Seite 1 von 1
Anfängerausrüstung für Hechtfischerei
Verfasst: 29.07.2006, 21:06
von Tommes
Hallo zusammen,
ich weiss, dass es schon öffters angesprochen wurde, aber habe leider nichts passendes für mich finden können.
Mein Anliegen ist folgendes:
Ich würde gerne mit der Fliege auf Hecht fischen. Dies würde ich im Rhein
und in kleinen bis mittelgrossen Seen betreiben.
Jetzt wollte ih mal nachfragen, was ich mir da am besten für eine Ausrüstung zusammenstelle. Sollte wenn möglich nicht ganz so teuer sein.
Vielleicht habt ihr ja ein paar Tips für mich....hab mal ein bisschen im Internet nach Preisen gestöbert und bin dabei aus allen Wolken gefallen....
Hab bestimmt bloss die falschen Seiten erwischt aber Ruten ab 300€ sind mir dann doch bisschen(viel) zu teuer.
Vielleicht kennt ihr ja ein paar gute Auslaufmodelle oder vernünftige Zusammenstellungen die preislich auch für Studenten

erschwinglich sind.
gruss
Thomas
Verfasst: 30.07.2006, 09:55
von dreampike
Hallo Thomas,
das wichtigste beim Hechtfliegenfischen ist m.E. die Schnur und da solltest du nicht sparen. Dazu eine halbwegs vernünftige Rute mit Rückgrat (um eben die kopfschwere Schnur + die dicken Streamer zu befördern). Schau dir mal die Ruten von Echo oder Sportex an oder suche bei Ebay nach einer gebrauchten, z.B. die RPL+ von Sage in 9 oder 10 Fuß. Da bist du mit ca. 180-200€ dabei. Sicherlich gibt es noch mehr gute Ruten auf dem Markt, vielleicht haben die Kollegen noch einen günstigeren Tipp. Am meisten kannst du an der Rolle sparen, da Hechte in der Regel keine langen Fluchten machen und du keine High-Tech-Bremse brauchst, die für die Giganten der Meere konstruiert ist.
Wolfgang
Verfasst: 30.07.2006, 10:34
von roland k
ich rate dir zu einem 8er Stock.Wie Wolfgang schon erwähnte ist eine Sportex "preisgünstig" und stehet einer "teueren" in nichts nach.

Ich verwende dazu zum Hechtfischen noch eine billige Redington Kunststoffrolle in Klasse 8 die hat neu bei Ebay 35€ gekostet. Als Schnur verwende ich eine Art Schusskopf. Den SK bastle ich mir aus einer intermediet Line von John Norris slebst. Dabei nehme ich eine DT 2 Klassen höher als die Schnurklassse der Rute teile die Schnur dann in der mitte fertig ist der SK. Bei Bedarf kürzt du ihn noch entsprechend ein. Die Kombi funzt wie Flitzezahn. Selbst schwere Bunnis kannst du auf die Weise locker auf 20 Meter werfen.
hier bekommt man die Schnur Schnur
Roland
Verfasst: 30.07.2006, 11:04
von stuart
Ich selbst benutze i.d. Regel auch 'ne #8'er auf Hecht und als Schnur Schussköpfe - selbsgebaut oder von RIO, je nach Lust und Laune.
Als Rolle - wie Wolfgang bereits sagt es ist schön mit einer Danielsson oder ähnlichen zu fischen, aber da du keine 100m Fluchtversuche mit Hecht zu erwarten hast, tut es einer preiswertere (unter 80€) Kunststoffrolle auch.
Eine #8'er Rute ist sehr vielseitig einsetzbar z.B im Meer (Ostsee) auf MeFos, Dorsch, oder in der Nordsee und/oder Mittelmeer auf Wolfsbarsch etc oder als "singlehand Rute" auf Lachs oder Steelhead oder Meerforellen fischen; eine sehr gute "allrounder"
Als Empfehlung ...
... ja da ich "vorbelastet", bin halte ich doch lieber meinen Mund

Verfasst: 30.07.2006, 11:26
von Dirk Janßen
Original geschrieben von dreampike
Hallo Thomas,
das wichtigste beim Hechtfliegenfischen ist m.E. die Schnur und da solltest du nicht sparen.
Volle Zustimmung. Und damit Du auch windfängige Rehhaarfliegen weg bekommst, empfehle ich Dir konkret eine sogenannte Bass-Schnur, das ist eine kurzkeulige WF-Schnur. Guggsu
hier
TL
Dirk
Verfasst: 30.07.2006, 12:44
von stuart
Du kannst auch Hechtwuschels nur aus Flaschabou binden - sie lassen sich ein wenig einfacher werfen als Rehhaar und/oder Bunny-Zonkers

Verfasst: 30.07.2006, 14:39
von Tommes
Hallo zusammen,
ich danke euch für die vielen Tips.
Bin sehr froh, dass euch das Thema nicht langsam nervt und ihr noch immer mit so viel angagment antwortet......einfach klasse

