Mit 10 Daumen im Rutenbau

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Fusselkopp » 10.06.2018, 11:57

Hallo Frank,

als zeitweise von Einstegringen geplagter Hobby-Rutenbauer(sprich: beginnender Rutenmessi) kann ich dir folgende Lösung empfehlen:

Nimm eine Perle(am besten Plastik), ziehe mithilfe einer Schlaufe aus Mono ein Gummiband in die Bohrung, stecke den Blank durch das Gummiband und zieh die Perle gegen den Blank. Gegenüber der Perle den Ringfuß unter das Gummiband klemmen, ausrichten und nach Herzensbelieben wickeln. Wenn die Perle anfängt im Weg zu sein, hast du bereits genug Wicklungen auf dem Ringfuß, kannst die Gummi-Vorrichtung über den Ring lüpfen und in Richtung Spitze irgendwo auf dem Blank parken. Falls du von unten nach oben arbeitest, steht das Gummiband dann schon in freudiger Erwartung für den nächsten Ring bereit.

MfG Leo
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 10.06.2018, 13:27

Lieber Leo,

großartige Idee! Ich nehme im Moment Kabelbinder. Damit richte ich den Ring aus und fange an ihn bis zum Kabelbinder zu wickeln. Dann nehme ich einen feinen Streifen Krepp und befestige damit den Ring hinter dem Kabelbinder, kneife den Kabelbinder durch und winde weiter bis zum Krepp usw.

Ich werde Deine Lösung testen, das erscheint mir deutlich simpler. Nur muss ich damit bis zur nächsten Rute warten. Ich habe keine Perlen im Haus und bin mit dem Wickeln jetzt fast fertig.

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 11.06.2018, 11:00

Die Rolle, da kann ich insofern den Vorhang heben, wird zunächst eine zweite Wahl werden, da mit den Terminen des Urlaubes vs. Rolle-Erste-Wahl, alles auf Kollision deutet. Nun kann ich unmöglich eine 0achtfuffzehnRolle an mein Projekt baumeln. So erinnerte ich mich an eine Diskussion vor über einem Jahr, mit den Kollegen Dietmar und Troutcontrol, bezüglich Anti Reverse. Die Begeisterung Martins für die Rollen von Danielsson waren im Gedächtnis hängen geblieben. Für die erste Lachsrute damals entschied ich mich zwar für Hatch, schwor mir aber bei einem nächsten Projekt Danielsson eine Chance zu geben. Und hier kam sie, die "Schanse" und zwar für eine "Control 11infinity" mit 350 Gramm und 121 mm äußerer Spulendurchmesser - ich liebe solche Kracher an grossen Ruten! Dazu eine Ersatzspule und insgesamt sehr moderatem Preis. Ich bin wirklich gespannt wie ein Flitzbogen auf die Funktion und das Feeling im Einsatz. Handwerklich müssen die Rollen erste Sahne sein und eine absolute Innovation. Nicht zum Thema AR allgemein, sondern die variierende Bremskraftverstellung im Einkurbeln. Da ich ein absoluter Freund so ausgefallener Konstruktionen bin, musste es einfach so sein, die "Control" wollte zu mir. Sie ist damit weit mehr als ein Backup oder nur die zweite Wahl!

Frank - ick freu mir!
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 12.06.2018, 14:55

Alle Ringe angetüddelt und jetzt am Lackieren. Ich schaffe im Moment aber nur 2 Ringe (Einsteg) in einem Aufwasch, in 2 Durchgängen um die Schichtdicke etwas zu erhöhen. Streng nach den Vorgaben von CMW und Dale Clemens nur mit einer kurzen Pause von 20 bis 30 Minuten. Wenn ich weiter keine Böcke schieße und Einbrüche erlebe, werden die meinem Empfinden nach ziemlich gut. Gefährlich wurde es gestern Abend kurzzeitig als Sohn, Ehefrau und Freundin der Ehefrau hinter meinem Rücken auftauchten, um zu sehen was ich da eigentlich treibe. Ich war mitten im Lackieren der zweiten Schicht. Nur mit großer Mühe gelang es mir Fragen und Pinsel gleichermaßen zu steuern. Ich konnte die Bewunderer (ich halte es jedenfalls dafür) ja unmöglich anherrschen und des Zimmers verweisen, oder?? :mrgreen: Jedenfalls war es heute früh ein sehr schönes Gefühl, die immer noch rotierenden Wicklungen glänzend im Morgenlichte zu sehen!

