Hier geht es um wichtige Belange wie Naturschutz, sinnvolle Gewässer-Bewirtschaftung, schonender Umgang mit Umwelt und Kreatur, Ärgernisse (Schlagthemen) wie Klein-Wasserkraft & Kormoran und Rechtliches.
.... aber denkt dran rechtzeitig eine Genehmigung für eine Kontrollbefischung zu bekommen. Nicht das etwa ein starkes Hochwasser kommt oder ähnliches und Ihr in Beweisnot steckt
Mit traurigen Grüßen
Robert
P.S.: Beweisphotos habt Ihr sicher zur genüge?
@ Robert
Hallo Robert,
für wen denn Beweise sammeln? Um sie der EU auf den Tisch zu knallen mit der Aufforderung, endlich mal den "Finger zu ziehen" ???
Gruß
Michael
Bei uns in Bayern gibt es die gute alte Zwistl - auch Steinschleuder genannt.
Dies soll selbstverständlich kein Aufruf zur Benutzung sein - könnte aber so verstanden werden.
Bei allem Verständnis für Eure Lage und die jahrelange Hege und Pflege möchte ich aber auch etwas Kritisches mit einfliessen lassen:
Sind wir mal ganz ehrlich, dann muss mal wieder die Kreatur - in diesem Fall der Kormoran - für eine verfehlte Naturschutzpolitik büßen. Die Tiere sind halb am verhungern und haben ihre angestammten Brutplätze an Altarmen der großen Flüsse verlassen, weil diese zugefroren sind und sie keine Nahrung mehr finden.
Wir müssen natürlich auch aufpassen nicht mit zweierlei Maß zu messen. Es gibt Gegenden mit Brutkolonien, die ganzjährig unter der Belastung leiden oder Flüsse wie die Donau in Regensburg, die gerade heimgesucht werden - dort würde auch niemand auf die Idee kommen, am Ufer entlang zu laufen und diese zu verscheuchen. Vielleicht weil dort "minderwertige Fische" und keine Salmoniden gefressen werden?
Uns Fliegenfischern lastet immer der Makel des elitären an - hier könnte man auch wieder den Eindruck gewinnen, dass uns wenige Fischarten und ihr materieller Wert mehr am Herzen liegen als der vieler Anderer.
In der Hoffnung auf eine nachhaltige Bestandsregulierung - auch zum Vorteil des Kormorans grüsst Euch
Abschuss Hier gibt es Hoffnung!!
Wir haben mit diesen schwartzen komisch fliegenden Vögeln nicht mehr allzugroße Probleme!
In unserem Fliesgewässer sind größere Bestände von Mühlkoppen+Bachforellchen+++ alles was in ein schönes Bächlein sein sollte!
Es wurde nach einem Antrag auf Abschuss die Fischbestände geprüft!(E-Gerät) wir mussten 150 Euro zahlen!Seit dem sind unsere Hotlein an "unsere"Jäger immer heiss!wie ich es mitbekomme , nur mit Kleinkalieber!Tag und Nacht!Geht an eure Behörden!es geht!Ihr müsst nur die richtige Person dort FINDEN!!Und die Jägerschaft überzeugen!
Dazu möchte ich ein provokantes Statement abgeben, für das mich jedes Greenpeace Mitglied steinigen würde:
Man versucht den Lachsfarmen und der kommerziellen Fischerei auf Wildlachse mit dem Argument beizukommen, dass ein vom Angler gefangener Lachs, den volkswirtschaftlich weit höheren Wert hat.
Diesen Vergleich auf den Kormoran zu erstrecken halte ich für legitim und dann bedarf es keiner weiteren Diskussion, ob die Fliegenfischerei elitär ist oder nicht (zumindest in dieser Frage)!
Was die verquere Artenschutzpolitik betrifft, kann ich Dir nur recht geben, aus den gleichen Gründen! Der beinahe infantil ideologische Zugang zu Lebewesen über der Wasseroberfläche der Tierschützer, sei hier nur in diesem Beisatz erwähnt!
Beste Grüße,
Hans
www.soulfishing.eu
I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
Dein Frust ist verständlich, aber da immer mehr Abschussgenehmigungen vorliegen liegt es vielfach nicht mehr an den Behörden, sondern an der Motivation der Jäger. Da bei uns leider keine überregionalen Regelungen möglich sind (Stichwort: großräumiges Bestandsmanagement) kann man eigentlich als Anglerverband nur noch einen Kormoranjäger verdingen, der in Absprache mit den Revierpächtern seine Arbeit verrichtet. Und leider bleibt die Beweisführung in den meisten Fällen notwendig, da ja (theoretisch) gar kein Schaden angerichtet wurde, da "nur" Massenfische betroffen waren.
Bis auf ein paar Regionen bröckelt nämlich auf Behördenebene wirklich der Widerstand und je mehr "echte" Belege (Vorher-Nachher-Befischungen) vorliegen, desto besser. Solange die Kormorane nur rumfliegen und man nicht nachweisen kann, dass sie auch was gefressen haben sind sie im Sinne des Gesetzes ja unschuldig.
