Mit 10 Daumen im Rutenbau

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Gammarus roeseli » 11.07.2018, 21:58

@ Frank
:smt003 =D> :daumen :daumen :daumen

LG Christian
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Trockenfliege » 12.07.2018, 10:17

Zur Diskussion bez. CP und der Haltbarkeit der Wicklung wg mangelnder Durchdringung der Wicklung mit Lack:

Was ist den CP?
Ist das nicht auch ein Lack?! Und er durchdringt das Garn sehr gut, da er sehr flüssig ist.
Nur trägt er nicht viel auf, so das für einen mechanischen Schutz noch eine zusätzliche Lackschicht empfehlenswert ist.

Wie stabil wäre die "Lackierung", wenn man 10 Schichten CP auftragen würde, um die Dicke einer normalen Lackierung zu erhalten? Schlechter - besser als 2K Lack?

Ich verwende zB. Gudebrod Rod varnisch zum Fixieren. Es gibt - fast- die gleichen Ergebnisse wie "echter" CP.
Das soll ein "Spannlack" sein, wie er im Modellbau Verwendung findet.

Ich habe auch schon mit verschiedenen strapazierfähigen Holzlacken ( Parkett, Boot) die vorher mit CP behandelten Wicklungen lackiert, hält auch wunderbar.

Und mein erstes Dutzend Ruten habe ich, wie damals vom meinem "Lehrmeister" gezeigt, mit Endfest 300 lackiert - auch über CP. Die Wicklungen wurden uralt und halten immer noch sehr gut, sind aber vom Oberflächenglanz nicht immer toll.

Es gibt häufig nicht nur einen sondern verschiedene Wege zum Ziel....

Gruß
Reinhard
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Gammarus roeseli » 15.07.2018, 16:07

Überschübe ….. :-k Erinnert mich an ….

Hallo Frank,

dieses Foto ist vielleicht interessant für dich gesehen zu haben….
[img]
IMG_2688.JPG
[/img]
Zuerst begann sich der Blank im Griffstück zu bewegen ….. :roll:
Dann irgendwann löste sich unterm werfen eine der Steckverbindung… :roll: Das Ergebnis war ein langer Riss im weiblichen Teil der Steckverbindung und ein regelrechtes aufplatzen der Lackierung über der Wicklung …. :roll: (Ich hoffe, der Schaden ist auf dem Foto zu erkennen.)
Der Handwerker in mir sagte an diesem Tag zu mir, „wenn du willst, dass es etwas wirklich gescheites wird, dann musst du es selbst machen“….Der Einstieg für mich in den Rutenbau war geboren….. :smt003

LG Christian

PS: Immer leichtere Blanks gehen meiner Meinung nach auf Kosten der Stabilität/ Robustheit …. Die Überschübe als mögliche Gefahrenquelle bei den modernen (leichten und sehr dünnen) Blanks sollten einfach im Hinterkopf behalten werden …. Dann wird es auch keine Probleme geben… Mehr möchte ich dazu nicht sagen und zeigen…..
Dateianhänge
IMG_2688.JPG
IMG_2688.JPG (208.91 KiB) 1788-mal betrachtet
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon dr-d » 15.07.2018, 19:34

hallo Christian,


sehr richtig!

zusätzlich sollten noch folgende "risiken" derzeit und zukünftig im auge behalten werden:


1.durch entsprechende atmosphärische techniken immer geringerer resin - anteil>>>steigende bruchgefahr

und umgekehrt

2.immer mehr hochmodellierte kohlefaser>>>leistungsabfall , dem man derzeit durch aufwändige und

kostenintensive massnahmen zu begegnen weiss:z.b. individualisierte pre-pegs und / oder

diverse mono- /bi-helixmassnahmen.

auch die amis meinen zunehmend, daß die grenze der vernunft sowohl beim preis als

auch bei der gewichts-/leistungs-ratio überschritten ist.

