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Wathosenwahn!?
Verfasst: 02.08.2006, 08:13
von pehers
Servus Freunde!
Auf Anregung stelle ich mal die Frage: Was haltet Ihr davon, dass mittlerweile das Tragen einer Wathose eher zur Regel, als zur AUsnahme geworden ist?
Ich persönlich, habe mich dazu ja schon geäussert, habe allerdings noch ein tolles Beispiel gefunden, bei dem ich mich frage: "Muss das sein?"
Hier der Link:
http://gallery.algo.at/hotel-lisa/galle ... 0383_Small
Ich bin mir sicher dieser Herr hätte mehr gefangen, wäre er über die Felsen geklettert!
Freue mich auf Meinungen!
Beste Grüße,
Hans
P.S.: Dort fahre ich morgen hin, freu' mich schon gewaltig!!!
Verfasst: 02.08.2006, 09:18
von MarkoF
Hallo Hans,
Wathose oder Watstiefel, irgendwann läut's oben rein
Ich behaupte mal das es angenehmer ist wenn ein Stiefel volläuft als wenn die Hose volläuft. Ich benutze nur Watstiefel. Für die Gewässer in denen ich bisher gefischt habe haben mir meine Stiefel für unter 20 Euronen immer gute Dienste geleistet. Wenns mal etwas tiefer wird, wechsle ich den Ausgangspunkt. Kann mir gut vorstellen das man beim tiefen waten viele Fische vergrähmt. Trotzdem will ich hier nicht ausschliessen mir mal ne Hose zu kaufen. Aber erst dann, wenn ich ein Gewässer gefunden habe bei dem mir das tiefe waten auch wirklich den überdurchschnittlichen Vorteil verschafft und ich vorhabe dort regelmässig zu fischen. Auch am Suir hatten meine Kollegen mit Wathosen keinen Vorteil. Wo sie hätten hinwaten können war die Strömung zu stark. Und gefangen haben wir alle nix
Stiefel sind praktisch und angenehm.
Marko
Verfasst: 02.08.2006, 09:35
von Maggov
Hallo Pehers,
wenn man am Anfang vor der Wahl steht Wathose oder Watstiefel entscheiden sich viele zunächst der Vorsicht halber für die Wathose. Wenn man diese dann hat ist die Überlegung sich Watstiefel zuzulegen zwar reizvoll aber der Gedanke "Wo ich mit Stiefeln hinkomme tut es die Hose auch" ist dann überwiegend.
Ein pragmatischer Ansatz: Vielleicht hatte dieser Herr nur eine Wathose oder er ist schlichtweg nicht mehr fit genug über die Steine zu kraxeln...
Deshalb würde ich liebend gerne Deine Frage dahingehend umformulieren, ob man immer bis über den Gürtel waten muss oder ob es vom Ufer aus oft nicht sinnvoller wäre?
Falls man diese Frage mit "Ja" beantworten kann, dann wäre der nächste, konsequente Schritt auf Watstiefel zurückzugreifen...
Viele Grüsse
MArkus
Verfasst: 02.08.2006, 09:50
von Hardy
Moin moin
Ich gehöre auch zur Fraktion der "Immer-Wathosen-Träger" obwohl das an den von mir befischten Mittelgebirgsbächen nicht unbedingt nötig wäre.
Allerdings trage ich die nicht nur wegen der Möglichkeit des Tiefwatens.
Im feuchten Klima der Ufervegetation gedeihen Zecken wunderbar. Und da ich als Borreliosegeschädigter weiß, was es bedeutet, sich so ein Mistvieh einzufangen, trage ich halt lieber eine lange Wathose. Das scheint mir sicherer als alle Mittelchen wie Autan usw. Ich ziehe meine Wathosen auch an Gewässern an, wo Waten nicht erlaubt ist.
Dann ist bei einem Ausrutscher nicht gleich der ganze Tag im A....h, weil ich im Wasser mal ausgerutsch bin und mich auf ebendiesen gesetzt habe.
Mit Stiefeln ist es mir schon passiert, daß ich mich beim Anpirschen hingekniet habe und schawupps, war der Stiefel innen nasser als außen.
Passiert mir mit der Wathose auch nicht mehr.
Ich habe mit Wathosen ganz einfach mehr Möglichkeiten. Ob ich sie immer bis zum letzten ausreizen muß, ist ja eine ganz andere Sache.
Man könnte, so man denn wollte. Für mich ist das Gefühl was wert.
Groetjes
Hardy
Verfasst: 02.08.2006, 10:01
von pehers
Servus Maggov!
Ich wollte natürlich nicht den Herrn auf dem Photo angreifen, oder mich gar darüber lustig machen (es mag sein, dass sein Alter diese Kraxelei nicht mehr zulässt), sondern ich glaube, dass auf diesem Gebiet oft zu wenig selbstkritisch vorgegangen wird!
