Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Ihr sucht ein Plätzchen, wo es sich gut Fliegenfischen läßt? Oder habt Ihr im Urlaub besonders gute oder schlechte Erfahrungen gemacht und möchtet diese weitergeben? Inklusive Salzwasser- (Süden-) Fliegenfischen.

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Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Hickey » 10.09.2018, 11:09

Hallo zusammen,

gerade ist die Urlaubszeit 2018 vorbei, da fange ich an, mir Gedanken über den Jahresurlaub im kommenden Jahr zu machen. ;) Seit Jahren schwebt mir die Idee vor, einen Roadtrip per Wohnmobil zu machen, der uns immer wieder an nette Fischgründe bringt (Forelle, Äsche, Hecht). Schwerpunkt naturnahe Campingstellplätze, ggf. auch mal eine Nacht Wildcampen dazwischen.

Als Zielregion schwebt mir entweder Skandinavien vor (mögliche Start-/Endpunkte: Stockholm, Oslo, Bergen, ggf. Hamburg, wenn da das WoMo günstiger ist), oder die Rocky Mountains der USA (Start-/Endpunkt: Denver). Ganz vielleicht könnte auch der kanadische Westen Ziel werden (Start-/Endpunkt: Vancouver). Also letztlich alles Ziele, für die es von München aus einen Direktflug gibt. In Sachen Zeit hätte ich etwa 2-3 Wochen eingeplant, und als Zeitraum kommt etwa Mitte Juli bis Ende September in Frage. Fischen würde ich in der Regel nur an Gewässern, wo man auch mal mindestens 2 Nächte stehen bleibt, sonst wird mir das zu stressig.

Hat jemand sowas schon mal gemacht und kann seine Reiserouten-Erfahrungen teilen? Auch Tipps für folgende Punkte wären gefragt:
- ein Wohnmobil zu mieten ist abartig teuer - wer kennt Anbieter mit besonders gutem Preis-/Leistungsverhältnis?
- welche Gewässer sollte man anpeilen?
- gibt es Stellplätze am Wasser, die man in die Routenplanung mit aufnehmen müsste?
- welche Reisezeit sollten wir wählen?

Ich wäre für alle Tipps und Erfahrungen dankbar. Ich habe eine grobe Vorstellung von der Reise, weiß aber noch nicht so Recht, wo ich mit der konkreten Planung überhaupt anfangen soll. Und wenn sich das am Ende als fixe Idee herausstellen sollte, muss ich mir ohnehin etwas anderes überlegen. ;)

Danke und tight lines!
Michael
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon fly fish one » 10.09.2018, 18:15

Hallo Michael,

beides astreine Ziele. Ich war in Norwegen mit dem Wohnwagen, in USAs Florida, USA Süd-Westen und Kanada Vancouver Island und ein wenig Rockies mit dem Wohnmo unterwegs. Man kann es, obwohl nicht genau Deine Ziele, aber ein wenig verallgemeinern: Diese Art zu reisen ist in den USA und Kanada einfach begeiserternd. Also ganz großartige Idee. Für Skandinavien kann ich es ebenso unterstreichen.

Nuuur, leider sind die Mietpreise für Wohnmos in USA/CAN deutlich gestiegen. Ich war noch vor dem schwachen Euro dort, also bevor die EU beschlossen hat Griechenland usw zu retten. Hier in Deutschland kosten die winzigen Sardinenbüchsen und Klaustrophobie auslösenden Wohnmos (bei den AMIS ist auch das immer ein wenig grösser und es war auch noch erheblich günstiger) tatsächlich schon immer einen Haufen Kohle.

Ich fand damals meine Wohnmobile über https://www.canusa.de
Die hatten immer die besten Preise und immer auch mit günstigem Flug. Sie boten auch so etwas wie "second season" Wohnmos an. Die waren tadellos, auch riesig und günstiger als die sonst fabrikneuen Wohnmos, die dir sonst zur Verfügung stehen.

Für Europa muss ich leider passen. Da habe ich mir die Miete immer verkniffen, weil ich eben duch die USA Trips verwöhnt war. Ich habe statt dessen gezeltet. Neuerdings besitzen wir einen eigenen Wohnwagen - auch Typ Sardinenbüchse, da ich mir keine Fleetwoods leisten kann und sowieso dauernd umziehe.

