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Verfasst: 04.06.2005, 21:08
von horstie honk
Original geschrieben von owk
Ich denke mal hier ist wenig Verständnis zu erwarten. Da es sich hier mehr um ein K-Faser Forum handelt als um ein gespliessten Forum.
super toll pauschalisiert.
nur -, ist das alles
horstie honk :hello:
Verfasst: 04.06.2005, 21:11
von horstie honk
Original geschrieben von owk
Ich denke so lange man nur über Tatsachen schreibt und keine Lügen in die Welt setzt muss man sich da keine sorgen machen.
kommt darauf an... [ab hier fängt es an sich im kreis zu drehen]
horstie honk
Verfasst: 06.06.2005, 09:52
von stefan grau
Lieber owk
ja richtig, auch mir ist die chinesische wirtschaft nicht "geheuer" und absolut nicht gleichgültig, und ich stehe zu meinen früheren aussagen, und mein posting/antwort sollte/hat dem auch nicht widersprochen. Gerade weil es aber immer noch zufriedenstellend läuft, habe ich keine angst vor dem chinesen, angst wäre sowieso falsch, respekt und vorallem aufmerksamkeit wäre wohl besser. richtig ist, dass die chinesen mitbewerber sind, seien wir vielleicht froh darum, dann hat der kunde die möglichkeit zu unterscheiden zwischen einem hiesigen und einem fremdländischen produkt, die wahl triff aber er.
aber - will der kunde dies überhaupt, tut er es auch? da zielte mein posting/frage auf dein erstes posting hin, vielleicht zu wenig deutlich. es ist weder an dir noch an mir, herrn alev.`s website öffentlich zu kritisieren weil er "chinesen-ware" feilbietet, und falls doch, dann bringt es wohl wenig, finde ich persönlich.
ich glaube heute immer weniger daran, dass einzelne gespliesstenfreunde mit wettern gegen den chinesen, oder gegen verkaufsstellen von solchen produkten, etwas erreichen, denn die entscheidung liegt wirklich fast nur beim kunden allein, ob es einen markt dafür gibt. und wer sich etwas mit marktwirtschaft und noch spezieller mit dem verkauf befasst, merkt dass der heutige kunde immer unstehter wird, heisst heute kauft er eine gespliesste vom renommierten rutenbauer aus dänemark, dazu einen watkescher aus china. hier investiert er einiges geld, für das andere bleibt dann halt weniger. ein andermal ist es gerade umgekehrt.
dass hieisge gespliesstenbauer selten vom job allehn leben können, ist nicht die schuld der chinesen, sondern in erster linie vielleicht die grösses des marktes, der ist sehr begrenzt, es ist ist ein minimarkt für liebhaber. und im ausland als mitbewerber zu den dortigen rutenbauern erfolg zu haben, ist nochmals eine andere geschichte.
zudem gerade in der brd, und seit ca einem jahr auch in der schweiz, ist die "geiz ist geil"-mentalität voll am einschlagen. der kunde hinterfragt die produkte immer seltener und kauft schlicht dort wo`s am billigsten ist - dieses forum kann sich diesem trend auch nicht verschliessen und zeigt vielleicht auch einige beispiele. hier ist der teufelskreis, wir fordern offene märkte, wollen nach china importieren, der chinese will aber auch zu uns importieren. aktuellstes beispiel die textilindustrie, immer mehr hiesige textilfabrikanten haben mühe gegenüber den chinesischen zu konkurrenzieren, die chinesen produzieren so dreckbillig, aber eben - viele kunden kaufen solche textilien unhinterfragt, was also tun? wenn der kunde sagt, nö. chinesen-textilien kaufe ich prinzipiell nicht weil (kinderarbeit, fehlender umwelztschutz etc., begründbar muss es sein), dann wäre ein ziel erreicht.
es nutzt nichts, allein gegen chinesische gespliesste zu wettern, denn auch einiges anderes aus unsererem lieblingshobby stammt aus china und andereren billig-produktionsländern. z.B. meine Anglerweste von einem der renomiertesten Hersteller kommt aus indonesien, meine Neopren-Wathose aus China, die PVC-Watstiefel aus Vietnam (ich kann mir nicht bei allem Aigle oder LeChameaus aus Frankreich leisten), und bei den importierten Bälgen fürs Fliegenbinden fehlt auf (m)eine Anfrage hie und da auch mal ein Cites-Nachweis (Cites=Artenschutzübereinkommen). Und auch Fliegendosen kommen teils auch China und täglich bekomme ich mails mit angeboten von billig-fliegen aus südafrika.