übrigens - diese werkstoffkundlichen weissheiten(oben) werden mittlerweile auch von teilen der

fachindustrie publiziert.


schöne Woche


thomas
dr-d
 

Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 23.07.2018, 19:23

Lieber Christian,

wow! Sieht echt beides fies aus. Die Überschübe, dass dies die Hülse überhaupt bei den Carbonruten so aushält, bei den Wandstärken! Das ist für mich sowieso ein kleines Wunder, den nur dieser besondere Werkstoff möglich macht. Aber kann man natürlich auch nicht bis zum Anschlag ausreizen. Nun habe ich den Lachstöter im Aufbau mit dem massiven Rollenhalter, Birkenrinde und des besonders langen Griffes, nicht auf Leichtgewicht getrimmt. Im Vergleich zur Winston merkt man aber sofort, statisch und dynamisch, das Gewicht den dieser Blank einfach trotzdem hat. Man kann das aber noch gut und ermüdungsfrei werfen. ER war, Niedrigwasser hin oder her, einfach die meiste Zeit meine Lieblingsrute. Man merkt aber, dass 15' Fuß sowas wie eine Grenze bilden, aber der deutlich mehr Kraft nötig ist, um über viele Tage durchgehend zu fischen. Leichter fühlt sich natürlich immer besser an, aber irgendwo ist die Grenze zur Haltbarkeit und Kraftentwicklung einfach erreicht. Und die Drehmomente bei den langen Leinen im Wasser sind sicher sehr beachtlich. Es ist ja so, dass die 2H auch früher schon bei Belastungsspitzen irgend wann gebrochen sind - erfuhr ich von Experten. Meistens im Handteil. Der ist ja auch für das hauptsächliche Gewicht verantwortlich. Wenn ich den aber schwäche, um die Ruten auf einfache Weise leichter zu machen, fehlen mir Reserven.

In der Kombination mit modernen eher kürzeren Leinen kann ich mit 15 Fuß sicher überall hinwerfen, wo ich auch mit 16' - 17' Fuß hinkomme. Nur nicht mit meinem Traum, einer echten Spey Leine in 20 Metern. Um die besser handhaben zu können, braucht es Ruten die über die 15 Fuß hinausgehen. Da die aber so eine enge Nische am Markt besetzen, der Kraftaufwand steigt, führen die meisten Hersteller im Maximum 15' Ruten. Es ist und bleibt aber mein erklärtes Ziel und Traum sowas eines Tages werfen zu können.

Dein Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 23.07.2018, 21:34

Und ein Nachtrag.

Auch wenn einer meiner Mentoren an der Orkla sagt: "Vergiß die 16 Fuß!" Und Spey Leinen sind ein reiner Egotrip (ja aber natürlich) und es gibt so gut wie keine fischereiliche Notwendigkeit! Aber "so gut wie" ist nicht "nie"! Und es entspricht auch nicht meinem begrenzten Ausschnitt an Praxis an den Flüssen, an denen ich bisher verweilte. Exakt an der Orkla gib es einen Abschnitt und ganz besonders wenn das Wasser noch einen winzigen Tacken höher steht, an dem hinter dir noch 10 Meter Platz bis zum Ufer sind und vor Dir 30 bis 40 Meter zum Fisch in eine schneller strömende Rinne. Mit Niedrigwasser wie jetzt watest Du bis zum Bauchnabel in Flussmitte ein und wirfst gute 20 Meter, aber mit mehr Wasser zieht es Dir die Beine weg und Du musst weiter ans Ufer. Letztes Jahr und dieses Jahr wurde mir klar, dass hier die Stelle für eine richtig lange Rute und Leine wäre. Hier haben sich entweder die Tiefwater die Brustnippel erfroren oder die leichteren Gefechtsklassen und nicht so tief watend wollend, fingen das "Holzen" von weiter hinten an. Obwohl es sicher eine der HotSpots an Hendriks Zone war, wurde sie nicht konsequent genug von uns allen befischt, weil sie eben schwieriger zu erreichen war. Hier wäre die Stunde einer echten Männerrute und längsten Leinen, inklusive sanfter Präsentation. Dann steht man im knietiefen Wasser, 10 Meter hinter dir und gute 30 Meter vor dir. Und niemand sagt, ihr doch nicht ( :mrgreen: ), Du musst mit einer Rute auskommen! Der gut bestückte Lachsheini stiefelt in diesen Momenten zu seinem Auto und friemelt die Langwaffen aus den Sumos vom Auto runter, legt beherzt die Ersatzspule fürs Großwild mit der Vollleine ins System und holt IHN sich! :mrgreen: :mrgreen:

Euer Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 26.07.2018, 13:50

Ich hoffe ich langweile euch nicht, aber die Geschichte geht weiter mit zwei Nachrichten: Einer guten und einer schlechten.

