Hendrik, wo waren hier die Fische????

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon Hans. » 06.02.2017, 20:54

Hallo Hendrik,

was sagst DU dazu?

Fällt Dir nachträglich etwas dazu ein?

http://www.fliegenfischer-forum.de/norwegen16.html

Gruß,
Hans
Gefühlsmäßig ist der Unterschied zwischem einem Fisch und keinem Fisch eine der weitesten Entfernungen im Universum. David Profumo
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon orkdaling » 06.02.2017, 22:14

moin moin,
erstmal ehrlicher Bericht.
Vieleicht wære es besser gewesen sich vor Ort beraten zu lassen ( Gol - Turistsenter) und ueber die Møglichkeiten bei http://www.inatur.no zu schauen.
https://www.inatur.no/fiske/50e41f11e4b ... dre-hemsil
Kommune oder Fluss eingeben, auch englisch.
Gruss Hendrik
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon fly fish one » 07.02.2017, 14:40

Man darf sich durch die vielen tollen Berichte, die es sonst so gibt, nicht verleiten lassen und vorher sehr gut informieren. Wenn ich über die Flüsse keine vernünftigen Infos finde, bedeutet das für mich erstmal "nogo". Trotz der Vielfalt Norwegens/Schwedens ist sicher nicht jeder optisch tolle Bach/Fluss ein astreines Fischrevier. Wenn sich dort Niemand kümmert, also Vereine, Pächter und pipapo, dann ist es Essig! :? Sowas habe ich aber auch in Deutschland bzw. in jedem Land. Wir haben die Natur so niedergemacht, dass die Flüsse leer sind, wenn sich keiner kümmert und das wieder aufbaut/besetzt. Ein sehr beeindruckendes Gegenbeispiel (also schon immer unberührt und sich selbst überlassen) las ich neulich bei Royal Flyfishing aus dem Yellow Stone National Park.

Euer Frank

Und einen habe ich noch: Die Info ist umso wichtiger, je ortsgebundener ich meinen Tripp plane! Wenn ich mit Wohnmobil etc auf Achse bin, nun, dann packe ich meine Plünnen und entere den nächsten Bach - irgendwo stecken die "Kollegen" dann schon! :p

Tante Edit für Hendrik: Könnte der saure Regen ein Problem für die Fischnährtiere sein?
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon Hawk » 07.02.2017, 15:27

Meine Erfahrung aus Schweden letztes Jahr waren, teilweise ähnlich, da waren einige Bäche die herrlich aussahen absolut Fischleer.
Da es dort aber eine sehr große Auswahl an Gewässern gab haben wir dann einfach andere Bäche probiert und waren dort dann recht schnell erfolgreich auch wenn es häufig nur Kleinzeug war.
Gruß
Sven
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon BergLutz » 07.02.2017, 15:37

Hallo Hans,

Wir waren letztes Jahr in der Gegend von Ljosland im Fjell wandern und fischen. Dort sind mir teilweise diese scheinbar fischleeren Flüsschen und auch Seen mit moorig braunem Wasser aufgefallen. Aber nicht weit davon gab es immer Bäche mit "hellem" Wasser wo man dann bei nötiger Vorsicht auch Fische zu Gesicht und an den Haken bekommen hat. Andererseits traf ich auf winzige Bergseen in ca. 700m Höhe die voll(!) mit kleinwüchsigen Bachforellen waren. Von den Einheimischen wurden die auch mit Netzen gefangen und gegessen. Habe gehört, daß dort viel Geld aus den Fischerlizenzen zur Aufkalkung der Gewässer benutzt wird da durch den sauren Regen ohne Kalk viele Gewässer tot und leer wären.

