hobelform

Beitragvon RuteRolleFliege » 10.11.2016, 20:23

Halo nochmal in die Runde,

ich habe meine Form etwas tiefer bauen lassen, da ich nur Rutenklassen von 5 bis 7 vor Augen hatte.
Sind meine bevorzugten Klassen und ideal für den Bach und Fluss welche ich befische.

Im Nachhinein würde ich mich wohl eher an die Kronenberg-Maße halten um auch leichtere Schnurklassen
damit abdecken zu können.

Gruss,

Sebastian
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Re: Hobelform

Beitragvon piscator » 10.11.2016, 20:54

Da gibts Abhilfe -- einfach plan abschleifen und so die Nuttiefe verringern. J.
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Re: Hobelform

Beitragvon Kudu » 29.12.2016, 20:46

So, neues von der Hobelfront!

Meine Metallform ist fertig, vorgefräst auf einer Deckel FP1 und dann Feilen, feilen, Feilen usw.
Die 3-kantfeile auf eine Holzleiste geklebt und dann ging es los.
Dann die Form immer wieder nachvermessen, zerlegt, gefeilt, zusammengebaut, vermessen und wieder gefeilt.
Jetzt ist sie endlich fertig, die 1. Streifen habe ich zuvor auf der Holzform vorgehobelt und dann auf der Metallform endbearbeitet.
Und alles geht mir gut von der Hand. Knoten schleifen, erwärmen und begradigen ging auch ganz gut.
TEST BESTANDEN !
Jetzt geht es an den 1. RUTENBAU !

Ich brauche ein Taper !

Mein Wunsch für meine 1. ist:

Länge 200-230 cm,
Klasse 3-4
parabolische Biegung
3-teilig kann aber auch 2-teilig sein.
Rolle ist meine Neue Vosseler S-handel

Habt ihr empfehlenswerte taper, oder selber in der Klasse was gebaut?

Danke nochmals ans Forum für Euro Hilfe,
dafür dass ich vor 3 Monaten nur ahnte, dass eine
Gesplisste aus Bambus besteht, bin ich schon ganz schön erleutet worden.

Andreas
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Re: Hobelform

Beitragvon piscator » 30.12.2016, 08:31

Moin, ich empfehle dir eine:
Paul Young Driggs River - 7ft 2in 2pc 4wt -- diese Rute wird von Vielen geliebt -- nicht zu sehr parabolisch und daher auch eine schöne Trockenfliegenrute, die auch eine beschwerte Nympfe transportiert. Diese (meine) Rute wurde auf den Hamburger Wurftagen eingehend getestet und von den Freunden des gepflegten Fliegenwurfes ( :D die auch hier im Forum sind) für gut befunden. Taper findest du auf Hexrod oder RodDna. Jürgen
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Re: Hobelform

Beitragvon Kudu » 30.12.2016, 19:14

Danke Jürgen,
ich berichte mal wie ich weiterkomme!

Andreas
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Re: Hobelform

Beitragvon Kudu » 05.01.2017, 22:15

Hallo, es haben sich einige Fragen aufgetan.

Kurzer Zwischenstand:

Bambus geflämmt, gespalten und heute vorgehobelt.


Nach dem 1. Spleiß vorhobeln war klar, daß es schneller gehen kann.
Ich montierte mir einen elektrischen Hobel auf die Holzform mit der 60° Nut und zog die Bambusstreifen einmal linke Seite, dann Hobel nachstellen und die rechte Seite einmal durch. 30 min. und 12 weitere Spleiße lagen im richtigen Winkel auf der Werkbank.

Diese sind für die weiter Bearbeitung in der Metallform noch groß genug.

Ich habe sie jetzt mit einem Tapeband zusammengefügt.

Ich muss mir jetzt erst einen Ofen bauen.

Wie sehen Eure Öfen aus?

Ich dachte an ein Ofenrohr vom Baumarkt 150-200 mm, 1700 mm lang mit einem 80 mm Innenrohr 1600 mm lang.
Eine Seite zu, die andere mit einem Deckel und Bohrung für die Heizpistole und 2. Loch zum entlüften.
Sollte so gehen, oder habt ihr einen besseren Vorschlag?
Ich kenne vom Bootsbau Epoxy vom Hersteller WEST SYSTEM, wäre das auch für die Rute zu gebrauchen? Ist UV beständig und speziell für Holz/Wasserverleimung geeignet.
Oder wo kann ich den Kleber/Epoxy kaufen?

