Trekking und Fliegenfischen

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 16.12.2017, 14:26

Nach meiner Tour in die Hardangervidda dieses Jahr ( http://www.leidenschaft-meerforelle.de/ ... 54#p364033 ) bin ich ziehmlich angefixt was das Thema längere Wandertouren abseits von festen Wegen in Kombination mit Fliegenfischen betrifft.
Im Outdoorforum findet man zwar viele die solche Touren machen, da ist das Angeln bei den meisten aber eher Nebensache um das Abendessen etwas aufzustocken, während bei mir das Angeln natürlich einen deutlich höheren Stellenwert bei der Tourplanung einnimmt.

Wollte mal rumhorchen ob es hier noch Gleichgesinnte gibt, so das man sich über mögliche Touren, Ausrüstung, vorgehensweise bei der Planung etc. austauschen kann.

Ich plane für 2018 2 Touren, zum einen geht es für 14 Tage nach West Grönland, Route ist bereits geplant, es geht nördlich des Arctic Circle Trail mit Packraft (ca. 70km) und zu Fuß (ca. 100km) von Sisimiut nach Kangerlussuaq, dabei wollen wir diverse kleine Bäche und Flüsse abklappern in denen (hoffentlich!) Arktische Saiblinge schwimmen. Nebenbei werden wir auch noch in den Fjorden auf Dorsch fischen.

Die zweite Tour soll nach Nordnorwegen oder Schweden gehen,hier bin ich von der Vielzahl der Möglichkeiten aber noch ziehmlich üferfordert so das ich mich mit der Planung etwas schwer tue. Soll auf alle Fälle ein Revier mit Äschen und Forellen werden, am liebsten würden wir einem größeren Fluß von unterhalb der Baumgrenze bis ins Fjell hochlaufen und ggf. zubringer Bäche und Seen befischen und das Gewässer soll nicht so kommerziell erschlossen sein wie z.B. der Kaitum.
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Magellan » 16.12.2017, 15:44

Hawk hat geschrieben:Wollte mal rumhorchen ob es hier noch Gleichgesinnte gibt, so das man sich über mögliche Touren, Ausrüstung, vorgehensweise bei der Planung etc. austauschen kann.


Mensch klasse Vorhaben, hätte da so einige Tips für dich mit noch aktuellen facts !

Aber irgendwie tue ich mich schwer sie dir zukommen zu lassen, weil mir scheint (aber eigentlich ist es ja offensichtlich) dass dir generell nichts daran liegt den daraus gewonnenen Mehrwert mit diesem Forum zu teilen. Ist schon irgendwie frech wieder einmal auf ein Fremdforum zu verweisen.

Dieses Forum, so meine ich, ist auch aufgrund der (auch nicht kommerziellen) Reiseberichte etwas ganz einmaliges. Das wäre nicht der Fall wenn deine Vorgehensweise hier Schule macht.

Hawk, nach deinen Aktivitäten zu urteilen scheinst du ja ein ganz interessanter Geselle zu sein, aber ich finde diese Art ist doch ziemlich daneben.

Gruss
Heiko
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 16.12.2017, 16:46

Moin Heiko,

ich habs schonmal an anderer Stelle geschrieben ich würde meine Reiseberichte gerne auch hier posten, finde aber das dieses Forum das unnötig erschwert.
Ich habe nur die Möglichkeit diesen einzusenden (und verliere die möglichkeit diesen nachträglich zu editieren). Ein Forum um Reiseberichte zu posten gibt es in dem Sinne nicht, und selbst wenn müsste ich nochmal alle Bilder verkleinern und erneut hochladen. Außerdem finde ich es eine zumutung HD Bilder auf 1200 pixel zu verkleinern wir sind nicht mehr in den 90ern...
Überall anders kann ich den Reisebericht so posten wie er ist.
Wenn sich daran etwas ändert poste ich Reiseberichte gerne auch hier :wink:

