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Re: Welches Belly Boat?

BeitragVerfasst: 09.06.2019, 13:11
von Jonas199
Hallo zusammen,

ich fische dieses Bellyboat hier:

https://www.adh-fishing.de/ausruestung/ ... -bellyboat

Gut:
    - Aufblasbarer Sitz (Rückenlehne und Pobackenteil separat aufblasbar)
    - Jeder Schlauch hat zwei separat aufblasbare Kammern
    --> das macht insgesamt 6 separat aufzublasende Luftkammern. Da hat man sicherheitstechnisch schon ein gutes Gefühl auf dem Wasser
      - ausreichende Tragfähigkeit (140kg)
      - Tragriemen werden mitgeliefert (kann dann als Rucksack getragen werden, ist wirklich praktisch)
      - gutes Preis/Leistungsverhältnis (aktuell 229€)
      - liegt meiner Meinung nach sehr gut im Wasser.
    Nicht so gut:
      - könnte ein bisschen leichter sein (wiegt 8kg)
      - ich hatte Probleme mit den großen Luftkammern: an der konisch zulaufenden Spitzen habe ich mehrmals winzig kleine Löcher bekommen, was Luftschwund auf dem Wasser zur Folge hatte. Aber dadurch, dass eben 6 Kammern vorhanden sind, war das überhaupt kein Problem. Ich konnte trotzdem Weiterfischen und sicher zum Ufer kommen. Ich habe dieses Problem dann nach ca. 20 Einsätzen bei adh-fishing reklamiert und habe kostenfrei ein neues zugesendet bekommen. Habe dann bei dem neuen Drifter prophylaktisch auf einer Länge von ca. 10cm die Nähte mit Aquasure verstärkt, seit dem hatte ich kein einziges Loch mehr.
      - Die Bendel welche an den Reißverschlüssen dran sind, reißen leicht ab. Hier habe ich einfach selbst neue Kordeln angebracht, funktioniert einwandfrei.

    Insgesamt bin ich, trotz der anfänglichen Probleme die ich mit meinem Drifter hatte, wirklich sehr zufrieden!

    Tight Lines
    Jonas

    Re: Welches Belly Boat?

    BeitragVerfasst: 09.06.2019, 14:53
    von abelsuper8
    Zuerst mal ich will kein Boot schlecht machen!
    Will euch nur helfen nicht so viel Geld wie ich aus dem Fenster zu werfen!
    Wie oben erwähnt habe ich seit ca. 9 Jahren ein Outcast Prowler,dass ich damals für knapp 1000€ kaufte und seit dem nix besseres für meine Fischerei gefunden habe.(Hatte auch kein Bedürfnis was zu suchen-weil begeistert!)
    Ich fische an Seen und Flüssen auf Hecht und Forelle.
    Es ist wichtig zu wissen Wo,mit wieviel Gepäck, für welchen Zeitraum ich fischen möchte, und wie ich mit dem Boot ans Wasser komme!

    Ich war auch mal Besitzer eines Guidline Drifter, über das ich nicht viel Gutes berichten kann.
    1. Das Boot hält die Luft nicht gut.
    2. Die Ventile liegen in den Taschen die nicht abnehmbar sind.
    3. Der „Kofferraum“ ist aus Mesh-Gewebe,also wird alles von unten nass! Im Prowler ist hinten viel mehr Platz,was wichtig ist!Nicht vergessen das ihr Watschuhe dabei habt.
    4. Man sitzt viel tiefer im Wasser, was bei kaltem Wetter nicht gut ist und jeder Millimeter Höhe ist automatisch Wurfweite.
    5. Das Drifter ist viel instabiler als mein Prowler.(Kann man bei dem Preisunterschied aber verstehen).

    Der Weg an das Wasser ist mit Beiden beschwerlich!
    Da ist das Prowler echt nicht gut!
    Es ist halt das geräumigste Belly auf dem Markt!Auch die optimalen Tragegurte helfen da nicht! Da zählt jedes Gramm Gewicht.
    Ich bin aber auch nie weit mit dem Boot auf dem Rücken unterwegs!
    Das Prowler hat abnehmbare Taschen und das ist super bei einem Trip an einem Fluss!
    Boot ins Gebüsch,Taschen unter den Arm und ab ans Auto.

    Nicht zu vernachlässigen sind aber auch die Flossen!
    Wer was Gutes will muss bluten....
    Habe auch damals Flossen von glaube Guideline gehabt! Naja....
    Bei großen Gewässer und schlechten Wetter ist es schon mit guter Technik nicht leicht auf Kurs zu bleiben.Deswegen Force Fins!
    Da lohnt es sich online zu suchen!! Ich habe sie damals von einem Taucherladen gekauft und 200€ bezahlt.

