Insektenvorkommen

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maximilian
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Sommerhochwasser / Insekten

Ungelesener Beitrag von maximilian »

Grüß Euch,

wollte heute mal fragen, wie es bei euch mit dem Insektenvorkommen, nach dem schlimmen Hochwasser ´05 war.
Also bei uns war das Hochwasser schon sehr extrem. Wie in einem anderem Thread schon besprochen.
Als ich ca. zwei Wochen danach beim fischen war, stellte ich fest, dass so gut wie keine Köcherfliegen oder Steinfliegenlarven mehr vorhanden war. Was aber erstaunlich war, dass das Vorkommen von Mühlkoppen keines wegs darunter gelitten hatte.


-Wie war es denn bei eurem Gewässer?
-Ist jetzt wieder alles beim Alten?


schönen Gruß
Maximilian
Zuletzt geändert von maximilian am 05.12.2005, 19:44, insgesamt 1-mal geändert.
stefan grau

Ungelesener Beitrag von stefan grau »

ist beiuns (CH) an einigen Gewässerstrecken auch so - Köcherfliegen sind weg, Steinfliegen teils auch. Bachflohkrebse haben sich gehalten, sofern sie vorkommen. Hier in Bern schlüpft derzeit fast nichts an Fliegen, dafür sind die Aeschen voll vn Bachflohkrebsen, was sie zwar s
onst auch nicht verschmähen, aber auch nicht gerade vorziehen. Mit der Trockenfliege derzeit kaum Chancen, mit der ganz tief geführten Nymphe eher.
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pehers
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Ungelesener Beitrag von pehers »

Servus!

An unserem Ager Revier war das heuer zwar kein Problem, ich habe aber das subjektive Gefühl, dass es seit dem Hochwasser 2003 nicht so wie vorher geworden ist, v.a. Steinfliege - da dürfte es einige Generationen erwischt haben!

Beste Grüße,
Hans
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I still don't know why I fish or why other men fish, except that we like it and it makes us think and feel. (Roderick L. Haig-Brown, A River Never Sleeps)
maximilian
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Ungelesener Beitrag von maximilian »

Hallo Stefan,

intressant, denn bei uns an der Ammer führte diese Nymphenarmut zu einem traumhaften goldenen Oktober mit herrlicher Äschenfischerei mit der Trockenen.
Da dachte ich mir auch teilweise, na klar, die stürzen sich halt auf alles was nur einem Insekt ähnelt.
Aber dies haben mir dann drei schöne Äschen des besseren belehrt!! Stand wirklich fast zwei Stunden an einem großen pool wo sie stiegen, aber all meine Mühe brachte mir nichts und so ging ich weiter.
Wenn ich ehrlich bin, hat´s mich auf der einen Seite schon gefuchst, dass nix gegangen ist, aber auch a bisal gefreut. Wär einfach nicht das Fliegenfischen, was mir gefällt.

schönen Gruß
in die Schweiz
Maximilian
gmischol
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Insektenaufkommen

Ungelesener Beitrag von gmischol »

Hallo zusammen

war gestern bei uns am Wasser und es hat mich auch gewundert, wie es so mit den Insekten aussieht, insbesondere nach dem Hochwasser vom letzten Herbst. Der Wasserstand war etwa normal, im Laufe des Nachmittags stieg er dann aber auf fast das doppelte m3/s-Volumen und wurde auch zunehmend trübe, wohl beginnendes Schneewasser.
Ich habe dann mal mein Insektennetz ins Wasser gehalten und spontan sehr wenig Insekten oder Hüllen gefunden. Als ich dann aber den Boden mit den Schuhen etwas aufgschürft habe, kam eine grosse Pracht an Insektenlarven zum Vorschein, daneben auch ein halbes Dutzend an Koppen.
Was mich besonders erstaunt hat, dass trotz noch sehr tiefen Temperaturen schon riesige Steinfliegenlarven von 3-5cm da waren, daneben Flohkrebse, Heptagenid-Larven in grossen Mengen, wenig Köcherfliegenlarven und auch ein paar fette Ryacophila-Larven.
Wenn es etwas wärmer wird (und die Schneeschmelze vorüber ist) wird hoffentlich einiges los sein.
Den Insekten scheint das Hochwasser nicht viel angetan zu haben, und nach dem Laichfischfang vom Herbst scheint auch die Fischpopulation in diesem Gewässer wenig gelitten zu haben.

Gruss
Gaudenz
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Ungelesener Beitrag von Royal Coachman »

Hallo Freunde !

Das kann ich nun auch wieder mal was beitragen :D


Die Gewässerböden sind z.T schon in 20 cm Tiefe versintert, dadurch können die Nymphen, die bei Hochwassergefahr bis zu einen 3/4 m in die Tiefe flüchten nicht aus und werden zermahlen. In Gewässern mit großem Geschiebe und ohne diesen Effekt, herrscht ein Nymphenreichtum der für unsere Begriffe sagenhaft ist. Deswegen sind in verschiedenen Flüssen des Voralpenlandes kaum mehr Nymphen zu finden in anderen aber genau so viel, wie vor dem Hochwasser. Dieses Problem kommt an uns, die wir uns um unsere Gewässer Gedanken machen, mit Riesenschritten heran. Auch die Laichproduktion ist stark durch versinterte Gewässerböden beeinträchtigt. Derzeit laufen Versuche mit dem Bagger den Untergrund aufzureißen um so wieder eine tiefergehende Aufenthaltsmöglichkeit für die Nährtiere zu schaffen.

freundlichst
Royal Coachman
Der immer auf Seiten der Fische steht!
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Frank.
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Ungelesener Beitrag von Frank. »

Liebe Leute,

nun habe ich in den letzten zwei Wochen regelmäßig das Insektenvorkommen in unseren Gewässern um Göttingen angeschaut - es sah bis vor ein paar Tagen verdammt flau aus. In einem aus dem Harz kommenden Fluß gab es außer sehr kleinen Steinfliegenlarven wirklich gar nichts (noch nicht einmal Bachflohkrebse) zu entdecken; in der Leine waren immerhin schon Köcherfliegen unterwegs. Nachdem wir nun drei warme Tage hatten, ist das explodiert: An Nymphen ist alles unterwegs, was man sich vorstellen kann. Die auch bei uns heftigen Hochwasser haben offenbar keinen Schaden angerichtet; es war wohl eine Frage der Wassertemperatur.
Beim Schlüpfen hingegen ist nach wie vor ziemlich wenig los: außer Midges nicht gewesen. Eine steigende Forelle oder Äsche habe ich noch gar nicht gesehen.
Noch ist das Wasser bei uns in Ordnung. Hoffentlich hält sich das bis zum Samstag ...

Auch Euch allen wenig Regen und einen schnellen Abfluß wünscht

Euer Frank
Das sind Deine Beobachtungen, mein Lieber, andere haben andere Beobachtungen gemacht.
Franz Kafka
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