Hackle Hühner

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Re: Hackle Hühner

Beitragvon Neubrandenburger » 24.03.2012, 12:28

Danke Siegfried,

das nenne ich eine GUTE Antwort. :daumen

Ich werde es mit Salz probieren. Formaldehyd und Kinder im Haus das is mir nix.


Der Hahn geht nächstes Jahr mit mir fischen :twisted:
Liebe Grüße,
Ben
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon webwood » 24.03.2012, 19:11

Am 19.03.2012 diese,wohl sehr spezielle Frage:
Hallo!Da mein Bruder Hühner züchtet wollte ich mal fragen,ob jemand weiss bzw mir bitte weiterhelfen könnte wie diese amerikanischen Hühner genau heißen von denen wir unsere Hecheln kaufen bzw was noch wichtiger wäre wo man eventuell solche Exemplare oder auch Eier zur Zucht bekommt!?

Am 21.03.2011 diese Erfolgsmeldung
Konnte heute ,Dank Toms Tip ,5 befruchtete Eier von Andalusier Hühnern ergattern!!!


Mein lieber Schwan,
so etwas muss uns ein anderes Forum erst mal nachmachen.

Beeindruckte Grüße

Thomas
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon henkiboy » 25.03.2012, 09:45

Hallo Freunde,
sind diese Hühnerrassen, die in Amerika verwendet werden eigentlich durch natürliche Auslese (Zucht) entstanden oder wurde da direkt und künstlich am Erbgut rumgefummelt?
Bei der letztgenannten Variante könnte es bezüglich einer Einfuhr schon erhebliche Schwierigkeiten geben.

Vom Formalin kann ich nur dringendst abraten. Selbst Fischpräparatoren verwenden das Zeugs kaum noch. Für die ist Gefriertrocknung das Mittel der Wahl. Das Gerben mit Salz ist eine uralte und durchaus praktikable Variante, auch wenn sie relativ arbeitsaufwändig ist.

Aber ob sich das wirklich lohnt nur für den Eigenbedarf von Hecheln entsprechende Hühner anzuschaffen? Solche Hühnerrassen sind sicher nicht die besten Fleisch- oder Eierlieferanten. Wenn man also alles gegenrechnet dürfte man wohl billiger mit gekauftem Material wegkommen. Ansonsten.........wenn es einem Freude macht und man den finanziellen Teil unberücksichtigt lässt......warum nicht?

liebe Grüsse
Detlef
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon Magallan » 25.03.2012, 17:27

Hallo

Umfassendes zum Thema könnt ihr hier nachlesen:

http://globalflyfisher.com/tiebetter/ch ... .php#27834

für die unter Euch mit Englischkentniss.


Gruss Heiko
Magallan
 

Re: Hackle Hühner

Beitragvon Tegernsee-rebel » 25.03.2012, 20:38

ich finde es eine super idee, vielleicht wirds ja was mit bälgen made in germany,

ps: respekt für die fachlichen antworten
Tegernsee-rebel
 

Re: Hackle Hühner

Beitragvon AlexX!! » 25.03.2012, 23:53

Neubrandenburger hat geschrieben:Ich werde es mit Salz probieren. Formaldehyd und Kinder im Haus das is mir nix.


Wobei ziemlich alle gekauften Bälge, Flügel, Schlappen, etc...
wenn es nicht gerade hochpreisige Whiting, Metz und Co sind,
nach selbigem stinken

frag mich grade, was das größere Risiko ist, Bakterien oder Formalin im Schrank? ;-)

stinkende Grüße
Alex
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon Neubrandenburger » 26.03.2012, 08:31

AlexX!! hat geschrieben:
frag mich grade, was das größere Risiko ist, Bakterien oder Formalin im Schrank? ;-)

stinkende Grüße
Alex



Ganz klar letzteres. :smt045
Liebe Grüße,
Ben
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon Bernhard » 26.03.2012, 11:31

Hallo zusammen!
Unter Umständen kann eine gründliche Desinfektion notwendig sein. Aber das riecht man eh sofort. Ich hau dann das ganze Zeugs erst mal in eine Danchlor-Lösung. Auch Lysoform (gibts auch zum Sprayen) ist oft sehr hilfreich. Dann ist zwar der Gestank weg, dafür riechts dann halt recht chemisch ;-) Aber besser so, als wenn man sich irgendwelche Milben oder sonstiges Ungeziefer einschleppt.
Ansonsten genügt, wie hier schon besprochen, die Salzkonservierung vollkommen. Formalin als Konservierungsmittel würde ich nicht in geschlossenen Räumen anwenden. Wenn, dann sollte man den Balg im Freien gründlich trocknen lassen, bis sich der Formalingeruch (weitgehend) verflüchtigt hat. Und ganz wichtig - immer alles luftdicht und mottensicher aufbewahren!!!

