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Verfasst: 12.12.2005, 18:15
von mario mücke
@ hans

initiative hin oder her, du kannst es nenne oder sehen wie du willst. ich sehe in meinem umfeld, dass sich viele angler über das thema c&R gedanken machen und darüber diskutieren. so wie wir hier.
grüße aus berlin
mario mücke

Verfasst: 13.12.2005, 08:39
von pehers
Servus Mario!

Dann sollte man sich auch weiterhin innerhalb des Gesetzesrahmens bewegen und nicht zu Gesetzesbruch aufrufen, wie ich jetzt mal ganz klar sagen muß!

RC und Wolfgang haben genauso wie ich aufgezeigt, daß in der geltenden Rechtslage ausreichend Spielraum vorhanden ist und dieser nur ausgenützt werden muß!

Aber: Das ist nicht C&R!!! Catch and Release definiert sich dahingehend, daß generell jeder Fisch zurückzusetzen ist!

Daß großzügige Schonmaße dazu führen können, daß mal ein Tag nichts entommen werden kann, weil die Fische halt nicht mitspielen, ändert nichts daran, daß das kein C&R ist.

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 13.12.2005, 09:33
von Unz
Hallo an Alle!
immerhin schaffen es die hechtangler eine initiative auf die beine zu stellen wärend viele fliegenfischer die gundsätzlich gute idee zerreden.
Sehe ich auch so! Und soweit ich hier die meisten Beiträge verstanden hab, können sich die allermeisten auch mit den Punkten (die bereits an anderer Stelle erwähnt, der Vollständigkeit halber aber nochmals aufgelistet werden) anfreunden bzw. praktizieren sie eh schon:

- einen pflichtbewußten Umgang mit gefangenen Fischen
- eine selektive Entnahme
- flexible bzw. angepaßte Schonzeiten
- sinnvolle Schonmaße
- bessere Fischbestände

Einige scheinen sich trotz allem aber dennoch am Begriff "C&R" zu stoßen. Schade, dass eine an sich so wichtiges Thema an solchen Dingen scheitern sollte. Sich mal für etwas begeistern, sich engagieren und Dinge zumindest in die richtige Richtung bewegen, das wär doch mal was, anstatt immer nur rumzumosern. Wem die Dinge zu "Hechtlastig" sind kann doch selbst Themen zu anderen Arten einbringen. Dar Marc ist sehr nett und freut sich über eure Unterstützung bestimmt!

andi

Verfasst: 13.12.2005, 14:30
von pehers
Servus noch mal!

Es geht mir nicht darum, daß irgend etwas zu Hechtlastig wäre, sondern daß Catch and Release eine Bedeutung hat, die nichts mit selektiver Entnahme, pflichtbewußtem Umgang mit Fischen, flexiblen Schonzeitzen, sinnvollen Schonmaßen und besseren Beständen zu tun hat!

Catch and Release heißt ausschließlich eines: Keine und zwar gar keine Entnahme!

Man braucht also gar keine Schonmaße und Schonzeiten und Entnahme ist nicht selektiv, sondern verboten!

Ich stoße mich hier nicht einem Begriffe, sondern daran was er bedeutet!

Wenn es um oben genannte Ziele geht, dann kann ich die unterschreiben, aber die Initiative ist aufgrund der falsch gewählten Terminus nicht dazu angetan Assoziationen zu eben diesen Begriffen wecken, sondern ganz im Gegenteil - zu Catch & Release in seiner eigentliche Bedeutung, im Sinne von Missachtung gegenüber der Kreatur und Tierquälerei.

Solche "Initiativen" schädigen das Ansehen der Fischerei sowie der Fischer und sind daher abzulehnen!

Beste Grüße,
Hans
P.S.: Das ist mE keine Wortklauberei, sondern eine Frage der Semantik

Verfasst: 13.12.2005, 15:24
von Unz
Hallo an alle!

@pehers:
Hallo Hans, ich wollte meine ganze Antwort nicht als Reaktion auf deine posts verstanden wissen. Es ist mir nur allgemein um die Stimmung zu der Initiative gegangen. Das mit dem "hechtlastig" war auf Daniels Eintrag bezogen (wobei ich die von ihm geschilderten Auswüchse auch :mad: find)

@Stefan Grau:
Und ganz verstanden hab ich auch nicht worum das Thema einen Schweizer Leser nichts angehen sollte. Oder hast du dich nur auf die Themtik legal/illegal bezogen.

