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Ausrüstung für BC

Verfasst: 22.08.2005, 08:04
von junior_carp
Hallo,

ich fliege nächstes Jahr nach BC Lachs- und Steelheadfischen und würde Info´s brauchen ob meine jetzige Ausrüstung genügt oder ob noch etwas robusteres benötigt wird. Ich habe eine Scierra Blue Water #10 9" Einhandrute und eine Vision 3Zone #9-10 12,4" Zweihandrute das müsste ja eigentlich reichen bei den Rollen habe ich eine Vision Koma #9-11 und eine Cortland #10. Fischen werden wir in Terrace im Skeena River im August. Ich habe Informationen bekommen das man sehr robuste Rollen benötigt. Meine Frage ist jetzt reichen die oben genannten Rollen aus oder sollte ich mir eine zusätzliche Rolle gönnen wie Billy Pate AR od. natürlich die ultimative aber auch so teure Henschel Ultimode oder habt ihr vielleicht noch andere Vorschläge.
Ich hoffe auf viele Info´s

Petri Heil
René

BC

Verfasst: 23.08.2005, 08:52
von sts
Moin,
Deine Ruten sind mehr als ausreichend, für die im August zu erwartenden Fische eher am oberen Limit. Für Sockeye und Coho wäre meines Erachtens eine 8er schon die bessere Wahl.
Ich würde aber mehr Augenmerk auf die Rollen legen. Ich weiß nicht wie stabil die Koma ist. Ich hatte erhebliche Probleme mit Steelfinrollen. Eine Classic war den Belastungen offensichtlich nicht gewachsen. Eine Vario war zwar stabil genug, hatte aber Probleme mit Kleinteilen, die sich verflüchtigten. Ich habe mir dann vor Ort eine "bombensichere" Rolle gekauft: Islander FR4 (http://www.islander.com), superrobust, wenig Teile (!), starke Bremse. Unter Testberichte findest Du einen Beitrag über die FR4.
Gruß
Stefan

Verfasst: 23.08.2005, 17:32
von stefanp
moin,

bezüglich der ruten kann ich mich meinem vorredner nur anschließen, eine 8er wirft sich auch erheblich einfacher als eine 10er.
bezüglich der rollen:
für meinen ersten steelhead trip habe ich mir eine billy pate bonefish ar für teuer geld gekauft. für steelheads meines erachtens overkill, außerdem zu wenig kapazität für 2-hand-ruten. mit der zweihandrute reicht eine zuverlässige rolle ausreichender kapazität (10er zweihand.schußkopf + 200 m 30lbs backing) mit einer bremse, die in erster linie den überschlag verhindern muß. desweiteren ist eine spule, an der man mit dem handballen bremsen kann, wichtig. ich habe bei der steelheadfischerei mit der zweihand die bremse wirklich nur als überschlagbremse genutzt und den drill bequem über die rutenlänge und den handballen erledigen können.
die rolle für die einhandrute sollte ein etwas stärkeres bremssystem haben.
die vision koma hat beim test im forum recht gut abgeschnitten, die aktuellen cortland rollen kenne ich nicht, lediglich die ganz alten aus graphit oder kunststoff mit klickbremse, und die wären sicherlich nicht ausreichend.
ich würde das gerät zuzüglich einer leichteren einhandrute mitnehmen und dann, falls es probleme gibt, in terrace etwas nachkaufen. bei den aktuellen dollar/eurokursen ist das ohnehin recht günstig.
in jedem fall steht dir ein wundervoller urlaub mit einer traumfischerei bevor!

gruß

stefan

Verfasst: 26.08.2005, 08:47
von junior_carp
Danke erst mal für die Antworten.
Ich habe gehört das zu dieser Zeit im Skeena River System alle fünf Lachssorten + Steelhead sein sollen. Das würde bedeuten das auch der Fang eines Kings möglich ist und somit auch schweres Gerät benötigt wird da man nicht abschätzen kann was nun beist. Deshalb auch die schweren Ruten und die vorgeschlagenen Rollen.

Petri Heil
René

Verfasst: 31.08.2005, 15:38
von MarkusZ
Also ich würde die Klasse 10 schon eher bevorzugen, mit ner 8er im Skeena fischen wohl nur ausgekochte Profis oder Hasardeure.

Anfang August ebbt zwar üblicherweise der Königslachsrun ab, aber es kommen noch sehr große Fische, die zum Kalum ziehen.

Wenn da einer beißt, bist du mit einer 10er Einhandrute schon extrem gefordert, mit der Zweihändigen wird es schon kriminell.
Der Skeena ist ein großer, breiter Strom, der ziemlichen Strömungsdruck aufbaut, und die Fische sind oft noch blank und voll im Saft. Allerdings ist der Königslachs im Skeena schon etwas schwerer an die Fliege zu kriegen, denn er zieht etwas weiter vom Ufer und tiefer als die meisten kleineren Arten, da wo sich die Fliege meist nur sehr kurz aufhält.

