Rutenaktionen

Alles rund um Stärken & Schwächen, Marken, Klassen, Aktionen u.s.w. der für unser Hobby unverzichtbaren "Gerten" und "Schnuraufwickler". Du hast allgemeine oder spezielle Fragen, gute oder schlechte Erfahrungen zu bestimmten Gerätschaften mitzuteilen? Hier ist Platz dafür und Du bekommst die Antworten, die Du suchst...

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RFF Ronald

Ungelesener Beitrag von RFF Ronald »

Original geschrieben von JensR
ich hatte die Ruten bei Brinkhoff einmal kurz in der Hand.
Wie bereits beschrieben halte ich die TiCr für ziemlich schnell und spitzenbetont, mit leichter Tendenz zu hart - eine Rute eher für die schwerere Fischerei und weite Würfe.


Gruß, Jens
So kann man natürlich klasse ein Rute testen, indem man sie im Laden ein wenig hin und her wedelt. Das ist ungefähr so aussagekräftig wie der Werbetext aus einem Katalog. Deine Vermutungen über das Weitwurfvermögen der Ruten sind doch auch eher theoretischer Natur. Ein harter Stock taugt nicht zum Weitwerfen.
JensR

Ungelesener Beitrag von JensR »

Hallo Ronald,
So kann man natürlich klasse ein Rute testen, indem man sie im Laden ein wenig hin und her wedelt. Das ist ungefähr so aussagekräftig wie der Werbetext aus einem Katalog. Deine Vermutungen über das Weitwurfvermögen der Ruten sind doch auch eher theoretischer Natur.


Nichts anderes hatte ich behauptet.
Ein harter Stock taugt nicht zum Weitwerfen


Das ist ungefähr genauso pauschal falsch, wie Ruten nur theoretisch zu testen ! ;)
Was ich meinte ist das sehr viele Fliegenfischer mit schnelle, spitzenbetonten Ruten leichter weit werfen als mit mittelschnellen, parabolischen Ruten - mich eingeschlossen. Dies ist natürlich Geschmackssache und mag bei Spitzenwerfern ganz anders sein ...

Die TiCr fänd ich ganz nett als leichte Salzwasserrute, als Allroundrute hingegen eher zu schwer ...


Gruß, Jens
RFF Ronald

Ungelesener Beitrag von RFF Ronald »

Was ich meinte ist das sehr viele Fliegenfischer mit schnelle, spitzenbetonten Ruten leichter weit werfen als mit mittelschnellen, parabolischen Ruten - mich eingeschlossen. Dies ist natürlich Geschmackssache und mag bei Spitzenwerfern ganz anders sein ...

Die TiCr fänd ich ganz nett als leichte Salzwasserrute, als Allroundrute hingegen eher zu schwer ...


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Da wird aber jetzt einiges durcheinandergeworfen.
Eine schnelle Rute muss nicht spitzenbetont sein. Schnelligkeit bezieht sich in meinen Augen nur auf die Rückstellgeschwindigkeit.
Eine gute Weitwurfrute muss sich mit zunehmender Belastung auch weiter durchbiegen. Schau dir mal richtig gute Ruten an. Die biegen sich bis in Hanteil, wenn die richtig belastet werden. Mit einer Rute, die nur in der Spitze arbeitet kannst Du nix anfangen. Wo soll denn da die Kraft herkommen? Aus der Rutenbiegung bestimmt nicht. Da ist ja nix zum Biegen da.

Was meinst Du mit zu schwer?
JensR

Ungelesener Beitrag von JensR »

Eine schnelle Rute muss nicht spitzenbetont sein. Schnelligkeit bezieht sich in meinen Augen nur auf die Rückstellgeschwindigkeit


Eben!
Deshalb sagte ich ja schnell (-> Rückstellgeschwindigkeit) UND spitzenbetont (-> Aktion).
Es gibt natürlich auch schnelle Ruten die nicht spitzenbetont sind (z.B. Sage RPL, RST M3, ...).und andersherum undsoweiter undsofort.
Eine gute Weitwurfrute muss sich mit zunehmender Belastung auch weiter durchbiegen. Schau dir mal richtig gute Ruten an. Die biegen sich bis in Hanteil, wenn die richtig belastet werden. Mit einer Rute, die nur in der Spitze arbeitet kannst Du nix anfangen. Wo soll denn da die Kraft herkommen? Aus der Rutenbiegung bestimmt nicht. Da ist ja nix zum Biegen da.


