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Hallo Alez
Quads tendieren zu eher schnellerem Rückstellvermögen. Insofern sind Quads eher schneller immer im Vergleich mit anderen Bauweisen von Gespliessten. Die Oktas neigen z.B. eher zu langsameren Aktionen, ebenfalls die Pentas.
interessante Frage, wobei mir da folgendes einfällt, Kurt vertritt unter den Rutenbauern wenn ich mich nicht täusche doch die Vorgehensweise möglichst viele Kraftfasern in einer Rute zu vereinen.
Nun hab ich mir gedacht, da der Kreis der geometrische Körper des geringsten Umfangs ist und Kraftfasern eben in diesem Bereich liegen müssten Ruten mit eher kreisähnlichem Querschnitt dann doch auch eher weniger der gewünschten Fasern enthalten.
Ergo, plus der Tatsache dass eine mehrspeissige Rute mehr zu klebende Flächen besitzt, wird nach meinem Verständnis ein runder Querschnitt eher zu einer ruhigeren Rute führen als ein anderer.
Ich sage eher, da, wie ja bereits viel und ausführlich beschrieben, andere bedeutende Faktoren wie Tonkin-Qualität, Taper, und und und immer mit einfliessen.
Hat vielleicht mal Jemand eine Quad aus 2 mal 4 Speissen, also 4 aussen und 4 innen (ähnlich Hohlbauweise) gebaut, gesehen oder gar geworfen?
Das würde mich ja mal interessieren ob da ein Unterschied. Nur stelle ich mir diesen Bau EXTREM aufwändig vor.
Hat vielleicht mal Jemand eine Quad aus 2 mal 4 Speissen, also 4 aussen und 4 innen (ähnlich Hohlbauweise) gebaut, gesehen oder gar geworfen?
Das würde mich ja mal interessieren ob da ein Unterschied. Nur stelle ich mir diesen Bau EXTREM aufwändig vor.
Jan
Hallo Jan
Leider nein - würde mich auch interessieren. Für diejenigen, welche gerne schnelle Gespliesste haben wärs bestimmt etwas. Habe übrigens ein weiteres "Rutenbauexperiment" gemacht. Normal sechsfach gespliesste Rute aus insgesamt 48 Laminaten pro Rutenteil, welche 5/10 mm stark sind. Die Spleisse werden dann aus den hochgestellten Laminaten gehobelt. Es ist zwar eine Riesenarbeit, aber das Resultat ist sehr interessant. und lehrreich.
Beste Grüsse und gut Span
Kurt
Hallo Kurt, da hab ich ja fast was verpasst. Hast du Laminat aus Bambus gemacht mit 5/10mm Stärke, die dann zusammengeklebt und anschließend senkrecht gehobelt? Das ganze als Hex? Wie hast du denn technisch die 5/10 aus einem Bambusrohr rausbekommen? Ich seh schon, muß mal wieder ins Berner Oberland.
@Alez: Quads sind schneller als Hex der Ray Gould hat mal (eigene oder nicht) eine Tabelle veröffentlicht, indem die Steifheit im Verhältnis zum Massenträgheitsmoment dargestellt wird.
Square (Quad): 100% The stiffest
Hex: 96% Nearly as stiff as the spuare
Pent: 97% nearly as stiff as the spuare
das Ganze noch mit etwas Mathematik belegt.
Gruß Karl
Hallo Karl
Richtig, die Laminate habe ich mit der Dickenhobel/Abrichtmaschine gemacht. Diese hobelt zwar nur auf 3 mm runter, wenn man aber noch 2,5 mm beim Tisch aufdoppelt, scharfe Hobelmesser verwendet und einen langsamen Vorschub, dann geht das. Gerade das Hochstellen des Bambus hat meiner bescheidenen Meinung nach recht grosse Auswirkungen auf die Eigenschaften.
Beste Grüsse
Kurt
salü kurt und karl,
wenn ich mich nicht irre, hat seinerzeit ludwig reim schon solche oder ähnliche laminate hergestellt und war übrigens an unserem treffen in sarnen und letzten herbst am treffen in waischenfeld dabei. in irgendeiner alten ausgabe von "der fliegenfischer" – habe ich nicht gerade present – müsste die methode und die überlegungen beschrieben sein.
gruss
hat hier Jemand Erfahrung mit Gespiessten aus 2 und/oder 3 Speissen?
Gerade bei Ruten aus 3 Teilen müsste ja ein deutlicher Unterschied zwischen Vor- und Rückwartsbewegung sein, da der Blank insofern nicht symetrisch ist.
Gibt es darüber vielleicht Berichte?
soviel ich weiss gibt es berichte, und zwar im print magazin "the planing form". ich bin mir nicht sicher, aber es gab und gibt gespliesste aus 3 spleissen, einerseits hat "powell" mit laminierten ruten experimentiert und auch in der ch experimentiert einer laminierte ruten aus bambus mit k-faser einlage. die ganz wenigen prootypen die ich sehen durfte, waren aber symetrisch, onsofern dass jeder spleiss gleichdick war und jeder über dasselbe taper verfügte. einzig die mit k-faser einlage war anders, aber k-faser ist ja auch ein anderes material und somit ein "fremdkörper" im bambus.
2-spleissruten sind meiner meinung nach kaum schlechter im rückstellvermögen als eine quad aus 4 spleissen, und es gibt sogar experimenteure die blanks in der trapezoid-form herstellen, also nicht eine "quad", aber aus 2 oder 4 spleissen.
da hier die meisten experimente in richtung laufen, dass die rindenseite der spleisse aussen liegt, erscheint die rute sofern man den blank um 90 grad um die achse dreht, in der aktion weicher, das "rückstellvermögen" kommt also von der aussenliegenden rindenseite wo die meisten fasern liegen. da werden dann auch die ringe angebracht. da ich wie wohl jeder angler meine ruten aber duchaus in der richtung fische, wo auch die ringe angebracht sind, habe ich keinerlei negative unterschiede von einer 2`er quad zu einer 4`er betreffend rückstellvermögen oder auch wurfeigenschaften feststellen können
es wird in usa und europa viel experimentiert, aber es ist vermutlich noch fast nichts neues, respektive bahnbrechendes erfunden worden. auch zwei oder dreispleissruten sind nichts neues, die ursprünge unserer hexagonalen gespliessten kommen aus uk und stammen von 2 oder 3-spleiss modellen ab, denn vor der hexagonalen wurden blanks aus zusammengleimten bambusstreiffen, eben 2, 3 oder gar 4 in uk gebaut. das waren die ersten eigentlichen gespliessten. die sechseckige form ist erst um ca. 1860-65 in usa entwickelt worden.
auch in einem buch aus den 1950`er jahren aus der ch (eugen hager, bastelbuch für sportfischer, vlg. müller-rüschlikon, antiquarisch erhältlich) taucht die idee von laminierten gespliessten wieder auf, allerdings nur als idee, nicht als verfeinerte bauanleitung oder gar als erfahrungsbericht.
ich habe mal eine 2-spleiss quad des schweizer frischknecht geworfen und fand sie ganz angenehm, nur ein bisschen langsam, was aber sicher am taper lag, kaum an den 2 spleissen.