Davon mal ganz ab wenn du dir mal andere Antworten von mir ansiehst wirst du feststellen das ich durchaus aktiv am Forum teilnehme und mein wissen teile. Wenn ich mir die Seite mit den Reiseberichten angucke dann gibt es 520 Reiseberichte aus den letzten 20 jahren, das Board hat über 5000 Mitglieder.
--> 95% der Mitglieder haben noch nicht einen Reisebericht verfasst (zumindest nicht hier :roll: ) nach deiner Logik verdienen die es also auch nicht da du dein Wissen mit ihnen teilst =D>

Hätte ich den Reisebericht nicht in einem anderen Forum sondern einem Blog gepostet wäre das dann aus deiner Sicht ok? Verlinkungen auf Blogs habe ich hier nähmlichs chon einige gesehen ohne das derjenige kritisiert wurde :roll: .
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Magellan » 16.12.2017, 17:55

Hawk hat geschrieben:Ich habe nur die Möglichkeit diesen einzusenden (und verliere die möglichkeit diesen nachträglich zu editieren).


Wrong information!

Hawk hat geschrieben: müsste ich nochmal alle Bilder verkleinern und erneut hochladen. Außerdem finde ich es eine zumutung HD Bilder auf 1200 pixel zu verkleinern wir sind nicht mehr in den 90ern...


... jegliches Bildmaterial das aus puplikativen Grund geschossen wird erfährt eine Nachbearbeitung!

Da ist das Anpassen der Pixelgröße lediglich ein mouse click entfernt...
Die überwiegende Anzahl der hier veröffentlichen Reiseberichte bieten eine wirklich exelente Bildqualität (Gewiss nicht die Meinigen!)

Überdenke es doch noch einmal ob es nicht doch die Mühe wert sein könnte, würde mich freuen deine Berichte auf dieser Plattform lesen zu können!

gruss
Heiko
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon fly fish one » 16.12.2017, 22:39

Lieber Sven,

Deine Aktivitäten sind der sprichwörtliche Hammer! Wirklich grandios! Würde mich echt freuen hier davon zu lesen. Mach doch einen einen Faden im Board selber - pfeif auf die Reiseberichte. Bleiben noch die Bildergrößen....


Dein Frank
Zuletzt geändert von fly fish one am 18.12.2017, 21:39, insgesamt 1-mal geändert.
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon MaxS » 17.12.2017, 02:17

@ Heiko,

wie du Leute, die hier großartige Beiträge posten, anfährst in deiner Funktion als Forumssponsor spricht nicht für Dich. In Gesamtbetrachtung mit deinen ungelenken Versuchen in entsprechenden Rubriken andere Forenparter im Advent tagtäglich zu “überposten” kommt da keine Lust auf, Reisen bei dir zu buchen. Der Ton macht die Musik!

Nichts für ungut

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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Cowie » 17.12.2017, 09:25

MaxS hat geschrieben:@ Heiko,

wie du Leute, die hier großartige Beiträge posten, anfährst in deiner Funktion als Forumssponsor spricht nicht für Dich. In Gesamtbetrachtung mit deinen ungelenken Versuchen in entsprechenden Rubriken andere Forenparter im Advent tagtäglich zu “überposten” kommt da keine Lust auf, Reisen bei dir zu buchen. Der Ton macht die Musik!

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=D> =D> =D> vollkommen richtig, man hat sich einfach als "Forenpartner", der die Plattform überwiegend geschäftlich nutzt, nicht als Admin oder Mod aufzuführen...
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Magellan » 17.12.2017, 14:12

MaxS hat geschrieben:@ Heiko,
In Gesamtbetrachtung mit deinen ungelenken Versuchen in entsprechenden Rubriken andere Forenparter im Advent tagtäglich zu “überposten” ...



