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rollenbremse - macht das sinn? - 2

Verfasst: 28.02.2006, 00:42
von andisch
Hallo,

warum macht eurer meinung nach eine bremse sinn, wenn man sie doch nur für ca. 5% der fische braucht?

im ersten thread stellte sich herraus, das sie eigentlich nur zur sicherheit da ist, sollte doch mal der fisch des lebens anbeissen.

sie könnte aber auch das gefühl zum fisch verschleiern, udn somit zu längeren und fisch-unfreundlicheren drills führen.

die daumenbremse scheint ohneweiteres zu funktionieren, aber die technik hat sich wohl durchgesetzt.

seid mal ehrlich, braucht ihr die bremse wirklich??

auch hier sind mir erfahrungen lieber als werbe-überschriften.

gehen wir mal von den schnurklassen um sieben herum aus, den drunter ist sie sicher unnütz.

thx andreas

Verfasst: 28.02.2006, 07:58
von squid77
Hallo Andreas,
Ich denke ganz klar, dass eine Bremse einen Drill positiv unterstützen kann.

Steigt einmal eine grosse Forelle ein, so zieht diese ziemlich rasant davon, da kann eine dosierte Bremse die Flucht etwas hindern und den Fisch schneller ermüden.
Zudem übt die Technik einen gleichmässigeren Druck auf den Fisch aus als ich mit der Hand. Dies verhindert Vorfachbruch, oder ausschlitzen des Hakens aus dem Maul.
Ich habe nur einmal meinen "Traumfisch" verloren, damals mit einer Rolle ohne Bremse nach 20min drill, einer erneuten Flucht, stieg der Fisch aus. Die Nymphe baumelte noch am Vorfach -sch...
Bei uns auf m'See fischen viele auf Felchen, auch hier ist es auffällig, dass jene Fischer mit der Laufrolle mehr Fische verlieren als jene mit Bremse.

Vielleicht ist dies subjektiv, aber ich würde mir nie mehr eine neue Rolle kaufen ohne Bremseinheit.

Lieber Gruss
Pascal

Verfasst: 28.02.2006, 09:08
von Harald aus LEV
Hallo Andreas, auch wenn die Bremse bei einer #7 nicht sooo häufig zum Einsatz kommt. Mit #7 fischt Du schon in Gewässern, in denen es auch stärkere Fische geben kann und somit ist eine Bremse schon sicherer.
Vor allem ist eine Bremse günstig, wenn Du durch Zug von der Rolle aus die Leine verlängerst. Wenn sie nicht abstoppt und überläuft ist das ganz schön nervig...und das bei fast jedem Zug. Dann konzentrierst Du Dich nur noch auf die Rolle und nicht mehr aufs Wasser.
Das muß keine Hyper-Scheibenbremse mit veredelten Teflon-Dingsbums-Bremsbelägen sein. Selbst eine vernünftige - sprich - stärker einstellbare Klickerbremse tut ihren Dienst.

Gruß Harald

Verfasst: 28.02.2006, 09:46
von Jens2001
bei den höheren Klassen wozu ich auch schon #7 rechne........ immer mit Bremse!
bei den kleinen Klassen #5 und kleiner spielt die Bremse immer dann eine Rolle wenn Du mit sehr feinen Vorfächern fischen musst oder willst!!!!!
Ich gehe auf meiner SAGE SPL #0 auf Vorfachstärke bei Flurocarbon bis auf 0,08mm runter und das geht nur mit einer super Bremse Loop Evotec LW 2-5 heute Danielson...... LW........ ich verliere dabei sogut wie nie Fische durch Vorfachbruch...... jedenfalls weniger als an #5 mit 0,14mm Stroft...... über die Hand gedrillt.....

LG Jens

Verfasst: 28.02.2006, 10:23
von andisch
hmm die letzen post gehen darauf hinaus das die mechanische bremse genauer ist, daß liegt aber glaube ich nur am gefühl und der erfahrung die man damit hat.

gibt es denn etwas was die mechanische bremse kann, was mein handballen nicht kann??


für ein reiner überlaufen reicht wirklich ein klicker, dafür brauche ich keine bremse.


thx andreas

Verfasst: 28.02.2006, 10:32
von sedge111
Original geschrieben von andisch

gibt es denn etwas was die mechanische bremse kann, was mein handballen nicht kann??


Hallo Andreas,

ja da gibt es was. Eine mechanische Bremse reagiert auf eine überraschende "Hammerflucht" einer 2-Kilo Regenbogen in die schnelle Strömung völlig unemotional mit GLEICHMÄßIGEN Bremsdruck.

Ich glaube nicht, dass Du vielleicht noch angesichts des vor Dir tobenden "Fisch des Lebens" eine exakte (nicht zuviel und nicht zu wenig!) Dosierung hinkriegst.

Grüße!

Tom

PS: Schöne Bildchen machst Du da!!!:D

Verfasst: 28.02.2006, 10:37
von andisch
emotionaler-gleichgültige bremsleistung ist ein argument ;-))

und sogar ein gutes.

klar ich kann auch aus panik die bremse zudrehen wie dolle, abersicher ist bei einer plötzlichen flucht (und welcher fisch sagt schon vorher bescheidt) die mechanische überlegen.

thx andreas

Verfasst: 28.02.2006, 16:52
von FliFi-Rudi
Hallo Andreas,

verzeih mir, hab leider die Details/den ganz genauen Grund Deiner Frage aus dem gekillten Thread nicht mitbekommen, aber ich schreib hier trotzdem mal meine "philosophische" Meinung dazu, da es technisch nichts mehr zu Ergänzen gibt :D!

.....Andreas, setze die Hürde nicht zu hoch (auf #7), denk immer auch an die Beifänge - nicht nur an den Traumfisch, denn z.B. einer großen Barbe (meinetwegen 60cm aufwärts) ist es egal ob Du nun eine 7er oder 5er Rolle dran hast, die schießt einfach mal ganz schnell ins Backing, da hältst Du u.U. nicht mehr viel von Hand ... und schon ist die Bremse gefragt – abwegig (?), nein, solche großen Barben gibt es in sehr vielen unserer Flüsse und sind auch schnell mal als „Beifang“ beim Nymphenfischen dran!

Ich finde, hier ist es ähnlich wie beim Kescher, dass Ding nervt viel mehr als man ihn braucht - wenn dann aber mal der "Traumfisch oder ein dicker Beifang" dran ist, dann ist jeder froh einen dabei zu haben (....ich höre jetzt noch meinen Freund fluchen, als er seine erste große Doubsforelle verloren hat, ich war 50m unterhalb von ihm und hatte einen Kescher dabei, er nicht....!) - das gleiche kann auch wegen einer fehlenden Bremse passieren (die berühmte Schrecksekunde reicht aus, um einen großen Fisch zu verlieren).

TL
Flifi-Rudi