Parallel fange ich an das echte "P" zu bekommen, weil der Aufbau des Griffes in mein Bewußtsein rückt. Davor habe ich am meisten Bammel. Mittlerweile sind Korkscheiben, Birkenrinde, Delrin und ein weiterer Kunststoff, Goldeloxierte Trennscheiben, ein Korkende und was weiß ich denn noch alles im Haus. Dazu Kleber und Gewindestange, Raspeln sind bestellt - habe ich noch was vergessen? :mrgreen: Ich habe eine ganz bestimmte Vorstellung des Designes. OB mir das allerdings gelingt so umzusetzen, dass wird echt spannend. Achja, einen Bohrständer aus dem Baumarkt gab es gleich mit dazu. Man kann ja nie wissen.

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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon piscator » 12.06.2018, 15:59

Moin Frank, das versteh ich jetzt nicht (Griff nach Ringen?), mit dem Kork von unten aufgeschoben? Sehr ungewöhnlich. J.
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 12.06.2018, 16:17

Nee Jürgen, das Handteil dieses Eumels(bei meiner Winston auch) hat keine Ringe! Ich glaube das ist bei den langen Zweihändern gar nicht so selten. Aber ich kann Dir gar nicht sagen, wie oft ich die Ringe schon nachgemessen habe, weil ich immer dachte ich habe irgendwas versemmelt. War auch gut so! Der erste Ring hätte beinahe 6 Zentimeter statt 12 Zentimeter hinter dem Spitzenring gesessen! Der grosse Doppelstegring als erster von unten, sitzt exakt kurz hinter dem Anfang des ersten Überschubes. Das ist auch bei der Winston so. Wenn die (Winston) nicht vorhanden gewesen ware, hätte ich mich in vielen Details deutlich schwerer getan. Sämtliche Wicklungsdimensionen, wie weit liegt der Anfang vor dem Ringfuß etc, habe ich mir dort abgeschaut. War eine grosse Hilfe. Auch der fast versemmelte Ring wurde mir erst richtig deutlich, als ich das Spitzenteil der Winston dagegen gehalten habe. Die Unsterschiede der Hersteller sind gar nicht so groß und da schrillten die Alarmglocken. Kurz auf die Doku geschaut, festgestellt das ich eine Nummerierung irgendeines Ringes mit den Zollangaben verschmissen hatte - ähem! :shock: Aber noch nix angetüddelt gehabt, nur erst markiert.

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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 12.06.2018, 16:35

Aber einen habe ich noch:
Die Orkla in der Gegend um Trondheim hat Niedrigwasser, im Juni! Und ich komme mit 15 Füßen und schweren Gewichten, wa! :twisted: Na egal, sind noch 3 Wochen! Beten - als Atheist, wa! :evil:

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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 13.06.2018, 17:57

Liebe Kollegen,

zwar sind die Lackierungen noch nicht fertig, aber der Griffbau zieht in meinen Gedanken seine Kreise wie der Hai um die Schiffbrüchigen. Da ich einzelne Korkscheiben habe, besteht ja die Möglichkeit jede Korkscheibe einzeln auf den Blank anzupassen, um sie dann später direkt auf dem Blank und auch untereinander zu verkleben. Dabei sind sehr geringe Toleranzen und eine sehr gute Klebung möglich. Zumindest für den unteren Griffteil werde ich mal so vorgehen. Danach entscheide ich, ob mir das zu mühsam wird und für den oberen Teil zunächst zu größeren Stücken außerhalb des Blanks verleime und danach auf den Blank anpasse. Kleber wird Uhu Endfest 300 bzw. Holzleim "Wasserfest" für die externe Verklebung des Korks außerhalb des Blanks. Zumindest soweit haben sich die Nebel des Grauens mal gelichtet. Die Recherchen im Rutenbauforum haben geholfen. Ich muss mich später mal bei den Jungs bedanken - so als stiller Gast und "Sauger"! :shock:

Kopfzerbrechen bereitet mir der Abschluss des Unterteiles, die "Kappe" und überhaupt die Ausformung und Details dieses Endes! Ich betrachte Griffe und Rutenhalter als absolute Ikonen eines gelungenen Aufbaues! Esprit, Fröhlichkeit, durch Formen, Muster und Farben, die müssen mir förmlich ins Auge springen. Das gibt sofort auch einen fröhlichen Laksheini (naja, ER will erst noch einer werden! :oops: ) :p

