Sagenhaft: Meterlange Äschen...

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Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Michael. » 14.10.2011, 10:37

Hallo,

was sagt man dazu: http://www.fliegenfischer-forum.de/aktuell.htm ?

Meterlange Äschen :shock: !!!

Es gibt doch immer noch geniale "Kinnladenherunterklapper" auf dieser Erde...

Gruß
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Ralf » 14.10.2011, 13:24

Moin Michael,

wirklich sagenhafte Äschen!

Nur: wirklich "Äschenlike" sind sie ja nicht mehr so ganz, oder? Die Proportionen von schlankem Körper und großem Kopf sowie riesigem Raubmaul...., ich weiß nicht so recht, ob sie mir gefallen sollen.

Trotz alledem, von der Größe her der Hammer.

Und zudem schön zu sehen, dass noch nicht alle Gewässer der Welt erforscht und befischt sind.

Grüße

Ralf
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Magallan » 14.10.2011, 14:50

Guten Morgen

Hm, nur soviel: Ich wünsche dem Autor eine etwas andere Umsetzung des Bildmateriales im Bezug Ästhetik, Äsche und Priest, thumbs down ! Bildmaterial im Ganzen: nicht repräsentativ,für einen Profi.
Da bevorzuge ich die Testberichte.


Gruss Heiko
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Ralf » 14.10.2011, 15:45

Moin Heiko,

hilf mir bitte, ich stehe da etwas auf dem Schlauch. Weshalb ist das Bild einer Äsche mit Priest ein Problem für Dich? Es ist doch ein ehrliches Bild, das aussagt: Diese schöne Äsche ist für die Küche bestimmt. Oder? Anders ausgedrückt: zum Angeln gehört auch das Abschlagen und Verwerten eines Fisches, die natürlichste Sache der Welt.

Klar finde auch ich Fische mit dem Augendrehreflex, da lebend abgelichtet, irgendwie netter. Aber wie gesagt, das Sterben eines Fisches (für die Küche) gehört zum Leben dazu.

Oder hab ich Dich falsch verstanden?

Beste Grüße

Ralf
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Rattensack » 14.10.2011, 18:21

Hallo beinand,

Ich find den Bericht eigentlich recht lesenswert und über weite Strecken gut geschrieben.

Etwas ärgerlich sind einige fachlichen Fehler. Baikal-Äschen gibts in Altai keine, sondern zwei Formen einer einzigen Art, Thymallus brevirostris, die großwüchsige piscivore und die kleinere benthivore.
Dürfte ähnlich sein wie die Ökotypen von Forellen oder Saiblingen (See-/Bachforelle; Tiefen-/Normal-/Wildfangsaibling etc.).
Die Baikal-Äsche lebt in der Mongolei in der Selenge, dem Zubringer des Baikalsees, also einem ganz anderen mongolischen Einzugsgebiet.
Interessenten kann ich gerne die entsprechenden Arbeiten schicken.

Die korrekte Schreibung von wissenschaftlichen Namen (Gattung groß, Artbeiname klein, Beschreiber groß, also Thymallus brevirostris Kessler statt Thymallus Brevirostris Kessler, sollte sich auch schon herumgesprochen haben; wenn man schon lateinische Artnamen verwendet dann zumindest richtig). Aber sorry, das ist pingelig.

Die Fotomotive find ich sehr gut, aber halt schlecht gescannte Analogaufnahmen.
Naja, ist halt eine Werbeveranstaltung eines kommerziellen Anbieters .. aber das betrifft doch viele Reiseberichte hier.

Bin jedenfalls gespannt was von diesem alten Haudegen noch so kommt - dürfte ein sehr erfahrener Kenner des Gebietes sein.
Diese Osmane find ich genial.
Und ja, Neid, in die Gegend wär ich auch gern mal gekommen!