@all:
Was ich sagen wollte, hier im Forum wird eine mM nach unterstützenswerte (und ich glaube, die meisten von euch sind auch dafür) Initiative absolut zerklaubt und zerredet (auch durch mich, ich geb`s zu!) wird, während andere diese Initiative schon mal auf die Beine gestellt haben. Immer nur kritisieren und schlechtreden ist relativ einfach, selber besser machen umso schwerer. Hier bleiben alle (egal ob berechtigt oder nicht) Kritiken zur homepage ungehört, trägt man sie allerdings konstruktiv(!) den Machern der homepage vor, kann man doch einiges bewegen. Ich würd`s gut finden so viel Anregung für meine Initiative zu bekommen.

andi

Verfasst: 13.12.2005, 20:08
von stefan grau
@Stefan Grau:
Und ganz verstanden hab ich auch nicht worum das Thema einen Schweizer Leser nichts angehen sollte. Oder hast du dich nur auf die Themtik legal/illegal bezogen

Die Thematik geht mich insofern nichts an ,dass ich zwar mitdiskutieren kann, aber nicht in einer solchen auf d bezogene online-initiavie abstimmen kann, ja darf, was in d später gelten soll ist sache von d - da ist eine online.initiative ein völliger witz wenn jeder "ausländer" mitmischen kann- aber eben, politisch ist eine solche initiative eh von wenig wert, da müssten unterschriften (physische auf papier) gesammelt werden, und hier bin ich eben - und absolut richtigerweise- nicht stimmberechtigt.

umgekehrt würde ich es überhaupt nicht schätzen, wenn sich z.B. deutsche in unsere fischereipolitik einmischen, ausser es betrifft sogenannte grenzgewässer.

ist es eine internationale vereinbarung, ist es wieder etwas anderes. wenn also alle deutschsprachigen staaten oder die gesamte eu sagt c&r muss erlaubt sein, resp. ist erlaubt, dann ist es etwas anderes und die ch schliesst sich an (oder allenfalls auch nicht) - aber die derzeitigen trends laufen nicht in diese richtung.

c& r geht mich insofern etwas an, wenn es in meinem land praktiziert wird - und hier meine ich c&r im sinne von jeder gefangene fisch wird abgehakt - egal ob er in der schonzeit gefangen wird oder nicht, ob er ein schonmass hat oder nicht. und dies unterstütze ich aus ethischer sicht keinenfalls. obds dem fischbestand nützt c&r u praktizieren, ist fraglich - dann nützt ihm schon gar kein fischen mehr, denn er braucht ja nicht rein zu meiner freude einen haken versetzt zubekommen, finde ich jedenfalls. dann verlege ich die fischerei an den forellenpuff und muss nicht relesaen, denn das wäre dann totaler schwachsinn.
mfG

Stefan

Verfasst: 14.12.2005, 08:24
von pehers
Servus Stefan!
C& R geht mich insofern etwas an, wenn es in meinem land praktiziert wird - und hier meine ich c&r im sinne von jeder gefangene fisch wird abgehakt - egal ob er in der schonzeit gefangen wird oder nicht, ob er ein schonmass hat oder nicht. und dies unterstütze ich aus ethischer sicht keinenfalls. obds dem fischbestand nützt c&r u praktizieren, ist fraglich - dann nützt ihm schon gar kein fischen mehr, denn er braucht ja nicht rein zu meiner freude einen haken versetzt zubekommen, finde ich jedenfalls. dann verlege ich die fischerei an den forellenpuff und muss nicht relesaen, denn das wäre dann totaler schwachsinn.


RECHT hast Du, so sehe ich das auch!

Derartige Initiativen sind darüber hinaus aus obigem Grunde für uns Angler rufschädigend!

Beste Grüße,
Hans

Verfasst: 14.12.2005, 14:19
von Pre
hallo,

eine mühseelige diskussion, die auf keinen punkt kommen wird, da die interessen zu unterschiedlich sind.

die mindestmassregelungen entbehren oft dem gesunden menschenverstand, mindestmaße wie sie beim hecht gelten sind in den meisten gewässern lächerlich.
würde ein grossteil der angler gefange fische nicht zurücksetzen wäre viele gewässer sehr schnell leergefischt oder?
aus meiner sicht stellt sich nur die frage, ob es notwendig ist einen gehakten fisch zu landen, wenn man den haken problemlos im wasser lösen kann und man weiss das man den fisch nicht will (aus welchem grund auch immer).

gruss

Verfasst: 14.12.2005, 14:42
von pehers
Servus!

Es sind nicht die Interessen zu unterschiedlich, es werden nur falsche Begriffe für die richtige Sache/Inhalte/Ideen verwendet und immer wieder falsch runtergebetet (ohne das einsehen zu wollen)!