Gruß
Lutz
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon orkdaling » 07.02.2017, 16:40

hallo nochmal,
kann man natuerlich schlecht beurteilen ohne næhere Infos zu haben.
Richtig ist das auch hier eine Versæurung stattfindet, regional sehr schwankend, Wald, Moor, Gletscherwasser usw.
Jedes jahr gibt der NJFF Millionen Euro (nicht in NKr gerechnet) aus um Fluesse zu kalken. Das geht natuerlich nicht mit jedem Bach.
Nicht nur Lachsfluesse werden rotenombehandelt, auch andere Gewæsser um zb ungewuenschte Arten bzw deren Verbreitung zu verhindern.
Letztes Jahr zb hier in der Region Trondheim mehrere Seen in denen sich Pløtzen stark vermehrt hatten. Die Wasserqualitæt wird in diesen næhrstoffarmen Seen so stark beeintræchtig das dieses nicht zur Wasserversorgung genutzt werden darf.
Das moorig braune Wasser halte ich nicht fuer die Ursache, so sehen viele trønderschke Fluesse aus, bewaldete Hochmoore halten das Wasser wie ein Schwamm nach starken Regenfællen in den Bergen, und das ist auch gut so. In eher felsigen Regionen kommt es viel schneller zu Hochwasserfluten, dafuer ist dort das Wasser in der Regel glasklar bzw je nach Temperatur gruen oder blau schimmernd.
Die kleinwuechsigen Forellenm kommen in vielen nahrungsarmen Bergseen vor, die auch oft bis Mai oder Juni gefroren sind. In diesen kalten und nahrungsarmen Seen kommt es zusætzlich noch zur Verbuttung. Unser "Haussee" Gangåsvatn wird deshalb ab und zu mit Netzen befischt, beim Eisfischen fængt man auch mal 50 Saiblinge an einem Nachmittag, aber alle nur 20 -25 cm. Seen oberhalb der Baumgrenze wo weniger Fisch drin ist, wachsen die aber gern auf 2-3kg ab.
Eisfischen auf diesen See, Fischlein sieht man auch im Video http://r.search.yahoo.com/_ylt=A9mSs29f ... ihyRGw.gA-
Gruss Hendrik
Nachtrag, hier sieht man mehr von den Fischlein und auch den Kartenautomat um sich eine Tages,wochen -oder Jahreskarte zu ziehen
http://www.google.no/url?sa=t&rct=j&q=& ... bs.1,d.d24
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon BergLutz » 07.02.2017, 17:09

Danke Hendrik,
sehr interessante Ausführungen.
Genau solche Fischlein wie in dem Film hab ich dort auch gefangen - meist auf kleine schwarze Naßfliegen (Bibio). Aber clever waren auch die. Dünne Vorfächer 0,10 und am besten hab ich bei strömendem Regen gefangen :-) . Seither rührt meine Frau keine Zuchtforelle mehr an. ;-)

Gruß
Lutz
Nachtrag: Ja mit den Online Tickets ist es Spitze dort. Das sollten wir uns hier in Deutschland abschauen.
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon orkdaling » 10.02.2017, 21:18

Hallo nochmal,
hier mal was auf deutsch, liegt auch in dieser Ecke.
http://www.angeln-norwegen.no/index.php ... tat&idv=25
Gruss Hendrik
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon fly fish one » 11.02.2017, 17:05

Es muss an mir liegen, irgendwie kann man heute schwer ernst bleiben, aber irgendwie habe ich zuerst von der "Nymphomanin im Nacken gelesen" - man ich muss da hin!! :biggrin:
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon Ralf » 12.02.2017, 00:28

Moin zusammen,

zuerst einmal möchte ich André für seinen schönen Reisebericht aus Norwegen bedanken. So wie ich es herauslese, steht er erst am Anfang seiner Fliegenfischerlaufbahn und insbesondere am Anfang seiner "Reisekariere". Und am Anfang zahlt man meist Lehrgeld (auch noch in Internetzeiten!).

Meine Freunde und ich haben noch vor dem Beginn des Internets Anfang der 90er die Sucht nach Skandinavischen Fliegengewässern, speziell den Flüssen, entwickelt. Und wir haben die ersten 2-3 Jahre ordentlich Lehrgeld gezahlt! Wobei wir unsere Informationen aus Zeitschriftenartikeln und bei Touristinfos angeforderten Infoblättern zogen. Also überhaupt nicht mit der heutigen Informationsflut des Internets zu vergleichen ist.

