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Rutenzapfen "verschlissen"

Verfasst: 03.03.2005, 19:39
von Werner
Hallo,
meine 4er dreiteilige Scott Rute hat Zapfenverbindungen. Diese Verbindung ist an einer Stelle offenbar "ausgeleiert", sodass ich die Teile bis zum Anschlag zusammenschieben kann, wo sie noch so grade zusammenhalten.
Weiß jemand von euch, auf welche Weise man den Zapfen wieder etwas "verdicken" könnte, sodass er strammer im Überschub sitzt ?

Gruß Werner

Verfasst: 03.03.2005, 21:36
von Noellgen, H
Hallo Werner,
war gerade mal auf der Scott- Homepage.
Die Reparatur kostet 10 Dollar + 20 Dollar
Porto, falls kein Garantieanspruch besteht.
Mach keine Experimente.
Tight lines,
Heiner

Verfasst: 03.03.2005, 22:18
von Werner
Hallo Heiner,
ich danke dir für den Hinweis. Noch fliegt die Rute allerdings nicht auseinander, und ich suche noch nach einer Möglichkeit in Heimarbeit.

( Auch mit dem Hintergedanken, das Einschicken noch ein paar Jahre schieben zu können, weil ich mich dann - ohne schlechtes Gewissen- zu einer neuen überreden könnte.)

Gruß Werner

Verfasst: 03.03.2005, 23:39
von ranzi
Hallo Werner,
wenn´s eine kurzfristige Lösung sein soll, reibe eine Kerze am Zapfen,
dann sorgt der verbeibende Wachs für eine strammere Verbindung.
So halte ich die Steckverbindungen meiner "Nostalgieruten" seit Jahren
am Leben.
Gruß Ranzi

Verfasst: 04.03.2005, 07:41
von Rolf Renell
Hallo Werner ,folge Heiners Tipp,falls kein Erfolg frage Michaels Angelkästchen an(google)hat mir scvhon meine Matschewskys und andere gerettet,bis April ,beste Grüsse ,Rolf

Verfasst: 04.03.2005, 07:46
von Friedemann
Hallo Werner,
in einer Ausgabe von "Fliegenfischen" hat H. Kuleisa empfohlen die
Zapfen mit einem Pfeifenpflegestift ( im Zigarrenladen ) von Vauen
einzureiben.
Früher gab es auch von z.B. DAM Graphitepaste zum auftragen auf die
Zapfen.
Frage an die Experten: Wenn ich den Zapfen mit einem dünnen Überzug
mit Epoxi versehe und dann den Zapfen mit 400er Schleifpapier
abschleife ( Rute in Bohrmaschine rotieren lasse ) müsste das doch
auch gehen. Das ist aber nur eine Überlegung von mir die ich noch nicht
ausprobiert habe.
Gruß aus Hessen
Friedemann

Verfasst: 04.03.2005, 09:17
von Fyggi
Hai Werner,

habe ich an einer alten Rute auch schon mal probiert, war aber nicht so doll. Das Problem war das Schleifen. Wenn du lediglich mit der Hand und Sandpapier auf dem rotierenden Zapfen Druck aufbaust, läuft das Sandpapier den Unebenheiten nach. Sprich: du trägst Material ab, aber unregelmäßig. Sieht man dann auch an dem Zapfen, wenn die Rute mehrfach zusammengesteckt worden ist. Ich habe es jedenfalls nicht so gut hinbekommen, bin aber auch nur "interessierter Laie" auf handwerklichem Gebiet.

Ich habe dann (alte Rute!) das Spitzenteil minimal eingekürzt, sodaß sich der Konus im Durchmesser verringert hat und die Passung wieder gewährleistet war. Hier hat es funktioniert, gilt aber wahrscheinlich als "Last Chance", bin aber auch kein Rutenbauer.

Mark

Verfasst: 04.03.2005, 10:55
von Kurt Zumbrunn
Hallo Friedemann
Schlage mich zwar ausschliesslich mit Gesplissten herum. Dein Lösungsansatz wäre aber auch meiner. Auch ich würde es mit Epoxy versuchen. Beim abschleifen des überschüssigen Materials würde ich einen Schleifklotz aus Kork mit 240er Schleifpapier bestücken. Schleifklotz deshalb, um das von Fyggi (Mark) angesprochene Problem des unregelmässigen Materialabtrages nicht zu erhalten.
Wünsche Dir ebenfalls viel Erfolg.
Gruss
Kurt

Verfasst: 04.03.2005, 15:28
von Sven Neumann
Hallo.
Tue Dir einen Gefallen und versuche es nicht mit dem Schleifen und nimm Wachs. Es ist selbst bei großer Vorsicht sehr schwierig. Wenn Du es doch probieren möchtest, trage sehr dünn auf und schleife den Zapfen (zum Schluß) im Gegenstück mit Schleifpaste ein. Danach gut reinigen.
MfG Sven Neumann

Verfasst: 04.03.2005, 16:33
von Fly-Ing
Hallo Werner,

abgenutzten Zapfenverbindungen kann man, wie von den Vorrednern schon deutlich gemacht, dauerhaft am besten auf zweierlei Weise abhelfen:

1.Das Mutterteil mit einer feinen Feile (z.B. grobe Diamant-Nagelfeile) verkürzen, wenn es sich nur um ein zusätzliches Zusammenschieben von wenigen Millimetern handelt und es optisch nicht stört.

2.Auftragen von Epoxy (z.B. UHU Endfest 300) auf den sorgfältig gereinigten Zapfen (verbleibende Rückstände eventuell sogar mit 400er Schleifpapier entfernen).
Den Kleber dünn und gleichmäßig mit zwei Fingern auftragen und/oder/auch mit einem zusammen gefalteten Küchentuch durch Drehen des Zapfens möglichst gleichmäßig verteilen.
Mit langsam reagierendem Epoxy hat man genügend Zeit, das Ergebnis korrigieren zu können (auch mehrmals).
Nach dem Aushärten die Rutenteile leicht zusammenstecken und gegeneinander drehen, um zu sehen, an welchen Stellen der Zapfen trägt.
Zum Nachschleifen feines Schleifpapier oder Schleifleinen in Streifen schneiden oder reißen (Breite etwa 1/2 bis 2/3 Zapfenlänge). Das Rutenteil auf eine Unterlage drücken (z.B. mit dem Knie auf ein Stuhlkissen) und den über den Zapfen gelegten Streifen an beiden Enden anfassen. Durch mäßiges aber gleichmäßiges Ziehen (rauf und runter) die tragenden Stellen abschleifen, bis die Verbindung rund herum sauber sitzt.
Kontrollieren lässt sich der Sitz, wenn man mit einem weichen Graphitstift (oder Kreide, etc.) einen Längsstrich auf den Zapfen aufträgt, die Rutenteile leicht zusammen steckt und gegeneinander dreht. Trägt der Zapfen auf der ganzen Länge, sollte die Markierung auch entsprechend verwischt sein.
Hat man zuviel oder falsch geschliffen, kann man von vorn anfangen den ganzen Vorgang schadlos wiederholen.

Gruß Fly-Ing

Verfasst: 04.03.2005, 17:33
von Werner
Hallo alle,
ich danke euch für Tipps. Zunächst werde ich es noch mal mit Wachs versuchen. ( Kannte das und hab das an anderer Rute schon gemacht, war aber nicht so berauschend, wenns nicht hilft, probiere ich die Epoxielösung aus, und wenn ich mich dabei zu dumm anstelle, bekommt Scott die Rute.

Gruß Werner