Die schlechte Nachricht zuerst. Der Lachstöter hat einen Schaden. Wo und wann kann ich nicht sagen. Ich habe es erst beim finalen Check die letzten Tage festgestellt. Der Griff hat auf der Unterseite, wie mit einem Messer gezogen, eine über die Hälfte reichende leichte Scharte. Ich selber scheide als Verursacher aus. Ich habe ihn immer wie ein rohes Ei behandelt. Vielleicht im Flughafen oder was weiß ich. Läßt sich aber rauschleifen. Das zweite Problem ist, dass mir an einigen Einstegringen der Lack geplatzt ist. Immer genau die selbe Stelle über dem Ende des Ringfußes. Vielleicht ist hier die Fadenspannung nicht ausreichend gewesen. Die Wicklungen sehen aber tadellos aus. Insgesamt hat mich das schon getroffen, besonders der Griff in den ich soviel Arbeit gesteckt habe. Ich werde also die Wicklungen an diesen Ringen erneuern. Stellt mich nicht vor große Probleme, ist aber noch einmal ein gutes Stück Arbeit, die ich eigentlich woanders investieren wollte!

Damit komme ich zur zweiten und guten Nachricht. Wie im anderen Fred angekündigt: Sage Method 14' #9 Blank ist auf dem Weg. Ick freu mir! Und jetzt kommt er endlich, der ultimative lila Rollenhalter......nääää, Scherz!! Sondern ein Skeleton Rollenhalter mit selbst gebautem Zwischenstück. Das, wo ich mich beim Lachstöter nicht rangetraut habe und auch gar keine Zeit gehabt hätte. Zusätzlich habe ich Ersatzspitzen für beide Blanks geordert, auch wenn bei den Zweihändern eher die Handteile brechen, fürchte ich doch so meine kleinen Ungeschicklichkeiten: Straucheln, böse Autos und versaute Snake Rolls. Gerade mit letzterem habe ich den Lachstöter schon bekannt gemacht.... :oops: Und ein gebrochenes Handteil läßt sich sicher leichter flicken als ein Spitzenteil.

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon piscator » 26.07.2018, 15:06

Moin Frank -- das mit dem platzenden Lack ist ein typisches Problem für die Kombination Fixativ und Epoxy Lack. --
Noch ein Wort zu den Langen Stecken -- 15' ist alles was man braucht für die schwerste Fischerei -- meine 16' Sage ist in Rente.
Weiterhin Petri, Jürgen
ride the snake (JM)
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 26.07.2018, 15:59

Lieber Jürgen,

es würde aber das ganze Design ändern und sämtliche Farben, die jetzt nicht Metallic sind. Ich bin nicht bereit das hier und heute zu akzeptieren. Ich wiederhole es exakt so noch einmal! Für mich ist es mein Fehler und nicht der Chemie. Ich schleife die Ringfüße an, damit ich besser "aufwickeln" kann und achte auf eine sehr feste Fadenspannung auch und gerade am Anfang.

Und mit den Rutenlängen, nunja, ich nehme nicht an, dass Du auf Deiner 15' Fuß Rute einen 20 Meter SK montiert hast! Ich schrieb ja schon, das es mir nicht um die Effizienz geht. 16 Fuß ist mir eigentlich noch zu kurz, ich schwanke aktuell zwischen 17' und 18' als nächstes Projekt. Das führt mich vermutlich zu Bruce & Walker, weil andere sowas gar nicht mehr führen.

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Philzlaus » 27.07.2018, 06:14

Philzlaus hat geschrieben:2) Du hast einen CP verwendet was gut aussieht aber dadurch kann das Harz wenig bis gar nicht in die Wicklungen einziehen. Zusammen mit 1) oben fürchte ich hast du keine stabile Wicklung geschaffen. Lg Ph.


Genau das habe ich vorhergesagt. Es ist ja nicht so dass ich hier grundlos warne sondern weil ich selber damit schon eingefahren bin und auch in den Rutenbauforen viele davor warnen. Machs aber bitte nocheinmal. Oder sei ehrlich und probiere hier für uns einen Test. Nachdem du eh den Griff nochmal wickeln musst, mache eine Probewicklung am alten Griff und lackiere die zweimal mit Fixativ. Wenn die trocken ist versuche sie mit dem blossen Fingernagel zu beschädigen und abzukratzen. Du wirst sehen das geht sehr leicht und nichts bleibt zurück. Mit Epoxy geht das nicht.

Hohe Fadenspannung ist nie schlecht, pass aber auf dass sie nicht zu hoch ist. Danach kannst du die Ringe kaum noch "feinjustieren" und mit mehr Gewalt kann dir der Blank schaden nehmen. Versuche einen Mittelweg.

