Hart aber fair
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Hart aber fair
Liebe Kollegen
Habe soeben dieses Video gesehen:
http://www.youtube.com/watch?v=Ai8eR-QqlZM
Viel Spass!
Beste Grüsse
Kurt
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Trockenfliegen- und Bambuspurist
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Maggov
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Re: Hart aber fair
Hi Kurt,
Wahnsinn! Sieht aus wie eine Seeforelle.
Und das alles ohne Rolle...
Vielen Dank und Grüsse
Markus
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Reflection is a broad deep and quiet pool into which the stream of an angler's thought opens out from time to time.
A. A. Lucas in Fishing and Thinking, 1959
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Re: Hart aber fair
Ja, Markus, und alles ganz ohne Fliege. So wie ich dieses hier agierende Gerät in der Praxis der Fischerei einiger unserer westlichen Nachbarn an Lachsflüssen ausführlich studieren "durfte" (thymdd57 und Gleichgesinnte mögen mir verzeihen), wurde dieser Prachtbursche (der Fisch, nicht der Angler) höchstwahrscheinlich mit der bei dieser "Technik" üblichen Gartenfliege überlistet.Maggov hat geschrieben:Hi Kurt,
Wahnsinn! Sieht aus wie eine Seeforelle.
Und das alles ohne Rolle...
Vielen Dank und Grüsse
Markus
Die ganzarmige, filigrane Drilltechnik zum Schluss hin zeigt dann nochmals die ganze Eleganz und Leichtigkeit des erfahrenen Fliegenfischers.
Sorry, beim Anblick solcher Bilder, die zwar auf den ersten Blick faszinierend und spektakulär erscheinen, läuft es mir gerne eiskalt über den Rücken. Deshalb musste diese Bemerkung sein. Ich hoffe, Du siehst mir das nach. Ich finde es halt schade, wenn solch prächtige Fische mit "Coarse-Fisher-Methoden" gefangen werden.
edit:
Hab mal ein wenig recherchiert und heraus gefunden, dass der Ort des Geschehens wohl der Fluss Dranse ist, der im "Delta de la Dranse" in den Genfer See (Lac Leman) mündet. Daher dürfte die Vermutung, dass es sich bei dem Fisch um eine (aufgestiegene) Seeforelle handelt, untermauert werden. Die weitere Beurteilung überlasse ich dem geneigten Leser.
Zuletzt geändert von greypanther am 18.01.2012, 12:13, insgesamt 1-mal geändert.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
Platon (panta rhei)
Klaus
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Maggov
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Re: Hart aber fair
Hi Klaus,
Deine Punkte nehme ich gar nicht krumm sondern sehr ernst und teile diese in so gut wie allen Bemerkungen bzgl. Drill und Geräte- /Köderwahl. Ich habe auf den ersten Blick jetzt aber auch nicht entnehmen können ob er gezielt auf derart grosse Fische gefischt hat.
Dann muss ich noch hinzufügen dass ich exakt diese Technik (keine Rolle und Wurm/Grashüpfer) als Junge sehr oft gefischt habe - wenn auch nicht mit diesem Erfolg ganz nebenbei (Sorry Erge!) auf das Thema Tenkara verweisen. Der Kerl hatte wenigstens noch Leerschnur und der Drill über die Schnur zeigt auch klar dass diese nicht zu fein (und somit waidgerechter als von manchem Fliegenfischer) gewählt wurde.
Ich würde auch noch die Ketzerfrage stellen ob man auf aufsteigende (laichende) Fische fischen muss - egal ob Meer-, Seeforelle oder Lachs - insbesonders beim C&R fischen (ich weiß Du denkst darüber ebenfalls oft und sehr ernsthaft nach). Aber ich denke Kurt wollte auf etwas anderes hinaus mit seinem Titel und das ist der Einsatz sowie die Art wie er dem Fisch folgt. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor der Leistung die der Fischer beim Drill erbracht hat - er ist ohne Rücksicht auf Gerät und Gesundheit in diesen Drill gegangen und hat sich den Fisch hart erarbeitet. Das widerspricht für mich schon dem Klischee des klassischen Wurmbaders.