Freundlichst,
Hans

Verfasst: 14.12.2005, 15:23
von stefan grau
- richtige, resp. angepasste schonmasse und schonzeiten - hat nichts mit c&r zu tun

- richtige behandlung des fisches beim abhaken - hat auch mit c&r aber auch mit angeln allgemein zu tun

- grundsätzlich jeden gefangenen fisch zurücksetzen ist c&r

- c&r allein macht den sinn des angeln nicht mehr erkennbar - nach heutiger auffassung darf und kann nicht ein tier rein zum zweck des menschlichen vergnügens genutzt werden, indem man ihm stress und ähnliches (schmerzempfinden b. fischen ist weder widerlegt noch belegt) zumutet - dies verstösst gegen das tierschutzgesetz (in der ch ohne wenn & aber) und wird kaum von mitbürgern (und wohl auch gerichten) aus ethischen gründen toleriert (und werden)

- c&r als hege und schonmassnahme mit anderen mit-einhergehenden massnahmen kann sinn machen, sofern die massnahme zeitlich und lokal beschränkt ist, und auch nicht zu einer "dauermassnahme" wird.


unsere fischereigesetzte sind oft (nicht immer) nicht mehr zeit- und tiergerecht, dies einhegehend mit unserer (besser die des Bürgers-) einstellung zur kreatur.

sämtliche massnahmen müssen überlegt, abgewägt und letztendlich von den mitbürgern mitgetragen werden.

chancen des tierschutzes uns das fischen gänzlich oder nahezu zu verunmöglichen stehen bei solchen massnahmen wie in der initative gefordert, resp. solchen "gummi-initaiven" sehr gut.

es mag in d 4 Mio angler geben, angler die in verbänden/vereinen organisiert sind, sind wohl massivweniger an der zahl, bürger die tierschutz als notwendig erachten dürften machen wohl 2/3 der bevölkerungs d`s aus - bei uns in der ch ist`s noch massiver. tatsache ist, dass die angler politisch kaum gewicht haben und kaum eine lobby in parlamenten und regierungen, der tierschutz hingegen schon - wer hat also die längeren spiesse?

mfG

Stefan Grau

Nachtrag von 18.55 Uhr;

In der CH sind ca. 10% der Angler Fliegenfischer, davon die meisten Kombiangler, heisst man fischt mit der Fliege, aber auch Löffel, Wurm etc. "Hardcore"-Fliegenfischer gibt es wenig.

Als nebenamtlicher Fischereiaufseher komme ich mit vielen Anglern in Kontakt, die eben nicht mit der Fliege fischen. Ich erlaube mir in Gesprächenmit diesen dann u.a. auch zu fragen,
was sie von C&R wie es einige Fliegenfischer praktizieren (jeder Fisch wird zurückgesetzt) halten. Ohne dass meine so gemachten Umfragen "represäntativ" wären, kann aber gesagt werden
dass 99 % von diesen C&R ablehnen oder sogar den Kopf darüber schütteln - ausser dass sie alle Freude daran haben, weil der Fisch dann für sie übrigbleibt, jou, dann ist ja C&R schon so für nichts.
Dies zeigt auch dass schon innerhalb der Angler-Fraktion keine Einigkeit/Akzeptanz über die Einführung von C&R herrscht, wie soll da eine "politische Initiative" je durchkommen? Zumindest in meiner Heimat.

Verfasst: 14.12.2005, 18:00
von pehers
Servus Stefan!

Ein weiteres Mal darf ich Dir völlig recht geben!

Vielleicht ist ja meine SPrache zu verklausuliert, aber irgendwie habe ich das nicht in dieser Deutlichekeit wie Du rübergebracht!

Darüber hinaus ist es für mich nicht nur eine Frage, wie die Öffentlichkeit auf deartige Ansinnen reagiert, sondern auch eine Frage der Ehre für jeden Genossen der nassen Waid, wie man sich der Kreatur gegenüber verhält.

Wenn ich die Hege nicht mehr ohne C&R bewerkstelligen kann, dann ist es Zeit das Fischen einzustellen!

Starke Restriktionen über Bestimmungen: Ja!
C&R: Nein!

Man sollte das eine nicht mit dem anderen vermengen!

