Rollenbau-Schaufenster

Hier treffen sich die wahren Handwerker unserer Zunft. Gibt es eine schönere Fischerei, als mit einer Selbstgebauten - ob nun Gespließte, Kohlefaserrute oder Eigenbaurolle? Geizt nicht mit Euren Ratschlägen.

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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Fusselkopp » 18.11.2017, 10:24

Hallo zusammen,

erstmal danke für die vielen Antworten.

Zum Thema Schlitz oder Torx:

Abgesehen davon, dass ich bei dem eher klassischen Design eine "moderne" Torxschraube als Stilbruch empfinden würde, ist der Hintergedanke wirklich, dass ich im Fall der Fälle mit einem Centstück die Spule ausbauen kann. Ich baue und fische seit einem Jahr meine eigenen Rollen und hatte zweimal das Problem, dass ich am Wasser stand, das Vorfach irgenwie hinter der Spule gesteckt hat und nicht rauskommen wollte. Centstück, aufschrauen, dabei ein bisschen auf die Schraube aufpassen und gut wars.
Irgendwann möchte ich auch eine Rolle mit werkzeuglos herausnehmbarer Spule bauen, bisher war so ein Featue aber noch nicht nötig. Aber wie gesagt, kommt irgendwann, die Skizzen dazu stecken irgendwo in einem Ordner mit anderen Zeichnungen.

Thema überstehender Spulenrand:

Klar, hätte ich machen können, hab ich auch schon bei zwei anderen Rollen gemacht. Aaaaaaber: In meinen knapp zwei Jahren FliFi-Karriere habe ich noch keinen Fisch gehabt, den ich über die Rolle gedrillt habe, geschweige denn einen der die Bremse/den Klicker überfordert hätte. Und ich hab nicht nur die winzigsten Zwerge gefangen :wink:
Aber ich verspreche, sobald mir mal ein Fisch stiften geht, weil die Rolle keinen überstehenden Spulenrand hat, bekommt die nächste Rolle genau das.


Thema Gewichtsoptimierung/Löcher:

Habs mal durchgerechnet, würde 18,5g ausmachen. Hätte ich machen können. Habe ich schon, die Rolle zeige ich euch auch demnächst. Aber eben weil ich sie schon hatte, wollte ich jetzt was anderes. Wäre ja langweilig.
Außerdem, wie durch Zufall balanciert sie mit ihrem Gewicht die Rute, für die ich sie gemacht habe, perfekt aus. Bilder von der Rute gibts auch bald.

Und wie sie entstanden ist?

Wie schon vermutet, aus dem Vollen gedreht(AW 6082, wers genau wissen will), dann die Fenster ausgefräst, mit Schaber, Schlüsselfeilen und Schleifpapier die Kanten von den Fenstern abgerundet, poliert, eloxiert und gefärbt. Eloxierzubehör, Anleitung und Färbemittel gibt´s bei http://www.electronic-thingks.de/de/
Insgesamt waren es ungefähr zwanzig Stunden Arbeit.

MfG Leo
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon orkdaling » 18.11.2017, 10:50

Hallo Leo,
super das du so ausfuehrlich antwortest. Bin gespannt auf dein næchstes Stueck!
Und zum Thema Spulenrand , komm mal hier vorbei und lass dich beim Mefofischen von einem 5kg Seelachs oder Pollack ueberraschen die auch eine kleinen Tanglæufer nehmen :badgrin:
Gruss Hendrik
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon piscator » 18.11.2017, 10:54

Moin Leo, schöne Rolle, genau passend für eine schöne Bambusrute. Löcher sind nicht nur Gewichtsersparnis, sondern auch für leichteres Trocknen der Fliegenschnur. Aber wenn man die Seidenschnur sowieso nach dem Fischen zum Trocknen aufspannt, brauchts nicht wirklich Löcher. Jürgen
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Michl » 19.11.2017, 08:05

Moin Leo,
das ist ein schönes Teil!
Und bremsen kann man auch seitlich an der Spule wenn´s denn wirklich nötig ist, ich teile da Deine Erfahrungen weitgehend.
Wobei man auch einfach eine andere Rolle auf Seelachs nehmen könnte, gell...........