Die Entscheidung zwischen Skandinavien und USA/CAN würde auch mir sehr schwer fallen. Ein wenig würde ich USA/CAN präferieren. So nach dem Motto "once in a lifetime" und nach Norwegen etc kommt man schneller und einfacher mal hin. Deine Reisezeit schreibt aber auch ein wenig die Ziele fest. September z.B. ist mit Lachse Norwegen und allgemein die Saison Ende im Gelände. Wird dann auch schon mal empfindlich kalt - je nachdem wie nördlich Du steckst. Ich kenne die Rockies nicht wirklich, aber wie in den Alpen ist im September sicher schon in höhren Lagen mit Schnee zu rechnen. Ich persönlich würde den Juli als besten Zeitpunkt für beide Ziele ansehen. Du kannst auch sicher sein, dass Du an dem Fluss/Bach/See/Meer Deiner Ziele immer einen Stellplatz findest. Auch ohne Reservierung. Niemand macht in diesen Ländern Urlaub und klebt dann mit Vorzelt und Kühlschrank inclusive 3 Wochen auf irgendwelchen Plätzen. Es ist ein ständiges Kommen und Gehen - oft abends Kommen und morgens wieder Gehen. Man kann aber auch sicher problemlos für 2 - 3 Tage bleiben. Also wenn Du Ziele gefunden hast, sind die Plätze kein Problem. Und wenn Du nach Norwegen, Schweden oder Vancouver kommst, vergiß die langen Zweihänder nicht!! :shock:

Frank
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Trockenfliege » 10.09.2018, 18:26

Es gibt in Deutschland die Möglichkeit, private Camper zu mieten, was deutlich günstiger sein soll, als bei den normalen Vermietern.

LG
Reinhard
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Rais » 10.09.2018, 19:07

Hi,

ich war ja kürzlich mit Camper in Norwegen. Wenn man keine Ansprüche auf Riesenfische hat und etwas flexibel ist, braucht man sich über die Reiseroute keine großen Gedanken machen,
weil es wirklich überall gute Möglichkeiten zum Fliegenfischen gibt. Aus meiner Sicht absolut zu empfehlen...
Aber USA/Kanada ist bestimmt mindestens genauso großartig bezüglich Natur und fischereilicher Möglichkeiten. Norwegen und Schweden sind halt von Deutschland aus leichter zu bereisen...
Gruß,

Stefan
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Hickey » 11.09.2018, 08:23

Danke euch allen für die Beiträge! Was ich, in Bezug auf fly fish one's Beitrag vielleicht noch erwähnen sollte: An Lachsfischerei bin ich absolut nicht interessiert - dazu fehlt mir die Geduld. ;) Mir geht es einerseits um schöne Hechtfischerei an Fließgewässern oder menschenleeren naturromantischen Kleinseen, oder um die klassische Salmonidenangelei auf Äschen (favorisiert), Saiblinge (wäre mal toll) und Forellen. Dass gerade Äschen in den USA eher weniger verbreitet sind, ist mir dabei natürlich bewusst, spielt aber nur eine untergeordnete Rolle.

@Rais: Du beziehst dich sicher auf die Reise aus diesem Thread: urlaub-fliegenfischen-weltweit-f26233/schweden-ende-juli-anfang-august-t274155-s15.html

Wärst du bereit, deine Erfahrungen noch ein bisschen detaillierter zu teilen? Hättest du z.B. eine Route bei Google Maps oder ein paar Standplatztipps für mich? :)

Danke und Grüße
Michael
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Huddell » 11.09.2018, 12:26

Hey,

Schöne Sache. Ich habe selber ein Wohnmobil und war schon viele male in Skandinavien unterwegs. Man sollte sich dort oben nicht unbedingt auf eins der Länder begrenzen. Wenn man nördlich von Trondheim/Östersund unterwegs ist, sind beide Länder Grenznah sehr schön zu befischen. Dort ist allerdings eher Fjäll Gebiet. Das bedeutet weniger Äschen mehr Forellen und Saiblinge. Aber auch dort gibt es unzählige Möglichkeiten der Variation.

Ich stehe meist wild mit meinem Wohnmobil, bedeutet irgendwo, wo gerade Platz ist. Noch nie habe ich damit negative Erfahrungen gemacht. Ab und zu fahre ich ein Hotel/Campingplatz an, um mich nochmal richtig ausgiebig zu duschen und die Wasservorräte wieder aufzufüllen. Dann geht's allerdings weiter zu den Gewässern.

