Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...
ich war eben auf der HP von Sage und konnte meinen Augen kaum trauen, dass ab 2007 ein Rütchen der Klasse "triple ought" auf den Markt kommt.
Dann wirds wohl spätestens in 2 Jahren die vierfach Nuller geben...
ich habe dieses Thema daraum eingestellt, da ich mich frage, dass die Schnur der "000" doch eigentlich bei 0 Gramm liegen müsste. So hat z.B. eine Schnur der Klasse 2 in den ersten 9,14 Metern ein Gewicht von etwa 5,2 Gramm, eine Schnur der Klasse 1 ein Gewicht von etwa 3,9 Gramm und eine Schnur der Klasse 0 ein Gewicht von etwa 2,6 Gramm. Wenn ich diese Rechnung weiter führe so müsste das Schnurgewicht der 00er bei etwa 1,3 Gramm liegen. Die Schnur der 000er dürfte dann gar nichts wiegen?
Besitzt jemand eine Schnur der Klasse 00 und wäre bereit mal die ersten 9,14 Meter auszuwiegen?
Gruß Matthias
PS: Ich wollte eigentlich nicht schon wieder eine kontroverse Diskusion über die Daseinsberechtigung oder über die Vor-und Nachteile der "Ultraleichten Ruten" anzellten. Diese findet man im Forum schon zu genüge...
ich besitze eine 00er Schnur, die bei meiner 00 Rute dabei war.
Ich muss aber reumütig einräumen, das ich die 0er von meiner alten SPL 0 auf der Rolle gelassen habe, was me.e auch mit der TXL 00 hervorragend harmoniert.
Ich werde aber für Dich die ersten 9,14m auf der Digiwaage im Geschäft abwiegen, damit wir auch das noch geklärt haben.
Sollte die 0000 kein Gewicht mehr haben, so eröffnen sich ja völlig neue Möglichkeiten. So könnte ich z.B. mit der Rute wieder einer 8er Rehhaarsedge werfen, die das Gewichtsdefizit der Schnur perfekt ausgleicht.
Den Gedanken weiterentwickelt, hieße dann die Zukunft Spezialrute nach Hakengröße und Fliegenart. So hätten Maifliegenfischer endlich die Rute, die hervorragend zu ihrer Fischerei paßt.
Wie Du siehst habe ich auch als oft gescholtener Ultrafeinfischer noch nicht meinen Humor verloren und melde mich wieder mit genauem Schnurgewicht.
Nur mal eine Frage am Rande: was sind denn Zielfische für derart feine Rütchen? Mit einer 1er/2er lassen sich ja schon Rotaugen ordentlich drillen. Ob man dann bei Ukeleien oder bei der Fischbrut noch weiter runter muss?
@ Kea
Die "Ultraleichten Ruten" sind eigentlich von den Amerikanern für die Panfish-Fischerei entwickelt worden. Diese eignen sich in unseren Breitengraden aber auch sehr gut für die leichte Trockenfischerei auf Äschen usw.
Meiner Meinung nach kann man die "Kraft" die eine Rute im Drill zur Verfügung hat nicht unbedingt direkt von der Schnurklasse herleiten (gerade bei den leichten Klassen < 2 nicht).
Ich fische keine Ruten unter der Klasse 2 mehr, dies hat aber andere Gründe...Aber wie oben geschrieben findet man Meinungen über dieses Thema im Forum schon zu genüge.
Was ich mich immer frage, ist, ob man mit diesen Ruten nur mehr indoor Fliegenfischen gehen kann! Wenn ich mir überlege, wie anfällig schon eine 4er auf eine Böe reagiert, dann verbläst es ja eine 000 er schon beim geringsten Lüftchen?! Oder man kann nur mehr mit dem Wind werfen...
Gruß,
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
natürlich werden die Schnüre je leichter sie werden auch umso windanfälliger. Wobei dies auch davon abhängt wie du wirfst.
Ich kann nur für mich selber sprechen und ich konnte bis jetzt eigentlich alle Situationen auch an windigen Tagen ganz gut meistern.