du "lobst" die amerikaner, aber eben gerade viel von deren getackle hält strengen umweltanliegen wie wir sie haben/fordern oft nicht stand, und bekanntlich steht die usa betreffend umweltschutz nicht an erster front - zuerst heisst es immer verkaufen. und was heisst "in den usa produziert" - kennst du die details? was ist mit blanks die zwar in usa gefertigt werden, aber nach fernost reisen um billige ringe binden zu lassen und dann fliegen sie wieder retour - auch das soll es geben. was ist mit tropenhölzern bei rollenhaltern? - von vier angeschriebenen produzenten hat mir ein einziger glaubhafte antwort gegeben, und wenn tausende von amis solche ware kaufen, interessiert der kitzekleine brd-und ch markt den hersteller kaum.
Du siehst, gegen chinesische ruten allein zu "wettern" bringt rein nichts, ändern wird langfristig nur ein anderes kaufverhalten, aber dazu braucht es eine arbeit mit genügend einkommen - und damit harzt es ja auch immer mehr, und wenn du sparen musst, dann kauft du eben die rute des chinesen und überlegst dann kaum etwas weiter - und gespart wird immer mehr, und wenn arbeitsplätze ausgelagert werden dann noch viel mehr.
da bot vor einiger zeit ein versandhändler eine pelzmütze an, die gefiel mir und die kaufte ich. tags darauf sendete das ch-fernsehen über tierquälerei in chinas pelztierfarmen. die mütze sandte ich zurück. rein deswegen, aber ich gestehe, die mütze was tadellos verarbeitet, keine "billig-ware" und ich hätte sie eigentlich gerne behalten. allgemein bin aber auch ich nicht bis zuletzt konsequent (wathose, weste), aber wohl immer konsequenster.
vielleicht gibt es eines tages ein "Umwelt und Sozal"-Label für Angelgeräte, aber fordern müssen es die angler, die industrie bietet ohne druck der konsumenten kaum so etwas an
Gruss
Stefan
Verfasst: 06.06.2005, 10:28
von OWK
Sehe ich auch so Stefan. Nur was mich an der ganzen Sache so ärgert ist das ich glaube das hier absichtlich und berechnend verschwiegen wird das die Ruten aus China kommen. Und die meisten Anfänger rechnen nicht damit das gerade gespliesste Ruten in China hergestellt werden. Man kann nur hoffen das die Kunden sich nicht blenden lassen von Wegen edles Lederrohr und die ganze Sache hinterfragen.
Verfasst: 06.06.2005, 16:42
von stefan grau
...ichg glaube jetzt mal nicht dass es absicht ist die herkunft zu verschweigen. und es gibt kein gesetz das die herkunftsangabe vorschreibt, jedenfalls nicht bei sportgerät, solange nicht made in germany draufsteht und was anderes "drin" ist.
ich glaube aber auch nicht, dass die käufer das gross interessiert, hauptsache der preis , und auch die verarbeitung/leistung stimmt, resp. entspricht dem erwartungen des käufers. über gespliesste wissen nun mal nur wenige was dahinter steckt, siehst du ja auch an den ewigen ähnlichen threads in diesem forum. und noch mehr fragen gar nicht erst - leider.
Liebe Grüsse
Stefan
Verfasst: 06.06.2005, 22:34
von Karl
Ich denke schon, daß es vorsätzlich nicht gesagt wurde, wo die Ruten hergestellt sind. Mit Gespließten verbindet doch der eine oder andere, vorallem aber der Beginner und Unwissende was besonderes und was Besonderes und ´´ Made in China´´ was für viele ja doch der Inbegriff für billige Massenware, Ramsch usw. läßt sich nicht vereinen. Gerade bei Gespließten ist der Name des Rutenbauers doch alles. Ich finde die Möglichkeit eine einigermaßen preisgünstige Gespließte zu erstehen im Großen und Ganzen nicht schlecht, um auch dem Einsteiger die Chance zu geben sich damit auseinanderzusetzen. Wenns was für ihn ist kann er sagen ok, ich spar auf ne XY, wenns nix war hat er wenigstens nicht gleich 1000€++ in den Sand gesetzt. Allerdings sollte das dann ganz klar gesagt werden. Im prinzip bietet Hülsenbeck (ich kenne seine Ruten nicht) auch das Konzept an. Billige Gespließte für den Einsteiger, wems passt kann sich bei ihm auch eine teurere kaufen. Man sollte jedem der daran Interesse hat die Möglichkeit geben, sich auch eine leisten zu können. Ob er sich nun für nen Corsa oder nen Porsche entscheidet ist seine Sache. Gruß Karl