Clemens
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Beitragvon Magallan » 14.10.2011, 23:57

Hallo Ralf

Du schriebst:

Ralf hat geschrieben:Moin Heiko,

hilf mir bitte, ich stehe da etwas auf dem Schlauch. Weshalb ist das Bild einer Äsche mit Priest ein Problem für Dich? Es ist doch ein ehrliches Bild, das aussagt: Diese schöne Äsche ist für die Küche bestimmt. Oder? Anders ausgedrückt: zum Angeln gehört auch das Abschlagen und Verwerten eines Fisches, die natürlichste Sache der Welt.



Ralf



Das besagte Photo alleine ist kein " Problem" für mich. Allerdings stehe ich dem Entnehmen und Verwerten für die Küche, wie Du es so trefflich formuliert hast, von Fischen aus diesen Gewässern im Kontext einer Angelreise, sehr kritisch wenn nicht sogar ablehnend gegenüber. Der besagte Artikel, gelesen habe ich ihn noch nicht, ist der Teaser eines Reiseveranstalters! IMHO ist catch & release in diesem Zusammenhang die einzig zu vertretene Fischerei an Wildfischen!!
Natürlich kenne ich diese Gewässer nicht, möglich das die Äschen in diesen Breiten ein ganz erstaunliches Reproduktionsphenomen darstellen und ein Hegetechnisches Eingreifen von Reisegruppen notwendig ist ... , aber da ist Clemens mein Experte !

Anyway, die Menge macht das Gift, hoffe Dir Ralf ein wenig geholfen zu haben mit dem Blick hinter die Kulissen...

Cheerio Heiko
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Thomas aus Hamm » 15.10.2011, 07:33

Mir gefallen die Viecher nicht.... :doubt:

Ne sechziger aus meinem Hausbach ist mir lieber 8)


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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Jürgen Gaul » 15.10.2011, 09:29

Thomas aus Hamm hat geschrieben:Mir gefallen die Viecher nicht.... :doubt:

Stimmt Thomas,

irgendwie ist die Anmut und Eleganz von Thymallus thymallus da verloren gegangen.

Viele Grüße
Jürgen
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Christian Jan » 15.10.2011, 09:33

Magallan hat geschrieben:
Hm, nur soviel: .... Äsche und Priest, thumbs down

Gruss Heiko


Heiko, da muss ich Dir zustimmen. Rein fotografisch ist das auch nicht mein Geschmack.
Gruß

Christian Jan


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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Bernhard » 15.10.2011, 10:43

Hallo zusammen!
Ich finde diesen Bericht sehr interessant. Schön, dass es solch unberührte Flecken noch gibt. Ich sage noch, denn wenn der Autor von gut beheizten, isolierten und komplett ausgestatteten Jurten schreibt, dann dürfte die Frequenz in diesem Gebiet sehr bald ansteigen. Ähnliches hat sich ja z. B. auch in unseren Alpen abgespielt: anfangs erste Reiseberichte von "Erstentdeckern", dann folgten langsam einige Wenige nach, die Bevölkerung hat ihre Chance wahrgenommen und die Infrastruktur aufgebaut, und heute - Massentourismus. Zugegebenermaßen, das ist jetzt sehr provokant formuliert, ich erlebe den Wahnsinn ja leider Jahr für Jahr live.

LG,
Bernhard
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Dietmar0671 » 17.10.2011, 14:05

...nun, ich bin auch kein Freund von Berichten, die zur Folge haben sollen potentielle Kunden anzuziehen. Da stimme ich meinem "Vorredner" zu.

Ich weiß, dass es nicht zu verhindern ist. Es gibt hier im Forum auch einen anderen Reisebericht, der meine Erfahrungen bestätigt.

Der Reiseveranstalter mit dem ich in der Mongolei war, befischte die Flüsse Chuluut, Ider, Selenge und Delgermurun nur von Mitte September bis Mitte Oktober. Er entschied sich das von ihm (natürlich mit mongolischer Hilfe) aufgebaute Camp zu verkaufen. Der neue Eigner befischt die Flüsse nun bereits von August an.