    Aber egal was für ein Boot ihr kauft! Vergesst nie das euch das Boot wieder sicher ans Ufer bringen muss!
    Mit Wathose schwimmen ist keine gute Idee und kann tödlich ausgehen!!!

    Wenn jemand eine Frage zum Prowler hat einfach schreiben!
    Gruß Timo



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    Re: Welches Belly Boat?

    BeitragVerfasst: 08.07.2019, 14:22
    von chrmuck
    ... habe hier mal reingeschaut und kann ein paar eigene Erfahrungen beisteuern:

    Erst mal Hallo Zusammen!

    Bei mir in (gelegentlicher Benutzung, weil leider an wenigen Seen bei uns in der Umgebung zugelassen / erlaubt) ist ein OUTCAST FishCat 4. Wie oben schon beschrieben mit zwei seitlichen Luftkammern und zwei festen Hartschaumpolstern für Sitz und Rückenlehne.

    Positiv: Bequem (Sitzneigung lässt sich auch bei Benutzung verstellen), leicht (ganz gut zu tragen, sofern nicht zu vollgepackt, ich habe mir die optionalen Rucksackgurte angeschafft), Qualität der Materialien und der Verarbeitung augenscheinlich gut und bisher nicht zu beanstanden, gut zu paddeln und einigermaßen gut zu manöverieren (mir fehlen allerdings Vergleiche), gute Verstaumöglichkeiten für Zubehör und Proviant (Taschen nicht wasserdicht!), viele zusätzliche D-Ringe bzw. Ösen

    Negativ: Durch die Hartschaumpolster etwas schlechter zu verstauen als bei Luftpolstersitzen, insgesamt großes Packmaß, bei den Ventilen verliert man schnell die Dichtringe (ist mir bereits passiert), die Rucksackgurte haben wenig Vertrauen erweckende Kunststoffeinhänger (haben aber bisher gehalten), gefühlt Wind- und Wellenanfällig (auch hier fehlt mir der Vergleich, ob das bei anderen Bellys ähnlich ist - müsste aber so sein, die Silhouette ist ja vergleichbar)

    Ich habe das Belly Boot gebraucht auf ebay erstanden, es war neuwertig und deshalb war das Preis-Leistungsverhältnis meines Bellys Super! Ich bin 1,75 cm groß und komme mit der Ergonomie (Sitzhöhe, Beinwinkel beim Paddeln) sehr gut zurecht, auch über die Zuladung mache ich mir keine Gedanken, sie ist für mich mehr als ausreichend. Als Alternativen hatte ich das Belly von GUIDELINE in der engeren Auswahl, aber wie der Zufall es wollte, ist es das FishCat geworden und ich bin damit unter´m Strich sehr zufrieden!

    Immer mit dabei habe ich einen kleinen Klappanker und 25 m Leine, eine selbstaufblasende Rettungsweste (Achtung: die hatte ich mal beim Anwässern vorne in der Bugablage, aber weil da Wasser reinschwappt machte es auf einmal laut "Plopp-Zisch" (; ), natürlich ein Handy und auf der Ostsee zusätzlich eine Trillerpfeiffe.

    Ich finde, dass das Fischen vom Belly-Boot aus totalen Spass macht! Leider - und das habe ich erst nach der Anschaffung stückchenweise herausgefunden - ist die Benutzung bei uns in der Umgebung sehr eingeschränkt. Entweder, weil das Fischen vom Boot (ich weiß, soll eigentlich als "Wathilfe" gelten) für Nicht-Vereinsmitglieder untersagt oder die Benutzung von Belly-Booten generell verboten ist. Das ist sehr schade und ich wüsste nicht, ob ich mir unter den Vorzeichen nochmal ein Belly anschaffen würde. Also, vorher mal nach den zulässigen Möglichkeiten erkundigen!

    Herzlichen Gruß

    Christian

    Re: Welches Belly Boat?