Wer mal am zugewachsenen Bach Tippfischen war der weiß dass dies mindestens genauso sportlich (=erschöpfend) ist wie das Fliegenfischen und wer ehrlich ist der gesteht auch anderen Fischern die Möglichkeit zu waidgerecht zu fischen sowie der Tatsache dass es auch genug Fliegenfischer gibt denen tiergerechter Umgang fremd ist.
LG
markus
Deine Punkte nehme ich gar nicht krumm sondern sehr ernst und teile diese in so gut wie allen Bemerkungen bzgl. Drill und Geräte- /Köderwahl. Ich habe auf den ersten Blick jetzt aber auch nicht entnehmen können ob er gezielt auf derart grosse Fische gefischt hat.
Dann muss ich noch hinzufügen dass ich exakt diese Technik (keine Rolle und Wurm/Grashüpfer) als Junge sehr oft gefischt habe - wenn auch nicht mit diesem Erfolg ganz nebenbei (Sorry Erge!) auf das Thema Tenkara verweisen. Der Kerl hatte wenigstens noch Leerschnur und der Drill über die Schnur zeigt auch klar dass diese nicht zu fein (und somit waidgerechter als von manchem Fliegenfischer) gewählt wurde.
Ich würde auch noch die Ketzerfrage stellen ob man auf aufsteigende (laichende) Fische fischen muss - egal ob Meer-, Seeforelle oder Lachs - insbesonders beim C&R fischen (ich weiß Du denkst darüber ebenfalls oft und sehr ernsthaft nach). Aber ich denke Kurt wollte auf etwas anderes hinaus mit seinem Titel und das ist der Einsatz sowie die Art wie er dem Fisch folgt. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor der Leistung die der Fischer beim Drill erbracht hat - er ist ohne Rücksicht auf Gerät und Gesundheit in diesen Drill gegangen und hat sich den Fisch hart erarbeitet. Das widerspricht für mich schon dem Klischee des klassischen Wurmbaders.
Wer mal am zugewachsenen Bach Tippfischen war der weiß dass dies mindestens genauso sportlich (=erschöpfend) ist wie das Fliegenfischen und wer ehrlich ist der gesteht auch anderen Fischern die Möglichkeit zu waidgerecht zu fischen sowie der Tatsache dass es auch genug Fliegenfischer gibt denen tiergerechter Umgang fremd ist.
LG
markus
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Re: Hart aber fair
Hi Markus,
Im vorliegenden Fall handelt es sich aber um einen ziemlich breiten, frei zugänglichen Fluss, der ideal für die Fliegenfischerei ist. Meine Kritik richtet sich eben genau dagegen, dass das Wurmfischen ausgeübt wird, egal wie die Gewässerstruktur aussieht, weil man nicht anders kann oder glaubt, die Naturködermethode wäre unschlagbar.
Aber, das alles ist nur meine eigene kleine Meinung. Es gibt sicher genug Leute, die das völlig anders sehen.
Ich gebe gerne zu, dass das eine reife Leistung war. Mein Kommentar richtet sich auch nicht gegen Kurt sondern ist rein inhaltlicher Natur was die gezeigte Angelmethode anbetrifft. Wenn man einmal hautnah erlebt hat, was eine solche Fischerei (von einer ganzen "Herde" von Fischern betrieben) in einem Salmonidenbestand anrichten kann, dann entwickelt man halt eine etwas kritischere Sicht der Dinge.Maggov hat geschrieben:Aber ich denke Kurt wollte auf etwas anderes hinaus mit seinem Titel und das ist der Einsatz sowie die Art wie er dem Fisch folgt. Deshalb ziehe ich meinen Hut vor der Leistung die der Fischer beim Drill erbracht hat - er ist ohne Rücksicht auf Gerät und Gesundheit in diesen Drill gegangen und hat sich den Fisch hart erarbeitet. Das widerspricht für mich schon dem Klischee des klassischen Wurmbaders.