Die Entscheidung für den Verkauf erfolgte, unter Anderem, auf Grund der immer schlechter werdenden Fangquoten. Alle Fische, ob Taimen oder Lenok, wurden von den Guides ausnahmslos released. In den 10 Tagen in den ich in der Mongolei war wurden 11 Taimen von 8 Teilnehmern gefangen, 9 von einem Teilnehmer, der bereits das 3. oder 4. Mal dort war, von den Restlichen fing ich einen.

Von der Campführung erfuhr ich damals, dass die Fangquoten immer schlechter wurden, von Jahr zu Jahr. Ein Grund soll gewesen sein, das die Mongolen den Taimen, also Fisch generell, für ihre Speisekarte entdeckt hatten. Zuvor stand er nicht darauf. Und im Winter, wenn die Fische tief stehen, fischen sie sie mit Netzen unterm Eis aus den Flüssen. DAS erzählte man mir als Mitbegründung...mit den Worten: Zitat: "Wir haben ihnen ja gezeigt, dass viele Fische in den Flüssen sind."

Heute wird von nicht "Professionelle" berichtet, das gute Fänge zumeist nur noch in den Grenzflüssen zu Russland möglich sei (siehe Bericht hier unter Reiseberichte) Warum? Weil die Mongolen Angst haben ihre Herden in der Weiten Sibiriens suchen zu müssen und somit die Bevölkerungsdichte, wenn davon in der Mongolei ausser Ulan Bator überhaupt sprechen kann, an den Grenzflüssen gegen Null geht.

Ich halte nicht viel von "übertriebener Promotion" von "Fangzielen" wenn das Ziel nicht in der Lage ist sich ausreichend zu reproduzieren...Ich war 2007 in der Mongolei...und heute, vier Jahr später, gibt es wieder mal Angaben über die Fangquoten! Dafür fischt man nun auch schon ab August.

Wie immer; das ist nur meine Meinung, aber ich weiß auch, dass man "Es" nicht aufhalten kann...

Viele Grüße

Dietmar
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Jan Haman » 17.10.2011, 22:22

Guten Abend zusammen, ich bin der Jan Haman,
- der Autor des Beitrages über die große Mongolische Äsche.

Bin hier ganz neu im Forum und habe noch kein Profil erstellt und auch noch kein Portrait von mir hochgeladen, das wird umgehend nachgeholt und ich hoffe unser Webmaster wird mir dabei behilflich sein....

Ich möchte nur kurz auf den freundlichen Empfang von Euch hier antworten, von "unprofessionel" bis "kommerziel". Das kann ich wegstecken.
Aber ich hatte gehofft, daß irgendwelche Fragen zu den Äschen und zu dem großen Angelrevier auftauchen ? Das ist eigentlich der Grund, warum ich den Beitrag hier für Euch gebracht habe, mit der freundlichen Unterstützung vom Michael.

- Es tut mir aufrichtig leid, wenn ich einen Akademiker und Magister gekränkt habe mit der inkorrekten Groß -und Kleinschreibung von lateinischen wissenschaftlichen Bezeichnungen. Ich bin eben nur ein einfacher Jäger und Fliegenfischer. Dieser Fehler wird behoben und soll nicht mehr vorkommen.
Die Sibirische Baikal-Äsche im Altai nennen wir einfach so im Volksmund, weil diese Äsche genauso aussieht und genauso lebt, wie die Äschen im Einzugsgebiet des Selenge. Obwohl das fast 2000 km entfernt liegt. Als Fliegenfischer kann ich nicht den geringsten Unterschied erkennen. Es ist dieselbe Äsche. Sie schmeckt auch genauso, wie eine Baikal-Äsche. Die esse ich als Angler und Jäger und Selbstversorger seit über 20 Jahren, wie es dort alle Einheimischen machen, und glaube nicht, dass ich deshalb einen schlechten Geschmack hätte. Auch nicht beim fotografieren.