Weisst Du natürlich sowieso, aber bevor es keine europäische Lösung gibt hilft nur Beweise sammeln, den Behörden, den Verbänden und der Öffentlichkeit (Presse!) übergeben und die Jägerschaft "motivieren".
Gruß
Robert
P.S.: Im Zusammenhang mit dem Monitoring der EUWRRL sind viele Daten erhoben worden. Auch hier macht es Sinn den Fischereireferenten zu fragen, welche Abschnitte untersucht wurden, um dann die gleichen nochmals zu beproben.
Original geschrieben von Graylinglover
... da immer mehr Abschussgenehmigungen vorliegen liegt es vielfach nicht mehr an den Behörden, sondern an der Motivation der Jäger.
Hallo Robert,
dem kann ich nur zustimmen. Siehe den folgenden Zeitungsausschnitt:
Zitat:
Altensteig. Scharf ins Gericht ging Hegeringleiter Jost E. bei der Mitgliederversammlung der Altensteiger Jäger mit der Forderung nach einer Jagd auf Kormorane seitens der Fischer. Es könne nicht sein, dass immer bei „Notfällen“ plötzlich die Jägerschaft gerufen werde, um Probleme lösen zu helfen, die der Gesetzgeber nicht oder nicht richtig geregelt habe, meinte E., nachdem er zuvor kurz auf die Ereignisse des vergangenen Jahres eingegangen war. Weil sich die Meinungen der Fischer und Fischzüchter mit denen der Natur- und Vogelschützer überhaupt nicht mehr deckten, solle nun plötzlich der Jäger dieses Problem mit der Flinte in Ordnung bringen, sagte E., der sich strikt gegen dieses Ansinnen aussprach. Schließlich stehe der Kormoran unter Naturschutz. Wenn er bejagt werden solle oder müsse, weil er in Fischteichen Schäden verursacht, sei dies nicht vordergründig ein Problem der Jagd. Zunächst müsse das per Gesetz geregelt werden.
Zitat Ende
Aus meiner Erfahrung muss ich leider sagen, dass die Motivation eine sehr mühsame Angelegenheit ist.
na vielleicht sollten wir einfach mal versuchen die Kormoranschützer auf Schadenersatz zu verklagen........
Bauern können Jäger ja auch verklagen, wenn jagdbares Wild auf den Feldern Schaden anrichtet.......
LG Jens
unter dem Hintergrund bin ich sau froh, dass wir keine rot/grüne Regierung mehr haben........
An der Chemnitz sieht es auch sehr schlecht aus da sie nach dem Stadtausgang nicht zugefriert. 20-30 sind jetzt bestimmt 3 Wochen dagewesen habe auch an manchen Tagen fast 100 gezählt.Scheinen
aber nicht mehr genug zu finden denn anderen Berichten zu folge
sind sie jetzt in der Hauptsache an den Zuflüssen und Bächen.Hatten
erst im Herbst noch mal Ächen in diesen Bereich eingesetzt.Wird nichts
mehr davon übrig sein denke ich.Werden es ja sehen zum Kontrollabfischen
im Frühjahr.Habe kein gutes Gefühl was den Bestand anbelangt zumal
auch noch Gänsesäger seit diesem Jahr da sind.
Dann stehen da noch Grüne und Naturschützer am Fluss mit Digi und
freuen sich über die vielen "schönen" Vögel.Da kann es einen Angst
werden wenn man deren Meinungen hört.
unter dem Hintergrund bin ich sau froh, dass wir keine rot/grüne Regierung mehr haben........
Jenun, hättste die Schwarzen dran gehabt, könntest du heute noch im Rhein Filme entwickeln statt Fische fangen.
Bei allem berechtigten Zorn und Wut über die angerichteten Schäden.
Als Angler sollten wir uns ein anderes Vokabular angewöhnen, wollen wir als §29er-Verband noch ernst genommen werden.
Aussagen wie "Drecksviecher, schwarze Pest, Mistviecher, knall die Viecher ab" und dergl. mehr zeugen schon von ansatzweise faschistoider Geisteshaltung und werden uns in der Diskussion nicht wirklich weiter bringen. Und blödsinniges Gequatsche über die ach so dämlichen Naturschützer auch nicht.
Nur mal als Beispiel und als Anstoß zum etwas kritischeren Umgang mit der Materie: Bei uns war es die Ortsgruppe des NABU die verhindert hat, daß am Bach der gesamte Baumbestand abgeholzt wurde. Die Fischer waren hingegen sehr dafür, sie kämen ja dann leichter ans Wasser....
:suprise:
ich kann Dir bezüglich der Wortäußerungen (nicht dem politischen Teil, ich sage nur Wasserkraft in kleinen Gewässern nur uneingeschränkt zustimmen. Die Blindheit und der Ornithozentrismus mit der manche Vogelschützer geschlagen sind sollte nicht dazu führen, dass wir mit gleicher Münze zurückzahlen. Wir nutzen eine natürliche Ressource und keinen Acker oder Teich! Die einzigen Gründe warum die Kormorane geschossen und vertrieben werden dürfen sind a) um Schäden von der gewerblichen Fischerei und Fischzucht abzuwenden und b) um in ihrem Bestand gefährdete Fischarten zu schützen.
