Seite 1 von 2
Gibt es die ideale Rutenklasse "für (fast) alles"
Verfasst: 01.11.2006, 09:45
von Hans.
Hallo,
vielleicht stelle ich hier wirklich die erste dumme Frage meines Lebens:
Meint ihr, man kommt für ein universelles Fischen in Fluß
und Stillwasser, vom Befischen wirklich dicker Brummer (großer Hechte und Huchen z.B.) mal abgesehen, mit einer Rutenklasse aus???
Wenn ihr in diesem Zusammenhang nur eine Rute haben dürftet, wäre das eine 5er oder eine 6er, oder eine...?
Wenn ihr zwei Ruten haben dürftet, wäre das eine 4er und eine 6er oder eine 5er und eine 7er, oder...?
Vielleicht läuft das Ganze ja doch nur auf persönliche Vorlieben heraus und dieses Thema hier ist überflüssig wie sonstwas????
Jetzt ich bin gespannt wie das ausgeht hier...
Grüße
Hans
Verfasst: 01.11.2006, 10:17
von Bernd Ziesche
.
Verfasst: 01.11.2006, 10:52
von stalling-frank
Hallo Hans,
Eine Rute: #5
Zwei Ruten: #5 und #7 oder #8
Bei der 5er Rute sollte man darauf achten, dass man auch eine 5er erwischt und keine versteckte 6er, wie es oft bei den schnelleren Ruten der Fall ist (Sage wird dieses bei vielen Modellen nachgesagt)
Mit der 5er deckt man alles ab (trocken, nass, nymphe, leichtere Streamer). Zur Not kann man mit Ihr mit nicht wasseraufsaugenden Streamern sogar auf Hecht fischen. Ich würde sie dann mit einer 6er Schnur fischen.
Und damit wären wir bei dem nächsten Punkt - der Schnur: Zwei Schnurklassen Unterschied macht schon einiges z.B. hinsichtlich Scheuchwirkung und Fliegengewicht aus. (Meine 1er Rute fische ich z.B. gar nicht mit einer 1er Schnur sondern wahlweise mit einer 0er oder 2er)
Ideal wäre es, wenn man zu der 5er Rute Schnüre der Klassen 4 - 6 hätte. Die 4er fürs Trockenfliegenfischen, die 5er für Nass und Nymphe und die 6er zum Streamern.
Bei zwei Ruten hängt die Wahl der schwereren Rute vom Einsatzgebiet ab: Für das Streamern im Forellenbach #7, für Hecht (schwere Streamer) und Meerforelle (Wind) #8.
Aber glaube mir früher oder später kommen doch noch mehr Ruten hinzu besonders wenn man am Rutenbau Gefallen gefunden hat.
Ideal wären dann 2er Schritte also #1, #3, #5, #7, #9, #11 (die 3er und die 7er sollen jetzt in der fischfreien Zeit aufgebaut werden.....)
TL
Frank
Verfasst: 01.11.2006, 11:01
von Salty
Guten Morgen Hans
Ich würde behaupten, dass generell ne 5er alle Bereiche im groben abdeckt. Ob man einen Fisch landen kann ist m.E. eher ne Sache des Vorfachs. Bei großen Fischen muß man sich im Drill eben ein bißchen Zeit nehmen und behutsam vorgehen. Hab aber noch nie gehört, dass jemandem der z.B. mit ner 3er im Flüsschen ne 80er Meerforelle gedrillt hat, die Rute gebrochen ist oder sogar die Leine gerissen ist. Schwachstelle war wenn das Vorfach.
Allerdings: Es gibt ja auch so Wiedrigkeiten wie z.B. Buschwerk überm Bach oder starke Winde an der See. Und da machts dann Sinn ne kurze 3er oder ne dicke 8er zu verwenden.
Gruß S
Gretchenfrage
Verfasst: 01.11.2006, 11:26
von Ralph Hertling
Hallo!
Eine Rute: 6er
(aber nur weil ich von Hause aus eher Streamerfischer bin ... meine 6er könnte aber auch noch ne 5er oder gar 4er Leine werfen, wobei der Drill von Fischen <= 2 Pfund nicht wirklich prickeln kann, in Abhängigkeit von der Vorfachstärke natürlich)
Zwei Ruten: 4er und 7er
Drei Ruten: 4er, 6er und 8er
Aber nur weil Du danach gefragt hast!!