Die Reiseberichte und Beiträge der FFF-Mitglieder sind eine hervorragende Infoquelle, reichen als alleinige Basis einer erfolgreichen (im Sinne von fischigen) Reise aber nicht immer aus. Auch dann ist die Erfahrung, die man im Laufe der Reisen sammelt, ein wesentlicher Grundstock zukünftiger Planungen. Wir haben damals nach der dritten Reise immer besser einschätzen können, ob das vorliegende Gewässer für unsere Angelei tauglich war und wie es aussehen musste, damit sich Äschen und Forellen dort wohl fühlten. Ganz wichtig war dabei auch, ob die Infos von örtlich Touristbüros und Angelgeschäften mit den tatsächlichen Gegebenheiten übereinstimmten, sich man auf diese zukünftig eben verlassen konnte. Und wesentlich für die Einschätzung neuer Flüsse ist auch die Übersetzung von Karten sowie Satelliten- und Luftbildern dahin gehend, ob sie vernünftige Fischereiliche Möglichkeiten bieten.

Ich denke, André wird hier seine Erfahrungen machen. Mein erster Tipp wäre hier: Südnorwegen im August? Besser nicht, geht zu 95% schief im Sinne von sehr schwierigen Verhältnissen. Aber da könnte ich hier jetzt echt ein Buch schreiben......

Übrigens der wichtigste und wertvollste Tipp an Schwedenfahrer: Schwedisch lernen !!!!!! Die Fülle an guten Infos im Internet über das Fliegenfischen in Schweden ist enorm, allerdings liegen diese fast nur in schwedisch vor. Das Verhältnis an Infos in schwedisch zu deutsch liegt geschätzt bei 50:1 !!

Beste Grüße

Ralf
Angeln ist weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart.
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon orkdaling » 12.02.2017, 10:03

moin moin,
ok Ralf , gleich noch norwegisch und dænisch dazu. (Spass!, aber ist schon vom Vorteil wenn man sich versteht)
Generell ist der Aug. nicht der beste Monat weil eben warm , trocken wenig Wasser. Grosse Fluesse, Seen sind da nicht so betroffen und man hat dort nicht nur Forelle oder Lachs.
Wichtig sind Infos immer. Man kann auf die Seiten der Kommunen gehen, findet bei vielen auch mehrsprachige Infos, man kann sich bei den ørtlichen Vereinen schlau machen (die grøsseren haben auch sehr oft deutsche und englische Seiten) oder direkt beim Dachverband NJFF schlau machen.
Es gibt die Møglichkeit bei http://www.inatur zu schauen oder bei Fiskeguiden.no. Dort findet man zB das hier:
http://www.fiskeguiden.no/fiskeGuiden/i ... e=vassdrag
oben fylke (Bundesland) eingeben, dann wæhlen -Barsch,Hecht.Æsche,Lachs.Saibling,Mefo,Forfelle, und darunter gibt man den fluss oder die Kommune ein und drueckt auf søk.
Wenn man zB wie im vorliegendem fall als Reisegebiet Buskerud als Land eingibt und Ørret(Forelle) und auf søk drueckt dann findet man 199 Eintræge
wie zb den hier http://www.fiskeguiden.no/fiskeGuiden/i ... ragid=2514 oder den
http://www.fiskeguiden.no/fiskeGuiden/i ... ragid=1623
199 in Buskerud - ich hab nur 124 Forelle/97 Mefo (aber die kennen nicht alle haha)
Gruss Hendrik
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon Paljakka » 14.03.2017, 14:59

Hallo zusammen!
ich bin zwar etwas spät dran wollte aber auch noch ein paar Sätze zu diesem Thema verlieren.
Erstmal finde ich es gut, dass Hans einen Bericht uber einen weniger erfolgreichen Angelurlaub verfasst. Man erinnert sich nur zu gern an die super Tage mit vielen Drills und vergisst dabei alle Nullnummern, obwohl diese nicht gerade selten sind.
Ich habe letztes Jahr eine Woche lang im schwedischen Jämtlandsfjäll in die Röhre geschaut. Es waren zwar bescheidene Bedingungen, aber dass man keinen einzigen Kontakt noch nicht mal einen Fisch zu Gesicht bekommt, habe ich noch nicht erlebt. Ich war fur den Seelenfrieden aber mehrmals im Fjäll, um diese Leere wieder zu stopfen. [-X

