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Verfasst: 03.09.2007, 22:45
von Forstie
Hallo Markus,

nun, ich habe mittlerweile ein Moser-Gertl als Einhand (Power Pole). Dieses bewegt sich laut Angabe im AFTMA Bereich von 7-9 und ich werfe es mit einer Scierre HMT in #8.
Mit der Rute bin ich sehr zufrieden und ich kann mit großen Poppern meist so um die 20 Meter werfen. Jedoch erfordert das auch Platz im Rücken und reicht bei mir am Neckar für die Rapfen im Hauptstrom nicht ganz. Ich war allerdings auch nur sehr selten Rapfen fischen. An der Schleuse im Turbinenwasser würde solch eine Weite sicherlich reichen, jedoch fehlt mir da etwas der erwähnte Platz im Rücken. Geübte Werfer bekommen das aber sicher auch so hin... :)

Der Knüller ist eine leichte Zweihand von Orvis, welche ich mir günstig gebraucht über unseren Kleinanzeigenmarkt zugelegt habe. Eine Silver Label TL in 12,6 " und #7-8. Diese habe ich mit einem Eigenbau-Schußkopf bestehend aus einer halben Ultra 4 DT in #10 und einer Monofilen Shootingline von Cortland (COBRA PLUS) versehen.
Ok, die Werferei und auch das Handling der dünnen Shootingline ist nicht das Schönste. Ein wenig erinnert es schon an's Spinnfischen... :wink: Allerdings habe ich mit dieser Combo am Neckar während des Fischens mal ein paar Probewürfe incl. größerem Streamer (kein RIESEN Hechtbunny) auf der Wiese gemacht und konnte bei leichtem Rückenwind beachtliche Weiten abschreiten.
Ich wollte es selbst nicht glauben. Als ich jedoch die ausgeworfene Schnur inkl. (nicht ganz) gestrecktem Vorfach abschritt, kam ich auf die (sicher nicht ganz exakt stimmende) Weite von 39 Metern. :shock:
Klar, abschreiten ist alles Andere als genau gemessen. Da ich jedoch ein 1,80 Meter-Mensch bin und relativ weite Schritte gemacht habe, denke ich schon, daß ich in der Gegend von 35 Metern war.
Ich will damit keinesfalls prahlen, das habe ich nicht nötig.
Ich habe mich nur selbst so gewundert, da ich im Allgemeinen kein besonders toller Werfer bin und vor Allem mit der Zweihand so gut wie keine Erfahrung habe.
Zu sagen ist natürlich auch hier, daß man Platz im Rücken haben sollte, um die Länge des Schußkopfes in die Luft bringen zu können.

Zu meinem Ergebnis: Beide Ruten haben ihren Reiz. Ich persönlich tendiere aber eher zu der Einhand. Klar, mit der Zweihand ist es wohl einfacher, mit weniger Aufwand auf eine ordentliche Weite zu kommen. Die Weite ist jedoch nicht immer alles. Für mich ist das Fischen mit der Zweihand einfach globiger und, wie soll ich sagen, nicht so "leicht" wie mit der Einhand. (leicht nicht auf den Schwierigkeitgrad bezogen)

Leider könnt ihr meine Erfahrung jetzt nur auf das allgemeine Werfen und nicht speziell auf das Hechtfischen beziehen. Hechtgewässer an denen man schön Fliegenfischen kann sind in meiner nächsten Nähe nicht so häufig, daher habe ich mit der Hechtfischerei noch keine Erfahrungen sammeln können.
Ich denke jedoch, Markus, daß Du mit Deiner Wurfweite mit den großen Hechtstreamern sehr ordentlich im Rennen liegst. Ich kann mir einfach nicht vorstellen, daß es Leute gibt, die regelmäßig die dicken Hechtstreamer viel weiter herausbringen. :wink:
Ich persönlich komme auf jeden Fall recht gut mit einem Schußkopf zurecht, die HMT hat ja auch eher einen Schußkopf-Charakter.
Also, warum nicht einfach mal probieren?

Grüße,


Martin

EDIT: Ich würde bei der Fischerei mit großen Poppern niemals unter die Rutenklasse von #7/8 gehen. An die Fischerei mit den voluminösen Bunnys will ich da garnicht denken...

Verfasst: 04.09.2007, 00:54
von BLU
Hallo Martin,
ich denke mit einer 8er Rute kannst Du nichts falsch machen. Eine 8er Rute ist auch der Standard fuer das Salzwasserfischen und sollte in
keinem Arsenal fehlen. Man kann damit auch beinahe beliebig
grosse Fische angeln. Jedoch sind bei der Groesse der Fliegen Grenzen gesetzt. Die Salzwasserruten von Sage (zum Besipiel) lassen sich auch
gut gegen den Wind werfen.
Natuerlich is es schwierig damit 20 cm lange Hechtstreamer zu werfen.

Gruss,
Bernhard