Dazu steht mir daheim nicht die Werkstatt meines modelbauenden Bruders zur Verfügung, so dass ich deutlich mehr improviseren muss. Dort wäre von Fräsen bis Drehen alles möglich. Theoretisch hätte ich gerne etwas mit stabilisiertem Holz gedreht, so wird es z.B. die Delrinstange mit 25 mm Durchmesser. Sie wird nicht abgedreht, sondern der Kork daneben auf den Durchmesser herunter geschliffen usw usw. Das muss sich alles in das Bild und den natürlichen Schwung des Griffes fügen. Ich weiß nicht ob ihr meinen Hirngespinsten folgen könnt!? :badgrin: So ein langer Zweihandgriff braucht einen feinen und eleganten "Schwung" um einen Bruch zu der ewig langen und geraden Rute herzustellen.


Euer Frank - wiedermal verwirrt
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Gammarus roeseli » 14.06.2018, 21:13

Servus Frank! :D

Den Film finde ich sehenswert :smt003 ->
https://www.youtube.com/watch?v=cwd_TlSqGPI

Diesen Test mit den normalen Schlangenringen durchgeführt …. :-k :arrow: :smt003 :badgrin:
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Trockenfliege » 14.06.2018, 22:28

Dieses Video geht aber etwas an der Realität vorbei.

1. Der Schnurwinkel: Beim 1. Ring wird ein günstiger SIC Ring verwendet, der für diese Preisklasse typisch eine gerade Fläche statt einer gwölbten auf der Innenseite hat. Dadurch bilden sich 2 "Kanten", mit denen die Schnur im realen Einsatz aber nie derartig in Berührung kommen. Die machen meiner Meinung nach den sichtbaren Verschleiss aus. ( Das ist ja eher ein Aufrauhen als ein Schmelzen!)

2. Die Belastung: Ich weiss nicht, mit wieviel KG Last da gezogen wird, aber bestimmt mehr, als eine übliche Rute belastet wird.

Erst am Ende eines Drills kann die Schnur mal einen steileren Winkel zur Außenseite des Spitzenringes bilden, dann findet aber kaum noch nennenswerte Belastung statt.

Aussnahmen sind schwere Hochseeruten, die dann aber normalerweise einen Rollerendring haben.

Natürlich mag die Wärmeleitung eines Fujirings besser sein als eines einfachen Rings, aber das Video sagt darüber nicht unbedingt etwas aus.

Gruß
Reinhard
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 15.06.2018, 17:28

Liebe Kollegen,

interessant allemal. Aber hier noch ein wenig Futter für die Augen:

Bild

Bild

Bild

Die lackierten Ringwicklungen, weil die Sonne gerade so schön in die Rutenmanufaktur fly-fish-one schien.

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Gammarus roeseli » 15.06.2018, 22:01

Servus Frank!
:daumen

LG Christian

Hallo Reinhard,

mach den Test (kann jeder für sich selbst ausprobieren um es an seiner eigenen Fliegenrute real zu spüren und nachvollziehen zu können) mal mit einer WF- oder DT Leine und einer deutlich langsameren vor und zurück Bewegung….

Zuerst am SIC- Leitring (möglichst ein gewölbter- und nicht so ein Ring mit einer geraden Fläche, siehe Beschreibung vom Reinhard) und anschließend an einem der Schlangenringe und wahlweise auch mit einem deutlich kleineren „Schnurwinkel“ im Vergleich zum Film.
Ich spüre beim SIC-Ring ein wirklich (!) geschmeidiges Gleiten der Leine…. :-D
Beim Schlangenring dagegen fühlt sich der gleiche Test eher so an, wie beim Fahren mit angezogener Handbremse bei einem dieser leistungsschwächeren Autos…. :roll:

:-k
Ich erinnere mich an alte Gespließte Fliegenruten, die vom Leitring bis zum Spitzenring Ringeinlagen aus Achatstein besaßen…. Wundervoll reibungsarm gleitet die Seidenschnur durch solche Ringe …. :smt003

Gruß Christian

PS: Mir ist natürlich bewusst, dass der Konflikt bei so einer Diskussion sich darin nährt, dass ca. 99.9% aller Fliegenfischer nichts anderes kennen als die gewöhnlichen Einsteg- und Schlangenringe…. Bestätigung finde ich allerdings regelmäßig, durch Werfern die mit ihren eigenen Ruten Schwierigkeiten haben den zweiten Zug vom Doppelzug zu praktizieren, es aber bei einer (nicht mal schnellen) Rute mit kompletter SIC- Beringung erstaunlicherweise sofort können …. =D>
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 15.06.2018, 22:37