Wobei ich der Drei-Ruten-Lösung eindeutig den Vorzug geben würde.
TL
Ralph
Verfasst: 01.11.2006, 11:55
von Werner48
Hallo,
eine Rute : eine 6er
zwei Ruten : eine 5er und eine 8er
drei Ruten : eine 3er 7 Fuß oder darunter, eine 5er 8,6 oder 9 Fuß und eine 8er 9 oder 9,6 Fuß
Verfasst: 01.11.2006, 14:29
von Suki
Hallo Kollegen
Also wenn ich nur mit einer Rute fischen dürfte und wir die (größeren Fische ausschließen ) dann würde ich nur mit einer schnellen 5er Rute zu werke gehen.
Liebe Grüße
Suad
Verfasst: 01.11.2006, 16:45
von Nico
Hallo!
Bei der Rutenwahl geht es doch nicht nur um die Größe der Fische, sondern auch darum, bei welchen Bedingen welche Fliegen(größen) geworfen werden sollen. Wenn es nur mit einer Rute gehen soll, würde ich eine daher 6er empfehlen, weil sie auch etwas schwerere Fliegen befördern kann, aber auch bei der Forellenangelei noch genug Sensibilität besitzt.
Würde aber eher zur 5er und 7er tendieren. Eine 7er dürfte alles abdecken, was an größeren Fischen hier zu Lande gefangen werden kann. Das Wurfverhalten (z.B. bei Wind) lässt sich ja noch durch die Schnur abstimmen.
Gruß
Nico
Re: Gibt es die ideale Rutenklasse "für (fast) alles&am
Verfasst: 01.11.2006, 22:42
von markus
Hans Klas hat geschrieben:Gibt es die ideale Rutenklasse "für (fast) alles?
Hallo Hans,
filosofisch schwerwiegende Frage.
Ich denke: nein, es gibt sie nicht. Denn entweder ist eine Rute ideal, oder sie ist universell.
Aber unter den o.g. Rutenklassen gibt es einige Universaldilletanden, die vieles ganz prima machen, aber nicht eben alles optimal. Wie sollten sie denn auch? Die Frage ist schon ein Widerspruch in sich.
TL Markus
Verfasst: 02.11.2006, 10:01
von kea
Das ist eher eine Frage des Gewässers.
Ich habe eine 5er für kleine Flüsse, Kanäle und Seen, sowie 8er für den Rhein und für die Küste. Wobei eine 10er m.E. an der Küste, gerade bei Wind, Vorteile haben kann. Eine einzige Rute für alles, da würde ich eine 6er nehmen und hoffen, dass es windstill bleibt

Verfasst: 02.11.2006, 17:23
von borlonimarco
Ich denke, daß man mit Klasse 5 und 9 alles wichtige im Süß- und Salzwasser abgedeckt hat, ob Forelle, Satzkarpfen und dergl. an der 5er oder
Lachse, Huchen, Hecht und die Salzwasserfische an der 9er. 7er und 8er sind meines erachtens für Hecht, Huchen und Armur zu leicht. Sei es vom Drill oder Streamergewicht.
Eine Rute alleine....... würd ich wahrscheinlich die 5er nehmen.
atl
Marco
Verfasst: 02.11.2006, 20:21
von medfisch
Hallo,
ich denke, dass die primäre Frage zunächst lautet, wo und auf was will ich fischen. Bei mir hier habe ich die Auswahl zwischen kleineren Flüssen, zT. Topsalmonidengewässern, mehrere kleinen Bächen und einem grossen See. Einrutenlösung wäre eine 8`6 oder 9`0 Rute Klasse 6, in diesem Fall eher mit parabolischer Aktion. Damit kann man eine Menge machen, einiges sicher optimal, wobei man auch verschiedene Schnurarten ausprobieren kann. Die Zweirutenlösung war für mich die 6er und eine kurze 3er ( ganz persönlich mein Lieblingsteil, da sehr handlich im Bach und beim Waten im Fluss mit Trockenfliege super ). Konsequenterweise hab ich dann meine Dreirutenlösung mit einer 8er nach oben hin abgerundet. Und heuer wieder umgebaut, weil ich doch mehr am See und vom Boot aus gefischt habe, wurde eine 10`6er Rute angeschafft, kurz nach Sonnenaufgang vom Boot aus ein Renkenschreck und beim Watfischen am Ufer auch kräftig genug für kleinere Hechte.
