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Ohne Oberflächenaktivitäten versuche ich vom hohen Ufer gegenüber aus (auf dem mittleren Foto zu sehen) Fische zu spotten, möglichst ohne gesehen zu werden. Das geht an diesem Stau besonders gut, weil man von relativ weit oben das Wasser tief einsehen kann. Habe ich Standplätze entdeckt, versuche ich, eine Nymphe vor die Nase zu setzten. Ich sehe aber nicht immer Fische. Dann wird trotzdem alles gründlich abgenympht. Ich staune, was an manchen Tagen trotzdem hängen bleibt. Bei Oberflächenaktivitäten ist die Trockenfliege dran, ist ja klar.
Es gibt aber auch Tage, an denen ich erst für die letzte Stunde vorm Dunkelwerden dort vorbeischaue und egal, ob Aktivitäten sind oder nicht, mit der Trockenfliege fische. Ich gehe dann vorsichtig an die Steinkante der Rausche, siehe Foto unten, habe nach hinten (flussabwärts) unendlich Platz und genieße einfach nur das Werfen overhead, was dort "sorgenfrei" von kurz bis lang geschehen kann. Je mehr die Dämmerung fortschreitet, desto eher lässt sich eine Forelle noch einladen zu erkunden, was da oben im Film hängt: Eine Klinki mit CDC Halo....
Erfreut habe ich festgestellt das bei uns im Erzgebirge ein Wehr komplett geschliffen wurde. Anbei ein Foto vom Zustand vorher und ein paar aktuelle. Man sieht das das Sediment in dem Bereich noch recht feinkörnig ist aber das nächste Frühjahrshochwasser wird es aussehen lassen als wäre nie was gewesen denke ich. Das ganze war eine Ausgleichsmaßnahme für ein Hochwasserrückhaltebecken das am Oberlauf errichtet wird.
nur ein geschleiftes Wehr ist ein gutes Wehr. Zumindest die funktionslosen werden jetzt ab und an rückgebaut. Auf unserem Abschnitt der Mümling wird an den letzten beiden Verbauungen gearbeitet. In ein paar Jahren wird die Durchgängigkeit in unserem Abschnitt hergestellt sein. Leider nur bei und. Unterhalb kommen, insbesondere im bayerischen Abschnitt sicher noch zehn Wehre die den Barben und Nasen noch im Weg stehen.
Viel Spaß an Eurem Gewässer und immer weiter gegen die Dinger arbeiten.
Hans. hat geschrieben: 01.09.2026, 15:48
Morgen schaue ich mir das an.
Wenn ich das nächste Mal in der alten Heimat bin werde ich wohl auch einen Abstecher machen. Ein Schildbürgerstreich (wie bei Wasserkraft leider so oft): Die Turbine hat über die Jahre kaum Ertrag abgeworfen, durch den Bau des Wasserkraftwerks und der Vernichtung des Laichplatzes wurde der frühere hervorragende Äschenbestand praktisch vernichtet und jetzt darf der Steuerzahler die Kosten für den Abriss übernehmen. Aber lieber ein Ende mit Schrecken als ein Schrecken ohne Ende!
ich habe vor Jahren Fliegenfischer getroffen, welche die Zeit vor dem Wehr noch erlebt haben. Der Äschenbestand muss wirklich großartig gewesen sein. Jetzt sind Äschen Zufallsfänge. Überhaupt fangen nur die paar Fliegenfischer welche, so meine Erfahrung aus Gesprächen am Wasser. Die anderen Fliegenspirolinofischer (es sind nur künstliche Fliegen erlaubt) fangen keine. Die fragen nur immer, ob es überhaupt noch Äaschen gibt.
Bin gespannt, wie es mit der Söse weitergeht, und wo noch renaturiert wird. Frühere Maßnahmen wurden sehr gekonnt und vorbildlich durchgeführt.
Hallo allerseits,
wer vergleichen will, schaut sich meine Fotos zu Beginn dieses Fadens an. Unten die aktuellen Fotos von heute. Wehr und Technikhaus sind weg. Große Steine werden so eingebacht, dass die Söse s-förmig fießen kann. Macht bis jetzt einen guten Eindruck.
Gruß
Hans
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Und an der Söse geht es weiter. Die sog. Riegel sind fertig. Jetzt wird der alte Staubereich ausgebaggert. Die Sedimente müssen als Sondermüll entsorgt werden, da u.A. stark bleibelastet. Dann kommen noch Arbeiten am Mühlgraben, dessen Zulauf links zu sehen ist im Bild 105634. Und eine lebende Insel soll auch noch entstehen. Danach ist die Umgestaltung zumindest hier abgeschlossen.
Gruß
Hans
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das sieht gut aus. Bei uns wurde das an mehreren Wehren ähnlich gemacht. Inzwischen ist das über 10 Jahre her und hat sich gut entwickelt. Wir können damit beginnen, die Riegel wieder aufzulösen. Einmal vor einigen Jahren hat ein übereifriger Ingenieur dummerweise in einer unangekündigten Aktion eine der Riegelrampen/rauen Rampen wieder "Durchgängig" gemacht und hat das wieder ausgegrabene Gerinne, dass die Rampe größtenteils umfloss wieder in die Rampe gelegt. Da würde ich drauf achten, dass die das dann einfach in Ruhe lassen, nach 10-20 Jahren kann man die Steine ein bisschen verteilen. Die scheinen sich bei Euch auch Mühe gegeben zu haben so wenig plattzumachen, wie es geht. Die Forellen, wenn Ihr einen ordentlichen Bestand habt, ziehen da schnell ein.