von berndi » 07.10.2011, 10:26
Hallo,
die Tage in Irland sind im Nu vergangen- wie alles Schöne im Leben schnell vergeht. Was bleibt ist die Erinnerung und die werde ich für lange Zeit im Herzen tragen. Kurz gesagt: In Delphi zu wohnen, man ist fast geneigt zu sagen zu residieren, und zu fischen ist einfach wunderbar. Am Samstag bin ich gegen 14 Uhr angekommen und der Fischereimanager David McEvoy meinte- geh an den Fluss wenn Du möchtest. Und wie ich mochte! Voller Erregung fischte ich im Rock Pool und anderen markanten Stellen, es zeigte sich aber kein einziger Fisch. Oje, das würde nicht einfach werden, das vermeldete meine innere Stimme. Das Dinner am Abend an langer Tafel war traumhaft. Leider zogen in der Nacht Regenwolken auf und es windete heftig. Doolough war unbefischbar und auch auf Finlough beutelte uns der Wind schwer. Tom, der Ghillie, gab sich alle Mühe, aber weder mein Bootspartner noch ich hatten einen Kontakt. Am Nachmittag war ich wieder am Fluss und sah am Hut Pool einen "Head & Tail- Lachs". Leider intressierten ihn meine Fliegen nicht. Heftigste Schauer wechselten mit sonnigen Momenten, typisch Connemara. Am Abend erwartete mich eine besondere Freude- Peter o`Reilly erschien in Delphi und war mein Tischnachbar beim Dinner. Welch eine faszinierende Persönlichkeit! Am nächsten Tag war auf Finlough kaum Wind, keine guten Voraussetzungen und somit war eine Null vorprogrammiert. Trotzdem habe ich mich in diesen wundervollen See verliebt- dauernd sprang irgendwo ein Lachs, man schätzte den Bestand auf 1.000 Stück, Fischsuppe könnte man despektierlich sagen... Am Nachmittag konnte ich zwei Meerforellen auf Doolough landen, aber heftigste Regenschauer durchnässten meine alte Barbourjacke. An diesem Tag weihte ich meine Hardy Palakona aus den 30er Jahren ein- ein Hochgefühl.
Ich werde wiederkommen, zu einer besseren Saisonzeit...Vergessen werde ich aber auch diese Delphitage nicht!
Gruß, Bernd