    BeitragVerfasst: 09.07.2019, 14:47
    von sepp73
    Na, dann möchte ich auch mal meine Erfahrungen mit meiner Neuerwerbung, einem Outcast FishCat5 teilen. Hab das Teil erst seit kurzem hier und war auch erst wenige Male im Einsatz. Ist eigentlich nur als Ersatz fürs Angelkayak gedacht, so Abends mal n Stündchen an den See ohne gleich das ganze Gerödel einpacken zu müssen. Mit meinem alten BB (Rundmodell von Traun-River, sicher schon 15 alt und nur noch selten im Einsatz) ists eigentlich nicht mehr vergleichbar, man sitzt einfach fast 10cm über der Wasseroberfläche und aufgrund der Größe (162 x 114cm) und Tragkraft (-140KG) des Teiles kommt man mit dem kühlen Nass fast nur an den unteren Beinen in Kontakt außer es kommt mal ne größere Welle von vorn. Man braucht bei den derzeitigen Wassertemperaturen also auch nicht unbedingt ne Wathose, Badehose oder Shorts reichen völlig. Die Manövrierbarkeit ist nach etwas Übung auch viel besser, die Stabilität sowieso. Die Verarbeitung ist top, alle Nähte erscheinen sauber und einwandfrei ausgeführt, das verwendete Material -vor allem im Bodenbereich- erscheint mir extrem robust. Die Ventile sind im Vergleich zum alten Kahn sehr gross dimensioniert, so dass man das Teil innerhalb weniger Minuten aufgepumpt hat und es am Ende in einer Minute komplett entleeren und Verpacken kann. Das FC5 ist derzeit bei Heger im Ausverkauf für 269€, nachdem ich noch n Gutschein hatte kam es noch etwas günstiger. In einem Punkt aber bereue ich meinen Geiz und dass ich da nicht vorher dran gedacht hab. Im Gegensatz zu den teureren Super Fat Cat und Prowler hat es auch den schaumstoffverstärkten Sitz + Rückenlehne und lässt sich daher nicht so klein zusammenlegen wie diese. In den Kofferraum geht es noch gut rein aber daheim kostets doch ganz schön Platz in der Hobbywerkstatt und eine ausreichend große Tasche zum Verpacken hab ich auch noch nicht finden können...
    Für den Preis kann ich es jedenfalls trotzdem sehr gut weiter empfehlen.
    Gruss, Sepp

    Re: Welches Belly Boat?

    BeitragVerfasst: 11.07.2019, 12:29
    von chrmuck
    Hallo Sepp,

    Deine Erfahrungen bzgl. der Qualität und Benutzbarkeit decken sich ja in etwa mit meinen... bestimmt kein Zufall! Ich habe seinerzeit zwei Taschen in der Auswahl gehabt, wobei das Kriterium eine mögliche Mehrfach- bzw. Alternativnutzung als Reisegepäck war: einmal stand zur Auswahl ein großer Packsack von OERTLIEB mit Ruckackriemen (welche man vielleicht auch für´s Belly hätte nutzen können) und eine große Packtasche von DECATHLON, welche man durch Öffnen eines Reißverschlusses auf das für´s Belly erforderliche Volumen vergrössern konnte. Die Tasche hat auch Rucksackriemen, was das Tragen erleichtert und da sie vom Aussehen sprortlich/zivil rüberkam ist sie´s geworden - hier ein Link:

    https://www.decathlon.de/p/transporttas ... 02&c=OCKER

    Man muss geschickt packen, dann passt mein OutCast 4 rein... für´s Fünfer würde ich sicherheitshaber mal vorher probepacken!

    Herzlichen Gruß

    Christian

    Re: Welches Belly Boat?

    BeitragVerfasst: 11.08.2019, 10:43
    von derPaul
    Hallo in die Runde,
    Ich schmeiße Mal meine 5cent in die Runde.

    Ich selbst fahre seit dem Frühjahr ein Black Viking.
    Und zwar das große.
    Ist ein ziemliches Schlachtschiff, kommt einem aber absolut nicht so vor, wenn man erstmal drin sitzt.

    Nachteile:
    Mit 14kg absolut kein Leichtgewicht.
    Nach 20 Einsätzen fängt die mitgelieferte Pumpe an zu schwächeln
    Der Preis ist mit um die 500€ Recht hoch.


    Vorteile:
    Sehr hohe Sitzposition,
    gut zum spotten,
    das werfen war eine Offenbarung im Vergleich zu meinem Fc4, der Hintern bleibt immer trocken und warm.

    Packmaße ist kleiner als mein FC4 mit Schaumpolstern(Belly passt in einen BW-Seesack)

    Sicherheitsgefühl ist in einiges höher, auch bei hässlichen Wetter.

    Und durch das Schlauchboot-Material trocknet das Belly sehr schnell und ist(gefühlt) ein bisschen robuster.


    Und für richtig große Gewässer habe ich mir einen kleinen Elektromotor angebaut, bei dem ich über das Handy die Drehzahl steuern kann:-)

    Alternative zum Black Viking wären z.B. das Savage Gear High Rider, Zeck Belly Cat,12bb und noch n paar mehr... Alles mehr oder weniger die selbe Sülze aus der selben Fabrik...

    Ich jedenfalls habe den Kauf keinen Moment lang bereut.


    Grüße,
    Paul