Auch hier sind wir uns einig. Ehrlichgesagt wüßte ich aber derzeit keine Rute am Markt die sich bei voller Belastung nicht halbwegs durchbiegt. Geieignet zum werfen sind sie eigentlich alle. Da spielt wohl eher der pers. Geschmack eine Rolle.

Was ich mit einer zu schweren Rute meinte, ist z.B. eine Rute die ausschl. zum weitwerfen konzipiert wurde.
Diese macht dann einfach keinen Spaß mehr, wenn man sie "normale" einsetzt, denn dafür wurde sie ja auch nicht gebaut.
Ein Beispiel:
Dirketer Vergleich Sage XP -> Sage RPL+
Hier ist mir die RPL+ zum "normalen" Forellenfischen (Trocken, leichte Nymphen+Streamer) zu "schwer". Die XP wirft eigentlich ebensoweit, entspricht aber eher dem Kriterium was du oben für eine "richtig gute Rute" angibst (schnelle Rückstellkraft, jedoch progressiv in der Aktion).
In Oostvoorne gegen den Wind ist mir das egal, am Forellenbach ist die RPL+ MIR zu schwer/hart/steif/spitzenbetont/unprogressiv... (wie nennen wir das Kind denn nun? :p )

Jetzt sollte es aber gut sein.
Mehr gerne in einem entsprechenden neuen Thema oder per PN/Mail.
Hier ging es um Templefork bzw. eine Rute in #4 für'n Bach. Dahin sollten wir nun wieder zurückkommen. ;)


Gruß, Jens
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Dirk Janßen
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Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Original geschrieben von RFF Ronald
Mit einer Rute, die nur in der Spitze arbeitet kannst Du nix anfangen. Wo soll denn da die Kraft herkommen? Aus der Rutenbiegung bestimmt nicht. Da ist ja nix zum Biegen da.
Da möchte ich widersprechen. Teste mal Solitip oder Loomis GL3 oder Vison 3Zone Saltwater.
Die haben nach meinem Verständnis alle eine ausgesprochene Spitzenaktion, sind hervorragend zum Weitwerfen, aber für Rollwurf etc eher ungeeignet.

TL
Dirk
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JensR

Ungelesener Beitrag von JensR »

Hallo Dirk,

also jetzt wird's heftig! :hammer: ;)

Die Loomis GL3 habe ich schoneinmal recht ausgiebig in 7,6" #3 gefischt.
Die Vision 3Zone Saltwater habe ich gestern in #6, 9Füße geworfen.

Erstere würde ich als mittelschnell und spitzenbetont einschätzen, kein vergleich zu Orvis Tip-Flex-Blanks oder z.b. ner Sage RPL+.
Die Vision würde ich sehr schnell, aber parabolisch nennen - wirft jedenfalls ne verdammt enge Schlaufe !? :suprise:

Was Ronald meint ist wohl eher ein richtiges Brett vom Typ Besenstiel, das kann man dann wirklich kaum noch werfen. Ich glaube aber solche Ruten gibt es auf dem Markt inzwischen nicht mehr ...


Gruß, Jens
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roland k
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Ungelesener Beitrag von roland k »

ich fische eine GL3 jetzt schon 4 Jahre und kann nicht behaupten das der Stock spitzenbetont ist. Ich würde eher sagen semiparapolisch. Rollwürfe funzen mit einer DT gute 15 Meter weit...

Roland
man muss einfach reden, und kompliziert denken - nicht umgekehrt
RFF Ronald

Ungelesener Beitrag von RFF Ronald »

Original geschrieben von Dirk/WHV


Da möchte ich widersprechen. Teste mal Solitip oder Loomis GL3 oder Vison 3Zone Saltwater.
Die haben nach meinem Verständnis alle eine ausgesprochene Spitzenaktion, sind hervorragend zum Weitwerfen, aber für Rollwurf etc eher ungeeignet.