Was ich aber eigentlich schreiben wollte. Ich habe vor kurzem eine Publikation zum Thema Produktivität im schwedischen Gebirgsseen gelesen. Die Uni Umeå hat vier Jahre lang geforscht wieso manche Seen eine hohen Fischbestand aufweisen und andere eben nicht.
Man muss sicher nicht Biologe sein um da einen Zusammenhang zwischen Nahrung und Fischreichtum aufzustellen aber einige Erkenntnisse fand ich sehr interessant.
Ausschlaggebend fur die Masse an Fisch in einem See war das Angebot an Nahrung in Grundnähe. In diesem Bereich ist Nahrung grösser und energiereicher im Vergleich zur Nahrung in der Schwebe, also Plankton.
Die Vorraussetzungen fuer Krebse und andere Lebewesen am Grund sind dann am besten wenn dort auch Pflanzen vorkommen. Dies wiederum ist der Fall wenn der Boden weich und das Wasser besonders klar ist, so dass viel Licht zum Grund durchdringt. Kurz gesagt, ein kristallklarer See der durchgehend nicht tiefer als 8m ist(bis dahin kommt ausreichend Licht) und einen weichen Grund aufweist, ist schon mal ein sehr guter Anfang um auf Fisch zu stossen. Ich muss sagen das meine absoluten Favoritgewässer im Gebirge allesamt kristallklar sind und Sandstrände zu bieten haben bzw. sandigen Grund und das wirklich ohne Ausnahme. Dort habe ich Angeltage erlebt von denen man sehr lang zerrt.
Ich muss hier aber nochmal sagen, dass es in diesem Bericht nur Gebirgsseen thematisiert wurden, also alles oberhalb der Baumgrenze und es um die Gesamtmasse an Fisch ging(die Grösse der Fische spielte kein Rolle).

Fazit: wer ordentlich Fisch fangen will, sollte seine Badehose mitnehmen und dann ab ins Wasser!

Gruesse aus Schweden

Sebastian
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon orkdaling » 14.03.2017, 17:35

moin moin,
sicher richtig was die schreiben aber eben nur Seen oberhalb der Baumgrenze.
Und welche Fischarten kommen dort vor? Forellen und Saiblinge oder Æschen ? Oder nur eine dieser Arten.
Hast du nur Saiblinge neigt das Gewæsser zu verbutten, wenige grosse Fische. In den Mischgewæssern wo die untereinander aufræumen, Fisch und Laich fressen, wachsen die einzelnen Fische viel besser ab. Richtig ist auch das in Seen, ich kenne einige die von Nov.- Mai zugefroren sind und keine Pflanzen vorkommen, Nahrungsarmut herrscht und dadurch weniger aber grøssere Fische zu fangen sind. Diese Seen muss man auch sehr selektiv befischen, die nehmen vorwiegend das was im Angebot ist.Auch kommt es auf den Untergrund bzw das Gestein an, eine flache Bucht mit Schiefer erwæhrmt sich schneller als die næchste nur wenige Meter weiter aber mir Schmelzwassereinlauf.
Aber zu Ausgang zurueck, kann man schlecht beurteilen da wir nicht wissen ob der Fluss/Bach behandelt wurde, sauer ist und gekalkt werden muesste, zeitweise trocken fællt usw.
In einem anderem trød hatte ich was zu Untersuchungen vom norw. Miljødirektorat (Umweltministerium) geschrieben. Untersucht wurden die Laichbæche der Mefo von der schwed. Grenze aufwærts bis zum Oslofjord. Zahlreiche Bæche fallen trocken so das die Mefo nur zum laichen rein gehen - 3 Tage! Sobald die Fische keinen Dottersack mehr haben kønnen die bei Trockenfall sogar den Fluss verlassen und halten sich im Brackwasser auf um mit dem næchsten Regen wieder aufzusteigen.
Wuerde mal sagen das es in dem Fall sehr ungluecklich gelaufen ist, vielleicht næchstes mal mehr Infos einholen, die Gegend ist uebrigens bekannt fuer gute Forellen aber eben nur ein paar Kilometer weiter bzw an der Muendung.
Gruss Hendrik
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon Paljakka » 14.03.2017, 19:18