Der Versuch ist schon krass. Aber es muss ja einen Grund gegeben haben, warum die Schlangenringe entstanden sind. Vielleicht ließen die sich einfacher herstellen. Ästhetisch sind Schlangenringe auf jeden Fall. Sie fallen extrem wenig auf, man meint die Leine schwebe unter der Rute. Nur ein dünner Stock mit Leine. Es paßt einfach alles ins Bild. Wenig Equipment am Mann, mit leichter Hand, eine Rute er bewegt, sanft den Forellen präsentiert. :D

Wobei diese Titanringe mit den grauen Keramiken ja auch sehr schmuck sind - finde ich. Ist nur ungewohnt. Ich muss auch immer erst ein wenig blinzeln wenn die Winston daneben liegt. Das vernünftige Ringe aber im Gegensatz zu den Schlangenringen diesen dynamisch weit überlegen sein müssen, das liegt eigentlich sofort auf der Hand. Der Drill wäre mir sogar egal, es muss auch mal neue SK geben - meine ich nicht wirklich ernst! Aber der Wurf, da kämpfen wir doch oft (auch wenn es keiner zugibt, weil alle Forellen immer genau vor den Füßen beißen) um jeden Meter. Mist, jetzt möchte ich ja am liebsten 20 Meter Spey Leinen werfen. Da ist es eher unwahrscheinlich das ich selbst nur 5 Meter nachschießen lasse! Mist, ich muss die Sage ändern und doch Schlangenringe antüddeln, wa! :badgrin:

Aber ernsthaft: Alle Ruten die ich in Zukunft selber aufbaue, werden niemals Schlangenringe bekommen. Das steht mal fest. Und Achatringe sind einfach ein Traum, lieber Christian. Wenn ich jemanden finde, der sowas in verschiedenen Größen fertigt, so dass man eine Klasse 3 oder 4 damit vernünftig und komplett beringen kann - sofort! In einem schönen Orange/Rot und das an Winstongrün? Grandios!!

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 16.06.2018, 16:33

Liebe Kollegen,

ein Stück Metall statt der ganzen Kohlefaser ist heute angekommen:

Bild

Bild


Danielsson control 11infinity :mrgreen:

Ein ganz kleiner Test der Funktion zeigt sofort das sich die Kraft beim Aufwickeln, wenn der Fisch gerade noch mit der voreingestellten Bremse Leine gezogen hat, gegen unendlich geht, wenn ich die Kurbel weiter sanft gegen den Fisch drehe. Hebelweg und Bremsmomentzunahme sind über einen sehr kleinen Weg der Kurbel gekoppelt. Ich kann über die Kurbel die Bremskraft variieren wärend der Fisch Leine nimmt. Ich kann dazu auch die Kurbel in die entgegengesetze Richtung bewegen. Großartige Ingenieurskunst und Maschinenbau. Und wirklich verdammt groß! :badgrin:

Der Spulenwechsel ist extrem einfach gelöst. Was durch das komplizierte Innenleben und Dichtung ja absolut keine Selbstverständlichkeit ist. Die Spule sitzt auf einem Stern gelagert, dessen Arme sich beim Schrauben teilen und damit die Spule freigeben. Da musste erstmal drauf kommen, wa!

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 18.06.2018, 13:02

Liebe Kollegen,

alle 13 Ringwicklungen lackiert - puhh! Ist doch eine ganze Menge Arbeit so einen langen Eumel tüddeln. Als letztes Highlight lasse ich mir den Spitzering zur Hinterwicklung und Lackierung. Sozusagen als absolute Krönung zum Abschluß der gesamten Rute. Jetzt geht es wirklich und wahrhaftig erstmal an den Griff.

Wenn die Sonne mitspielt mache ich auch noch einmal Fotos von meinen Malereien, auch die Rückseite, um einfach ein rundes Bild meiner Arbeiten abzugeben. Im Moment habe ich dafür leider nicht soviel Zeit, verspreche aber das zu liefern. Am Besten wäre natürlich in norwegischer Sonne direkt neben dem Meterlachs, wa?!

Frank
Zuletzt geändert von fly fish one am 18.06.2018, 17:39, insgesamt 1-mal geändert.
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