Trekking und Fliegenfischen

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 20.12.2017, 21:06

In den ultraleicht Bereich möchte ich auch nicht abdriften, soll schon verlässlich sein das ganze.
Zeltmäßig bin ich mit meinem Robens Raptor sehr zufrieden wenn man zu zweit ist. Alleine ist mir das mit 3kg aber viel zu schwer.
Die Hilleberg Hütten sind mir zu teuer :D ich liebäugle ein bisschen mit einem Big Sky International Chinook 1P, die sollen ja recht robust sein und gewichtstechnisch mit 1400gr auch im Rahmen.

Platz brauch ich eigentlich nicht viel, hauptsache ich und der Rucksack passen rein und bleiben trocken, aber zuverlässig soll das ganze schon sein.

Gewichtsreduzierung mach ich hauptsächlich wegen der Grönland Tour, wir sind noch an der Routenplanung dran, aber die kürzeste Variante hat dort 120km die längste 180km und das autark für 12 Tagen. Allerdings nicht durchgehend zu Fuß sondern auch abschnittsweise mit Packraft sofern das Wetter mitspielt.
Bei den Tagesetappen machts denke ich schon Sinn auf etwas Schlafcomfort zugunsten der Gewichtsoptimierung zu verzichten.
Zuletzt geändert von Hawk am 20.12.2017, 23:09, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Ralf » 20.12.2017, 22:48

Moin Hawk,

Deinen Bericht über die Hardangervidda in einem anderen Forum fand ich sehr gelungen. Seit über 25 Jahren fahre ich jeden Sommer nach Schweden, sehr viel nach Lappland und in das Härjedalen. Die Fischereimöglichkeiten in Lappland sind fantastisch, die Raftingtour in 2007 den Råstoätno (nördlichste Ecke Schwedens) runter mit einem kleinen Angelkatamaran war genial (Siehe Reiseberichte 2010).

Das wär was für Dich! Das Wandern im sogenannten Sandaslandet ist durch den Sand und Kiesboden ein Vergnügen, die Bäche und Seen quellen oft über von Äschen, Forellen und Saiblingen. Dazu noch der Lainioälv, der bis in den Oberlauf große Lachse führt. Im Sommer 24 Stunden taghell, baumlose Tundra, überall herrliche Weitsicht. Ob mit Wassergefährt oder per Pedes, für Deine Ambitionen sehr viele Möglichkeiten.

Was Sebastian schreibt, das hat auf jeden Fall Hand und Fuss, man merkt , dass er viel Erfahrung hat. Gebe ihm auch Recht bei dem, was er i.S. Zelt schreibt, es ist genau so, das ist Deine Trutzburg gegen Wind und Wasser, das MUSS was taugen und aushalten. Da würde ich nicht sparen.

Am Beginn meiner Forumsaktivität hab ich mal einen Sommerfahrplan Schweden geschrieben, das meiste wirst Du sicher schon kennen. Doch i.S. Mückenabwehr gibt es evt. noch was Neues für Dich (Stichworte Sterminio, "Pinkeldose").

Wünsch Dir gutes Gelingen und viel Spaß bei der Planung.

Grüße

Ralf
Angeln ist weit mehr als ein Hobby, es ist eine Lebensart.
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon flo staeuble » 21.12.2017, 09:28

Hallo! Wäre jemand so freundlich, den genannten Reisebericht zu verlinken?
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon matthias z. » 21.12.2017, 10:17

Moin Flo,

hat Sven doch in seinem Eingangspost schon getan?

Viele Grüße

Matthias
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Paljakka » 22.12.2017, 17:21

Hej Sven,

das Big Sky sieht schon deutlich vertrauenserweckender aus. Bei 1,4 kg hat der Hersteller sicherlich einiges abgespeckt aber wenn das Ding richtig aufgestellt ist und vor allem gut abgespannt ist, hält das sicherlich einiges aus.
Hilleberg haut schon ganz schön auf die ... was Preise betrifft. Mir gefällt allerdings die Philosophie, dass man sich im Leben nur ein Zelt kaufen muss wenn man zu Hilleberg greift. Sollte mal was kaputt sein, schickst du es ein und bekommst für billiges Geld dein Zelt repariert. Ich glaube mich zu erinnern das ein neuer Zeltboden etwas um die 70 Euro kostet inklusive Näharbeit. Bei anderen Herstellern ist ein neues Zelt fällig oder Eigeninitiative gefragt.