In Skandinavien ist die Fischerei sehr launisch und Wetterabhängig wie ich finde. Traumtage wechseln sich ab mit Schneidertagen. Landschaftlich aber herrlich entspannend.
Ich bin auch der Meinung das USA bzw. Can(Vancouver) eine once in a lifetime Erfahrung bietet. Man ist so verdammt schnell in Skandinavien. Das kann man immer, auch spontan.
Für mich ist das Grundsätzlich wie Tag und Nacht zu vergleichen. Nicht weil das eine besser ist als das Andere. Es ist einfach viel viel weiter entfernt und ein ganz anderes Abenteuer.

Für mich geht es im Dezember 5 Wochen nach Neuseelands Südinsel (Mit Wohnmobil). Ich bin gespannt auf diese once in a liftime Erfahrung.

LG

Marc
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Hickey » 11.09.2018, 16:45

Danke auch für deine Eindrücke, Marc.

Ich muss vielleicht noch folgendes dazu sagen: Ich war bereits in den amerikanischen Rockies (Colorado, Wyoming, Montana, etwas Idaho und Utah), sowie in Vancouver und den kanadischen Rockies (Jasper NP, Banff NP, Icefield Parkway). Außerdem war ich bereits in Schweden (vornehmlich die Gegend um Östersund), als auch in Norwegen (Trysil, Dovrefjell, Alesund, Trondheim). Allerdings: weder mit dem Wohnmobil, NOCH fischend. Geschweige denn mit genügend Muße/Zeit zum Fischen.

Und: Ich habe eine dann 4-jährige Tochter im Schlepptau, so dass ich dazu tendiere, die Flugzeit zu minimieren und so dass ich keinesfalls rund um die Uhr fischen kann. ;)

Und als allerletztes: Wenn man aus Südbayern kommt, ist (das nördlichere) Skadinavien auch eine Fernreise. :mrgreen:
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon HansAnona » 12.09.2018, 19:36

Hi,

Bin auch aus dem Süden und diesen Sommer mit dem Womo zweimal in Skandinavien gewesen. ...

Eine Tolle Route ist in einem Rutsch nach Kiel, dann über Nacht Fähre nach Göteborg, Dann den Inlandsvejen in Schweden ca. 500 km in den Norden...

Da bist du am späten Nachmittag schon am Wasser.

Grüße, Alf
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon jo » 18.09.2018, 15:38

Hallo Hickey,

dieser Once-In-A-Lifetime-Trip verläuft oft so, dass man noch ein zweites Mal hinreist, weil man erst nach der Rückkehr so richtig verstanden hat, wie die Dinge in den Rockies laufen. Die Entfernungen (insbesondere zwischen den Gewässern) sind meist nicht ohne und die Gewässer nicht immer leicht zu befischen. Dann noch mit einem 4-jährigen Kind und der lange Flug? Da müsste ich nicht lange überlegen -> ganz klar Skandinavien. Kürzere Wege, sparsamere Wohnmobile, deutlich kürzere Wege zwischen den Gewässern mit (gefühlt) mehr Fisch. Die Rockies würde ich mir für ein anderes Mal (z.B. Reise ohne Kind oder wenn sie älter ist) aufheben...

viele Grüße
Jo
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Pelsi » 18.09.2018, 21:58

Also, ich kann ich mich Jo's Meinung zu 100% anschließen...
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Rais » 19.09.2018, 17:24

Hi,

ich hab leider nur einen Screenshot von meinem Bruder zugeschickt bekommen. Die grobe Richtung ist hoffentlich erkennbar. Prinzipiell ist es aber völlig egal, einfach vor Ort
ein paar Infos erfragen und im Vorfeld ein wenig informieren. Schön ist es überall.

Gruß,

Stefan
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Hickey » 19.09.2018, 20:10

Danke euch allen für die Meinungen und Erfahrungen! Ich denke, ich sehe das so wie ihr. Die Rockies müssen wohl noch etwas warten. :cry:

@Rais:
Also seid ihr mehr oder weniger um die Hardangervidda rumgefahren und habt auch das Fjordland angekratzt. Dass das super war, glaube ich gern.


Ansonsten überlege ich auch, ob Kuusamo/Ruka/Oulanka in Finnland auch eine Option sein könnte...
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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon dreampike » 19.09.2018, 23:08

Hallo Michael,

wir haben vor ein paar Jahren einen dreiwöchigen Trip nach Norwegen gemacht und uns ein Wohnmobil in Bayern (Lobra, Kiefersfelden) gemietet. Das hat uns in der Hauptsaison ca. 100€ am Tag gekostet. Eine Anmietung in HH oder gar Oslo wäre um einiges teurer geworden und dann kommen noch die Flugkosten dazu. Und die Variante Flug/ Anmietung vor Ort hat auch den Nachteil, dass Du in Deinem Gepäck sehr eingeschränkt bist und nicht schon daheim viele Nahrungsmittel (günstiger?) kaufen kannst. Nachteil ist halt die längere Anfahrt...