Uii, jetzt entern wir aber den Faden, sorry Sven

Aber ist ja Schonzeit auf der anderen Seite des Teiches deshalb erlaube mir das ich ein wenig aushole Max:

ich antworte dir als: head guide, owner ,CEO, Animateur oder einfach nur als jemand der unglaublich viel Spaß und generell eine gute Zeit mit seinen Gästen verbringt.

...dann bist du also aufmerksam geworden auf meine Aktivität als Werbepartner, das spricht doch für sich selbst und das perfekte Layout dieser Unterrubrik.

Hier findest Du aktuelle Angebote (ausschließlich) unserer Werbepartner. Neuheiten, Sonderaktionen, Firmen-News, Hausmessen, etc...

...so die Beschreibung des Unterforums.


MaxS hat geschrieben:kommt da keine Lust auf, Reisen bei dir zu buchen. Der Ton macht die Musik!



Und da es noch recht früh ist hier in Argentinien, exakt 5 Stunden sind wir zurück, werde ich so frech sein zu bemerken dass in meiner bescheidenen Funktion als head guide von LSA hier in Argentinien und Chile, glücklicherweise andere Qualitäten als das legitime auftreten als ein Werbepartner gefragt sind, denn: ich treffe den Ton phantastisch!

Peace und einen frohen 3. Advent

Gruss
Heiko
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon MaxS » 17.12.2017, 19:24

Frohen dritten Advent nach Argentinien!

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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Bachneunauge » 19.12.2017, 11:22

Hallo Hawk,

schau dir doch mal das Grövelsjönfjäll bzw. den Rogen-Naturpark an der Grenze zwischen Dalarna und Herjedalen in Schweden an. Ist nicht Lappland aber schon sehr nordisch. Gerade über Oslo sehr bequem zu erreichen. Dort verläuft der südliche Kungsleden. Man kann z.B. den berühmten Storan rauflaufen und dort fischen, am Rogen-See und in etlichen kleinen Flüssen fischen. Auch die Strecke des Kungsleden zwischen dem Grövelsjönfjäll und dem südliche gelegenen Fulufjäll schein mir sehr interessant. Sie ist sicher nicht so stark besucht und führt an etlichen schönen Seen und Flüssen vorbei. Einziger Nachteil dieser Strecken sind die Karten. Man braucht die reguläre Karte Idre/Särna (Jahreskarte um die 40,- €), am oberen Storan gibt es ein sog. Prämiumstück für das man eine extra Karte braucht und schließlich die Karte für den Rogen-Naturpark. Wenn man auf der norwegischen Seite zurücklaufen und dort auch fischen will, braucht man auch noch eine norwegische Karte. Der Teil durch Norwegen dauert aber max. 2 Tage. Hier findest du die Infos auf Englisch: http://www.grovelsjon.com/fishing.htm. Mir gefällt die Gegend sehr gut und ich möchte die Runde irgendwann mal mit der ganzen Familie laufen.
Beste Grüße Dirk
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 19.12.2017, 12:43

Rogen und Femundsmarka hab ich auch schon drüber nachgedacht.
Ich habe aber sehr unterschiedliche Aussagen zu den Angelmöglichkeiten dort gehört, muss ich mir nochmal genauer ansehen.
Seit ihr da zu Fuß unterwegs? Die Region ist ja auch unter Wasserwanderern sehr beliebt.

Was ich auf jeden Fall nochmal machen möchte (vieleicht 2019) ist eine Süd-Nord Querung der Hardangervidda. Von Haukeliseter nach Trondsbu sinds rund 55km Luftlinie, effektiv wahrscheinlich also 80km-100km je nachdem wieviele Schwenker man macht um interessante gewässer zu erreichen. Sollte also gut in 2 Wochen machbar sein. Wenn man sich von den Wanderwegen etwas fernhält hat man auf jeden Fall seine Ruhe und Angelmöglichkeiten gibts sicherlich auch mehr als genug.
Und befischbar mit einer einzigen Angelkarte :D
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Michael. » 19.12.2017, 15:30