Auch bei ner wirklich großen Steelhead wirst du froh sein, ne 10er Rute zu fischen. Schließlich will man den Drill ja einigermaßen dominieren und nicht unnötig verzögern.

Buckelachse können fast zur Plage werden, die kriegst du mit der 10er auch schneller raus.

Rotlachs war dieses Jahr ja gesperrt, mal sehen wie es 2006 aussieht.

Hundslachs ist eher Beifang.

Die Rolle muss in jedem Fall ne zuverlässige Bremse haben, ich hab mit ner Stenzel Mogul gefischt und hatte keine Probleme. Bei direct drive musst du auf deine Knöchel aufpassen, die Kanadier nennen die nicht ohne Grund knuckle buster.

Ausrüstung BC

Verfasst: 01.09.2005, 08:13
von sts
Hallo,
im August kann man zwar durchaus noch einen Chinook fangen, das wird aber in "normalen" Jahren nicht die Regel sein. Bei gezieltem Fischen auf Chinook würde die 10er sicherlich gut sein, für alles andere dürfte die 8er die bessere Wahl sein. Für relativ schwere Ruten spricht allerdings, dass sich die schweren Sinkleinen mit schwereren Ruten besser werfen lassen. Aber auch hier solltest Du mit einer 8er auskommen.
Markus, … warum soll das mit der Zweihand kriminell sein? Eine nicht zu lange Zweihand ist doch optimal. Meines Erachtens lassen sich damit die Sinkschnüre deutlich besser werfen, als mit Einhandruten.
Der Buckellachsaufstieg fällt in geraden Jahren (2006) deutlich geringer aus. Also sind im kommenden Jahr eher nicht die Massenfänge zu erwarten.
Gruß
Stefan

Verfasst: 02.09.2005, 11:52
von MarkusZ
Ich hab allgemein lieber etwas Reserve beim Fischen und willden Drill möglichst zügig beenden.

Wenn es nur um Pink, Sockeye oder normal große Cohos geht, ist ne 8er sicher nicht verkehrt.
Es besteht aber immer die Möglichkeit, dass Anfang August noch ein Spring oder den ganzen August ne große Steelhead einsteigt, da wäre mir im Skeena ne 10er auf alle Fälle lieber. Auch ein großer Chum kann die 8er im Skeenahauptstrom schon an ihre Grenzen bringen. Kommt natürlich auch auf die Stelle an und ob im Zweifel ein Boot zur Verfügung steht.

Pinks und Sockeye werden auch öfter mal von außen gehakt, dass ist mit ner 8er sicher auch kein Spaß.

Muss aber jeder selber wissen, was er führ gut hält.

Zum Werfen ist die Zweihand natürlich viel bequemer und zum Steelheadfischen hab ich die an größeren Flüssen auch im Einsatz.
Wenn aber ein großer Spring sich mal so eben ne halbe Stunde wie ein Stein mitten in die Strömung stellt, dann wird wohl jeder merken, dass Archimedes Recht hatte. Kraft mal Kraftarm = Last mal Lastarm.
Mit ner kurzen Rute kann man wesentlich mehr Druck machen und ermüdet beim Drill nicht so schnell. Auf blanke Königslachse würde ich lieber mit der Einhand fischen.

Aber die Wahrscheinlichkeit auf nen Königslachs an der Fliege geht ja ab Mitte August eher gegen Null. Kommt halt darauf an, um welche Zeit junior carp unterwegs ist.

Verfasst: 03.09.2005, 18:15
von MarkusZ
Muss mich berichtigen, bei meiner 13ft Rute wirde der längere Lastarm durch den längeren Griff überkompensiert, war wohl nur subjektiv mehr Kraft nötig.

Hier noch Zitate aus dem Reisebericht Nr. 106 hier im Board :

Dementsprechend musste auch unsere Skeena Ausrüstung aussehen, min. 9# Ruten und schwere, schwere Schussköpfe. Nur wer tief fischt hat eine reale Chance auf Fisch. Wir fischten zeitweise mit Teeny Schussköpfen mit 300 grain, hatten keinen einzigen Biss. 10 Meter weiter oberhalb, mit 10er Rute und 425 Cortland Schusskopf kam Biss auf Biss.

Die Fische waren zwischen 7 und 11 lbs, wunderbare, silberblanke, mit Meerläusen gespickte Torpedos.

Alles darüber hinaus wurde kritisch und wir verloren viele, viele größere Fische.