- Die große Mongolische Äsche ist ganz deutlich eine andere Unterart. Sie sieht völlig anders aus, lebt anders, verhält sich anders. Das haben ja auch die meisten hier nur anhand der schlechten Fotos bemerkt. Wie ich in dem knappen, rein informativen Artikel schreibe, ziehen diese Äschen zu Laichen in die Flüsse hinauf. Daher sind einige dieser Fische nach dem Ablaichen auch so dünn und mager. Wir haben dieses Jahr viele gefangen, die sehr schön und feist waren, aber gerade keine Rekordlänge hatten, die ich Euch hier zeigen wollte. Einige sehr runde und feiste 80er Äschen vor dem Ableichen hatten wir beinahe gelandet, aber sie waren von der widerhakenlosen Fliege gefallen, bevor ich sie fotografieren konnte.

- Herrn Magister Clemens Ratschan biete ich gerne an, sich im nächsten Frühjahr an einer Tour mit uns zu beteiligen. Wir machen nur 2 kleine Touren und befischen das ganze riesige Gebiet nur für 2 Wochen, aus den Gründen wie im Artikel beschrieben. Dabei kann Herr Ratschan diese Äschen und neuen "Entdeckungen" selbst in Augenschein nehmen, wissenschaftlich einordnen, korrekt benennen und in fachmännischen Artikeln beschreiben. Sehr gerne werde ich ihn persönlich dabei unterstützen. Mit einigen Ichthyologen durfte ich bereits arbeiten. Ich hoffe, ich habe den lateinischen Begriff richtig geschrieben, oder einfach Fischkundler. Die großen Osmane bieten tatsächlich hervorragenden Sport für Fliegenfischer mit leichtem Gerät.
Ansonsten ist das Gebiet für uns uninteressant, da mit der Saison sehr eingeschränkt. Deshalb betreiben wir auch kein festes Blockhütten-Camp wie an unseren anderen, langfristig gepachteten Flüssen in der Nord-Mongolei. Von Massentourismus zu sprechen, zeugt von völliger Unkenntnis des Gebiete und von den Entfernungen. Wir haben Jahre gebraucht, um geeignete Stellen für den Fliegenfischer zu finden. Zu Fuß und zu Pferd. Es ist ein völlig unerschlossenes Wildnisgebiet und ein Nationalpark. Es gibt keine Transportmöglichkeiten außer die, die wir vor Ort anbieten können. Daher ist diese Tour auch etwas kostspieliger, da wir anschliessend die 2. Woche mit Fliegenfischen auf Taimen in entfernten Norden kombinieren. Sie können völlig beruhigt schlafen. Niemand wird sich dorthin aufmachen. Es sei denn, er möchte sich verlaufen oder er bringt sehr viel Zeit mit.

- In meinem kurzen Artikel habe ich nur in 2 oder 3 Sätzen zusammengefaßt, daß wir in der Mongolei seit über 20 Jahren eigene und sehr solide Camps aufgebaut haben. Ich dachte, es könnte vielleicht jemanden interessieren, der mit uns an diesen großen und faszinierenden Fischen arbeiten möchte. - An Äschen, Osmanen, Lenok und Taimen. Sehr gerne würde ich deutschsprachige Angelgäste begrüssen. Ansonsten haben wir jährlich über 180 Sportangler, an insgesamt 12 eigenen Hauptlagern in den ganzen Nordprovinzen. Daher kommt es zu überhaupt keinem nennenswerten Druck an unseren Flüssen und wir haben im Gegenteil noch reichlich Raum für neue Gäste und viele hundert Km Flußstrecken, die fast nie befischt werden.
Wenn andere und neue Reiseanbieter, die mich hier zur Begrüssung gleich anfeinden, ebenfalls eigene Camps hätten, dann würden sie das sicher auch erwähnen, wenn sie es könnten. Wir angeln nicht an öffentlich und von jedem Touristen zugänglichen Flüssen, und schlafen nicht in Trekking-Zelten auf dem Boden, sondern zahlen jährlich gutes Geld für exklusiv gepachtete Flüsse (auf 50 Jahre von der Regierung) und für streng limitierte Taimen-Lizenzen. Sebstverständlich nur auf Catch & Release Basis. Nur Einzelhaken und ohne Widerhaken. Fast alle Anbieter, die sich heute im Internet bewegen, haben ihre ersten Taimen mit uns gefangen und waren unsere Angelgäste. Wir waren bereits vor dem Zerfall der Sowjet-Union fest im Land und Russisch ist eine gängige Sprache für uns. Nur zur Aufklärung. Nicht kommerziel gemeint.