In einem anderen Thread habe ich behauptet (mE richtigerweise), dass amn oft mehr an Wurfweite verliert, als man durch tiefes Waten gewinnt! Dann bekommt man zur Antwort, man sollte seine Schlaufen kontrollieren und üben gehen! Das ist Realitätsverweigerung!!! (Es sei denn, das Posting kam von einem FFFE Master)
Bezüglich Deinem Vorschlag, Waten bis zum Gürtel: Wer eine Hose anhat, nützt sie aus! Ich habe das noch nie anders gesehen! (Es sei denn, die Strömung lässt es nicht zu!)
Aber letztlich ist das wohl ein Glaubenskrieg!
Übrigens: Jedes Mal, wenn ich mit einer Wathose unterwegs bin, haut's mich ins Wasser aber ganz), mit Stiefeln eher nicht! Vielleicht bin ich auch deshalb allergisch, wenn jedem Anfänger gleich zur € 400,-- SImms Hose geraten wird! (Guckst Du hier:
http://gallery.derfliegenfischer.at/dis ... =21&pos=22 )
Beste Grüße,
Hans
Verfasst: 02.08.2006, 11:52
von ranzi
Hallo,
Watstrümpfe mit ordentlichen Watschuhen zum Schutz der Gelenke gegen Umknicken reichen mir in der Regel völlig aus. Ich muß auch immer grinsen, wenn die Jungs im 3 m breiten Bächlein total overdressed mit achselhoher Wathose durchs 20 cm tiefe Wasser latschen, Angesprochen darauf ist die Begründung eigentlich immer gleich:...hier gibts auch gaaaanz tiefe Löcher.... wenn ich mal nen Hänger im Baum gegenüber habe.
Na ja, jeder soll rumlaufen wie er will, aber was ich zum kotzen finde, ist die Rücksichtslosigkeit mit der manche "wasserdichten" Kollegen mitten durch den Bach latschen und das Stück für den Rest des Tages unbeangelbar machen. Ich finde man sollte sich so verhalten, daß der Kollege eine Stunde danach an der Stelle noch die "stehengelassene" Forelle fangen kann und d.h. möglichst trockenen Fußes zu fischen.
Gruß, Ranzi
PS: gegen Zecken hab ich im Saum meiner Hippers einen Gummi eingezogen
Verfasst: 02.08.2006, 12:10
von pehers
Servus!
Schöner Aspekt das mit der Vergrämung der Fische!
Beste Grüße,
Hans
Verfasst: 02.08.2006, 12:43
von guido66de
Original geschrieben von ranzi
Watstrümpfe mit ordentlichen Watschuhen zum Schutz der Gelenke gegen Umknicken reichen mir in der Regel völlig aus.
[/B]
Hallo Ranzi,
was für Schuhe trägst du ??
Gruß Guido
P.S. Der Stammtsich ist im Kalender eingetragen, hoffentlich klappt es

Verfasst: 02.08.2006, 13:05
von ranzi
Hallo Guido,
Schuhe: Vision
Hippers: Orvis
Hose: Levis
...dann bis zum 24.8. Gruß, Ranzi
Verfasst: 02.08.2006, 16:11
von Maggov
Servus Hans,
ich habe nur eine Wathose - an meinem Stammgewässer stehe ich normalerweise bis max. zum Schritt im Wasser. Deshalb ist das teil auch meistens nich voll montiert sondern mit den Hosenträgern als "Gürtel" hüfthoch geschnürt. Eine Hüfthose würde es auch tun (somit auch die Watstielfel) aber ich kaufe mir eben nicht für jedes potenzielle Wasser eigene Watklamotten...
Am Anfang bin ich auch bis zum Limit gewatet - wer allerdings einmal in einen Bereich mit Rückströmung oder im kiesigen/sandigen Grund mit Gefälle gewatet ist, der weiß, dass ein "Sicherheitsabstand" das eine oder andere Klammottenwechseln verhindert.
Was ich sagen will: Wenn ich das Hobby halbwegs ernsthaft betreiben will, dann ist eine Wathose die flexiblere und universellere Lösung als Stiefel.
Wenn das Teil noch atmungsaktiv ist, dann fällt das Schwitzen (sofern richtig angezogen) besser aus als mit runtergekrämpelten Stiefeln...
Wenn man erstmal sieht wie viele Fische man dadurch vertreibt, dass man zu nah hinwatet ODER sich am ufer nicht auf allen Vieren nähert, dann denke ich der Effekt ist gewässerabhängig, wenn nicht sogar gleich...
Das mit dem Alten Herren habe ich auch nicht als Angriff Deinerseits verstanden und der Thread macht Sinn!
Das mit den Zecken finde ich ein gutes Argument - Fakt ist, dass ich vor meiner Wathosen Zeit einige dieser Viecher mit Heim gebracht habe. Gott sei Dank ohne Konsequenzen! Seitdem ich die Wathose habe hat sich mein "Bewegungsmuster" nicht verändert - eher im Gegenteil ich krabbel mehr duch Brennesseln und Unterholz. Weiterer Vorteil hat Hardy ebenfalls erwähnt: Geh an einem Regentag fischen. Du bleibst trocken und kannst sogar im Sitzen Brotzeit machen

...