@ Gerhard
Wo gibt´s den das beschriebene Tool?
Das will ich haben!
Kann man einfach in der Schublade lassen wen mans nicht braucht. :mrgreen:

Gruß Michl
Die Beute ist unwesentlich, entscheidend ist nur das Gefühl.
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon GerhardW.E. » 19.11.2017, 13:14

@Leo: Sobald eine Forelle eine gewisse Größe überschreitet, drill ich schon über die Rolle - nicht weils unbedingt nötig wäre, aber mir einfach mehr Spaß macht... Bei Karpfen oder Amur ists dann mit steigender Größe aber sehr schnell keine Option mehr - wobei es da sicher auch geschickte Leute gibt...
Aber egal - hättest Lust ein paar Deiner anderen Rollen zu zeigen? Und die ganz böse Frage: Würdest einen Auftrag annehmen? Falls ja, was würde so ein Exemplar wie oben mit etwa 85 mm Durchmesser (schmal, DT 6 Kapazität), überlappendem Spulenrand und einfach nur poliert + eloxiert - ohne zusätzliche Farbe - kosten? [Ich vermute die Frage ist ob Arbeitsaufwand etc wohl eher theoretischer Natur, aber ich frag trotzdem - mir taugt einfach der Minimalismus: kein Kontergewicht, keine Löcher, keine einstellbare 'Bremse' bzw Federvorspannung a la Marquis, CFO...]

@Michl: haha :mrgreen: Wo genau man sowas kriegt müsst ich nochmal im FF-Forum Test nachlesen - da hat es trotz strengster Kriterien Bestnoten erhalten... Ansonsten gebe ich Dir völlig recht - es wär schön, wenn man gewisse Tools einfach in ihren Schubladen lassen könnte! ;-)
[das mit dem Bremsen stimmt logisch auch...]

Grüße!
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Fusselkopp » 19.11.2017, 15:28

Hallo Gerhard,

Bilder und Beschreibung der anderen Rollen kommen demnächst, so wie ich Zeit habe.
Klar, das Argument großer Fisch kommt immer sofort, aber bedenke, ich bin noch am Anfang meiner (Fliegen-)Fischerkarriere, ich bin absolut glücklich wenn ich ne maßige Forelle fange, oder nen vergleichbaren Barsch, dieses Jahr gabs zwei Hechte(66 und 72cm), die auch nicht nach der Rolle gefragt haben. Luft nach oben ist immer, und wenn die Fische mal größer werden, werden die Rollen mit ihren Ansprüchen wachsen.

Und was das Thema "Kannst du mir eine bauen?" angeht, vor der Frage stand ich schon mehrmals. Die Antwort darauf fällt mir schwer, denn einerseits kann man immer Geld brauchen und es schmeichelt schon sehr, wenn jemand eins der eigenen "Erzeugnisse" haben möchte, aber andererseits ist (Frei)Zeit ein sehr wertvolles, wenn nicht das wertvollste Gut, und meine Liste mit Projekten, Plänen usw wächst schneller als ich sie abarbeiten kann, abgesehen davon könnte ich auch öfter ans Wasser, und ich möchte meine Zeit ungern verkaufen.
In der Vergangenheit habe ich in einem anderen Hobby einige Aufträge angenommen, bis es dann in Zeitdruck, zu vielen Vorgaben und letztendlich Diskussionen ausgeartet ist, und den Weg möchte ich vorerst nicht noch einmal gehen.
Meine Maschinen zur Metallbearbeitung sind auch eher unterdimensioniert und selbst mit diesen relativ kleinen Rollen überfordert, die vorletzte Rolle hat zu einer Überlastung, einer teuren Reparatur und einem längeren Ausfall geführt, das ist ein weiterer Grund der mich vorerst von Auftragsarbeiten abhält.
"Dummerweise" habe ich eine kaufmännische Ausbildung, fange dann direkt an zu rechnen, Nettolohn in meinem beruf, Maschinenverschleiß, An- und Abfahrt zur Werkstatt, Material, da käme schnell ein mittlerer dreistelliger Betrag für eine Rolle zusammen. Und in dem Preissegment gibt´s mehr als genug Auswahl auf dem Markt.

Ich sage hier bewusst "vorerst", weil ich schon länger eine Umstrukturierung und eventuell Vergrößerung der Hobbywerkstatt plane, vielleicht ergibt sich in der Zukunft etwas.

Hoffentlich kommt das jetzt nicht überheblich oder sonstwie eingebildet rüber, es steckt in so einer "einfachen" Rolle aber so viel drin, was auf den ersten Blick nicht ersichtlich ist, wodurch dann welcher Preis auch immer wahrscheinlich für eine von beiden Seiten nicht zufriedenstellend wird.

Den Bau meiner dritten Rolle habe ich damals gefilmt, hier sind die Links zu den Videos:

https://www.youtube.com/watch?v=F6UEzkeNeoM&t=86s

https://www.youtube.com/watch?v=TEpeaUXwmUY

https://www.youtube.com/watch?v=0UsuA_eai9g

Bilder und Details der Rolle kommen wie gesagt demnächst.