- Die im Artikel gezeigten Fotos sind von minderwertiger Qualität und einige sind Schnappschüsse. Teilweise von Angelgästen und teilweise von mir selbst. Aber sie sind aktuell und authentisch, vom Juni diesen Jahres. Das war mir wichtig. Der Webmaster und ich haben die Bilder benützt, die ich zur Ansicht und rein illustrativ eingeschickt hatte, um Euch etwas Aktuelles zu zeigen. Es sind nicht die Bilder von mir, die zum großflächigen Druck für Zeitschriften, Kataloge oder Kalender verwendet werden. Aber es sind alles Originale und nichts gescannt oder kopiert.

In den folgenden Beiträgen werde ich Euch sehr gerne mit hochwertigen Bildern eine größere Freude machen, wenn ich hier denn schon von Profis und Akademikern bewertet werde.

Über freundschaftliche Fragen zu den Fischen, den Revieren und zu den Angeltechniken würde ich mich freuen, deshalb bin ich hier....

Mit den besten Grüssen,

Jan
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Magallan » 18.10.2011, 00:21

Hallo Jan

Ersteinmal: Herzlich Willkommen bei uns im Forum !

Nun, da ich jetzt dazu kam Deinen Bericht zu lesen: toll geschrieben, was meine Bemerkung des "unprofessionellen" angeht so sehe es doch als eine konstruktive Kritik meinerseits, nicht mehr nicht weniger, mit ansprechenderer Bildqualität wertest Du deine folgenden Reiseberichte nur auf !

Jan schrieb:

Wenn andere und neue Reiseanbieter, die mich hier zur Begrüssung gleich anfeinden, ebenfalls eigene Camps hätten, dann würden sie das sicher auch erwähnen, wenn sie es könnten.


Ich antworte einfach mal darauf, bin mir nicht sicher ob Du mich da ansprichst, denke allerdings nicht ( sitze am anderen Ende :wink: )

Wenn Du meine mehr als kritische Bemerkung zur abgeschlagenen Äsche damit in Verbindung bringst, so stehe ich zu meinem Statement. Als komerzieller Tourbegleiter / Reiseanbieter gibt es nur eine Form der Fischerei: catch & release, wie es ja auch im besagten Bericht von Dir, zumindest in einigen Gewässern, dargestellt wird.

Jan schrieb:


In den folgenden Beiträgen werde ich Euch sehr gerne mit hochwertigen Bildern eine größere Freude machen, wenn ich hier denn schon von Profis und Akademikern bewertet werde.


Ja, diesem Anspruch soltest Du gerecht werden, auch zum Gefallen der grossen Lesenden Mehrheit ( wie meiner Wenigkeit )

Jan schrieb:

Über freundschaftliche Fragen zu den Fischen, den Revieren und zu den Angeltechniken würde ich mich freuen, deshalb bin ich hier....


8) Na ja, das ist aber ein understatement...

Jan schrieb:

Aber ich hatte gehofft, daß irgendwelche Fragen zu den Äschen und zu dem großen Angelrevier auftauchen ? Das ist eigentlich der Grund, warum ich den Beitrag hier für Euch gebracht habe,


Endschuldige bitte meine sehr direkte Art: das ist mit Sicherheit NICHT der Grund wesshalb Du den Beitrag für uns geschrieben hast!

Jan, aber dennoch, ich freue mich schon auf Deine weiteren Erlebnisse aus dem Osten.