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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Felixx95 » 21.09.2018, 12:13

Hallo Michael,

Ich bin schon mehrere Male mit dem womo durch Skandinavien gereist; das heißt vor allem durch Lappland.
Über die Jahre hat sich für mich der schwedische Teil von Lappland als Favorit herausgestellt; und ich werde dir auch gerne erläutern warum. Norwegen ist mit seinen Bergen, Gletschern und Fjorden natürlich wunderschön. Doch vor allem durch die vielen hohen Berge und das unzugängliche Gelände sieht es dort eben so aus, dass sämtliche Straßen und Ortschaften direkt an den Flüssen liegen, da diese ja (logischerweise) durch die Täler fließen und das somit die einzigen stellen sind die begehbar und bebaubar sind. Die Flüsse sind zwar nicht verbaut jedoch bist du eben meistens nicht all zu weit entfernt von Ortschaften oder Hauptstraßen. In Schweden und Finnland ist das Gelände zugänglicher weshalb du auch sehr viele kleine Schotterpisten finden wirst die dich erst ein mal kilometerweit durchs nichts direkt an den Fluss führen wo du dann weit abgelegen und wirklich in der Wildnis angeln kannst. Außerdem sind die Lizenzen dort deutlich günstiger.

Als Gewässer kann ich dir den Vindelälv sehr ans Herz legen. Dieser fliest durch das südliche Ende von Lappland, kurz unterhalb des Polarkreises. Von vielen Schweden wird er als eines der besten Äschengewässer des Landes gehandelt. Äschen gibt es dort wirklich im Überfluss. Ich habe dort unter anderem mit großen Blinkern auf Lachs gefischt und dabei regelmäßig 40er oder 50er Äschen als „Beifang“ gefangen. Mit der Fliegenrute kannst du diese Fische ganz gezielt fangen. Es ist wirklich unglaublich wie viele Kapitale Äschen dort leben. Vor allem die Region um Gargnäs macht sich dabei sehr gut.
Am Oberlauf in der Region Ammarnäs kannst du auf die legendäre Ammarnäs Forelle angeln. Ein spezieller Forellenstamm der innerhalb des Flusses zum ablaichen in die großen, See-artigen Laichgründe im Fjäll wandert. Diese Forellen haben ein Durchschnittsgewicht von 3,9kg.
Die besten strecken (zb sjöforsen und järnforsen) sind fly-only.

Außerdem findest du dort die Flugfiske Pärla (Fliegenfischer Perle), den Gargån. Ein Zufluss des Vindelälv in der Region Gargnäs, für welchen die beste Strecke auch fly-only ist. Dieser Fluss ist meistens geschätzt zwischen 6 und 12 Meter breit und geprägt durch viele große Felsen, Stromschnellen und Pools. Dort gibt es immens viele Äschen und einige Forellen. Die Äschen sind zwar nicht sehr groß jedoch gibt es sie in Massen. Die Forellen dort überschreiten regelmäßig die 50cm Marke.

An allen beschriebenen stellen kannst du in völliger Abgeschiedenheit und wilder Natur parken und angeln.

Außerdem ist das Angeln dort sehr gut organisiert. Du findest hier unter diesem link Informationen und Bilder zu allen möglichen Stromschnellen und Pools mehrerer Lizenzabschnitte. Hier geht es vor allem ums Lachsfischen jedoch steht auch immer dabei welche anderen Fischarten dort gut zu beangeln sind. https://www.fiskekort.se/laxriket/fiskeplatser/

Auf YouTube findest du unter dem Titel „ett fiskeår längs vindelälvensdalen“ ( Ein Angeljahr entlang des Vindelälv-Tales )auch einen mehrteiligen Film über die vielfältige Fischerei in diesem Fluss von der Mündung bis rauf in den Oberlauf.

Ich habe schon in unzähligen Flüssen Lapplands gefischt und noch nie einen gefunden der so vielfältig ist und an welchem man so regelmäßig so erfolgreiche Angeltage erlebt.

Wenn du mehr wissen willst stehe ich dir gerne mit Rat und Tat zur Verfügung.

Liebe Grüße,
Felix



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Re: Wohnmobil-Roadtrip durch Skandinavien oder die Rockies?

Beitragvon Hickey » 21.09.2018, 15:52

Felix, danke für den Wahnsinnsbeitrag! Werde ich mal sacken lassen.
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