:
Ich denke auch, dass ich mich für eine 8er Rute entscheiden werde, da sie wie angesprochen sehr vielseitig einsetzbar ist.
Würde gerne nochmal das Thema Schnüre aufgreifen und hinterfragen:
Da ich an schnellfliessenden und teilweise tiefem Gewässer fische eher eine schwimmende Schnur oder doch sinkend?
Ich würde spontan schwimmend nehmen und mit sinkendem Vorfach arbeiten......kommt das inetwa hin?
Die Schnurklasse muss doch auch mit der Rutenklasse und dem Rollengewicht harmonieren...wie würdet ihr euch da entscheiden bzw mich beraten?
Ohje bin wohl mehr Anfänger als gedacht :verlegen:
Zur Rolle:
Da ihr sagt, dass die Rolle nicht die beste sein muss, somit versuche ich an dieser Stelle ein bisschen zu sparen.
Habe mir mal die Redington bei ebay angeschaut...sie kostet inzwischen ca 40-60 €.
Da werd ich mich aber noch etwas genauer umschauen.
gruss
Thomas
Verfasst: 30.07.2006, 17:36
von tackletour
Hallo Thomas,
da ich selbst im Rhein mit der Fliege fische: Ich habe einer 8/9er Rute mit unter anderem 9er Sinktip. Gerade bei tiefen schnellfließendem Gewässer solltest Du meiner Meinung nach auch zu einer Sinkschnur greifen mit entsprechender Sinkrate (zB Sinkrate 6), damit Du relativ weit runter kommst und die Stellen entsprechend ausfischen kannst. Ich habe zwar auch eine Intermediate und eine schwimmende Schnur, aber auf Hecht habe ich die besten Erfolge im Rhein mit einer sinkenden Schnur erzielt.
Die Schnurklasse kommt auf die Rute darauf an, welche Du Dir zulegst. Pauschal läßt sich das nicht beantworten. Tendenz ist aber sicherlich, dass bei zB einer 8/9er Rute einer 9er Schnur angebracht ist. Aber wie gesagt, am besten immer anhand einer konkreten Rute sich bzgl. der passenden Schnur beraten lassen bzw. im Forum nachfragen.
Beste Grüße
Tobias
Verfasst: 30.07.2006, 19:59
von dreampike
Hallo Thomas,
ich würde dir auch zu einer Sinktip raten. Eine Schwimmschnur nutze ich nur im ultraflachen Wasser bis 80 cm, dann eher eine Intermediate. Im Fluß eine Sinktip, da hast du eh' soviel Strömung, dass die Fliege meist zu weit oben treibt. Mit dem Extra-Sink-Vorfach habe ich persönlich schlechte Erfahrungen gemacht, um runter zu kommen muß es schwer sein und dann hast du zwei bzw. wenn man die Fliege mitzählt drei Schwerpunkte beim Werfen zu bändigen. Das pendelt höllisch und ist kaum kontrollierbar (aber vielleicht bin ich auch werferisch unterbelichtet...)
Viel Erfolg,
Wolfgang aus Ismaning
Verfasst: 30.07.2006, 23:44
von stuart
Hi Wolfgang, interessant ...
... und ich benutze NUR floating schnüre, allerdings muss ich dazu sagen dass ich eigentlich fast nur in der Ostsee (Süd Schweden) auf Hecht fische.
Der berühmte NL Hecht-FF Ad Swier schreibt dass er auch nur noch mit Trockenschnur fischt - wenn die "Fliegen" gross genug sind (dass bedeutet bei ihm um die 25-30cm!!!!) dann kommen die Hechte auch aus 8m Tiefe nach oben! :rolleyes:
Verfasst: 30.07.2006, 23:53
von stuart
Ohje bin wohl mehr Anfänger als gedacht
Thomas wir sind alle Anfänger (irgendwann) ...
... und es hört nie auf.
Die Anpassung Rute/Schnur hat nichts mit Anfänger zu tun, sondern eigene Wurfstil, und Erfahrung die man sich i.d Regel teuer (durch Schnurzukauf) erkauft hat.

Verfasst: 31.07.2006, 16:25
von FliFi-Rudi
Hallo Thomas,
frag mal deinen Händler nach dem Ron Thompson MPX Esox "PikeSet", da ist alles dabei um direkt zu starten - viel Geld machst Du damit auch nicht kaputt (ca.160€), hast dafür aber recht gute Einstiegs-Komponeten dabei (z.B. Okuma Airframe LA Rolle, Scierra PikeLine). Das einzigste was noch fehlt sind dann die Hechtfliegen und eine Büchs dafür. Ich Fische das Set selbst als Not-Reiseset (immer im Kofferaum), da die Rute 4tlg. ist. Aber Achtung - ist ein ziemlich harter "Stock" für Monster-Hechtfliegen (bis 8/0 kein Problem), also nix fürs leichte "Rumstreamern"

!
TL
Flifi-Rudi
Verfasst: 02.08.2006, 08:09
von dreampike
...wenn das Wasse so sichtig ist, kann ich mir das auch vorstellen. Ich fange die meisten Hechte auf Fliege in Irland und im Freiwasser, auch in klareren Seen, habe ich oben noch nie grössere Hechte gefangen, unten schon.
Wolfgang
Verfasst: 03.08.2006, 10:04
von stalling-frank
Hallo Thomas,
ich würde als Schnur keine Schussköpfe nehmen sondern ebenfalls ein Bass-Taper. Meine Schnur ist die Pike von Cortland.
Nach meiner Erfahrung in der Weser beißen die Hechte oft erst direkt vor der Rutenspitze, d.h. man strippt die Leine fast ganz ein. Bei einem Schusskopf hast Du dann immer die Schlaufe zur Runningline in den Ringen.
Sicher kann man die Übergänge optimieren aber störend ist es doch.
Mit einem Schusskopf kommt man vielleicht etwas weiter. Bei mir ist das nicht notwendig, 10-15 m in den Buhnen reichen völlig aus.
TL
Frank