Grüsse aus Argentinien, Heiko
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Jan Haman » 18.10.2011, 01:54

Hallo Heiko,

vielen Dank für Deine nette Begrüssung und danke auch für Deine direkte Art. - Die ist mir lieber als unfaire Hiebe von Konkurrenten oder von fortgeschrittenen Anfängern im Fliegenfischen, oder von jemandem, der auch schon mal irgendwo war. Über konstruktive Kritik freue ich mich immer, wirklich.
Wenn mein erster Bericht hier doch zu sehr als "teaser" ausgefallen sein soll, dann muß ich eben noch knapper und sparsamer schreiben.
Nein, an Dich habe ich dabei nicht gedacht. Ich werde aber sehr gerne bald nach Argentinien kommen, um neue Reviere kennenzulernen.
Die Mongolei kenne ich aber nach den Jahren so gut, dass ich über jeden einzelnen "newcomer" so genau bescheid weiß, dass er mich sicher nicht täuschen kann. Aus den Beiträgen hier sehe ich, wie viele Angler schon auf teure Anbieter reingefallen sind und dafür herzlich wenig geboten bekamen.
Diese Klagen werden mir auch auf meinem Stand und bei Vorträgen auf Messen regelmäßig zugetragen und es macht mich schon müde. Ich denke aber, dass dieses Fliegenfischer-Forum niemand ganz für sich gepachtet hat und ich den geneigten Lesern etwas Authentisches zeigen und erzählen kann, wenn sie es denn möchten.....

Nochmals besten Dank für die Aufklärung und ich hoffe bald wieder von Dir zu hören,

Saludos cordiales y buena pesca a Argentina, companero !

Jan - Juan "El Bohemio"
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Re: Sagenhaft: Meterlange Äschen...

Beitragvon Rattensack » 18.10.2011, 07:41

Jan Haman hat geschrieben:- Es tut mir aufrichtig leid, wenn ich einen Akademiker und Magister gekränkt habe mit der inkorrekten Groß -und Kleinschreibung von lateinischen wissenschaftlichen Bezeichnungen. Ich bin eben nur ein einfacher Jäger und Fliegenfischer.


Hallo Jan

ich versuche meine Ausbildung nicht unnötig heraushängen zu lassen und bitte auch dich, auf den Titel von Mitfischern zu verzichten bzw. diesen nicht in schnippischer oder kränkender Weise zu verwenden. Ich denke das Forum profitiert von dem unterschiedlichen background der Leser und in diesem Sinne bringe ich mich gerne ein. Meine Absicht war nicht jemanden bloßzustellen sondern ich habe so reagiert, weil ich wichtig finde, dass keine falschen Informationen unters Volk gebracht werden. Es kursieren in der Fischerei schon mehr als genug pseudowissenschaftliche Erkenntnisse, die sich bei genauerer Betrachtung als unrichtig erweisen.

Im Übrigen habe ich die guten Seiten deines Berichtes sehr positiv erwähnt und möchte hier wiederholen, dass ich es wirklich toll finde dass von derart interessanten Gegenden hier im Forum was zu lesen ist.
Falls Du dich durch mein post auf den Schlips getreten gefühlt hast so möchte ich mich hiermit bei dir entschuldigen.

Jan Haman hat geschrieben:Die Sibirische Baikal-Äsche im Altai nennen wir einfach so im Volksmund, weil diese Äsche genauso aussieht und genauso lebt, wie die Äschen im Einzugsgebiet des Selenge. Obwohl das fast 2000 km entfernt liegt. Als Fliegenfischer kann ich nicht den geringsten Unterschied erkennen. Es ist dieselbe Äsche. Sie schmeckt auch genauso, wie eine Baikal-Äsche. Die esse ich als Angler und Jäger und Selbstversorger seit über 20 Jahren, wie es dort alle Einheimischen machen, und glaube nicht, dass ich deshalb einen schlechten Geschmack hätte. Auch nicht beim fotografieren.

Die große Mongolische Äsche ist ganz deutlich eine andere Unterart. Sie sieht völlig anders aus, lebt anders, verhält sich anders. Das haben ja auch die meisten hier nur anhand der schlechten Fotos bemerkt.


