Hallo Jan
Ein angagierter interesant zu lesender Text!
Las mich auf einige dieser Punkte eingehen:
Jan schrieb:
Generationen einheimischer Familien, die vom Reichtum ihrer Flüsse und von den dankbaren Besuchern und Anglern leben, werden doch alles für den Erhalt ihrer heimatlichen Resourcen und Traditionen tun. Ebenso verantwortungsvolle Reiseveranstalter für Sportangler, die langfristig in feste Camps viel Geld investieren, werden doch die auf Generationen gepachteten Flüsse nicht leerfischen lassen !
Jan schrieb:
Niemand, der die freie Natur und unseren Angelsport wirklich liebt, wird sich doch an Abschlachten oder an schonungslosem Umgang mit edlen Sportfischen beteiligen wollen. Ganz der Gegenteil ist der Fall und ich sehe das an allen gut geführten Lodges und Flüssen weltweit.
Ich erlaube mir Deinen angagierten aber etwas zu allgemein gehaltenen Erklärungsversuch zu den Weltweit gut geführten Lodges zu relativieren: Chile und im besonderen Argentinien ( weil ich dort lebe ) fallen hier Durch Dein Raster, dort existieren keine dieser Traditionen im herkömmlichen fam. Stil.
Vielmehr begann, oder wurde der kommerziele Angelreise turismus, hier ausschliesslich das Fliegenfischen, durch Joe Brooks angestossen und später mit den Amerikanischen “Peace Corps” in den frühen 60 er Jahren des letzten Jahrhunderts weitergeführt. Auf diese Weise entwickelten sich die argentinisch/ amerikanische Flyfishing culture um es ein wenig lax auszudrücken. Die ersten “Estancias” in Chile sowie Argentinien boten nun brown trout fishing natürlich auf catch & release Basis für zahlungfähige “dankbare Kunden” ( natürlich über Agenturen die nicht in Argentinien / Chile ansäsig waren)
Und nun kommen wir zur Kehrseite deines allgemein gehaltenen, heute im Jahr 2011 hat dies Form des “Schutzes heimatlicher Recourcen” dazu geführt das zb. Pablo C. Und seine Familie nicht mehr an den Fluss zum Fischen kommen! Zu schade auch, dumerweise haben die Guardepescas ( Fischereiaufseher) auch keinen Zugang mehr zum Fluss ! Aber Ok. Das alles hat ja eine Samariter gleichen Hintergrund: den Fischbestand zu schützen.
Island: Auch hier wird Fischbestand geschützt genauer Salmo salar. Mit dem Aufkauf des Fischereirechtes auf Lax ziehen wieder vermehrt Laichfische die Flüse hinauf( beiseite gelassen die immensen Besatzmassnahmen auch dort wo niemals ein Laichaufstieg möglich war... ) Natürlich entstehen dem Berufsfischer keine finanz. Nachteile, sie werden aus dem grossen Topf bezahlt, gut gefüllt mit dem Geld aus Lizenzeinnahmen der Angelgäste. Das Island mit die teuersten und ertragreichsten Beats der Welt aufzuweisen hat ist klar. Jetzt kann man wieder anfangen zu hinterfragen weshalb die Laxangelwoche dort eine nicht unerheblich Menge Geld kostet, um den Fischbestand zu schützen ? Oder auch in einer nicht unerheblichen Weise ein gutes Geschäft zu machen. Nothing wrong with that! Das ist ein Beispiel das hier aufzeige und nicht bewerte !!
Das sind nur wenige Beispiele aus Ländern deren Fischerei- Kultur mir bestens bekannt sind und aufzeigen das diese Art des Fischereitourismus in allererster Linie eine Priorität hat BUSINESS !
Da gibt es andere die zahlen Werbewirksam eine prozentuale der Einnahmen in einen “Fund” oder angagieren sich in sozialen Bereichen, Lobenswert, das meine ich ohne jeglichen Zynismus!
Warum ich das alles schrieb?
Jan schrieb:
Die kommerziellen Verdienste in dieser Branche des Tourismus werden auch weit überschätzt und es lohnt sich doch überhaupt nicht, selbst wenn man sich bereichern wollte.
Ich knüpfe nun am vorherigen geschlossenen thread an:
Jan, deine romatischen Vorstellungen/Mission eines Gutmenschen auf Samaritermission teile ich nicht, auch wenn dein Text im Allgemeinüblichen Sinne schlüssig ist. Wenn natürlich dein Reisebericht, der von Komerziellem nur so strotzt nur eine Konvention hat, den Schutz der Mongolischen Flora und Fauna zu erhalten dann frage ich mich wesshalb Deine Gäste Zahlen müssen... Natürlich nimmt das jetzt alles ein wenig groteske Züge an und ich kann diesen Text nur schwerlich frei von Zynik halten, aber auch du bist lediglich einer von vielen Komerziellen die hier die Werbetrommel für ihre Agentur rühren. Und nein, das meine ich schon wieder nicht abwertend, nur warum windest Du dich in einem Masse gegen diesen Fakt das Deine Person langsam an Authentität verliert ?
Auch ich selbst bin in Gewissen Masse im Tourismusbereich tätig mit eigener Philosophie und meine Berichte (ich möchte es weniger Reiseberichte nennen) sind komerziell und rühren die Werbetrommel, diffamiert und diskrediediert( richtig geschrieben?) fühle ich mich nicht, davon abgesehen das hier im forum Reiseberichte der Kommerziellen eher ignoriert sind und Bewertungen dieser nur stattfinden wenn wirklich, sagen wir aussergewöhnliches Inhaltliches hervorsticht.
Gruss Heiko
Zuletzt geändert von Magallan am 25.10.2011, 22:41, insgesamt 1-mal geändert.