Hallo,

nur ganz kurz von mir am Rande. Unwahrheiten möchte ich hier nicht unkommentiert stehenlassen, deshalb gibt es als Hinweis für alle Reiseberichteschreiber im Fliegenfischer-Forum schon immer diese Anleitung auf der Reiseübersichtsseite zu lesen, die alles Wesentliche enthält (und auch klarstellt, dass es sich nicht so verhält wie von Hawk geäußert): http://www.fliegenfischer-forum.de/anleitung.html. Für wen das alles tatsächlich zu kompliziert sein sollte, besteht natürlich auch die Möglichkeit, seinen Reisebericht direkt und selbst hier im Board einzustellen und z.B. seine Bilder zusätzlich auf bildschirmfüllende Formate zu verlinken... Also liegen die wahren Gründe wohl woanders ... :wink:

Gruß
Michael
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Paljakka » 19.12.2017, 18:55

Hi Hawk

ich mache jedes Jahr mehrere Wandertouren ins schwedischen Gebirge mit Fokus auf Laufen, neue Gewässer erkunden, Fliegenfischen und Zelten. Mit dabei ist immer meine bessere Hälfte, Melanie und unser Jämthund, Saruman. Meistens sind wir zwischen 7-14 Tage unterwegs es ist aber auch schon vorgekommen das wir über zwei Monate unterwegs waren und dabei über 1300km gelaufen sind :shock:
Aus geografischer Bequemlichkeit (wir wohnen in Jämtland, zwischen Sundsvall und Östersund) bewegen wir uns häufig im Bereich Ljungdalen, Helags, Handöl und Vålådalen.
Aber im Prinzip haben wir uns das komplette schwedische Gebirge von Grövelsjön bis hoch ins Dreiländereck nach Treriksröset durchgefräst, eh gefischt und gelaufen. Dabei fischereilich an vielen interessanten Stellen vorbeigekommen mitunter an Namen wie Ransarån, Ammarnäs, Tärnasjön.....und Rogen Naturreservat. Eine durchaus interessante Gegend bestehend aus einem unendlichem Gewässerlabyrinth und Steinen, jeder Menge Steinen. Mein Gott, was habe ich die verflucht es hat nur geregnet und es war sehr glitschig. Wenn ich dort wieder hingehen sollte, dann eher mit dem Kanu.
Persönlich bevorzuge ich eigentlich alles was oberhalb der Baumgrenze ist, hat einige Vorteile, keine Hechte, keine Barsche, eine staatliche Angelizenz die im ganzen Bundesland gillt, anspruchsvolle Fischerei in glasklaren Gewässern, niedrige Wassertemperaturen die das Fischen auf Saibling begünstigen, häufig ein wenig Wind, der die Mücken vertreibt, die Fernsicht.
Der grösste Haken an der Sache ist, dass sich die Fischerei hauptsächlich auf Seen abspielt. Das ist nicht jedermanns Sache und kann einen oft an den Rand des Wahnsinns treiben. Oft stehen die Fische zu weit draussen oder zu tief oder sind durch das klare Wasser sehr leicht aufzuscheuchen. Gute Fliessgewässer sind in den höheren Lagen leider Mangelware führen oft kleine Fische, wenig Wasser oder sind für mein Empfinden überlaufen.

