Südschweden und Südnorwegen im September

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon Manuel » 20.03.2018, 11:35

Hallo zusammen,

ich werde Anfang September für eine Woche mit dem Wohnmobil eine Tour durch Südnorwegen und Südschweden machen. Grob gesagt sollte die Rute über Kopenhagen, Göteborg, Oslo und Kristiansand gehen (Rückfahrt dann mit der Fähre nach Dänemark), wobei mich die Städte selbst eher weniger interessieren. Aktuell sind wir dabei die Rute zu planen.

Unser Fokus liegt ganz klar auf dem Naturerlebnis und dem Fliegenfischen, wobei wir allerdings nicht auf bestimmte Fischarten festgelegt sind; Süß- und Salzwasser kommt beides in Frage. Ich wälze hier schon die Reiseberichte und nutze auch die Homepages inatur.no und fiskeguiden.no. Wenn jemand trotzdem noch einen guten Tipp für uns hat, würde ich mich sehr freuen :)

Vielen Dank im Voraus

Manuel
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon Bachneunauge » 20.03.2018, 12:34

Hallo Manuel, bei der Strecke würde ich mich grds. auf die Meerforellen konzentrieren. Gerade der Schärengürtel im schwedischen Bohuslän bietet grandiose Möglichkeiten auf Meerforellen in nahezu jeder Bucht und an jedem Strand. Die sind dort sehr zahlreich, allerdings gibt es kaum echte Riesen (Schonmaß 45 cm, max. 2 pro Tag). Um die Zeit würde ich mich allerdings auf Bereiche konzentrieren, wo tiefes Wasser oder Flussmündungen nicht weit sind. In Schweden ist aber m.W. ab dem 15.9. Schonzeit. Hinter der Grenze setzt sich die Landschaft an der Küste praktisch unverändert fort. Auch der Oslofjord soll ein tolles Meerforellenrevier sein. Da gab es zuletzt einige Berichte in den einschlägigen Zeitungen. Google doch auch mal Havsöring/Bohuslän für Schweden. Wenn dich Lachs reizt, der Örekilsälven bei Munkedal ist ein sehr hübscher Lachsfluss mit guten Fängen gegen Ende der Saison. Aber auch hier ist Mitte September Schluss. Forellenflüsse zum klassischen Fischen mit Nymphe/Fliege auf Forelle findet man an der Westküste Schwedens nur sehr schwer. Für Norwegen kann ich dazu nichts verlässliches sagen. Wir waren halt schon dreimal im Sommer in Bohuslän. Die Fischerei ist sehr kurzweilig. Aber man hat viele Nachläufer. Die Fische sind sehr wählerisch. Gut gebundene Garnelen, Brutfischchen und Sandaalmuster sind zu empfehlen. Meine Lieblingsfliege für den Bereich ist die Kobber-Klympen. Bindeanleitung z.B. von Eivind Berulfsen findest du im Netz. Die Ausrüstung würde ich eher leicht wählen (max. Klasse 7). Sie sollte aufgrund des hohen Salzgehalts allerdings seewasserfest sein und/oder regelmäßig mit Süßwasser abgespült werden. Ein Bellyboot oder Seekajak zwischen den vielen kleinen Inseln und bei den oft steilen ufern erweitert die Möglichkeiten und Fangaussichten ungemein.

Beste Grüße Dirk
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon ostseelicht » 21.03.2018, 10:30

Nur eine Woche für die Tour? Das artet ja fast schon in Eile aus, die entsprechenden Touren zu fahren.

Im Bereich der schwedischen Schären könntet ihr noch auf Hecht fischen, der Bestand dort ist sehr gut und die lassen sich dort recht gut mit der Fliegenrute befischen.

TL

Werner
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon fly fish one » 21.03.2018, 13:53

Liebe Kollegen,

ich finde ja auch, dass man sich mit den Entfernungen und Reisegeschwindigkeit leicht verschätzt. Zumindest ist mir das letztes Jahr so ergangen. Ich war der Meinung ich könnte auf meinem Rückweg aus Norwegen vom Mandal aus locker rüber einen Abstecher an die Mörrum machen. Das habe ich dann aber habe einsehen müsssen, ein Ding der Unmöglichkeit war, ohne das es in echten Streß ausartete. Und ich hatte durchaus noch ein paar Tage zur Verfügung. Wenn man ohne Familie reisen kann, mag das vielleicht ein wenig anders aussehen, aber die Fahrerei ist trotzdem öde und anstrengend. Man ist bei weitem nicht mit den gewohnten Durschnittsgeschwindigkeiten unterwegs.

Frank
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon Manuel » 21.03.2018, 14:59

Hallo und direkt schon mal vielen Dank für die ganzen Antworten!

wir müssen vor dem 15.09 wieder zurück sein und sollten daher kein Problem mit der Schonzeit bekommen. Ich hätte gerne auch mehr Zeit für die Reise, vor allem auch, um die ein oder andere Ecke auf eigene Faust und ohne große Pläne intensiver zu erkunden. Weil ich hier ohne Frau und Kind unterwegs sein werde, ist mehr Reisezeit aber definitiv nicht drin. Aus diesem Grund müssen wir das Ganze auch etwas intensiver planen.

Den schwedischen Schären werden wir sicher einen Besuch abstatten - was ihr hier dazu schreibt, ließt sich wirklich super und bei google Maps sieht die Gegend auch vielversprechend aus. Darüber hinaus solle es aber noch 1-2 Süßwasser-Stops geben, der Örekilsälven kommt hier sicher in die nähere Wahl. Was fehlt, ist tatsächlich der von Dirk angesprochene klassische Forellenfluss, hat von den Norwegen-Kennern hier noch jemand ein Tipp?

Ggf. ist es auch eine Option auf Norwegen zu verzichten und die gesparte Zeit in Schweden zu verbringen - man kann schließlich nicht immer alles haben.

Noch mal besten Dank und viele Grüße
Manuel
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon Bachneunauge » 21.03.2018, 15:45

In den Schären an der Westküste gibt es keine Hechte!! Das Nordseewasser (Skagerak) ist viel zu salzig. Ggf. aber Beifänge wie Wolfsbarsch, Makrele ....

Beste Grüße Dirk
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon ostseelicht » 21.03.2018, 17:51

wg den Schären: Ich dachte da eher an die Schären an der Südostküste (Blekinge, Karlskrona), mit den Schären an der Westküste (z.B. vor Göteborg) hat Dirk natürlich recht.
TL Werner
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Re: Südschweden und Südnorwegen im September

Beitragvon lax0341 » 14.04.2018, 23:52

Ich würde mich auf Norwegen und den Lagen und die Otra zum Lachsfischen konzentrieren. Ansonsten die Gegend um Ystad in Schweden auf Meerforelle. In einige Flüsse in Südschweden steigen zu dieser Zeit auch schon ganz gut Meerforellen auf.
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