MfG Leo
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon GerhardW.E. » 19.11.2017, 16:43

Danke für die Vids, hab mir gerade alle drei angeschaut - sehr lässig! ich wünschte ich würd sowas auch können...

Ich hab eh fast mit so einer Antwort gerechnet. Ist ja auch komplett nachvollziehbar. Ein stahldurstiger Freund von mir schmiedet beeindruckende Damastmesser und fertigt entsprechende Scheiden dazu; er hatte auch so ähnliche Erlebnisse wie Du bei der anderen Geschichte - da fragt man sich natürlich warum man sich sowas antun soll, um dann womöglich auch noch über den Preis diskutieren zu müssen... Anyway, solltest nach Werkstattvergrößerung doch mal über Customrollen oder eine Kleinserie nachdenken, ich wär ein potentieller Kunde ;-)

Grüße!
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Cowie » 20.11.2017, 12:13

Dein Rollenbau ist ganz großes Kino, Leo!! =D> =D> :daumen :daumen
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Kudu » 20.11.2017, 13:25

Super gemacht, hab selber eine Deckel SP1 Fräse und eine myford super7.
Aber mir reicht die momentane Zeit im Hobby fliegenfischen gerade mal so aus.

VG Andreas
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon fly fish one » 20.11.2017, 14:54

Lieber Leo,

ich würde das nicht ausbauen wollen, sondern nur für mich, oder mal als Überraschung für einen Freund. Wenn es um's Geldverdienen geht, also um's verdienen müssen, dann relativieren sich viele Angelegenheiten und was bleibt ist der Streß! Rollenbau als größeres Business, mit Angestellten und Arbeitern, und nur das würde sich dann in den Summen irgendwie lohnen, dass wird in diesem Metier sicher beinhart. Man tritt da in einem kleinen Segment gegen sehr renomierte Hersteller an. Dann fängst Du an Kosten gegen Technik abzuwägen und genau das, ist es doch, was Du bei Rollen für Dich absolut nicht betrachten musst! Du hast jede Freiheit, jedes Material, jeden Gimmik und soviel Zeit wie Du nur möchtest. Erst wenn Sie Dir vierstellige Summen bieten, dann würde ich mal darüber nachdenken.

Dein Frank
Wathosenfetischist und Angeltheoretiker
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Fusselkopp » 20.11.2017, 18:17

Hallo Frank,

du hast mich da falsch verstanden. Umstrukturieren und eventuell größere Maschinen heißt dass es weiterhin beim Hobby bleiben soll. Allerdings wäre es dann nicht mehr so dramatisch, von einer Rolle gleich zwei zu machen, dann relativiert sich der Zeit- und Arbeitsaufwand, also wäre es dann nicht ausgeschlossen, ab und zu mal eine fertige Rolle übrig zu haben. Eine (Klein-)Serie würde ich trotzdem nicht machen.

MfG Leo
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Peter S. » 20.11.2017, 19:39

Hallo Leo,
ganz toll gemacht, finde ich. Da gibt es nichts zu kritisieren.
Was für einen Teilapparat benutzt Du da? Ansonsten entspricht
Dein Maschinenpark in etwa dem meinen. Knackpunkt dürfte
die Fräse mit den Plastikzahnrädern sein.
Danke fürs Zeigen und viele Grüße
Peter S.
Sei auf der Hut bei schönen Frauen und allem was Chinesen bauen. ;-)
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Fusselkopp » 20.11.2017, 21:27

Hallo Peter,

der Teilapparat bzw Rundtisch ist so ein Chinaramsch für 80€ von eBay. Ist nicht wirklich zu empfehlen, völlig instabil und mit den üblichen Fertigungstoleranzen. Reicht gerade so um Rollen zu bauen, wenn ich hinterher die ganzen Rattermarken mit der Feile und Sandpapier glätte.

MfG Leo
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Fusselkopp » 01.01.2018, 23:06

Frohes Neues zusammen,

ich habs nicht vergessen, dass ich Bilder von den anderen Rollen versprochen hatte. Habs einfach nur aufgeschoben :mrgreen:

Da sind sie. Die Freunde von gelochten Spulen, überstehenden Spulenrändern und einstellbaren Bremsen werden jetzt auf ihre Kosten kommen. Und die Freunde von klassischem Design. Ist also für jeden was dabei.