Was dein Griff hat kann ich mir bildlich nicht vorstellen.

Kannst du mal Bilder davon einstellen?

lg
Ph.
gruss
Philipp
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 27.07.2018, 15:37

Hallo Phillip,

Fotos in einer Woche, eher habe ich keine Zeit. Testen kann ich nicht, Griff muss nicht runter. Es ist vermutlich auch ein Thema durch die Einstegringe. Andere Ringe sind da wohl resistenter, wenn auf beiden Seiten eine Wicklung sitzt. Aber wie gesagt, ich bin guten Mutes, dass ich das schaffe.

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 19.09.2018, 12:29

Die Fotos werden kommen bevor ich mich an die Reparatur mache. Zur Zeit ist immer noch wenig Zeit, fischen muss ich ja auch noch. Aber, liebe Kollegen, aber natürlich bin ich schon wieder Hirnschwanger mit dem Aufbau der nächsten Rute (die noch unterwegs ist). Der Griff wird wieder etwas ganz besonderes werden. So um euch neugierig zu machen, beschäftige ich mich mit stabilisierten Hölzern, einem Hirschgeweih ( :badgrin: :badgrin: ) und Plexiglas. Der Rollenhalter soll wie angekündigt einen selbstgefertigten Spacer bekommen. Natürlich wird der nicht einfach aus einem Stück geformt, sondern soll in der Gestaltung ebenfalls etwas bunter werden. Dale Clemens hat dazu einige recht interessante Ansätze in seinem Buch. Und mal sehen, ob ich in der Gestaltung der 14 Fuß Sage seinen Bruder den Lachstöter erkennen lassen kann. Schön wäre es schon, so als ultimatives und unter Lachsen gefürchtetes Geschwisterpaar. Jetzt sagt aber nicht Hensel und Gretel! :badgrin: Ich hoffe das ich euch weiter mit meinen Ein- und Ausfällen eine Freude bereiten kann!

Frank - läuft sich langsam wieder warm
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 23.09.2018, 12:51

Liebe KollegInnen,

heute etwas Zeit gefunden und fange mit der Reparatur an. Zunächst die zugesagten Bilder der Schäden (bitte um Verzeihung, dass sie nicht ganz scharf sind):

Bild

Bild

Bild

Es sind einige, aber nicht alle Ringe neu zu wickeln. Das Heft, finde den Ausdruck viel sprechender für so eine "Waffe" :badgrin: , wird nur leicht geschliffen. Ich hätte ihn sowieso noch einmal ganz leicht überarbeitet. Schon allein um zu den ganz feinen "Sexykörnungen" jenseits der 800 Grid zu kommen. Nur so, Kollegen, wird der Lachstöter auch zum Handschmeichler.

Frank
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon Philzlaus » 26.09.2018, 11:16

Der Riss an den Ringen ist völlig normal. Gelegentlich passiert sowas, hat aber keine Auswirkung auf die Qualität noch die Stabilität. Es kann passieren das Epoxy zu hart aushärtet und dann bricht es. Ist ein reiner Schönheitsfehler
Der Riss am Griff ist schwer zu sehen aber ich Tippe darauf dass die Birkenrinde die Biegung nicht ausgehalten hat. Eventuell hat der Kleber die Rindenstücke zu sehr ausgehärtet. Bevor du es neu machst würde ich herausfinden was der Grund ist damit es nicht nochmal passiert.
gruss
Philipp
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Re: Mit 10 Daumen im Rutenbau

Beitragvon fly fish one » 26.09.2018, 14:26

Lieber Phillip,

Du meinst es liegt gar nicht an dem CP und der Wicklung an sich?? Na, wie auch immer, ich kann das nicht so lassen und erneuere wie angekündigt alle Beschädigungen. Trotzdem macht mir Deine Aussage Mut! Die Risse sind auch nur auf der Unterseite. Vielleicht ist das noch wichtig zu erwähnen. Ich habe schon 2 Ringe in Arbeit und dort erstmal den Fuß schön angeschliffen, so dass ich besser auf den Ringfuß wickeln kann. Falls es noch einmal einreißen sollte, würde ich 2 Schichten wickeln. Eine ohne CP und eine darüber mit CP und meinem blauem Faden. Der Lachstöter entwickelt sich ein wenig zum Forschungslabor.

Der Griff hat keinen Riß, dass täuscht. Es ist ein von außen beigebrachter etwas tieferer Kratzer, den ich rausschleifen kann.

Frank
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