Deine Hardangervidda-Tour war genau nach meinem Geschmack und ähnelt stark dem was ich am liebsten mache. Ich freue mich immer über Gleichgesinnte, wäre cool wenn wir Erfahrungen austauschen könnten. Vielleicht kann ich auch mit dem ein oder anderen Tipp zu deiner nächsten Tour beisteuern. Falls es nach Schweden gehen sollte, habe ich auf jeden Fall so ziemlich jede Wanderkarte fürs Gebirge. Das ist dann sehr hilfreich bei der Tourenplanung wenn man sich mal für eine Region bestimmt hat.
Hast du denn schon einen bestimmten Zeitpunkt für deine Tour?
Das spielt eine nicht unerhebliche Rolle für die Gebietsauswahl. Die absolut besten Tage erlebt man kurz nachdem sich die Seen vom Eispanzer befreien wenn dann noch ein richtiger Temperaturanstieg kommt und der Insektenschlupf explodiert, erlebt man total verrückte Tage da oben. Auf Höhe von Åre/Östersund ist das Irgendwo zwischen Mitte und Ende Juni so, weiter Richtung Norden natürlich dann etwas Zeit verzögert und von Jahr zu Jahr immer etwas unterschiedlich.
Im Spätsommer wird es dann bei mir in der Umgebung im schwerer mit der Fliegenrute, da ist dann der hohe Norden deutlich im Vorteil.
Oder man versucht sich an der Küste auf Mefo. Habt erst dieses Jahr mit der spannenden Fischerei angefangen, viel Lehrgeld zahlen müssen, da dass hier keine Sau betreibt und somit keine Infos zu finden waren. Mich mühsam durch Google Earth Ansichten gekämpft und letztendlich erfolgreich belohnt worden. Und das alles ganz für mich allein, fast wie im Fjäll.

So, jemand wartet seit längerer Zeit auf Zugang zum Laptop.

Wir hören von einander....
Frohe Weihnachten an alle die mitlesen

Grüsse aus dem tiefverschneiten Schweden

Sebastian
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Hawk » 20.12.2017, 08:44

Moin Sebastian,

klingt sehr spannend, wenn man da oben wohnt hat man natürlich noch deutlich mehr Möglichkeiten, bei mir wird es bei 1-2 Touren pro Jahr bleiben müssen.

Wie gesagt ob Schweden oder Norwegen steht noch nicht fest, bin da noch für alles offen. Da jetzt für Juli die Grönland Flüge gebucht sind bliebe für die 2. Tour entweder anfang Juni was für die meisten höher gelegenen Gebiete oder Schmelzwasser führende Flüsse wohl zu früh ist oder mitte August. Denke mal es wird eher letzteres werden.
Ich weiß auch noch nicht 100% ob mein Kumpel bei der Tour mitkommt, ich plane das ganze also erstmal als Solo Tour.

Bin jetzt auch dabei meine Ausrüstung Gewichtstechnisch noch weiter zu optimieren, Schlafsack einen 800gr DaunenSchlafsack statt dem doppelt so schwerem Kunstfaser, Isomatte ne Schaumstoffmatte und n ein Personen Zelt, wobei ich bei letzterem noch etwas schwanke zwischen Gewichtsoptimierung, Platzbedarf und Sturmfestigkeit. So ein Nordisk Lofoten 2 mit 500gr Gewicht und dem Packmaß von ner Wasserflasche reizt natürlich schon, aber Platztechnisch ist das ne bessere Hundehütte und wielange das mitmacht wenn man von nem Sturm überrascht wird ist auch fraglich :roll:
Gruß
Sven
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Re: Trekking und Fliegenfischen

Beitragvon Paljakka » 20.12.2017, 20:45

Hi Sven,

Anfang Juni ist definitiv noch zu früh für höhere Lagen, zumal es scheint ein sehr schneereicher Winter zu werden.
Dann ist Mitte August sicher die bessere Wahl und dann auch möglichst weit in den Norden. Ich habe letztes Jahr bei uns im August ganz schön abgeschneidert, das Fischen hatte sich auf kurze Perioden abends und am frühen morgen beschränkt. Tagsüber war nichts zum Machen, die Fische standen in unerreichbarer Tiefe und Weite.
Oberhalb des Polarkreises habe ich auch im August immer noch sehr gut gefangen. Allerdings beschränken sich meine Erfahrungen hauptsächlich auf Stillgewässer. Wenn du unbedingt einen Fluss in Richtung Baumgrenze entlang laufen möchtest, gibt es sicherlich andere im Forum die dir besser weiterhelfen können.
Was ich aber auf jeden Fall mal machen möchte, ist den Lainioälven entlang wandern, dann aber mit etwas kräftigerem Gerät . Das wäre auf jeden Fall ein Traum so weit oben ein Lachs drillen zu dürfen und dabei in dir Ferne blicken zu können.