Da sind wir sowas von zusammen! Ich habe auch keine Probleme damit, an einem völlig zugewachsenen Gewässer, wo selbst mit der sechsfuß Fliegenrute bei bestem Willen kein Werfen mehr möglich ist, auch mal eine kleine Blinkerrute in die Hand zu nehmen und den dort versteckten Fischen mit Schonblinker oder Gufi nach zu stellen. Und, das mit dem tiergerechten Verhalten von manchen Flifis sei dem Herrn getrommelt und gepfiffen!Maggov hat geschrieben:Wer mal am zugewachsenen Bach Tippfischen war der weiß dass dies mindestens genauso sportlich (=erschöpfend) ist wie das Fliegenfischen und wer ehrlich ist der gesteht auch anderen Fischern die Möglichkeit zu waidgerecht zu fischen sowie der Tatsache dass es auch genug Fliegenfischer gibt denen tiergerechter Umgang fremd ist.
Im vorliegenden Fall handelt es sich aber um einen ziemlich breiten, frei zugänglichen Fluss, der ideal für die Fliegenfischerei ist. Meine Kritik richtet sich eben genau dagegen, dass das Wurmfischen ausgeübt wird, egal wie die Gewässerstruktur aussieht, weil man nicht anders kann oder glaubt, die Naturködermethode wäre unschlagbar.
Aber, das alles ist nur meine eigene kleine Meinung. Es gibt sicher genug Leute, die das völlig anders sehen.
Gruß
Klaus
"Man kann nicht zweimal in den selben Fluss steigen"
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Maggov
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Re: Hart aber fair
greypanther hat geschrieben:Hi Markus,
(...)
Ich gebe gerne zu, dass das eine reife Leistung war. Mein Kommentar richtet sich auch nicht gegen Kurt sondern ist rein inhaltlicher Natur was die gezeigte Angelmethode anbetrifft. Wenn man einmal hautnah erlebt hat, was eine solche Fischerei (von einer ganzen "Herde" von Fischern betrieben) in einem Salmonidenbestand anrichten kann, dann entwickelt man halt eine etwas kritischere Sicht der Dinge.
Hi Klaus,
vollkommen nachvollziehbar denn die Leute die es auf das Leeren eines Wassers aus sind werden stets die effizienteste Methode nehmen. Die Konsequenzen haben viele von uns erleben dürfen.
Auch hier muss ich jedoch ehrlich bleiben und gestehen dass man mir als Junge auch net erklären konnte warum mein Vorgehen nicht sinnvoll war... und mir hat das Fischen mit Grashüpfern wirklich sehr viel Spaß gemacht....
LG und nix für ungut
Markus
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Re: Hart aber fair
Hi Markus,
Was die Fischerei von Jugendlichen mit Naturködern und diejenige der semiprofessionelle Poacher, die den Hals nicht voll genug bekommen, anbelangt, da liegen dann doch große Welten dazwischen. Wer ohne Tadel (Jugendsünde) ist, der werfe den ersten Stein. Nur, sich weiter entwickeln in seinem Fischerleben (und nicht nur da), das ist doch das Wichtigste, oder?
Und, die Dapping-Fischerei mit natürlichen Hoppers, Daddies und Maifliegen gehört zu den traditionsreichsten und angesehenen Methoden auf den Britischen Inseln.
Wofür? Ich schätze jede offene und gepflegte Diskussion und den Meinungsaustausch. Man kann nur hinzu lernen....nix für ungut
Was die Fischerei von Jugendlichen mit Naturködern und diejenige der semiprofessionelle Poacher, die den Hals nicht voll genug bekommen, anbelangt, da liegen dann doch große Welten dazwischen. Wer ohne Tadel (Jugendsünde) ist, der werfe den ersten Stein. Nur, sich weiter entwickeln in seinem Fischerleben (und nicht nur da), das ist doch das Wichtigste, oder?
Und, die Dapping-Fischerei mit natürlichen Hoppers, Daddies und Maifliegen gehört zu den traditionsreichsten und angesehenen Methoden auf den Britischen Inseln.
Gruß
Klaus
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