TL
Dirk
Meine beiden GL 3 arbeiten bei zunehmender Belastung nicht nur aus der Spitze. Halte mit der GL 3 mal richtig Schnur in der Luft und schau dir die Rutenbiegung an, die arbeitet dann auch bis ins Handteil.
Es ist klar, das die Rute bei geringer Belastung nur aus der Spitze arbeitet. Wo sollen denn sonst auch die Reserven herkommen.
TorstenHtr

Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hi!

Ronald:
>Deine Vermutungen über das Weitwurfvermögen der Ruten sind doch auch >eher theoretischer Natur. Ein harter Stock taugt nicht zum Weitwerfen.

Man kann mit Sicherheit mit einem "hartem Stock" weit werfen, das hängt davon ab welche Beschleunigung man mit der Rutenhand und noch wichtiger mit der Schurhand ausführen kann (Doppelzug).
Im Castingsport wird mit teilw. brettharte Knüppeln geworfen, da siehst du kaum Biegung.
Ob sich das noch komfortabel wirft, ist eine andere Frage.
Wie sich die Rute anfühlt hängt im Prinzip auch von der verwendenten Schnur ab, eine rel. weiche 8er Rute fühlt sich bestückt mit einer 6er oder 7er Schnur wesentlich steifer an.

Es gibt auch IMHO keinen vereinheitlichten Test zu Rutenklassifikation, im allg. ist die angegebene Klasse nur eine Empfehlung des Herstellers.
Im Prinzip wirft ein oder mehrere Tester die Ruten und beurteilt die Schnurklasse.

Von den Rutenbauern wurde versucht eine Testmethode zu erstellen, eine davon ist die Common Cents Methode von Dr. Bill Hanneman.
Diese Methode ermittelt die Steifigkeit der Rute ( mit einem Normal über die Rutenklasse) und die Aktion über den Action Angle,
Testresultate auch über die TFOs gibt es hier:

http://www.superbob.org/CC.htm

Bis dann..
Torsten

PS: Bist du evtl. leicht beeinflusst (wie ich) vom Tread über die TFOs im sexyloops Forum? :)
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Dirk Janßen
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Ungelesener Beitrag von Dirk Janßen »

Wieso haben die verschiedenen Hersteller Probleme mit der Beschreibung der Schnelligkeit ihrer Ruten?

Gib 5 Leuten ein und dieselbe Rute und Du wirst 5 Meinungen bekommen.

Ich lag für euer Dafürhalten wohl daneben mit meiner Schnelligkeitsbewertung insbesondere der GL 3, aber DAS ist meine Einschätzung.

Ich werde mich deshalb bez. Rutenschnelligkeit versuchen nicht mehr zu äußern, da das Thema einfach nur subjektiv beurteilt werden kann.

TL
Dirk:D
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RFF Ronald

Ungelesener Beitrag von RFF Ronald »

Hallo Thorsten,

lassen wir die Schnurbeschleunigung durch die Schnurhand mal außen vor.
Wir bewegen die Rute ohne Doppelzug.

Was bringt Weite. Zum einen die Schlaufenform und die Schlaufengröße.

Zum anderen die Schnurgeschwindigkeit. Wie kommen wir auf Geschwindigkeit? Einmal durch die Bewegung/Geschwindigkeit der Rutenhand. Zu der Geschwindigkeit kommt jetzt noch die Rückstellgeschwindigkeit der Rute. Die Rute muss natürlich noch genug Power haben, um die Schnur zu beschleunigen. Um diese Power bei unterschiedlichen Leinenlängen/Gewichten aufzubauen muss sich die Rute mit zunehmender Belastung auch zunehmend biegen.
TorstenHtr

Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hi Ronald!

>Was bringt Weite. Zum einen die Schlaufenform und die Schlaufengröße.

IMHO am wichtigsten ist die Endgeschwindigkeit der Schnur in der Abschussposition.
Die Schlaufenform und selbst die -größe ist nicht statisch vorgegeben, so kann es sein das aus einer eher runden Schlaufe eine keilförmige wird.
Diesen Effekt konnte ich sehr gut beobachen letztes Jahr bei der Casting Sport EM hier in Berlin.

