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Re: Druckguss versus gefräst

Verfasst: 09.12.2015, 13:40
von Magellan
Blame hat geschrieben:Servus,
ich werde mich aus dem Thema ausklicken,für mich eine Diskussion die nix bringt und deren Ausgang offen ist. (Klingt zwar komisch....ist aber so)
Trockenfliege hat geschrieben:Ich möchte mal den Vergleich dieser beiden Rollenherstellungsarten zur Diskussion stellen,
Aber Blame, die Fakten liegen doch auf dem Tisch: eine aus „Guss“ gefertigte Rolle hat eher die Tendenz zu brechen!
Das heisst nicht, das eine Aluminium-Rollle, so hochwertig sie auch ist,und hergestellt durch ein zerspanendes Fertigungsverfahren nicht bricht!
Allerdings braucht es da schon ein wenig mehr als unvorsichtiges hantieren am Wasser ;-)

Aus eigener Erfahrung:

Ergo, ein „verbogen“ bzw. "verzogenes" Aluminiumbauteil kannst du wieder gängig machen, im Rahmen des Möglichen...

Das Gussmaterial ist da eher delikat...

Gruß
Heiko

Re: Druckguss versus gefräst

Verfasst: 09.12.2015, 13:50
von Trockenfliege
Danke für die vielen Erklärungen. Mir ging es bei diesem Thema nicht nur um das Schliessen von Wissenslücken.
Der Satz im Nachbarthread hat mich einfach gereizt,( auch im Sinne von geärgert) das Thema mal etwas genauer unter die Lupe zu nehmen.

Die Redington Zero ist nun ein Beispiel, dass eine Gussrolle nicht unbedingt langweilig aussehen muss.Allerdings sind unschöne Gussgrate erkennbar. Das aber, laut Produktbeschreibung, dieses Design erst durch den Guss ermöglicht wird, ist natürlich ein Schmarrn, siehe zB. Galvan Rollen.

Interessant für mich sind die CFO Rollen, bzw. die Änderung der Herstellung, das wusste ich auch noch nicht.

Das Gussmaterial härter und spröder ist, war mir bekannt, nur welche Eigenschaft ist den für uns wichtiger?
Wie häufig verzieht sich mal eine gedrehte Rolle im Gebrauch und wie häufig bricht eine Gussrolle?
Dazu habe ich auf Erfahrungen anderer gehofft. ok, ist nicht lebenswichtig......will die Diskussion nicht unnötig in die Länge ziehen.

Gruß
Reinhard

Re: Druckguss versus gefräst

Verfasst: 09.12.2015, 14:17
von Rolf Renell
...hab grad eine ZERO hier liegen (by the way) - null Grat!
...aber natürlich kommt das vor, keine Frage!..wichtig?..nöö (mir jedenfalls)...Preis/Leistung?...ungeschlagen!
...ich habe letztes Jahr europaweit 3 bekannte CNC gedrehte Rollen a) nach einem Hardcoreeinsatz im Drill gesehen b) nach Sturz aus Hand auf Asphalt - beide Schrott , nicht mehr richtbar.Lachsrolle aufgrund hemmungsloser "Leichtbauoptik/Lochung" völlig ohne Statik bei 15 Pfd.!!! Fisch komplett verzogen (Preis 500,-€)
DieCast-Rollen gefallen ...80-90% geht meist glimpflich ab, Rest Abbrüche Rollenfuß, Riss Käfig/Gehäuse etc. - nicht schön , aber steht für mich in keinem Verhältnis!

...das wars von mir ,
Rolf

Re: Druckguss versus gefräst

Verfasst: 09.12.2015, 17:42
von Achim Stahl
Moin,

Gussrollen können sehr gut aussehen und können auch leicht und stabil sein. Im Süßwasser wüsste ich nichts, was gegen sie spricht.

Im Salzwasser habe ich damit allerdings schlechte Erfahrungen gemacht. Da ihre Oberfläche nicht eloxiert wird, wie das bei CNC gefräßten Rollen der Fall ist, kommt es bei Gebrauch im Salzwasser häufig zu einem "Aufblühen" der Oberflächenbeschichtung, was natürlich gar nicht schön ist.


Viele Grüße!


Achim

Re: Druckguss versus gefräst

Verfasst: 09.12.2015, 19:12
von Dietmar0671
Also dies auch von mir als letztes zu diesem Thema:

Ich besitze spanabhebend bearbeitete Rollen...und einige Gussrollen...ausschließlich englische Rollen...zum Forellenfischen eine J.W. Young & Sons 1510 Multiplier und 1530. Für Lachs Farlows Python 4" sowie J.W. Young & Sons 1530, 1535 und 1540 sowie eine 3,5 " Sharpes "The Gorden". Diese Rollen sind alle aus den 70er, vielleicht noch älter....und alle in guten bis bestem Zustand trotz des Alters und funktionieren immer noch perfekt, sehen toll aus und sind eigentlich unkaputtbar beim Fischen. Ihnen würde ich mehr vertrauen wie manch einer modernen Rolle...ein wenig Fett, ein paar Tropfen Öl und für die Messingteile dann und wann Silberpflegemittel und das Messing glänzt wie neu. Abnutzung so gut wie nicht...ausser die "Klicker". Da sollte man ein paar Ersatzteil über die Zeit beschaffen...bei den Young Rollen passen Hardy Ersatzteile der Marquis.

Reinhard....schau dir doch mal in der englischen Bucht die Young Rollen an...noch scheinen sie günstig. Aber die Preise steigen.

Aber Achtung! Die Rollenfüße sind voluminöser und passen nicht an jeden Rollenhalter.

Das war's dann von mir hier.

Viele Grüße

Dietmar

Re: Druckguss versus gefräst

Verfasst: 11.12.2015, 00:57
von gespliesste
Hallo Reinhard,
Trockenfliege hat geschrieben: Das Gussmaterial härter und spröder ist, war mir bekannt, nur welche Eigenschaft ist den für uns wichtiger?
Wie häufig verzieht sich mal eine gedrehte Rolle im Gebrauch und wie häufig bricht eine Gussrolle?
Dazu habe ich auf Erfahrungen anderer gehofft.
Was einem wichtiger ist kann man wohl nur für sich selbst beantworten. Vom Prinzip ist beides ganz bestimmt für den Einsatz (im Süsswasser) geeignet. Das beweisen ja schon die ganzen alten Hardy Rollen, die werden immer teurer und bringen den Beweis der Haltbarkeit allein schon durch ihr enormes Alter.
Bei den CFO kannst du sogar laut Herstellerangaben gegossenen Ersatzspulen problemlos mit gefrästen Rollen mixen.
Bei mir hat sich aber auch noch keine gefräste CFO auch nur Ansatzweise verzogen, aber ich kann mir schon vorstellen was Rolf berichtet und das einige der modernen gefrästen Leichtbaumodelle es da übertreiben.

Mir persönlich sagen die modernen, lautlosen, large-abor Modelle mit Hochleistungsbremse beim Forellen- und Äschenfischen leider gar nix. Wir fischen alle small-abor mit click&pawl (vornehmlich CFO oder die alten Hardys), aber das ist wohl eher eine Vorliebe und auch wieder ein anderes Thema ...

LG,

Olaf