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Verfasst: 03.05.2004, 14:40
von max.s.
Hallo Jochen,
da muss ich dir übrigens voll und ganz zustimmen, dass das schöner ist mit feinen rütchen zu fischen....

Max

Verfasst: 03.05.2004, 15:01
von AKNE
Hallo zusammen!

Werde das Gefühl nicht los durch die einzelnen Beiträge die Sammler und die Fischer trennen zu können(:-)
fische lediglich vier alte (seit langem nicht mehr erhältlich) Orvis:

rivermaster, 9,5 ft #8 (Fluß Meerforelle)
advantage, 9 ft #7 (Küste)
limestone, 8,5 ft #6 (Steamer, Forelle)
far&fine, 7,5ft #5 (Trocken)

Gruß Alex aus`m Norden

Re: Was für Prügel?!

Verfasst: 03.05.2004, 15:10
von Matthias
Original geschrieben von Jochen
... # 5 Loomis GL3 (meine Hechtrute) ...
Hallo Jochen,

das ist nicht Dein Ernst, oder?! Gezieltes Hechtfischen mit'ner 5er Rute?

Verwundert ... Matthias

Verfasst: 03.05.2004, 15:51
von AKNE
@ Jochen

Das wundert mich auch, gut die Loomis ist recht schnell und für mein Gefühl ne 6èr...
Aber die Trident #8 ist doch echt ne geile Küstenrute und vor allem auch für Hecht. Habe diese paar mal zur Probe im Fluss auf Meerforellen gefischt und ist besonders im Drill sehr schön...

Verfasst: 03.05.2004, 15:59
von Jochen
quote:
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Original geschrieben von Matthias

...das ist nicht Dein Ernst, oder?! Gezieltes Hechtfischen mit'ner 5er Rute?

Verwundert ... Matthias....
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...doch, ist mein voller Ernst!!! Na gut, die Rute ist recht steif, wirft sich wie ´ne 6er und ich fische die zum Streamern auch mit ´ner 6er WF oder eine T200.
Ich benutze allerdings auch keine halben Hühner mehr, sondern kleinere Köder wie z.B. große Wooly Bugger (Gr.4) oder kleinere Bunnies (Gr.2-4). Funktioniert super auf Hechte, läßt sich mit Doppelzug problemlos > 20m werfen und macht einfach viel mehr Spaß als die steifen Prügel.
Probier mal Deine #5/6 mit ´ner 6er Trockenschnur und kurzem Sinkvorfach mit schwarzem 4er Bunny in kleineren Flüssen, Altarmen, Uferzonen! Du wirst begeistert sein!

Viel Spaß

Verfasst: 03.05.2004, 19:07
von Daniel/Bonn
5er auf Hecht, 8er auf Tarpon....
Das ist nicht einfach schöner, wie Du sagst, sondern entweder technisch nicht machbar oder im besten Fall nicht zweckmäßig. Die dritte Möglichkeit ist die, dass du nur Hechte fängst, die mittleren Forellen gleichkommen und deine Tarpone max 10 Pfund wiegen.
d.
P.S.: Und bitte keine Erklärungen zu Drillkünsten. Ein passabler Fisch lässt sich von den angegebenen Rutenklassen nicht beeindrucken.

Verfasst: 03.05.2004, 19:49
von John S.
Ich angele auch gerne so leicht wie möglich. In kleine Gewässer mir kleine Hechte fische ich am meisten mit meine RPLXi #6. Bucktailstreamer bis Hakengrösse 2/0 kan ich damit müheloss werfen. Und Hechte bis 70-80 cm haben keine Chance bei solch eine Rute. Aber grosses Wasser und grössere Streamer fragen um schwerere Ruten. Die echt leichte Ruten sind Specialistenruten. Die kann mann nur gebrauchen wenn die Umstände ideal sind. Windstilles Wetter, dann geht meine #0 oder#1 ans Wasser. Aber die meiste Zeit angele ich doch mit meine Zweierruten. Wenn ich bei uns in die Polder gehe, wo immer etwas mehr Wind steht, geht die #3 oder die #4 mit. Mein leichtes Angeln hat auch mit die Fische worauf ich angele zu tun. Hier gibt es keine 4 Pfund schwere Forellen. Ich fische am meisten auf Rotauge und Rotfeder. Mit eine #6er Rute macht das überhaupt kein Spass. Mann muss dann leichter gehen um Spass an den Fang von diese Fische zu haben.

Mit freundlichem Gruss. John.

Verfasst: 04.05.2004, 08:27
von Matthias
Hallo Jochen,

na klar geht das, ich habe auch schonmal einen 64er Hecht beim Barschstreamern an die 5er Rute bekommen, aber da war die echt an der Belastungsgrenze und ich hatte ziemlich zu tun, den Burschen zu bändigen. Ich verwende deshalb auch bei kleineren Streamern in den von Dir genannten Größen eine schnelle 6/7er Rute mit 7er Schnur, da diese mehr Drill-Reserven hat und die Streamer auch noch per Switchcast befördern kann, was eine 5er nicht mehr schafft (schon gar nicht bei Verwendung beschwerter Fliegen und /oder Sinkvorfach). Ich verwende aber auch gerne größere Streamer, da die meiner Meinung nach für größere Hechte attraktiver und in angetrübten Wasser besser wahrnehmbar sind. Wenn das Gewässer dazu noch stark verkrautet ist und man mit Hechten >70cm rechnen kann, kommt man um eine kräftige 8er oder 9er Ausrüstung nicht herum.