Also den verbalen Ball bitte flach halten, mit Sachargumenten kommen und alle gegebenen Möglichkeiten (Vergrämung, Abschuss) nutzen.
....Aussagen wie "Drecksviecher, schwarze Pest, Mistviecher, knall die Viecher ab" und dergl. mehr zeugen schon von ansatzweise faschistoider Geisteshaltung und werden uns in der Diskussion nicht wirklich weiter bringen. Und blödsinniges Gequatsche über die ach so dämlichen Naturschützer auch nicht......
Dann würde ich gerne mal Deine sachliche Ausdrucksweise hören, wenn Du als Verantwortlicher feststellen "darfst", dass Deine jahrelange Arbeit bezüglich eines intakten Äschenbestandes innerhalb von ein, zwei Raubzügen der Kormorane (ups, beinhahe hätte ich Viecher geschrieben) zu nichte gemacht worden ist. Und auf der Brücke stehen die "Naturschützer" und klatschen Beifall..........:nein:
noch einmal speziell zum Problem Kormoran in Thüringen.......
.......also traditionell historisch gesehen, war der Kormoran in der Vergangenheit in Thüringen niemals ein heimischer Vogel!!!!
Der Kormoran wurde in der Vergangenheit aus den bekannten Gründen fast ausgerottet und bis anfang / mitte der 80ziger Jahre sicherlich als bedroht anzusehen..... nun ich bin ganz gewiss nicht für die Ausrottung des Kormorans oder irgend einer anderen Tierart....... nur eben alles in Massen..... und durch die sehr massiven Schutzmassnahmen hat diese Art einfach überhand genommen......
Nun aber zurück zur Problematik in Thüringen.......
der Kormoran wurde hier in der Vergangenheit als heimische Art niemals nachgewiesen, warum haben wir nun doch auf einmal welche? Na klar, Grund Nr. 1 die starke Vermehrung...... aber das reicht noch nicht...... und jetzt meine Theorie...... das es in Thüringen inzwischen auch diese Tierchen gibt, liegt in erster Linie an der Umweltzerstörung und zwar in Form von Talsperrenbau!!!! Diese Tiere werden bei ihren Winterwanderungen gen Süden von großen Wasserflächen (die es in der Vergangenheit in Thüringen niemals gab) angezogen und zum verweilen eingeladen..... und davon gibt es hier inzwischen genug Talsperren und Stauseen....... die das auch noch einigermassen verkraften..... aber wenn der Winter einigermassen kalt wird, frieren diese komplett zu und dann kommt es zur Kathastrophe.......!!!!! Bei sämtlichen Flüssen Thüringens handelt es sich um kleiner Fließgewässer, der Forellen und Äschenregion mit einer Ausnahme, der Saale die geht bis in die Barbenregion hinein....... aber allen dieser Flüsse haben kein Aufkommen an Massenfischen die diesen Fressdruck kompensieren könnten...... und dann kommt es eben durch den Einfall der schwarzen Vögel zum Totalverlust......
Und genau darüber sollten die Vogel und Naturschützer mal nachdenken, warum es diese Tire jetzt hier gibt und was es für die Natur bedeutet......
Dann würde ich gerne mal Deine sachliche Ausdrucksweise hören, wenn Du als Verantwortlicher feststellen "darfst", dass Deine jahrelange Arbeit bezüglich eines intakten Äschenbestandes innerhalb von ein, zwei Raubzügen der Kormorane (ups, beinhahe hätte ich Viecher geschrieben) zu nichte gemacht worden ist. Und auf der Brücke stehen die "Naturschützer" und klatschen Beifall..........
ich habe vollstes Verständnis für die Frustration und bin auch der Meinung, dass diese Vögel sich hier sekundär einen Lebensraum erschlossen haben, den sie offensichtlich früher nicht genutzt haben. Aber an einer anderen Stelle im Forum hatten wir schon einmal die Diskussion darüber, dass unsere "Meinungäusserungen" sehr wohl von Kormoranliebhabern etc. wahrgenommen werden. Ich habe auch schon oft den Begriff dunkelfarbige ansteckende Krankheit im Zusammenhang mit den niedlichen Vögelchen benutzt. Aber den Fischen hilft das überhaupt nicht, sondern nur kurzfristig uns, um Frust abzubauen. Als Beispiel möchte ich nur den "Lachspapst" Orri Vigfusson nennen. Was er in zäher, aber immer fairer Art und Weise (gentlemanlike) geschafft hat ist unglaublich. Also, nur eine echte Lobby für unsere Fische bringt uns weiter und nicht kurzfristiger Frustabbau im Forum, oder sonstwo.
Übrigens besten Dank an Michael für den Hinweis in der lokalen Presse. Ich konnte leider nur die ersten paar Zeilen lesen, da kein Login ... Aber offensichtlich war die Berichterstattung im Sinne der Fische.