Ich denke mir, fang mal mit der 6er an, die Länge sollte 8`6 oder 9`0 sein und dann schau mal, was Du angepasst an die Gewässer weiter brauchen kannst.
Viel Spass
Giselher
Verfasst: 02.11.2006, 21:02
von Rolf Renell
#6,
beste Grüsse,Rolf
Verfasst: 02.11.2006, 21:48
von Gnilftz
Die ideale Rute für für alle Begebenheiten gibt es m.E. nicht, aber vielleicht die beste Kompromisslösung. Dies wäre für mich eine 6er Rute.
Greetz
Heiko
der froh ist, dass er keine Kompromisse eingehen muss!

Verfasst: 08.11.2006, 17:37
von Hans.
Und es gibt sie doch… (frei nach Galileo Galilei)
Liebe Freunde,
ich danke Euch für die zahlreichen Beiträge auf meine Frage nach der EINEN RUTE FÜR (FAST) ALLES. Ich habe jetzt einen Testbericht aus den USA ausfindig gemacht (flyfishinginsider.com), mit fast genau der gleichen „dummen“ Frage:
Gibt es eine vierteilige 5er Fliegenrute die alle Anforderungen meistert, denen sich ein Angler an einem „premier western tailwater“ ausgesetzt sieht???
Mit der Rute sollen folgende Situationen für das Fangen von Forellen bis 65cm gleichermaßen gut beherrscht werden:
Das Werfen einer 22er Blue Wing Olives an einem 3-Meter-Vorfach mit 14er Spitze genauso wie das Werfen schwerer Streamers und Nymphen. Punktgenaues präsentieren auch bei starkem Wind. Akkurates präsentieren auch bei verschiedenen Weiten, von nah bis über 27m.
Dazu perfekte Kontrolle der Schnur, perfektes Werfen von über einem Dutzend Wurfvarianten und dabei sollen Rute und Schnur sehr gut mit dem Angler kommunizieren.
Es kamen zunächst von 17 Herstellern 36 Ruten in allen Preisklassen in die engere Wahl. “On gras“ wurde abgeklopft: “Rod Materials and Construction“, “Rod Feel and Progressiveness”, “Line Control” und “Casting”. Für den Test “On Water” ging es dann mit 27 übrig gebliebenen Modellen an den San Juan River in New Mexiko. Die genaue Beschreibung der Testbedingungen erstreckt sich auf über drei DIN-A-4-Seiten! Ergebnis: Die Tester freuen sich, es gibt sie tatsächlich, die Ruten, die, ohne Kompromisse einzugehen, in ihrer „Gewichtsklasse“ alles können!
Hier die Besten:
An die Spitze setzte sich die Sage TCR. Die Tester machen allerdings auf die Herausforderung aufmerksam, mit dieser schnellen Rute einen Fisch am 14er Vorfach zu landen!! Als immer noch schnell, aber mit mehr „tipp feel“ wurden genannt die Sage XP (3.), zwei Loomis Stream Dance GLX (6. + 7.) und die Scott S3 (9.) Der T&T Helix (2.) und der Powell Tiboron II (4.) wird eine große Sensibilität bescheinigt, „more tipp-to-butt flex“, aber auch „power when needed“. In diesem Sinne auch große Begeisterung der Testmannschaft für die Winston Boron IIx (12.) Und, die Tester weisen auch da besonders darauf hin, man solle doch nicht die Sage Launch übersehen, die sich neben den hochpreisigen Ruten mit einem 195$ Verkaufspreis auf den 8. Rang platzierte!!!
Ich wollte Euch das nicht vorenthalten, hier darüber zu diskutieren halte ich aber für müßig, dazu sind meine Angaben viel zu knapp. Ich schicke aber jedem Interessierten den Testbericht gerne zu inclusive Editoren-Rating mit Kommentar zu jeder Rute. Bitte nur per E-Mail anfordern!!
Grüße
Hans