VG Andreas
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Re: Hobelform

Beitragvon Peter S. » 05.01.2017, 23:36

Hallo Andreas,
dieser Ofen funktioniert und ist sehr einfach zu bauen. Mach es aber genau so,
wie auf der Zeichnung, dann zirkuliert die heiße Luft perfekt. Bohre im oberen
Drittel ein Loch, in der Mitte und im unteren Drittel. Da steckst Du eine Teflon-Hülse
mit Loch rein, für die Aufnahme von Digital-Thermometern. Das muss alles stramm
sitzen. Für den Betrieb empfehle ich Dir dringend, dass die Deckenhöhe mindestens
1 Meter über dem Rohr liegt, weil es sonst einen Hitzestau gibt und die Temperatur
nicht mehr gleichmäßig ist. Kannst den Ofen auch draußen betreiben, wenns nicht
ultrakalt ist. Die 3 Löcher müssen natürlich in das kleinere Rohr, wo auch die Spleiße
hängen.

Bei dem Kleber solltest Du auf Hitzebeständigkeit achten, sonst lassen sich krumme
Blanks schlecht richten. Uhu endfest 300 hat sich bewährt.

Gruß
Peter s.

http://www.fneunemann.com/index.php?id=40
Sei auf der Hut bei schönen Frauen und allem was Chinesen bauen. ;-)
Peter S.
 
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Re: Hobelform

Beitragvon piscator » 06.01.2017, 08:39

Moin, das geht alles noch viel einfacher -- obwohl die Anlage von Frank N. schon super ist. Einfachste Variante: man nehme ein 150cm Rutenrohr aus Alu und isoliere es von aussen (Steinwolle und Alufolie). Dann kurz über dem Boden ein Einlassloch für das Heizluftgebläse und mehrere Messlöcher -- oben bleibts offen.
Senkrecht aufgestellt gibts T-Gradienten von etwa 10°C , also z.B. von 180°C auf 170°C . Das ist super, so kann man das Spitzenteil etwas weniger trocknen als die dickeren Enden; aber nur, wenn man darauf achtet die Bambussegmente richtig herum einzuhängen. Völlig gleiche Temperaturen beim Trocknen sind überflüssig.
Der Arbeitsaufwand für solch ein Rohr liegt bei 1 Stunde -- weiterer Vorteil ist das geringe Maß. J
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Re: Hobelform

Beitragvon AlexX!! » 06.01.2017, 10:45

hi Runde,

ich hab auch die Heißluft/Rohr variante im Sinn
möchte aber einteilig bis 2m bauen können,
daher werd ich eher ein liegenden Ofen mit
Rost anpeilen ;-)

Gruss
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Re: Hobelform

Beitragvon tea stick » 06.01.2017, 13:25

Kudu hat geschrieben:Ich montierte mir einen elektrischen Hobel auf die Holzform mit der 60° Nut...


Hallo, mein Lieber! Da warten wir doch auf eine Bilddokumentation!!!


Kudu hat geschrieben:Wie sehen Eure Öfen aus?

Ofenrohr 120 mm Durchm., mit dem größeren Durchmesser nach oben und mit zugehörigem Boden verschlossen. Dahinein zwei Löcher: a) für die Aufnahme der Heißlufluftpistole und b) für das Trockenrohr (60 mm Durchm.), das aber dicht abschließen muss. Dieses Trockenrohr (mit dickerer Wandstärke) habe ich mit zwei Gewindelöchern versehen und mit dem Ofenrohr an einer Seite verschraubt; es ragt geringfügig über den Bodendeckel hinaus. Mach' hier nicht den Fehler, den ich irgendwo mal propagiert gesehen habe: das Trockenrohr zur besseren Durchlüftung siebartig mit Löchern zu versehen. Das sorgt nicht gerade für einen geringen Temperaturgradienten im Trockenrohr - unten bleibt es zu kalt! Hitzeisolierung um das Ofenrohr sorgt für Sicherheit und wenn Du ein 150er Rohr darüberstülpst, dann kannst Du den Ofen beim Umfallen sogar mehr als einmal mit den Händen auffangen... Trotzdem habe ich den Ofen mit einer leichten Kette am Tisch befestigt. Das Überrrohr hat seinen Boden unten. Damit ist die Heizapparatur auch nach unten verschlossen.

Kudu hat geschrieben:Oder wo kann ich den Kleber/Epoxy kaufen?

Sieh mal nach unter Rutenschaufenster II, ziemlich am Anfang, wo Kurt Zumbrunn seine "Rose" vorgestellt hat. Er benutzte einen Kleber von R&G, der sehr dünnflüssig sei und eine längere Topfzeit habe. Man kann den "Großer Eulenvogel"-Kleber zur Erhöhung der Viskosität ja vorsichtig erwärmen, doch verringert sich dadurch auch seine Topfzeit, weil der Härter früher reagiert. Die Topfzeit dürfte für Dich als Anfänger besonders wichtig sein, da Du ja noch keine Erfahrung mit dem Zeitaufwand für Binden und Richten hast. Also lieber eine längere Topfzeit wählen.

Noch Fragen, Hauser?

Liebe Grüße

vom Freimut
TL!
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