10 bis 15 Kilometer pro Tag dürften eigentlich nicht so wild sein, wenn man nicht gerade einen Kaltstart hinlegt. Wenn ich längere Zeit nicht gewandert bin, mache ich 3-4 Wochen vor einer Tour meine Einkäufe zu Fuss und mit Rucksack. Nach dem ersten mal fühlt man sich total gerädert, das legt sich dann aber nach ein paar shopping Ausflügen. Ist zwar etwas zeitraubend, aber deutlich von Vorteil seine Gelenke und Muskeln nicht erst während der Tour an die Strapazen zu gewöhnen.
So sollte man bei durchschnittlicher Fitness mit 25kg Anfangsgewicht auf dem Rücken problemlos 20 Kilometer pro Tag schaffen. Läuft man weiter melden sich zwischen Kilometer 20 und 30 auf jeden Fall die Füsse. Ab 30 Kilometern läuft man auf jeden Fall mit Schmerzen, aber man kann jederzeit selbst entscheiden wann der Albtraum ein Ende hat.
A propo Anfangsgewicht, was nimmst du denn zu Futtern mit? Da gibt es grosses Gewichtsparpotenzial. Fett hat doppelt so viel Kalorien pro Gramm wie Kohlenhydrate(Zucker, Mehl, Stärke) und Eiweiss. Wenn du einen guten Teil deines Energiebedarfs über Fette bedienst kannst du sehr viel Gewicht sparen, bei Essen für 12 Tage kommt da einiges zusammen.
Pemmikan wird häufig auf Expeditionen benutzt, ist eine echte Kalorienbombe und ist lange haltbar. Ist ein Gemisch aus gemahlenem Dörrfleisch, Fett, Talg und Früchten, klingt ekelhaft ist es auch ein bischen, aber durchaus essbar und praktisch. Kann als Basis für viele Speisen benutzt werden, funktioniert super als Brühwürfel und lässt sich billig selber machen.
Wenn man sich auf sowas einlässt muss man nur schauen, dass man nicht aus Versehen eine Atkins Diät macht. Also immer auch ein wenig Kohlenhydrate dazu essen sonst kann dein Körper das Fett nicht verstoffwechseln.
Kulinarisch ist aber was anderes.
Das ganze adventure food finde ich unverschämt teuer und das Zeug hat echt wenig Energie. 7-10 Euro für 600kcal??? Da braucht man dann min 3 Packungen wenn man nur im Zelt liegt, macht dann fast 200 Euro die Woche und du bist immer noch hungrig.
Dann lieber Schnellnudeln oder Reis, Pemmikan und selbst getrocknetes Gemüse.

So jetzt habe ich Hunger... das hat man vom posts schreiben....

Grüsse Sebastian
Paljakka
 
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 22.12.2017, 18:38

Zu den Hilleberg Zelten: Grade die Philosophie ein zelt für den Rest deines Lebens ist nichts für mich. ich bin jemand der immer an seiner Ausrüstung rumoptimiert und versucht für das jeweilige vorhaben das bestmögliche zu finden.

Zu den Strecken, unsere Erfahrung aus der Vidda war:
-10km: gut machbar
-15km: geht auch noch aber da schränkt sich das fischen schon ordentlich ein
-über 20km: Aua

Kommt aber auch aufs Gelände an in der Vidda hatten wir einige Abschnitte die auf der Karte gut aussehen, wo man dann aber in der Realität ständig kleine Hügel hoch und runterlief und so über die Strecke einiges an Höhenmetern zusammenkam oder eher schlecht begehbare Abschnitte wo man dann nach ner Stunde nur 2km weiter ist.

Zum Essen: Ich fand unsere Lösung mit 3min Spaghetti oder Couscous + Tütensoße vom Gewichts/Kalorien Verhältnis ziehmlich gut, da ja auch immernoch etwas Öl dazu kam war das von den Werten her Besser als Tütensoße.
Frühstück gabs entweder (Protein)Müsli mit Vollmilchpulver oder Bannock und Mittags dann halt Irgendwelche Riegel, Salami,Nüsse o.ä.
Zubereitungsaufwand und Brennstoffverbrauch hält sich in Grenzen, am sparsamsten ist es wenn man die Nudeln bereits in kaltes Wasser gibt, dann die Soße dazu wenn das Wasser kocht, und dann kann man den Brenner eigentlich schon ausmachen.

Von dem Treckingfutter werde ich nicht satt, und bin auch nicht bereit diese Summen dafür zu zahlen.
Pemmikan muss ich mal austesten, hört sich von den Werten her ja Top an.
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon nussey » 15.01.2018, 06:00

Hallo Sven,
auch von mir an dieser Stelle ein Lob, hab den Bericht gerade komplett gelesen, immer schön wenn Menschen ihre Erfahrungen teilen.
Zudem liest es sich angenehm und die vielen Bilder machen die Sache auch um einiges interessanter.
Liebe Grüße
Marco
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon jörg p » 16.02.2018, 20:09

hallo sven,das ist genau das was ich am liebsten mache .lange turen mit rucksack und fliegenrute manschmal auch mit kano.meine bevorzugten gebiete sind nord troms z.b.dividalen reiserdalen und die finnmarksvidda.jch mache es etwas anders ,ich gehe ca.10-15 km am tag ,baue mein basislager auf und mache dann tagesturen rund mein lager so 2-3 tage fische ich die in den seen und flüssen .dann ziehe ich weiter wieder so ca. 10 km u.s.w. dabei lernst du ein sehr grosses gebiet kennenund musst nicht so schwer tragen jedes mal ausserdem must du nicht jeden tag dein lager neu aufbauen. du hast mehr zeit zum angeln. deine grönland reise innteressiert mich habe die gleiche tur geplant aber meine 2 kameraden sind abgesprungen nun meine frage kann ich mich vielleicht bei dir(euch)mit einklinken .würde mich sehr freuen wenn das kappen würde .ein packkraft gummiboot habe ich nicht würde mir aber eins besorgen können.freundliche grüsse aus norwegen jörg
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 22.03.2018, 20:30

Moin jörg,
habs erst jetzt gelesen.
ich hätte grundsätzlich nichts dagegen Grönland zu 3. oder zu 4. loszuziehen,mein Reisepartner möchte das ganze aber lieber zu zweit machen.
Da das ganze seine Touridee war hat er da auch das letzte Wort was das betrifft.
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon jörg p » 29.03.2018, 11:49

alles klar dann wünsche ich euch eine wunderschöne tur mit viel fisch gruss jörg
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