Viele Grüße, Matthias

Verfasst: 04.05.2004, 09:08
von heiko ippisch
viel zu viele ! sage - loomis -winston - hardy

Verfasst: 04.05.2004, 09:26
von Jochen
@ Daniel: Übertreibung macht anschaulich! Ich habe noch nie einen Tarpon gefangen...weder mit 1 Pfd. noch mit 100 Pfd. Und meine Hechte sind tatsächlich meistens unter 70 cm und genau dafür in kleinen Bächen und mit kleinen Streamern im Sommer halte ich persönlich einfach die leichte Rute für angemessener. Selbstverständlich brauche ich auf dem See, bei Wind und z.B. großen Poppern die 8er, aber diese Art der Fischerei betreibe ich halt seltener und auch nicht so gerne. Mehr wollte ich damit nicht ausdrücken.

@ Matthias: Völlig richtig....immer der Situation angemessen fischen...und meine Sitiuation erlaubt zumindest leichteres Fischen (wobei die 5er wie gesagt eigentlich eine 6er ist und auch eine T200 noch wirft)

@ John: Ich habe bei mir ähnliche Bedingungen wie Du, deshalb fischen wir vermutlich beide leicht. Ich habe einfach keinen Spaß mit 6er Ruten auf Hasel oder 8er Ruten auf 60cm-Hechte zu fischen.

Ich möchte nur ermutigen, von den alten dogmatischen Regeln
(§1 Forelle = Klasse 6 ---- §2 Hecht = Klasse 8) abzuweichen und leichter zu fischen, wenn es die Situation erlaubt.
Es gibt naürlich Gelegnheiten für eine 8er-Rute, aber es gibt sicherlich mindestens ebenso viele Gelegenheiten für die 2er-Rute.

Und: Ich und jeder von Euch ebenso kann sehr wohl einen 5-Pfd.-Döbel oder eine 3-Pfd.-Bachforelle schonend an einer 2er Rute drillen. Genauso gut einen 8-Pfd.-Hecht an einer 6er-Rute.

Sorry ist doch eher ein Roman geworden, aber die leichte Fischerei liegt mir halt sehr am Herzen.

Viele Grüße

Verfasst: 04.05.2004, 10:30
von Matthias M.
Hallo Forumsgemeinschaft,
ich bin der Meinung, dass besonders bei der Forellen- und Äschenfischerei in Deutschland viel zu starkes Gerät benutzt wird.
Bei mir im Verein benutzen einige Fliegenfischer Ruten der Klasse 6, obwohl eine 4er selbst bei Forrellenstreamern völlig ausreichen würde.
Ich selber fische eine 0er, sie ist in meinen Augen das ideale Gerät für einen Bach, der höhstens 4 Meter breit ist und mäßig dahinfliesst. Denn die Fische wachsen in der Regel nur knapp über das Mindesmaß hinaus.
Jetzt werden bestimmt Einwenden eurerseits kommen bezüglich dem schonenden Umgang mit dem Fisch.
Doch ich kann euch beruhigen, dadurch, dass ich an einem sehr kleinen Gewässer fische fängt man manche Fische oft mehrmals die Woche und kann gut Rückschlüsse ziehen über das wohlbefinden der Population.
Ich bin der Meinung, das 6er Ruten ihre ideales Einsatzgebiet in großen Flüssen mit starker Strömung und großen Fischen hat!?

TL Matthias

Fischgröße <=> Rutenklasse

Verfasst: 04.05.2004, 13:25
von Matthias
Original geschrieben von Jochen
[B... Und: Ich und jeder von Euch ebenso kann sehr wohl einen 5-Pfd.-Döbel oder eine 3-Pfd.-Bachforelle schonend an einer 2er Rute drillen. Genauso gut einen 8-Pfd.-Hecht an einer 6er-Rute. ...[/B]
Hallo Jochen,

ich weiß aus meiner früheren Wettkampfangel-Erfahrung(mit Maden und so *igitt* ;)), daß man relativ große Fische mit sehr feinem Gerät fangen kann, wenn dieses gut aufeinander abgestimmt ist. Da ich beim Fliegenfischen aber keinen Erfolgsdruck habe, versuche ich mein Gerät nicht so fein wie möglich, sondern angemessen zu wählen ... d.h. ich verzichte lieber auf ein zwei mißtrauische Fische, wenn ich die anderen dafür sicher landen kann und nicht unnötig der Gefahr aussetze, ihnen ein "Piercing" zu verpassen. Zurück zur Rutenklasse, beim Fliegenfischen bestimmen meiner Meinung nach viel öfter die äußeren Bedingungen und die Fliegengröße die Wahl der Schnurklasse, als die Fischgröße. So muß ich eben auch auf Rotaugen zur 5er Rute greifen, wenn die Nymphe mit Bleischrot und Bissanzeiger am Vorfach in einer 15m entfernten Außenkurve landen soll. Ich will damit nicht die Fischerei mit leichten Schnurklassen im allgemeinen kritisieren, aber ich persönlich(= nur meine Meinung) finde es unpassend, unter allen möglichen Umständen extrem leicht zu fischen, nur um sich bei jeder handlangen Rotfeder über eine halbkreisförmig gebogene Rute zu freuen. In diesem Sinne ... jedem das seine ;)

Viele Grüße, Matthias

Verfasst: 04.05.2004, 14:45
von Jochen
@Matthias:
Dann sind wir uns ja zu 100% einig!!! Bei den Bedingungen hier im Nordwesten (kleine Fische, kleine Fliegen, geringe Weiten) ist halt meistens die leichte Variante angemessen.

Gruß
Jochen

Verfasst: 04.05.2004, 16:38
von Matthias M.
Hallo Jochen,
das sehe ich auch so und es macht halt viel mehr Spaß. ;)

TL Matthias

Verfasst: 04.05.2004, 18:07
von John S.
Ja das geht auch für mich.
So leicht wie möglich und so schwer wie nötig.

Mfg. John.