Los geht´s mit der ersten Rolle, die ich gebaut habe. Das war damals so ein erweiterter Hirnfurz, als ich die erste Rute selbst gebaut habe: "du kannst doch nicht die Rute bauen und ne Rolle KAUFEN, wenn du auch selber eine machen kannst. Wie schwer kann das schon sein?", hab ich mir gedacht und losgelegt. Sagen wir mal so, die Rolle funktioniert, das Design sah in meinem Kopf noch besser aus als das Ergebnis. Der Rollenfuß passt an den ebenfalls selbst gemachten Rollenhalter, sonst aber nirgends.

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Dann kam irgendwann die Idee zur zweiten Rolle, und es trafen drei freie Tage und ein Klotz Alu aufeinander, und da war sie:

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Letzte Woche, über ein Jahr nach ihrer Entstehung, hab ich die Rolle nochmal komplett zerlegt, einen neuen Rollenfuß gemacht und alle teile eloxiert und gefärbt. Leider ist dabei irgendwas schief gegangen und die Rückseite vom Gehäuse hat einige schwarze Schlieren, die ich mir nicht erklären kann. Aber gut, Gebrauchsgegenstand, damit kann ich leben.
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65mm Außendurchmesser, ungefähr 95g, hält ne WF3F und einen Fitzel Backing.


Dann kam eine Mischung aus Spieltrieb und Größenwahn: verstellbare Bremse! Uuuund richtig aufwändiges Design! Jawoll, los geht´s!
Hat auch funktioniert:

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Auch hier hats mit dem Eloxieren und Färben ein paar Monate gedauert, hab mich dann letztlich doch getraut und bin ganz zufrieden mit dem Ergebnis.
Außendurchmesser 78mm, ca.180g, hält ne WF7SI und ein bisschen Backing.

Die drei Rollen haben jeweils ein Bremssystem, das dem der Vosseler-Rollen sehr ähnlich ist: Eine Hülse, in der eine kleine Feder(aus einem Feuerzeug) sitzt, drückt gegen eine Scheibe mit vielen "Rastlöchern". An der Scheibe hängt eine hohle Achse, auf der die Spule mit einem Freilauflager sitzt. So wird nur beim Schnurabzug gebremst, beim Einkurbeln wird die Bremse umgangen. Funktioniert, ist aber durch die vilen Stahlteile recht schwer und rostanfällig. Außerdem brauchen die Federn Platz nach hinten, also nix für schlanke Designs.


Die vierte Rolle entstand irgendwann aus Reststücken(Alu und Delrin) von anderen Projekten. Ursprünglich hatten mir S-Handle-Rollen nicht gefallen, aber irgendwann hab ich meine Meinung dazu geändert, wollte eine haben und hab sie mir gebaut. Dann hat sie mir so gut gefallen, dass ich gleich noch ne zweite, größere S-Handle gebaut habe, die für meine Zweihand bestimmt ist. Die Idee zu dem Bremssystem hab ich in irgendeinem Video von einem skandinavischen Rollenbauer gesehen, komme aber nicht mehr auf den Namen. Vielleicht weiß einer von euch wer das ist...

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Die kleinere hat einen Außendurchmesser von 77mm und hält ne WF4F und Unmengen an Backing. Leergewicht hab ich leider vergessen.
Die größere hat einen Außendurchmesser von 95mm und hält ne WF8F Speyleine plus 50m Backing. Gewicht weiß ich nicht, meine einzige Waage(Feinwaage) sagt "overload" :roll:

Fortsetzung folgt, sind sonst zu viele Bilder...
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Re: Rollenbau-Schaufenster

Beitragvon Fusselkopp » 01.01.2018, 23:13

...weiter geht´s

Dann kam irgendwann die sechste Rolle, hauptsächlich um den Klicker nach Dave´s Design (https://northbranchreels.com/) auszuprobieren.
Außerdem ist inzwischen mein Vertrauen in die Festigkeit von alu so hoch, dass ich mal sehen wollte was da noch an Gewicht rauszuholen war.
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Außendurchmesser 75mm, WF4F und ausreichend Backing, 95g Leergewicht. Und der Klicker läuft richtig schön satt und schnurrt wie ne Katze :biggrin:

Nummer sieben kennt ihr ja schon, damit wärs das erstaml, mehr hab ich (noch) nicht.
Gruppenfoto:
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Was fällt auf? Richtig, mehr Ruten als Rollen. Aber das "Problem" lässt sich lösen. Momentan fliegen wieder die Aluspäne :wink:

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Man möge mir die teilweise katastrophalen Bilder verzeihen, bin nicht so der Fotograf...
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