Natürlich je näher der Weg der Rutenspitze während der Beschleunigung einem linearem Weg (parallel zur Schnur) entspricht, desto optimaler wird die Schnur in eine Richtung beschleunigt.
Die Größe der Schnurschlaufe wird aus der vertikalen Bewegung der Rutenspitze während des Wurfvorganges bestimmt.

>Zum anderen die Schnurgeschwindigkeit. Wie kommen wir auf >Geschwindigkeit?

Die Schurgeschwindigkeit ist auch eine veränderliche Größe und nimmt zum Ende des Abrollens der Schlaufe zu (weil sich die Masse verringert, oberes Segment der Schurschlaufe).
Wichtig daher die Endgeschwindigkeit der Schnur in Endposition das bestimmt Ekin.

>Einmal durch die Bewegung/Geschwindigkeit der Rutenhand. Zu der >Geschwindigkeit kommt jetzt noch die Rückstellgeschwindigkeit der Rute.

Das ist eine interressante Frage, in einem Artikel im FFer vertraten einige die das wohl untersucht hatten die Ansicht, das die Rückstellung der Rute nach dem Stop relativ wenig zur Endgeschwindigkeit beiträgt.
Das müsste man sich mal näher anschauen.

Ich glaub der Frank LoPresti von http://www.virtualflycasting.com hat geschrieben, das er mit einer Gespliessten über 30m geworfen hat (5er Schnur).
Und Bambusruten haben eine wesentlich langsamere Rückstellgeschwindigkeit als Kohlefaserruten.

Schlecht ist es IMHO wenn die Rute schlecht gedämpft ist und nach dem Stop stark nachschwingt, dadurch bekommst du Wellen im unterem Segment der Schnurschlaufe was natürlich die Wurfweite verringert und die Gefahr steigt das man einen Tailing Loop wirft.
Hatte das Problem letzes Jahr wo ich eine Rute von DAM ausprobiert hatte, damit bin ich überhaupt nicht klar gekommen, hat extrem "nachvibriert".
Zwischen der und der Sage RPL+ die ich danach geworfen hab, haben bestimmt Welten dazwischen gelegen :)
Das war auch die Kritik von Paul was die TFO TICR angeht.

>Die Rute muss natürlich noch genug Power haben, um die Schnur zu >beschleunigen. Um diese Power bei unterschiedlichen >Leinenlängen/Gewichten aufzubauen muss sich die Rute mit zunehmender >Belastung auch zunehmend biegen

Eigentlich dürften das alle Ruten können die auf dem Markt sind.
Nur die Biegeprofile bei unterschiedlicher Belastung weichen ab, je nach Konstruktion.

Bis dann..
Torsten
RFF Ronald

Ungelesener Beitrag von RFF Ronald »

Original geschrieben von streamerfisher
Was auch nicht zu vergessen ist, dass Schnurgeschwindigkeit und Schlaufe auch durch den Stopp bestimmt werden, wisst ihr ja alle selber wenn man nicht am Ende der Beschleunigungsphase sofort stopp, dann gibt das weite Schlaufen und weniger Schnurgeschwindigkeit.

Gruß Markus
Die weite Schlaufe hängt aber nicht ursächlich mit dem Stop zusammen, sondern ist das Resultat wenn die Rutenspitze nicht mehr auf einer Linie läuft und ausgelenkt wird.

Durch den Stop kann sich die Rute entladen und die Rückstellgeschwindig an die Schnur weitergeben. Wenn ich auf die Rückstellgeschwindigkeit verzichte kann ich trotzdem ohne deutlichen Stop eine enge Schlaufe werfen. Ich muss halt nur darauf achten, das die Rutenspitze nicht ausgelenkt wird. Anders würde ein Handwurf auch nicht klappen.
__________
Kurze Zwischenfrage: Wo ist denn der Orginaltext hin, auf den ich hier antworte?
Zuletzt geändert von RFF Ronald am 16.03.2004, 19:30, insgesamt 1-mal geändert.
RFF Ronald

Ungelesener Beitrag von RFF Ronald »

>Was bringt Weite. Zum einen die Schlaufenform und die Schlaufengröße.