Daunenschlafsack ist auf jeden Fall eine der besten Investitionen die man machen kann. Der grosse Temperaturbereich, das Gewicht und Haltbarkeit sprechen für sich, nur nass werden darf er nicht. Bei Kunstfaser brechen die Fasern mit der Zeit und die Isolationsleistung geht deutlich zurück.
Ich habe einen western mountaineering ultralite, der hat genügend Reserven nach unten hin. Es kann da oben schon mal ganz frisch werden und wenn du dich dann durchnässt, hungrig und müde in deine Müffeltüte legst, fühlt sich dein Komfortbereich auf einmal gar nicht mehr so kompfortabel an. Und wenn es nachts noch sehr warm ist, kannst den Schlafsack komplett aufmachen und als Decke benutzen.
Ein ultraleichtes Zelt hört sich sehr verlockend an weil auf einen Schlag ein Kilo oder mehr eingespart wird, kann ich aber absolut nur von abraten. Das Lofoten 2 ist immerhin ein doppelwandiges Zelt, alles andere ist eine Tropfsteinhöhle, aber du wirst in Sachen Lüftung, Platzangebot und vor allem Stabilität ganz schön Abstriche machen müssen. Lüftung und Platzangebot kann man mit Leben, aber wenn du irgendwo mitten in der Pampa in einem Sturm sitzt und dein ultraleicht Zeltchen die einzige Schutzhülle ist die dir bleibt, hast du definitiv ein Problem. Dann macht nämlich das Gestänge schlapp, da können die Herrsteller nämlich am meisten einsparen und weglassen, und du kannst dich gedanklich schon mal mit deinem Daunenschlafsack(nicht nass werden!) auf ungemütliche Zeiten einstellen. Wir hatten auch mal überlegt uns ein ultraleichtes Zelt anzuschaffen, das haben wir uns dann in einem Fachgeschäft vorführen lassen. Das ist jetzt kein Witz, beim Aufbauen ist dem Herrn die Zeltstange beim einfädeln abgeknickt, danach was das Thema vom Tisch.
Ich persönlich finde das Hilleberg Akto oder das Solo(Ganzjahreszelt, und absolut Sturmerprobt) für den Bereich sehr geeignet, wiegt aber deutlich mehr als 500gr, eher so zwei Kilo. Vor allem das Solo ist sehr praktisch kann bei Schlechtwetter schnell mal aufgestellt werden um darin zu kochen ohne es Abspannen zu müssen.
Einen hätte ich noch, schau dir vorher an wie das Zelt aufgebaut wird, es gibt Zelte wo ernsthaft erst das Innenzelt aufgestellt wird, dann wir das Aussenzelt drüber gezogen. Wie sinnvoll das bei Regen ist brauche ich nicht erwähnen.
Schaumstoffmatte kann man machen, finde ich aber eher sinnvoll bei Schneetouren wo du dir eine gute Liegefläche modellieren kannst. Mir ist ein guter Schlaf wichtiger als 300gr weniger auf dem Rücken. Ich habe eine Thermarest NeoAir Xtherm und bin damit bisher sehr gut gefahren, sie raschelt ein wenig und ist etwas rutschig aber sonst top.
Bei Zelt, Rucksack, Schlafsack und Isomatte bin ich nicht gerade ein Freund von ultralite Varianten. Leicht, ja sehr gerne, aber nicht auf Kosten von Robustheit und Gesundheit. Bei allem anderen darf es so viel ultraleicht sein, dass die Scheine nur so davon flattern.

Grüsse Sebastian
Paljakka
 
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