Petri,
Hans

Verfasst: 14.12.2005, 23:14
von helmut herrmann
hallo an die Runde,

wenn ich am Wasser eine 40er Bachforelle wieder schwimmen lasse,
weil mir Fisch z. Zt. aus dem Hals heraushängt, ist das erklärbar.
Drille ich eine 40er Äsche aus und nehme sie mit, weil ich Appetit auf sie habe, ist das auch erklärbar. Nur, erkläre das mal den Leuten, die deinen Drill verfolgt haben. Die einen verteufeln dich, wenn du die wunderschöne
Äsche abschlägst, die anderen schimpfen dich aus, weil du die Forelle
als "Spielball" benutzt und sie wieder zurücksetzt.
So oder so, recht machst du es niemandem. Und diese unendlichen Dis-
kussionen hierüber werden nicht enden. Da wir als "Sportangler" schon
eh´ ein anrüchiges Image haben, sollten wir ehrlicherweise das tun, was
wir auch eigentlich wollten: Fisch fangen. Und mitnehmen. Was wir zwi-
schenzeitlich an stilleren Plätzen gehakt und aus Überzeugung "releast"
haben, geht niemanden etwas an.

Helmut Herrmann

???

Verfasst: 16.12.2005, 03:55
von Don
Wozu gehen wir denn noch fischen? Im Prinzip ist das doch garnicht notwendig. Den Fisch den ich im Jahr verzehren kann oder möchte ist im Fachhandel sicherlich günstiger zu erstehen wenn ich mir meine Jahresbeiträge und Neuanschaffungen jedes Jahr ansehe. Abgesehen von Urlauben etc. Gerade beim Fliegenfischen ist dies nicht unerheblich.

Im Grunde gehen die meisten ja fischen um sich zu entspannen und weil es Spass macht, oder?

Im Großen und Ganzen sind sich doch alle einig. Selektive entnahme in Begleitung von Besatzplanung- und maßnahmen etc. machen Sinn. Denn bei 4 Mio. Anglern ist der Tümpel schnell leer.

Also, stellt das Fischen ein!

Oder setzt euch mit diesem Thema auseinander. Sicherlich ist es nicht einfach alle unter einen Hut zu bekommen. Aber anstatt, wie es hier oft der Fall ist, alles zu zerreden unterstützt die Menschen doch. Sowas könnte man unter konstruktiver Kritik verbuchen.

Ethik hin ode her. Wie sieht es denn auf Wirtschaftlicher Seite aus? Gehen wir mal davon aus, dass ein Angler durchschnittlich 100 € im Jahr für Material lässt. Zusätzlich noch 50 € für Vereinsbeiträge womit unter Anderem ja die Pacht für die Gewässer gezahlt wird.

= 400.000.000 € Umsatz für den Einzelhandel
= 40.000.000 € Pacht abzgl. eigener Kosten

Mal ganz grob geschätzt! Ich glaube kaum, dass der Handel eine Umsatzeinbuße von 400 Mio. € einfach so wegsteckt , wenn keiner mehr fischen geht, weil es ja eigentlich nicht notwendig ist. Und wer kümmert sich dann um die Gewässer die nicht mehr verpachtet werden? Abgesehen von den fehlenden Einnahmen. Dies müssten dann die Länder wieder selbst tragen und würde weitere Kosten produzieren anstatt Einnahmen zu bringen.

Aber eins ist sicher. Solange wir uns nicht einig sind liefern wir den Kritikern nur noch mehr Angriffsfläche. Und solange wir uns nicht einig werden wird uns auch keiner für voll nehmen.

Also bitte liebe Know-How-Träger. Anstatt nur zu kritisieren macht euren Erfahrungsschatz anderen zugänglich und letztendlich für alle nutzbar. Eine Kontaktaufnahme mit z.B. dem Betreiber der umstrittenen Seite wäre ein erster Schritt. Und notfalls lässt sich sicherlich auch ein neuer Name für dieses Projekt finden, oder?

PS: Das ganze erinnert mich ein wenig an einen meiner ehemaligen Arbeitgeber. Da wurde auch viel geredet aber nie Kompetenzen gebündelt und genutzt. Ergo: Vieles verlief im Sand. Keiner fühlte sich verantwortlich.

Verfasst: 16.12.2005, 07:36
von Royal Coachman
Hallo Don !

Schönes Posting, solltest Du Dich auch noch zu einer Anrede und einem Gruß durchringen können, wäre es perfekt!

freundlichst
Royal Coachman

Anrede / Gruß

Verfasst: 16.12.2005, 08:45
von Don
Hallo royal c.,
das ist mir später auch aufgefallen. War schon sehr spät und da habe ich es schlichtweg vergessen. Aber der Vollständigkeit halber.

Nachtrag:
Hallo Zusammen,
......
....

Gruß Olli