IMHO am wichtigsten ist die Endgeschwindigkeit der Schnur in der Abschussposition.
____
voll korrekt

Die Schlaufenform und selbst die -größe ist nicht statisch vorgegeben, so kann es sein das aus einer eher runden Schlaufe eine keilförmige wird.
Diesen Effekt konnte ich sehr gut beobachen letztes Jahr bei der Casting Sport EM hier in Berlin.
_____
richtig, das ist aber wieder ein anderes Thema

Natürlich je näher der Weg der Rutenspitze während der Beschleunigung einem linearem Weg (parallel zur Schnur) entspricht, desto optimaler wird die Schnur in eine Richtung beschleunigt.
Die Größe der Schnurschlaufe wird aus der vertikalen Bewegung der Rutenspitze während des Wurfvorganges bestimmt.
____
richtig

>Zum anderen die Schnurgeschwindigkeit. Wie kommen wir auf >Geschwindigkeit?

Die Schurgeschwindigkeit ist auch eine veränderliche Größe und nimmt zum Ende des Abrollens der Schlaufe zu (weil sich die Masse verringert, oberes Segment der Schurschlaufe).
Wichtig daher die Endgeschwindigkeit der Schnur in Endposition das bestimmt Ekin.
____
Es ist richtig das die Schnurgeschwindigkeit mit dem Auslaufen der Schlaufe größer wird. Nur gibt es ohne fehlende Anfangsgeschwindigkeit auch keine hohe Endgeschwindigkeit.

>Einmal durch die Bewegung/Geschwindigkeit der Rutenhand. Zu der >Geschwindigkeit kommt jetzt noch die Rückstellgeschwindigkeit der Rute.

Das ist eine interressante Frage, in einem Artikel im FFer vertraten einige die das wohl untersucht hatten die Ansicht, das die Rückstellung der Rute nach dem Stop relativ wenig zur Endgeschwindigkeit beiträgt.
Das müsste man sich mal näher anschauen.

Ich glaub der Frank LoPresti von http://www.virtualflycasting.com hat geschrieben, das er mit einer Gespliessten über 30m geworfen hat (5er Schnur).
Und Bambusruten haben eine wesentlich langsamere Rückstellgeschwindigkeit als Kohlefaserruten.
___
Die Rückstellgeschwindigkeit macht ja nicht alleine die Weite aus. Hinzu kommt ja noch die Geschwindigkeit aus der Schnurhand und die Grunggeschwindigkeit der Rute. Beim Handwurf gibts auch keine Rückstellgeschwindigkeit sondern nur die Geschwindigkeit der "Rutenhand" plus der Zuggeschwindigkeit und trotzdem kommt man auf klasse Weiten.

Schlecht ist es IMHO wenn die Rute schlecht gedämpft ist und nach dem Stop stark nachschwingt, dadurch bekommst du Wellen im unterem Segment der Schnurschlaufe was natürlich die Wurfweite verringert und die Gefahr steigt das man einen Tailing Loop wirft.
Hatte das Problem letzes Jahr wo ich eine Rute von DAM ausprobiert hatte, damit bin ich überhaupt nicht klar gekommen, hat extrem "nachvibriert".
Zwischen der und der Sage RPL+ die ich danach geworfen hab, haben bestimmt Welten dazwischen gelegen :)
Das war auch die Kritik von Paul was die TFO TICR angeht.
___
volle Zustimmung

>Die Rute muss natürlich noch genug Power haben, um die Schnur zu >beschleunigen. Um diese Power bei unterschiedlichen >Leinenlängen/Gewichten aufzubauen muss sich die Rute mit zunehmender >Belastung auch zunehmend biegen

Eigentlich dürften das alle Ruten können die auf dem Markt sind.
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aber in unterschiedlicher Ausprägung, was eine gute von einer schlechten Rute unterscheidet.
TorstenHtr

Ungelesener Beitrag von TorstenHtr »

Hi Ronald!

>aber in unterschiedlicher Ausprägung, was eine gute von einer schlechten >Rute unterscheidet.

Gut, so weit würde ich nicht gehen - das hängt sehr stark von dem ab was man selbst bevorzugt und den Einsatzzweck.
Wäre auch langweilig wenn jede Rute die gleiche Aktion besitzt :)

Bis dann..
Torsten
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