Viele Grüsse
Markus (der sich trotzdem in ein paar Jahren mal Stiefel anschaffen wird

...)
Verfasst: 02.08.2006, 19:23
von ranzi
Original geschrieben von Maggov
... Weiterer Vorteil hat Hardy ebenfalls erwähnt: Geh an einem Regentag fischen. Du bleibst trocken und kannst sogar im Sitzen Brotzeit machen
...
klar, Markus...und wenn Du mit Wathose ins Kino gehst, brauchst Du auch nicht aufpassen, daß Du Dich mit der Tacco-Sauce bekleckerst und kannst Dich schön auf den Film konzentrieren:D
Ja ja, ich weiß, ich werde unsachlich. Aber ich glaube genau so eine Argumentation meinte Hans mit dem Ausdruck "Wathosen-Wahn" und nicht die Situationen, in denen eine Wathose durchaus ihre Berechtigung haben könnte. Hier mal zwei Beispiele:
Wathose berechtigt, da durch Bewuchs keine andere Wurfposition möglich und relativ breiter Fluß mit Tücken
Wathosen-Wahn im knöcheltiefen Feld- Wald und Wiesenbächlein
Gruß, Ranzi
Verfasst: 02.08.2006, 20:39
von hans.klas
Hey Ranzi,
das Foto "Wathosen-Wahn im knöcheltiefen Bächlein" ist ein Eigentor, mit Deinen Watstiefeln sähst Du in der gleichen Sutuation genauso wahnhaft aus, schließlich würden hier Stiefel reichen, die noch ne Hand breit bis zur Kniekehle Platz haben.
Finde das alles ein bißchen heiß gekocht hier, soll doch jeder anziehen, was er will. Und mit Watstiefeln kann man sich auch so bewegen, das alle Fische erst mal abhauen.
Ich verstehe die ganze Aufregung überhaupt nicht.
Grüße von Hans
Verfasst: 02.08.2006, 21:07
von Friedemann
Hallo,
normalerweise sollte man ja für jede Gewässersituation das richtige
Watzeug dabeihaben. Für die flache Rieselstrecke kurze Gummistiefel
und die lange Goretex Wathose für den Gumpen hinter der nächsten
Flussbiegung. Dazu eine Neoprenhose falls es frisch werden sollte und
hohe Stiefel wenn es durch nasses Gras geht.
Aber so geht es ja nicht, ich will mich ja nicht totschleppen weil das andere
Zeug ja auch noch am Mann ist ( 2 Ruten, Weste, Jacke, Umhängetasche etc ).
Nachdem ich (fast) alles was es an Watzeug gibt getragen habe und bei Bedarf
auch trage ( Watstiefel, Neoprenhose, atmungsaktive Wathose,nur Turnschuhe ) bin
ich für meine Fischerei in kleinen Flüssen und Bächen bei einer
atmungsaktiven Hüftwathose ( von Hodgeman ) angekommen.
Dieses Teil ist höher als Watsiefel, trägt sich aber wie eine ganz normale
Jeans. Da ich selten tiefer als bis zu den Oberschenkeln ins Wasser gehe
reicht mir das in fast allen Fällen aus.
Dazu trage ich einfache Treckingschuhe weil ich nur bei Bedarf ins Wasser
gehe und mich sonst meist am Ufer vorwärts bewege.
Gruß aus Hessen
Friedemann
Verfasst: 03.08.2006, 00:31
von pehers
Servus Freunde!
Ich kann Ranzi nur recht geben!
Das Problem scheint mir folgendermaßen zu liegen: Letztlich sagt auch jeder von Euch, dass er die Wathose nicht wirklich zum tiefen Waten braucht, aber trotzdem froh ist, eine an zu haben! Man könnte ja umböckeln, einen tiefen Gumpen wegen eines Notfalls queren müssen, oder man hat einfach Angst vor Wasser.
Was mich an der Sache wundert ist, dass auf die Frage, ob eine Wathose oder Stiefel für den Anfang die bessere Wahl sind, jeder gesagt hat, dass teurere Hosen besser als billigere sind! Das stimmt zwar, aber teure Stiefel sind nicht viel teurer als billige Hosen und halten bedeutend länger!
Wie gesagt, es wundert mich nur, denn jeder soll tragen, was er mag, aber es wundert mich doch sehr!
Beste Grüße,
Hans
Verfasst: 03.08.2006, 01:46
von Tommes
Hallo Hans,
du bist also der Meinung, dass man sich Stiefel und eine Wathose zulegen
sollte und diese dann je nach Gewässer anziehen?
Du sagtest, dass du die Wathose unteranderem an der Ager benutzt.....was machst du denn, wenn du mal an eine nicht ganz so tiefe Stelle der Ager kommst??? Ziehst du dann deine Hose aus und die Stiefel an?
Wie denkst du über die belly-boat Fischerei??
Würde mich mal interessieren.
gruss
Thomas