Hi Hendrik,

in dem Forschungsprojekt ging es lediglich um nahrungsarme Seen mit Saiblings.- und/oder Forellenbestand. Oberhalb der Baumgrenze, sollte man bei uns je nach dem wie weit nördlich man ist vor midsommar nicht ohne Eisbohrer los. Ich bewirtschafte 70km von Sundsvall 13 Seen, davon einige nur mit ädelfisk auf einer Höhe von ca. 300m und bei mir ist die Pimpelpremiere immer am 1.Dezember. Zu dem Zeitpunkt haben wir zwischen10-30cm Eisdicke und das hält sich dann bis mindestens Ende April. Momentan sind es noch 60cm.
Bei dir auf der anderen Seite vom Fjäll hat der Golfstrom nochmal ein paar PS mehr unter der Haube.
In dem Bericht wurde auch darauf eingegangen, dass ein hohes Mass an Grundnahrung nicht entscheidet ob voll ausgewachsene Fische vorkommen. Hat man einen Mischbestand ist die Wahrscheinlichkeit höher, bei tiefen und dunklen Seen mit nur einer Art sind die Vorrausetzungen am schlechtesten um auf grosse Fische zu treffen. Ob ein Gewässer verbuttet oder nicht hängt auch von weiteren Faktoren ab wie z.B. Befischungsdruck und welche Fische entnommen werden.
Ich durfte mal einem Samen helfen in seinem Gewässer(oberhalb Baumgrenze) Netze zu legen, da kamen an einem Wochenende 300kg Forelle zusammen, einzelne Fische bis 2,5kg. Und das holt der jedes Jahr aus dem See!!!
An die besten Seen darf der normale Angler nicht ran, die sind den Samen vorbehalten.

Gruesse Sebastian
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Re: Hendrik, wo waren hier die Fische????

Beitragvon orkdaling » 14.03.2017, 22:23

Hallo nochmal,
ja das mit dem Golfstrom oder sagen wir besser Nord-Atlantikstrom (Nebenarm) wissen viele nicht aber manche uebeschætzen das auch.
Die Kueste profitiert kræftig, Hæfen frieren nicht zu, optimale Wassertemperatur von 4 -14 Grad uebers ganze Jahr. Auch bis in den Fjord, hab ja zahlreiche hier, der grøsste ist hier der Trondheimfjord mit 130km længe, wirkt sich diese Wærmepumpe aus. Mancherorts hast du kaum Schnee, aber bei 200Høhe ist Schluss mit lustig, da wirkt nichts mehr.
Bei mir an der Messtation Orkanger Havn ist es meist 5 grad wærmer als am anderem Ende des Ortes, im Sommer aber umgekehrt.
Eisfischen ist bei 300m auch bis April møglich ueber 500m oft bis in den Mai. Aber da gibt es eine Reihe interessanter Gewæsser mit richtig guten Saiblingen.
Und du kennst ja sicher entlang der norw.-schwed. Grenze ,also dem Bergruecken, das Problem der Sportfischer. Unterhalb der Baumgrenze sagt man auch Æschenpest dazu,
viele kleine Fische und kaum noch Saiblinge. Ja im Juni oberhalb der Baumgrenze , nehm ich mir jedes Jahr vor, klappt aber nur wenn die Orkla Hochwasser fuehrt und an Lachs nicht zu denken ist.(ohje, hier werden wieder Einige denken das die Spinner da oben auf hohem Niveau jammern :badgrin:, aber die vergessen auch das ich irgendwann nach Ostern die Spikes runter nehmen muss.) Dumm ist aber das dank unserer"Wærmepumpe" und der Klimaerwærmung der Fjord immer zeitiger warm wird, Algenbluete im April zur besten Mefozeit usw.
Auch da ziehen sich die Fische ins offene sauerstoffreichere Wasser zurueck oder du fængst nur Kleinkram in Kuestennæhe.
Wie man an diesen Beispielen sieht bzw wie ich weiter oben schon schrieb, gibt es eine Menge Ursachen die dazu fuehren das kein Fisch da ist oder eben nur Kleinwuechsige.
Da kann der Fjord noch so schøn blau und die Gipfel weiss in der roten Abendsonne leuchten (rot,weiss,blau - die Nationalfarben) aber wenn du nicht weisst zu welcher Zeit und wo du fischen musst hilft das eben nicht weiter.
Gruss Hendrik
(wer hat sich eigentlich gelb und blau ausgedacht :badgrin: ???)
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