Selbst an den kleinen Hochgebirgsbächen die ich dieses Jahr befischt habe, habe ich eigentlich ausschließlich eine 2er verwendet und dort oben ist es ja gewöhnlich ein wenig windiger als bei uns im flachen Land.
Über 00er oder die neue 000er kann ich mir keine Meinung erlauben, da ich sie selber noch nicht gefischt habe.
Mit einer 2er an einem kleinen Wasser kann ich mir das auch noch vorstellen, aber wenn ich ans Äschenfischen denke, wie Du schreibst, dann sind doch oft weite Würfe notwendig. Das stelle ich mir mit einer 3er schon schwer vor - aber mit einer triple0? Das kann meiner E nur an ganz kleinen Wassern gehen!
Beste Grüße,
Hans
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Matthias Meyer hat geschrieben:...Die Schnur der 000er dürfte dann gar nichts wiegen?
als bub fischte mit den bloßen händen! da beim greifen in die vermeindlichen unterstände der forellen ab und an eine larve an meinen händen hängen blieb, hat es schon was von fliegenfischen.
für "große" Gewässer die oft auch weite Würfe verlangen sind diese Rute meiner Meinung auch nicht geeignet.
Wobei auch hier der Trend zu immer steiferen Ruten geht...
ich habe früher oft mit einer 0er auf Äschen in einigen kleineren Flüssen gefischt in denen es eher auf die Präsentationseigenschaften einer Rute ankamm als auf weites Werfen.
wie sich jedoch eine 000er "verhält" liegt außerhalb meines Vorstellungsvermögens...
Das heisst, wir sind uns einig, dass der praktische Anwendungsbereich derartiger Gerten ein sehr eingeschränkter ist! Probewerfen würde ich so was allerdings schon mal gerne!
Beste Grüße,
Hans
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natürlich ist der Anwendungsbereich der "ultraleichten" Ruten sehr eingschränkt.
In kleineren Gewässern in denen es um das saubere Präsentieren geht, in denen die Verwendung dünnerer Vorfachspitzen Vorteile bringt usw., sind die idealen Einsatzmöglichkeiten dieser Ruten. Für viele andere Situationen gibt es geeigneteres Gerät, welches man dann auch einsetzten sollte.
seltsam,wie sich das ganze so in ein paar jährchen entwickelt
in sachen aftma klassen und rutenlängen
bei leichten ruten um 230 cm gibts nimmer soviel auswahl
und 7er werden meist auch nur mehr ab 290cm hergestellt
schauma mal was die zukunft noch so bringt
Hallo Idefix
Das ist ein ganz interessantes Thema, welches Du da ansprichst. Ich gehe davon aus, dass die Antwort darin liegt, für welchen Markt die Ruten produziert werden. Tatsache ist nun einmal, dass die Fliegenfischerei und damit auch die Anforderungen an das Gerät, durch den englischsprachigen Raum bestimmt werden. Dass Flüsse, wie man sie in Amerika kennt, andere Anforderungen an das Gerät stellen, als bei uns, ist dabei klar.
Der europäische Markt ist wahrscheinlich zu klein, damit eigens Ruten dafür gebaut werden.
Gruss
Kurt
Und nun wird es interressant - die ersten 9,14 wiegen exact 4,5 Gramm.
Ist aber auch irgendwie logisch, schließlich entfernen sich die 0er Ruten seit Jahren immer mehr von der O was Rückgrat und Aktion angeht. Ich hatte ja schon in einem anderen thread darauf hingewiesen, das die SPL 0 schon mehr Rückgrat hatte als meine 2er Orvis Superfine. Die Txl ist nochmals kräftger und ermöglicht so den Drill größerer Fische bei extrem feiner Präsentation. Dies ist zwar auf der einen Seite kontraproduktiv, aber man kann vernatwortungsbewußt auch größere Fische zügig drillen. Was den "Lightfischern" ja oft negativ unterstellt wird.
Da ist das höhere Schnurgewicht nur die logische Konsequenz - vielleicht
kann uns ja einer mal die Schnur der neuen triple ought wiegen, würde mich nicht wundern wenn wir hier auch schon wieder höher liegen würden.