Sorry die beiden Einzugsgebiete grenzen direkt aneinander, liegen also nicht 2000 km entfernt. Ider Gol (-> Selenga; Baikal-Äsche) und Zavkkan Gol (dort gibts T. brevirostris) sind z.B. benachbarte Flüsse. Falls du dich primär für den Geschmack interessierst :wink: , würde ich dich bitten, auf Artbezeichnungen zu verzichten und dadurch Leute, die sich im Detail dafür interessieren, nicht mit falschen Informationen zu versorgen. Ich schicke dir die Arbeit (sehr aktuell, 2008 veröffentlicht) gerne, in der auch mit molekulargenetischen Methoden gefunden wurde, dass sich die beiden Formen zwar äußerlich stark unterscheiden, aber sehr nahe verwandt sind.

Im Übrigen sehen z.B. auch eine Meerforelle und eine kleine Gebirgsforelle sehr unterschiedlich aus, die beiden Formen gehören aber trotzdem zur selben Art.

Jan Haman hat geschrieben:- Herrn Magister Clemens Ratschan biete ich gerne an, sich im nächsten Frühjahr an einer Tour mit uns zu beteiligen. Wir machen nur 2 kleine Touren und befischen das ganze riesige Gebiet nur für 2 Wochen, aus den Gründen wie im Artikel beschrieben. Dabei kann Herr Ratschan diese Äschen und neuen "Entdeckungen" selbst in Augenschein nehmen, wissenschaftlich einordnen, korrekt benennen und in fachmännischen Artikeln beschreiben. Sehr gerne werde ich ihn persönlich dabei unterstützen. Mit einigen Ichthyologen durfte ich bereits arbeiten. Ich hoffe, ich habe den lateinischen Begriff richtig geschrieben, oder einfach Fischkundler. Die großen Osmane bieten tatsächlich hervorragenden Sport für Fliegenfischer mit leichtem Gerät.


Ich bitte dich wieder, auf die kränkende Verwendung von Titeln zu verzichten und mich - wie im Forum üblich - mit dem Vornamen anzusprechen.

Die Mongolische Äsche wurde bereits 1879 (!!) beschrieben - also wären wir da 130 Jahre zu spät ;-) Im Übrigen arbeite ich nicht taxonomisch.
Ich würde sehr gerne mal ins Altai, aber nehme prinzipiell nicht an organisierten Reisen teil - ist nicht meine Art zu reisen. Ein Konkurrent von Reiseveranstaltern bin ich ganz sicher nicht (wie kommst du drauf?), eher das Gegenteil, weil ich unbeabsichtigter Weise die Werbetrommel für wenig besuchte Gegenden trommle.

Jan Haman hat geschrieben:Wenn mein erster Bericht hier doch zu sehr als "teaser" ausgefallen sein soll, dann muß ich eben noch knapper und sparsamer schreiben.
"


Das finde ich gar nicht - hätte gern noch viel mehr über die Fischerei / Land und Leute dort erfahren.
Was bei manchen kommerziell orientierten Reiseberichten auffällt - und ich meine hier ausdrücklich nicht speziell deinen! - ist, dass nur die guten Seiten erwähnt werden, nicht die Probleme oder Hintergründe.
Dabei wäre das Positive an Reiseberichten in einem Forum wie hier, dass im Gegensatz zu den meisten in den Zeitschriften objektive Berichte von Mitfischern ohne wirtschaftliche Interessen erscheinen. Und diskutiert werden.

Kann jedenfalls allen Lesern hier sehr empfehlen, mit Kennern wie Jan dort hinzufahren. Landschaftlich sicher der Knaller, und fischereilich einzigartig.

Wenn Du bereits in der sowjetischen Zeit in der Mongolei warst, hast du sicher eine Menge sehr interessantes, auch kritisches, zu erzählen, dass gerade für später geborene wie mich extrem interessant ist.
In diesem Sinne wünsche ich erfolgreiche Reisen und freue mich auf die kommenden Reiseberichte - bin schon sehr gespannt!

Lg und nix für ungut,
Clemens
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