Ich finde die Idee, Hühner zum Fliegenbinden selbst zu züchten, gar nicht so schlecht. Wenn man sich überlegt, welcher Sondermüll vor allem aus Asien auf den Markt kommt. Von möglichen Krankheitserregern einmal abgesehen: ich möchte nicht wissen, wie giftig die zum Färben verwendeten Farben tatsächlich sind.

LG,
Bernhard
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon Tom Doll » 26.03.2012, 12:55

Hi,

@ Detlef: Die Hühner bei Whiting und Co heißen zwar genetisch, sind aber über lange Zeit durch Zucht entstanden. Genmanipulation war da nicht im Spiel. Bei Hühnern hat man einen relativ schnellen Generationswechsel, also müßte die Zucht auch gut vorankommen. Tom Whiting hat seinen Doktor über Hühnerzucht gemacht, versteht sein Handwerk wie kein anderer. Auch die anderen Züchter arbeiten ähnlich.
Nach unserem Verständnis von Tierschutz ist die Haltung der Hühner sehr zweifelhaft. Damit die Federn schön bleiben werden die Tiere einzeln in engen Käfigen gehalten, damit sich die Federn nicht abwetzen. Das Fleisch wird entsorgt, da die Hühner zum Schlachtzeitpunkt mit ca. 1/2- 1 1/2 Jahren zu alt für die Nahrungsgewinnung sind. Diese Art der Tierhaltung wäre in Deutschland/Europa sicher nicht erlaubt

Ich habe es in Bosnien gesehen, die Hähne wurden privat gezüchtet und liefern eine große Anzahl von Halsfedern, die für Trockenfliegen geeignet sind. Allerdings sind die Federn ausreichend für eine Fliege, nicht für 3-5. Die Sattelfedern lassen sich, außer für Streamer, nicht verwenden. Teilweise kauften die Binder die Hühner von Bauern. Die Hähne sind richtig groß und liefern daher auch große Bälge, und die Tiere werden sicher verspeist. Ich denke, die Chance brauchbare "Öko"-Bälge zu erhalten ist nicht klein.

Ich nehme allerdings im täglichen Gebrauch meist die Bälge von den amerikanischen Züchtern.

Noch ein Wort zum Gerben : Man kann die Bälge auch mit einer Alaun/Borax Mischung gerben. Dann werden Sie bei trockener Lagerung haltbar und stinken nicht. Alles Fett muß abgekratzt werden.


Gruß

Tom
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon webwood » 01.04.2012, 00:15

Hallo,

Ich bastle beim Fliegenfischen so viel wie möglich selbst, deshalb habe ich es nun auch mit den Hühnern versucht und kann nur abraten.

1) Ich habe einen halben Tag gebraucht, um das Huhn zu fangen. War ganz schön erschöpft, als es soweit war.
2) Ich hatte deutlich mehr als ein paar Schluck Bier in mir. Rennen macht durstig.
3) Die Federn habe ich trotz aller Anstrengungen nicht um den Haken gewickelt bekommen. Es lag vielleicht daran, dass das Huhn noch lebte.
4) Durch das Schwitzen und den Alkohol in mir war ich etwas leicht bekleidet. Ich fand keine glaubhafte Erklärung, als meine Frau in die Wohnung kam, und das ganze Szenarium sah.
5) Seitdem hat sie sich von mir getrennt. Ich lebe nun mit dem Huhn zusammen...

TL

Thomas
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Re: Hackle Hühner

Beitragvon henkiboy » 01.04.2012, 07:41

Hallo Thomas,
:lol: :daumen

liebe Grüsse
Detlef
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